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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Drei Namen- drei Leben in einem Leben

Die drei Leben der Cate Kay
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Die Bestsellerautorin Cate Kay wird für ihre Romane und die Verfilmung gefeiert. Doch es gibt sie gar nicht, denn es handelt sich um ein Pseudonym. Nun schreibt die Person, die sich hinter Cate verbirgt ...

Die Bestsellerautorin Cate Kay wird für ihre Romane und die Verfilmung gefeiert. Doch es gibt sie gar nicht, denn es handelt sich um ein Pseudonym. Nun schreibt die Person, die sich hinter Cate verbirgt an ihren Memoiren und die sind besonders spannend. Denn geboren wird sie als Annie. Nach einem schicksalshaften Ereignis wird sie zu Casse Ford und flüchtet nach New York, wo sie ihre literarische Laufbahn beginnt.

Die Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt, da neben Annie/Casse/Cate auch diverse Schlüsselpersonen die Geschichte aus ihrer Perspektive schildern. Dies ist spannend und erzeugt zusätzliche Tiefe. Auch das kurze Kapiteln ergänzen dies gut. Besonders gut ist hierbei auch der chronologische Aufbau, der einfach gut erlaubt Entwicklung und Motivation für Handlungen zu verstehen. Eine weiter Besonderheit waren die eingestreuten Fußnoten, die Cate Kays Gedanken und Kommentare ergänzen. Etwas das man so nicht so oft in fiktionalen Büchern sieht, aber gerade deswegen für mich spannend war.

Es werden viele zentrale Fragen im Buch behandelt wie die Frage nach Identität, das Treffen von Entscheidungen und den damit verbunden Konsequenzen, Freundschaft, Chancen, Träume und noch so viele mehr. Die Geschichte motiviert in gewisser Weise mit der Kernaussage, wenn man es will, schafft man es auch.

Trotz des spannenden Ansatzes fiel es mir teilweise etwas schwer zu Beginn in die Geschichte einzutauchen, bzw. auch etwas den Überblick über all die Personen zu behalten.

Dennoch war es sehr spannend eine fiktive Biographie über eine Person zu lesen, die auch durch ihre Handlungen sehr zerrissen zu sein scheint und auf der Suche nach ihrer Identität ist.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Der Antiquitätenhandel ist turbulenter als man glaubt

Mord an Backbord
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Freya Lockwood übernimmt gemeinsam mit ihrer Tante Carole den Antiquitätenhandel. Als zweites Standbein, ist eine Detektei angedacht, die gestohlene Kunstgegenstände auffinden soll. In einem Museum wird ...

Freya Lockwood übernimmt gemeinsam mit ihrer Tante Carole den Antiquitätenhandel. Als zweites Standbein, ist eine Detektei angedacht, die gestohlene Kunstgegenstände auffinden soll. In einem Museum wird ein Bild bei einem mysteriösen Einbruch gestohlen, und beide engagiert es wieder zu finden. Besonders spannend daran, das Bild wurde von Arthur Crockleford, dem ursprünglichen Besitzer des Antiquitätenhandels und Freund von Tante Carole gestiftet. Die Suche führt die beiden auf ein Schiff, dass eine Antiquitätenkreuzfahrt anbietet. Freya, die schon als Expertin angefragt wurde, geht an Bord und taucht bei der Suche nach dem Bild in eine verschworene Gesellschaft von Antiquitätenliebhabern ein.

Auch wenn dies schon der zweite Fall, und damit das zweite Buch zu dieser Serie ist, lässt es sich ohne Probleme auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Der Krimi beginnt gemächlich, wie man es von so manchem Cozy Crime gewöhnt ist. Das Ermittlungsduo sucht ein Bild und schleicht sich an Bord des Schiffes. Nicht alle Personen sind ihnen hier freundlich gesinnt, jedoch muss man doch etwas warten, bis sich der Titel des Romans erfüllt. Ein langsam aber gut gesetzter Spannungsbogen mit vielen Wendungen, so dass der Leser immer am Grübeln und Theorien verwerfen ist. Mit zunehmender Geschwindigkeit stolpert man von einer Gefahr in die nächste. Es ist nicht ganz klar, wer gut oder böse ist, Freund oder Feind.

