Mehr als ein Racheepos
TINTE und SCHWERTBuchmeinung zu Matthias Soeder – »TINTE und SCHWERT – Verwandlung«
»TINTE und SCHWERT – Verwandlung« ist ein Historischer Roman von Matthias Soeder, der 2026 im Feuertanz-Verlag erschienen ist.
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Buchmeinung zu Matthias Soeder – »TINTE und SCHWERT – Verwandlung«
»TINTE und SCHWERT – Verwandlung« ist ein Historischer Roman von Matthias Soeder, der 2026 im Feuertanz-Verlag erschienen ist.
Zum Autor:
Matthias Soeder, geboren am 6. März 1962 in Schweinfurt, war Zeitsoldat und Verkehrspilot. Dann entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben.
Als Mitglied einer historischen Reenactment-Gruppe kennt Matthias nicht nur die Theorie, sondern auch das Gefühl, in einer Söldnerrüstung zu kämpfen und zu schwitzen.
Zum Inhalt:
Im Herbst 1618 bringen Söldner die Familie von Jacob Wolffen um und verschleppen ihn als Schanzknecht. Sein Weg führt ihn nach Pilsen, wo er auf Anna trifft, deren Mutter als Hexe getötet wurde. Beide streben nach Rache und versuchen zu überleben.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist voller Gewalt, die zum Teil detailliert beschrieben wird, und voller Figuren, die nahezu jedes Mittel ohne Skrupel nutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Wirken Jacob und Anna zu Beginn sehr sympathisch und von den bösen Mächten verfolgt, so wandelt sich dieser Eindruck stetig. Während es den Soldaten um Ruhm, Macht und Geld geht, kämpfen Anna und Jacob um ihr Überleben und mehr und mehr um Rache. Beide haben am eigenen Leib erfahren, wie gnadenlos das Schicksal sein kann.
Die Geschichte wird aus etlichen Perspektiven erzählt, so dass man Motive uns Gefühle der einzelnen Figuren erleben kann. Viele der grausamen Handlungen werden dadurch erklärbar. Neben kriegerischen Passagen widmet sich der Autor ausführlich Beschreibungen des täglichen Lebens. Jede Figur findet eine Rechtfertigung für ihr Handeln. Erkennbar ist eine weitere Verrohung der Akteure im Laufe der Zeit.
Beeindruckt haben mich die Szenen, in denen Jacob und Anna Handlungen reflektieren. Man merkt der Handlung die umfangreichen Kenntnisse und Recherchen des Autor an.
Fazit:
Dieses Buch zeichnet ein extrem hartes Bild der Zeit zu Beginn des 30jährigen Krieges mit für die Zeit wohl typischen Figuren, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und gebe eine Leseempfehlung, wenn man mit der Gewalt zurecht kommt.