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Veröffentlicht am 29.08.2021

sehr unterhaltsam und auch richtig berührend

Der erste letzte Tag
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Vorweg muss ich gestehen, dass ich nicht unbedingt ein großer Fitzek-Fan bin. Ich habe einige seiner Thriller gelesen und fand sie auch gut, aber später waren es keine „Must-Haves“ mehr für mich, und die ...

Vorweg muss ich gestehen, dass ich nicht unbedingt ein großer Fitzek-Fan bin. Ich habe einige seiner Thriller gelesen und fand sie auch gut, aber später waren es keine „Must-Haves“ mehr für mich, und die neusten seiner Thriller habe ich nicht gelesen.
Da der Autor sich diesmal aber an ein anderes Genre gewagt hat, und einen Roman geschrieben hat, wurde ich jetzt doch neugierig. Und ich muss gestehen, ich wurde angenehm überrascht.

Zum Inhalt möchte ich jetzt eigentlich nichts schreiben. Man darf beim „ersten letzten Tag“ Livius auf einem Roadtrip begleiten. Seine zufällige Begleitung ist eine junge Frau, die anfangs etwas skurril und verrückt
wirkt. Aber es stellt sich heraus, dass Lea sehr genau weiß, was sie tut!

Das Buch liest sich total locker und leicht und ist absolut unterhaltsam. Ich bin aus dem Schmunzeln schier nicht mehr herausgekommen. Aber andererseits steckt auch etliches in dem Roman, was zum Nachdenken anregt. Auf jeden Fall zeigt es sehr deutlich dass man das Jetzt und Hier immer genießen sollte! Sebastian Fitzek hat mich mit diesem Buch nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern richtig berührt!
Für mich ist dieses Buch wirklich eine absolute Überraschung gewesen. Es hat mir schöne Lesemomente gegeben und Sebastian Fitzek hat die richtige Balance zwischen humorvollen und berührenden Momenten gefunden.

Eine Kleinigkeit möchte ich trotzdem bemängeln: Mit seinen 270 Seiten, die teilweise auch noch unbedruckt sind (leere Seiten zwischen den einzelnen Kapiteln) finde ich die 16 Euro wirklich etwas zu teuer für ein Taschenbuch!

Veröffentlicht am 26.08.2021

humorvoller Frauenroman

Bis ans Ende aller Fragen
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Maxi gehört mit ihren 44 Jahren der Ü40-Generation an. Sie ist immer noch Single, obwohl sie sich immer eine große Familie erträumt hat. Aus ihrem Berufswunsch als Ärztin wurde auch nichts, weil sie das ...

Maxi gehört mit ihren 44 Jahren der Ü40-Generation an. Sie ist immer noch Single, obwohl sie sich immer eine große Familie erträumt hat. Aus ihrem Berufswunsch als Ärztin wurde auch nichts, weil sie das Studium abgebrochen hat. Sie führt jetzt ein eigenes kleines Café. Ihr Nichte Summer unterstützt sie dort. Eines Tages als Maxi von ihrem Mann gegen eine andere ausgetauscht wrid, überredet Summer sie, in einer Trauergruppe nach einem Witwer mit Kindern Ausschau zu halten….aber ob so ein Lügengerüst wirklich taugt, um einen passenden Partner zu finden???
Ich kenne das Autorenduo Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz unter dem Namen Anne Hertz schon seit langer Zeit und war früher immer ein großer Fan ihrer Romane. Nach einer längeren Pause haben sie nun wieder ein Buch gemeinsam veröffentlicht.
„Bis ans Ende aller Fragen“ ist unterhaltsam und sehr gut zu lesen. Man fliegt beim Lesen gerade so über die Seiten. Der Schreibstil ist mit viel Humor gespickt und liest sich sehr gut. Allerdings wurde ich mit der Hauptprotagonistin Maxi nicht so wirklich warm. Sie war mir einfach nicht wie eine Ü40-Frau vorgekommen, sondern hat stellenweise wie ein Teenager auf mich gewirkt. Ihre Naivität hat mich wirklich gestört.
Aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn es nicht ganz an die Vorgängerromane des Autorenduos herankommt, so war es für mich doch eine nette und locker-leichte Lektüre und hat mich gut unterhalten.
Fazit: Netter Frauenroman für zwischendurch, der sehr schön zeigt, dass es nie zu spät ist, um nochmal neu durchzustarten.

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Veröffentlicht am 22.08.2021

spannender Krimi aus Hamburg

Tod an der Alster
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Nach „Der Tote vom Elbhang“ ist dies der zweite Band um die Ermittlerin Svea Kopetzki. Wie der Titel schon vermuten lässt, spielt die Handlung wieder in Hamburg. Dies ist auch aus dem stimmungsvollen Cover ...

