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Veröffentlicht am 13.09.2020

sehr fesselnder Thriller

DER TOD SPIELT FALSCH
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Es handelt sich hierbei bereits um Band 3 aus der Thrillerserie um Gordon Rabe. Die einzelnen Bände sind von der Handlung her in sich abgeschlossen und somit auch einzeln lesbar.

Zum Inhalt möchte ich ...

Es handelt sich hierbei bereits um Band 3 aus der Thrillerserie um Gordon Rabe. Die einzelnen Bände sind von der Handlung her in sich abgeschlossen und somit auch einzeln lesbar.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel verraten, um nichts vorweg zu nehmen, aber es geht auf jeden Fall wieder sehr hart zur Sache und man sollte nicht allzu zart besaitet sein. Zu Beginn wird ein blutleerer Frauenkörper gefunden und es wird nicht der Einzige bleiben.

Der Schreibstil ist wieder absolut fesselnd und spannend. Gekonnt streut Autor H. C. Scherf hier und da wieder eine kleine Prise Humor ein, so dass das Ganze noch ein klein wenig aufgelockert wird.
Natürlich ist auch wieder ein tiefgründiger Hintergrund eingebaut. Es geht diesmal um Rache und Selbstjustiz. Dadurch regt das Buch auch ein wenig zum Nachdenken an.

Zugleich darf man beim Lesen auch wieder an Rabe‘s Privatleben teilnehmen. Auch sein autistischer Sohn Jonas spielt eine Rolle. Ich habe die ganze Familie inzwischen ins Herz geschlossen und freue mich immer von ihnen zu lesen.

Das Ende hat mich persönlich diesmal nicht so hundertprozentig zufrieden gestellt. Es war mir zu mystisch angehaucht und nicht so wirklich greifbar. Aber das ist natürlich subjektiv und alles Geschmacksache.

Alles in allem wieder ein absolut fesselnder Thriller, der mich so sehr begeistert hat und in seinen Bann gezogen hat, dass ich in zwei Tagen durch war. Es besteht einfach wieder Suchtgefahr – man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen!

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Veröffentlicht am 12.09.2020

Unterhaltung pur und für mich ein absolutes Lesehighlight!

Rebenopfer
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Dies war mein erstes Buch von Britta und Christian Habekost. Natürlich war ich als „Pälzer“ sehr gespannt auf diesen Regionalkrimi. Es handelt sich um Band 1 der Elwenfels-Reihe.


Der Hamburger Privatdetektiv ...

Dies war mein erstes Buch von Britta und Christian Habekost. Natürlich war ich als „Pälzer“ sehr gespannt auf diesen Regionalkrimi. Es handelt sich um Band 1 der Elwenfels-Reihe.


Der Hamburger Privatdetektiv Carlos Herb wird mit einem Auftrag in das Pfälzer Dörfchen Elwenfels geschickt. Im Auftrag einer Hamburger Millionärsgattin soll er nach ihrem verschwundenen Mann Hans Strobel suchen, da sein Testament etwas delikat ist und er bereits 3 Jahre vermisst ist. Mehr sei zum Inhalt an dieser Stelle nicht verraten. Lasst euch überraschen!


Für mich war das Buch auf jeden Fall eine sehr positive Überraschung und eines meiner Jahres-Highlights!

Das Autorenpaar hat es geschafft mich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen, obwohl die Spannung anfangs eher auf niedrigerem Niveau ist. Man sollte also keinen blutrünstigen, harten Krimi erwarten, dann wird man auch nicht enttäuscht.


Voller Wortwitz und Situationskomik schildern Britta und Christian Habekost die Pfälzer und ihre Eigenarten. Dabei hat das Buch auch unheimlich viel Charme und einen großen Unterhaltungswert. So wird der Riesling als "so e Art pälzisches Aloe vera" bezeichnet. Oder S . 225: "Realität ist eine Illusion, die durch einen Mangel von Wein entsteht." Zu diesem Humor kommt natürlich auch noch Spannung und das alles war für mich einfach die perfekte Mischung.