Das Ermittlungsduo, oder Trio, je nach Definition, besteht aus Freya und ihrer Tante Carole, die auf einen alten Bekannten treffen. Speziell Carole besticht durch ihre doch spezielle, ja vielleicht auch schon exzentrische Art. Ein bisschen hatte ich immer Miss Marple vor dem inneren Auge. Sie hat viel Humor und lockert die sonst eher nüchterne Art von Freya gut auf.

Neben einer turbulenten Ermittlung bekommt man auch noch einen Einblick in die Kunstwelt geboten. Die Beschreibungen sind sehr detailreich und die Schilderungen so gut, dass man oft ins Buch gesogen wird.

Für mich ein schöner Krimi mit vielen Wendungen, den man allerdings doch mit sehr wachem Kopf lesen sollte, um das Rätsel zu lösen.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

ein Krimi im Stil von Agatha Christies Mord im Orientexpress

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Ein Luxuszug, der Golden Highlander, auf Jungfernfahrt von London nach Edinburgh. An Bord eine illustre Gästeschar samt Besatzung und mitten drunter die Reisejournalistin Rachel McEwan, die davon berichten ...

Ein Luxuszug, der Golden Highlander, auf Jungfernfahrt von London nach Edinburgh. An Bord eine illustre Gästeschar samt Besatzung und mitten drunter die Reisejournalistin Rachel McEwan, die davon berichten darf, und ihre 16-jährige Schwester Millie. Die Reise ist luxuriös, aber auch turbulent, sodass eine Passagierin ermordet wird. Eingeschneit und daher abgeschnitten, nimmt der Stewart James unterstützt von Millie die Ermittlungen auf.

Wie die Aufmachung und der Untertitel schon preisgeben, ist es ein schön gestalteter Weihnachtskrimi, der sich auch etwas am berühmten „Mord im Orientexpress“ orientiert. Das weihnachtliche Thema und auch das gewollte Zwanziger Jahre Thema wird durch detaillierte Schilderung sehr gut transportiert. Man taucht richtig ein.

Die Illustre Gästeschar, zeigt so manchen speziellen Charakter und unterhält einen gut. Der Plot trotz nur so von Spuren, Vermutung und falschen Fährten, so dass man ausgiebig beschäftigt ist mitzuraten. Die Autorin macht es einem wirklich nicht einfach, denn auch wenn man vermutet, dass etwas komisch ist, schafft man es einfach nicht, den Finger draufzuhalten. Nichts destotrotz ist die Auflösung schlussendlich schlüssig und gut präsentiert, ganz in Agatha Christie Manier.

Millie, die Erzählerin und Ermittlerin im Buch, mag als letztere etwas gewöhnungsbedürftig sein, passt aber natürlich gut zu einem Buch, dass sich auch an jugendliche Leser richtet. Entsprechend ist natürlich auch die Sprachwahl und die Gedankenwelt. Denn neben all der kriminalistischen Arbeit, beschäftigt Millie auch noch das Thema Herzschmerz und Liebe.

Ich werde definitiv die anderen Bücher der Autorin nachlesen.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

basierend auf einer wahren Geschichte- das Leben einer Millionenhinterzieherin

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Angelika Moser arbeitet als Buchhalterin im Wiener Hotel Frohner. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen kommt und das Partyleben schätzt, gelingt ihr sukzessive der Aufstieg im Hotel und sie macht Karriere. ...

