Das Schloss
Wenn die Schatten sterbenRebecca Kolberg zieht nach dem Tod ihres Mannes nach Solothurn in der Schweiz. Sort hat sie den alten Familiensitz geerbt, den sie wieder herrichten lassen will. Durch ihren Sohn Adrian kommt sie gleich ...
Rebecca Kolberg zieht nach dem Tod ihres Mannes nach Solothurn in der Schweiz. Sort hat sie den alten Familiensitz geerbt, den sie wieder herrichten lassen will. Durch ihren Sohn Adrian kommt sie gleich in Kontakt mit den Nachbarn, die sehr sympathisch sind. Doch als die Handwerker mit ihrer Arbeit beginnen, finden diese im Keller hinter einer doppelten Wand die sterblichen Überreste einer weiblichen Person. Es wird festgestellt, dass die Tote vor so langen Jahren verstorben ist, dass die Sache in der Schweiz bereits läge verjährt ist. Trotzdem möchte Rebecca wissen, was in den 1940er Jahren passiert ist.
Es entwickelt sich eine Geschichte um zwei Frauen. Becky sucht in der Gegenwart nach Spuren, da die Polizei wegen der Verjährung nicht mehr ermittelt. Sie stößt auf Tagebücher von Emma Kummer, die wohl die Tote im Keller ist. Wie war es in der Schweiz, während in Deutschland die Nazis herrschten. Wurde das Land von den Geschehnissen im Nachbarland beeinflusst? Jedoch hält die Gegenwart auch für Rebecca unerwartete Probleme bereit. Den Unfalltod ihres Mannes hat sie noch nicht überwunden und auch Ereignisse in ihrer neue Heimat bereiten ihr Sorgen. Wenigstens versteht sich der zehnjährige Adrian gut mit der achtjährigen Pia von nebenan.
Ein geschichtliches Thema hat der Autor auf spannende Weise mit der Gegenwart verwoben. Es ist lehrreich, wenn man etwas über die Vergangenheit erfahren kann. Und auch die Gefahren in der heutigen Zeit. Auch in der Schweiz gab es während des zweiten Weltkriegs rechte Bestrebungen, die an die Macht wollten. Wie sich das in dem kleinen Ort Solothurn ausgewirkt hat, wird zwar in der Fiktion dargestellt. Der geschichtliche Hintergrund ist aber durchaus real. Auch wie die Vergangenheit manchmal in die Gegenwart wirkt, ist fesselnd beschrieben. Vielleicht ist in der Vergangenheit mehr zu finden als man ahnt. Das mag möglicherweise auch für einen selbst ein Anreiz sein, mit Nachforschungen zu beginnen.