Der schöne bildhafte Schreibstil hat noch sein übriges dazu getan, mich restlos zu begeistern.


Die Protagonisten haben zwischendurch immer etwas Pfälzer Dialekt gesprochen. Dies war für mich sehr gut zu verstehen, da ich aus der Pfalz stamme. Im Anhang gibt es auch noch ein kleines „Glossar“ mit Übersetzungen ins Hochdeutsche. Aber auf jeden Fall hat dieser Dialekt den Spaßfaktor beim Lesen noch zusätzlich erhöht und alles authentischer wirken lassen.

Die Pfälzer Spezialitäten wie Saumagen, Dampfnudle oder Kerscheplotzer fehlen in diesem Regionalkrimi nicht. Auch die Elwetritsche spielen hier eine kleine Rolle.


Mich hat der Regionalkrimi restlos begeistert und mit seinem Humor und Charme regelrecht verzaubert. Gerne empfehle ich diese Reihe weiter. Ich werde auf jeden Fall auch die restlichen Bände lesen.

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Veröffentlicht am 12.09.2020

viel mehr als nur ein Back- und Kochbuch!

Rezepte für eine gute Zeit
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Es handelt sich hierbei zwar um ein Kochbuch, aber genaugenommen ist es viel mehr als das. Melanie Zechmeister und Elisabeth Unger bieten weitaus mehr als Rezepte. Sie versuchen die LeserInnen für die ...

Es handelt sich hierbei zwar um ein Kochbuch, aber genaugenommen ist es viel mehr als das. Melanie Zechmeister und Elisabeth Unger bieten weitaus mehr als Rezepte. Sie versuchen die LeserInnen für die Natur und alles was die Natur zu bieten hat zu begeistern.

In dem Kapitel „Aus dem Vollen schöpfen“ erfährt man beispielsweise alles über die einzelnen Mehlsorten und über Vollkorn oder auch wie man einen Sauerteig selbst herstellen kann. Dann gibt es ein Kapitel „Ab in die Speisekammer“, wo es um Vorratshaltung geht. Was sollte man alles in der Speisekammer an Vorräten haben und wie bewahrt man es am besten auf?
Dann gibt es natürlich auch einen großen Rezeptteil, der viele Ideen zum Backen und Kochen enthält. Jedes Rezept enthält auch ein wunderschönes Foto. Des Weiteren gibt es auch Dekorationsideen aus Materialien, die die Natur schenkt.

Man merkt richtig die Begeisterung der Autorinnen beim Backen und Kochen, sowie ihre Liebe zur Natur und zu gesunden Lebensmitteln.
Von daher ist es für mich nicht nur ein tolles Back- und Kochbuch, sondern einfach ein schöner Begleiter, in dem man immer wieder schmökern kann und neue Anregungen finden kann.
Nicht nur vom Inhalt ist das Buch sehr überzeugend. Auch das Äußere ist sehr hochwertig. Das Buch ist in einen stabilen Einband gebunden, hat ein Lesebändchen, die Schrift ist in angenehmer Größe und die Fotos sind wunderschön. Alles wirklich alles sehr gelungen!

Veröffentlicht am 08.09.2020

Die Geschichte einer Metzgerfamilie

Fleisch ist mir nicht Wurst
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Der Metzgersohn Klaus Reichert ist im Gegensatz zu seinem Bruder nicht in den traditionellen elterlichen Familienbetrieb eingestiegen, sondern hat eine Karriere als Journalist und Kommunikationsberater ...