Angelika Moser arbeitet als Buchhalterin im Wiener Hotel Frohner. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen kommt und das Partyleben schätzt, gelingt ihr sukzessive der Aufstieg im Hotel und sie macht Karriere. Als alleinerziehende Mutter ändert sich einiges und sie beginnt Rechnungen zu manipulieren, um das Leben des Lohnes und ihres zu finanzieren. Lange geht dies gut, bis sie schließlich auffliegt.

Ein typischer Roman von Vea Kaiser, gekennzeichnet durch einen sehr lebendigen Schreibstil. Er geht in die Tiefe mit detaillierten Beschreibungen, so dass man sofort in das Werk gesogen wird. Gut eingefangen wurde das Wienerische, mit all seinen eigenen Begriffen und generell strotzt der Roman nur so vor Humor und spritzigen Dialogen.

Alle Charaktere wirken sehr authentisch, natürlich auch weil die reale Angelika Moser, das Vorbild, zur Befragung zur Verfügung stand. Aber auch die Nebencharaktere agieren schlüssig und sind schön gezeichnet. Die ab und an eingeworfenen Kapitel, die die Entstehung des Romans und die Kontaktaufnahme mit der Hauptfigur, und das Leben der Autorin beschreiben, brechen kurz den Lesefluss, stören aber keineswegs da ein tieferer Einblick eröffnet wird.

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Angelika Moser mit allen Höhen, Tiefen und Herausforderungen nach und so findet man sich zwischen Männerproblemen, Partys, dem Streben nach Höherem, familiären und noch so vielen wieder. Eben mit viel Witz erzählt, aber doch auch sehr ungeschönt und ehrlich z.B. im Bezug auf Mutterschaft. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Grenzen der Moral für die Protagonistin verschieben.

Die Autorin liebt das Schreiben und das Erzählen wie man merkt und dies ist auch für mich der einzige Kritikpunkt, der Roman ist lang, sehr lang. Dieser hätte in manchen Passagen durchwegs kürzer, gestrafter sein können. Jedoch hätte ich diese Passagen auch nicht missen möchten, da der flüssig geschriebene Roman sonst ja viel zu schnell zu Ende gewesen wäre.

Ein schöner, unterhaltsamer vielleicht auch typisch wienerischer Roman über das Leben einer spannenden Figur.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Wissenschaftsvermittlung mit Humor - typisch Science Busters

Aus! Die Wissenschaft vom Ende
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Tja was soll ich zu diesem Buch sagen- typisch Science Busters eben. Wer diese Gruppe aus Wissenschaftlern und Comedians kennt, dem reicht diese Rezension wahrscheinlich schon. Für Personen, die die Science ...

Tja was soll ich zu diesem Buch sagen- typisch Science Busters eben. Wer diese Gruppe aus Wissenschaftlern und Comedians kennt, dem reicht diese Rezension wahrscheinlich schon. Für Personen, die die Science Busters nicht kennen: es handelt sich um eine Gruppe von Wissenschaftlern die gemeinsam mit Kabarettisten auf der Bühne verschiedene wissenschaftliche Fragen erklären und so dem Laienpublikum mit entsprechendem Witz nahebringen.

Dieses Buch ist nun eine weitere Verschriftlichung ihres Tuns- hier mit der Fragestellung wie man sich das Ende der Welt vorstellen darf, was Unendlichkeit ist und so vieles mehr in dem Zusammenhang. Alles ist für Laien verständlich aufbereitet und wird mit ordentlich Witz serviert.

Dennoch empfiehlt es sich, sich für das Buch Zeit zu nehmen, um eben möglichst viele Fakten zu sammeln. So mancher Witz ist auch vielleicht sehr Österreich typisch, aber sicher ohne Probleme auch für andere verständlich.

Manche der Witze und Pointen funktionieren sicher in der Interaktion besser als in der Niederschrift. Doch dafür hat man die Science Busters mit diesem Buch einfach immer dabei.

Für mich definitiv lesenswert, so wie die Vorgängerbücher. Science Busters gehen für mich einfach immer.

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