Nach „Der Tote vom Elbhang“ ist dies der zweite Band um die Ermittlerin Svea Kopetzki. Wie der Titel schon vermuten lässt, spielt die Handlung wieder in Hamburg. Dies ist auch aus dem stimmungsvollen Cover schon zu erkennen.
Diesmal entführt uns die Autorin Anke Küpper auch ein wenig in die Welt der Reichen. Der Plot rankt sich nämlich diesmal um eine Schönheitsklinik. Während eines nächtlichen Feuerwerks wird eine Frau von einem Bus erfasst, der gerade auf einer Stadtrundfahrt an der Alster unterwegs ist. Was auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich dann aber doch als Mord, denn die Frau hat Stichspuren am Hals und ist wohl ihrem Mörder entkommen. Es stellt sich heraus, dass die Tote eine Chirurgin der nahegelegenen Schönheitsklinik ist….
Das Buch liest sich sehr gut und es kommt direkt im Prolog schon Spannung auf. Die zahlreichen kurzen Kapitel lassen sich wirklich sehr gut lesen. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende durchgehalten und steigert sich immer ein wenig mehr. Ich hatte zwischendurch immer wieder Verdächtige, aber es war wirklich nicht vorherzusehen, wie der Krimi ausgehen wird.
Sehr schön fand ich es auch, dass das Buch nicht nur spannend ist, sondern dass auch das Privatleben der Beteiligten immer wieder eine Nebenrolle spielt. Das macht die Ermittler etwas greifbarer und das Ganze kommt dadurch noch etwas authentischer rüber.
In ganz kurzen Sequenzen kam zwischendurch immer mal wieder der Täter kurz zu Wort, ohne dass zu viel verraten wurde. Er hat dann in der Ich-Form berichtet. Auch dies fand ich auch hervorragend gelöst!
Das Ende war also unvorhersehbar, aber es sind auch noch einige kleinere Fragen offen geblieben, die wohl auf einen Folgeband neugierig machen sollen.
Alles in allem wirklich ein gut durchdachter und spannender Krimi aus Hamburg, der Lust auf mehr macht. Ich war gerade kürzlich in Hamburg und so hatte ich beim Lesen teilweise wirklich Bilder vor Augen und konnte mir alles sehr gut vorstellen.

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Veröffentlicht am 19.08.2021

sehr viele ernste Themen regen zum Nachdenken an!

Wir für uns
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Hauptprotagonistin Josie hat die vierzig bereits knapp überschritten, als sie überraschend und ungewollt schwanger wird. Allerdings ist sie Single und seit längerer Zeit mit einem verheirateten Mann und ...

Hauptprotagonistin Josie hat die vierzig bereits knapp überschritten, als sie überraschend und ungewollt schwanger wird. Allerdings ist sie Single und seit längerer Zeit mit einem verheirateten Mann und Familienvater liiert. Josie hofft nun, dass er sich endlich für sie entscheidet. Allerdings möchte der Geliebte, dass sie das Kind nicht bekommt. In diesem inneren Konflikt trifft Josie zufällig auf die Witwe Kathie, die nach dem Tod ihres Mannes alleine dasteht und auch zu ihrem Sohn keinen guten Kontakt hat. Ganz unerwartet freunden sich die beiden unterschiedlichen Frauen miteinander an und geben ihrem Leben jeweils eine neue Richtung.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Josie und Kathie geschildert, so dass man sich in beider Gedanken und Gefühle gut hineinversetzen kann. Grundsätzlich liest sich das Buch kurzweilig und flüssig. Auch kamen die Protagonisten authentisch an und könnten aus dem wahren Leben gegriffen sein.
Toll fand ich es, dass sehr viel Tiefgang enthalten ist und die Themen Freundschaft und Mut zum Neuanfang von Bedeutung sind. Sehr feinfühlig baut Autorin Barbara Kunrath auch die Behinderung von Kindern und das Down Syndrom ein. Auch Homosexualität und der Umgang damit wird thematisiert. Für mich fast ein wenig zu viel an ernsten Themen, so dass mich das Buch nicht zu hundert Prozent berühren und emotional mitnehmen konnte.
Aber trotzdem auf jeden Fall ein schöner Frauenroman, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 17.08.2021

ganz wunderbarer Nordseeroman

Meer Momente wie dieser
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Normalerweise schreibe ich nur bei Rezensionsexemplaren, Leseexemplaren, Leserunden oder ähnlichem eine Rezension. Bei Büchern die ich mir selbst geholt habe eher nicht. Aber „Meer Momente wie dieser“ ...

Normalerweise schreibe ich nur bei Rezensionsexemplaren, Leseexemplaren, Leserunden oder ähnlichem eine Rezension. Bei Büchern die ich mir selbst geholt habe eher nicht. Aber „Meer Momente wie dieser“ von Svenja Lassen hat mir soooooo gut gefallen, dass ich davon erzählen muss!
Schauplatz der Handlung ist Sylt. Und unglaublich, aber ich habe beim Lesen so große Lust verspürt selbst hinzufahren, dass ich zwischendurch im Internet recherchiert habe, wie weit die Anreise ist. Ich hätte wirklich am liebsten gleich meinen Koffer gepackt.
Ganz kurz zum Inhalt:
Sina wird von ihrer Freundin Amelie überredet mit ihr gemeinsam nach Sylt zu fahren. Amelie erstellt eine Liste von „Meermomenten“, die sie gemeinsam erleben wollen. Am Morgen der Reise sagt Amelie ganz kurzfristig ab und kurzentschlossen nimmt Sina all ihren Mut zusammen und macht sich alleine auf die Reise. Ob sie auch alleine die Liste der Meermomente abarbeiten wird? Das verrate ich natürlich hier nicht…lest es selbst und ihr werdet es sicher nicht bereuen!
Ich hatte bisher noch kein Buch von Autorin Svenja Lassen gelesen und wurde sehr angenehm überrascht. Sie schreibt wirklich ganz wunderbar. Es handelt sich um einen richtigen Wohfühlroman zum Träumen und Entspannen. Das Buch enthält sehr viel Herz und Romantik, ist aber zugleich auch sehr humorvoll und witzig geschrieben - also Unterhaltung pur. Ich lag bei herrlichstem Sonnenschein auf der Dachterrasse und habe regelrecht das Meer rauschen gehört und den Sand zwischen den Füßen gespürt. Mit Sina habe ich wunderschöne MeerMomente erleben dürfen. Ich habe mit ihr gehofft, gelacht und am Ende auch Tränchen in den Augen gehabt.
Fazit: Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall ein Jahreshighlight unter den Sommerromanen. Wenn ihr noch ein wenig Sommer- und Urlaubsfeeling wollt, dann kann ich euch diesen Roman sehr empfehlen.

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