Der Metzgersohn Klaus Reichert ist im Gegensatz zu seinem Bruder nicht in den traditionellen elterlichen Familienbetrieb eingestiegen, sondern hat eine Karriere als Journalist und Kommunikationsberater gewählt. In diesem Buch hat er die Familiengeschichte niedergeschrieben und das Metzgerhandwerk kritisch betrachtet.
Der Titel des Buches ist ein wenig irreführend und hat bei mir falsche Vorstellungen geweckt. Ich dachte eher, dass der Fleischkonsum und die Wertschätzung der Tiere kritisch beleuchtet werden. Dies kommt am Ende zwar auch noch ein wenig, aber der Fokus liegt eindeutig auf der Familiengeschichte der Metzgerfamilie Reichert.
Der Erzählstil des Autors ist sehr interessant und gut geschrieben, so dass es nicht langweilig wird, auch wenn man andere Erwartungen hatte. Er schreibt sachlich, aber trotzdem unterhaltsam und gut lesbar. Etwas Ironie und Humor werden zwischendurch auch immer eingeflochten. Interessant fand ich auch die alten Fotos aus dem Familienalbum, die alles noch etwas veranschaulichen. Es kommt alles sehr authentisch und realitätsnah beim Lesen an, da der Autor aus erster Hand berichtet. Man merkt, dass Klaus Reichert weiß, wovon er schreibt. Dadurch, dass er nicht in den elterlichen Metzgerbetrieb eingestiegen ist, ist seine Sichtweise aber doch ein wenig anders und durchaus sehr kritisch.
Die Themen Fleischkonsum, Massentierhaltung usw. kamen erst gegen Ende des Buches zur Sprache und wurden meiner Meinung nach etwas zu knapp abgehandelt.
Aber alles in allem ein gut zu lesendes und interessantes Buch, für das ich 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 07.09.2020

etwas zäher Beginn, dann aber immer besser und spannender

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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Das Buch beginnt mit einem Alptraum. Kommissar Ewert Grens wird zu einer Wohnung gerufen, bei der die Nachbarn schlimmes vermuten. Es wird tatsächlich ein kleines Mädchen aufgefunden an einem Ort des Grauens. ...

Das Buch beginnt mit einem Alptraum. Kommissar Ewert Grens wird zu einer Wohnung gerufen, bei der die Nachbarn schlimmes vermuten. Es wird tatsächlich ein kleines Mädchen aufgefunden an einem Ort des Grauens. Ihre Eltern und Geschwister lagen wohl schon einige Tage tot in der Wohnung. Sie wurden allesamt gleichermaßen mit Schüssen hingerichtet. Das Mädchen hatte an diesem Tag ihren fünften Geburtstag gefeiert und wurde wohl während der Feier Zeuge dieses Trauerspiels.
Dann zwanzig Jahre später tauchen Leichen auf, die genau die gleichen Einschüsse aufzeigen. Ewert Grens muss kurz vor seiner Pensionierung den Fall nochmal neu aufrollen. Und was ist aus dem Mädchen von damals geworden? Sie scheint in Gefahr zu schweben.

Während der Prolog schon richtig Gänsehaut aufkommen ließ, hat sich die erste Hälfte dieses 557 Seiten dicken Krimis für mich doch etwas gezogen. In verschiedenen Teilen wird aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten in unterschiedlichen Zeitebenen berichtet. Für mich hätten hier die Teile deutlich kürzer sein müssen und dafür ein häufigerer Wechsel. Von daher war es für mich in der ersten Hälfte teilweise wirklich etwas langatmig zu lesenn.
Aber dann zur Mitte hin hat das Buch ordentlich an Tempo und an Spannung zugelegt und mich dann so richtig in seinen Bann gezogen. Dann kam auch richtig Gänsehautfeeling auf.

Eingangs fand ich die Story auch zusätzlich etwas verwirrend und undurchsichtig. Aber so nach und nach ist dann alles etwas klarer geworden und die einzelnen Stränge wurden dann auch nachvollziehbar zu einem Ganzen zusammengefügt. Das Ende hatte dann sogar noch eine dicke Überraschung für mich parat.

Fazit:
Die zweite Hälfte hat mich richtig begeistert. Aber aufgrund des schwächeren Beginns vergebe ich 4 Sterne.

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