Platzhalter für Profilbild

witchqueen

Lesejury Star
offline

witchqueen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit witchqueen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2023

Soooooo langweilig

So bitter die Rache
0

Darum geht es:
Ellen Holst kehrt nach mehreren Jahren im Ausland mit ihrem Sohn 14jährigen Tristan zurück nach Deutschland. Dazu hat sie das kleine Städtchen Heiligendamm auserkoren. Sie hofft Ihrem Sohn ...

Darum geht es:
Ellen Holst kehrt nach mehreren Jahren im Ausland mit ihrem Sohn 14jährigen Tristan zurück nach Deutschland. Dazu hat sie das kleine Städtchen Heiligendamm auserkoren. Sie hofft Ihrem Sohn damit einen Gefallen zu tun. Da er in diplomatischen Kreisen aufgewachsen ist, musst er die ersten 14 Jahre seines Lebens ständig umziehen. Nun haben sich die Eltern getrennt und Ellen hofft darauf, in der Siedlung Vineta zur Ruhe zu kommen, Freunde zu finden, einfach ein normales Leben beginnen zu können. Erst beim Einzug in ihr neues Haus erfährt sie, dass vor sechs Jahren dort drei Menschen ermordet wurden. Ellen will sich davon aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Doch irgendwas geht dort vor sich. Die Nachbarn sind alle samt seltsam. Es verschwinden Dinge aus ihrem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Hat das alles was mit dem Geschehnissen von vor 6 Jahren zu tun?

Meine Meinung:
So etwas langweiliges habe ich schon ewig nicht mehr in den Fingern gehabt. Ich habe dem Buch 200 Seiten lang eine Chance gegeben. Vergebens. Es passiert … NIX!! Überhaupt NIX! Eine detaillierte Beschreibung reiht sich an die nächste noch detaillierte Beschreibung. Wir springen in der Zeit hin und her zwischen 2010 und 2016. Sämtliche Charaktere werden zwar sehr detailliert beschreiben. Trotzdem habe ich zu keinem einen Zugang gefunden. Und außer der Beschreibung von Charakteren, Gegenden, Häusern und Rosenbüschen ist absolute Flaute. Spannung? Auch wenn ich noch so sehr gesucht habe, ich habe sie nicht gefunden. Im Gegenteil. Das Buch liest sich, als wenn einem jemand ein Stillleben beschreibt. Mehr nicht.

Der Schreibstil ist zwar in Ordnung. Es lässt sich alles recht zügig lesen. Aber ansonsten fehlt es für einen Krimi wirklich an allem. Insgesamt hat das Buch 412 Seiten. Ich habe es nach knapp 200 Seiten aber aufgegeben.

Mein Fazit:
Krimi? … Thema verfehlt! Man hat nichts verpasst, wenn man es nicht liest. Ich würde es auf gar keinen Fall weiterempfehlen und kann hier wirklich nicht mehr als einen mageren Stern vergeben. Sorry!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2023

Überhaupt nicht mein Geschmack

Turmschatten
0

Darum geht es:
In einem Turm, der im zweiten Weltkrieg als Bunker diente, wohnt inzwischen Ephraim Zamir. Ein Jude! Als seine Mitbewohnerin, die hörgeschädigte Esther Goldstein von drei Neonazis umgebracht ...

Darum geht es:
In einem Turm, der im zweiten Weltkrieg als Bunker diente, wohnt inzwischen Ephraim Zamir. Ein Jude! Als seine Mitbewohnerin, die hörgeschädigte Esther Goldstein von drei Neonazis umgebracht wird, schwört Ephraim Rache. Er überwältigt die Männer und hält sie in seinem Turm gefangen. Er überträgt ein Verhör, in dem er die Männer mit ihren rechtsradikalen Verbrechen konfrontiert, live im Internet. Und alle sollen abstimmen, ob die Männer getötet oder freigelassen werden sollen. Das führt zu einem Medienspektakel, das seines Gleichen sucht. Und der Polizei rennt die Zeit davon.

Meine Meinung:
Seit langem das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Wobei … ich habe es 200 Seiten lang gelesen. Danach habe ich es in die Ecke geworfen. Dann habe ich ihm (nach einigen Wochen) eine zweite Chance gegeben. Und wieder habe ich es nach 180 Seiten abgebrochen. Einfach nur nervig. Rechtschreibfehler, Zeitfehler, Kontextfehler … ganz zu schweigen von den ewigen Wechseln zwischen den Geschehnissen. 1945, 1984, 1994, 2010 … Am Ende weiß man gar nicht mehr, wo man ist. Obwohl es über jedem Abschnitt drübersteht. Man verliert schlicht den Überblick. Das war mir entschieden zu viel.
Auch habe ich überhaupt keinen Zugang zu den Charakteren finden können. Die war mir alles zu blass und nichtssagend.
Ich bin mit dem Buch nicht klargekommen. Sorry.

Mein Fazit:
Nichts was ich lesen oder weiterempfehlen wollen würde. Von mir gibt es (notgedrungen) 1 Stern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2023

Mord mit Hindernissen

Friesisch morden
0

Darum geht es:
Dörte, Olivia und Johanna leben in Nordfriesland. Bisher kennen sie sich nicht. Aber eines haben sie gemeinsam. Sie haben gehörig die Nase voll von ihren Ehemännern. Sie wollen endlich ...

Darum geht es:
Dörte, Olivia und Johanna leben in Nordfriesland. Bisher kennen sie sich nicht. Aber eines haben sie gemeinsam. Sie haben gehörig die Nase voll von ihren Ehemännern. Sie wollen endlich unabhängig sein und ihr Leben so leben, wie sie wollen. Aber scheiden lassen. Nee, das geht auch nicht. Schließlich haben sie sich mal geschworen „Bis dass der Tod Euch scheidet. Eine andere Lösung muss her. Aber wie bringt man seinen Ehemann um, ohne dass es einem nachgewiesen werden kann? Gar nicht so einfach. “. Die drei treffen sich zunächst im Internet, später dann regelmäßig ein einem Café und werden so zu Verbündeten. Schließlich kommt den dreien eine Idee. Aber die braucht Zeit. Viel Zeit. Viel ZUVIEL Zeit. Das muss doch auch schneller gehen. Aber die schnellere Lösung ruft auch die Kripo auf den Plan. Und es läuft noch lange nicht alles nach Plan. Ganz im Gegenteil.

Meine Meinung:
Friesisch morden ist ein schönes Buch für die seichte Unterhaltung. Personen und Schauplätze sind gut gewählt und beschrieben. Leider plätschert die Geschichte ansonsten so vor sich hin. Große Spannung wird nicht erzeugt, wodurch sich die Seiten ziemlich dahinziehen. Auch wird hier nicht groß Blut vergossen, auch wenn es mehrere Tote gibt. Das Buch eignet sich also hervorragend für Freude des Cosy-Crime.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich alles angenehm lesen und man kommt zügig voran. Die 341 Seiten sind in 48 Kapitel unterteilt. So lässt es ich bequem auch in mehreren Abschnitten lesen und man ist nicht gezwungen, in einem durchzulesen.

Da die Geschichte in Nordfriesland spielt, begegnen wir an der ein oder anderen Stelle immer mal wieder plattdeutschen Ausdrücken und Redewendungen. Das ist aber kein Problem, denn am Ende des Buches findet sich ein kurzes Glossar, in dem diese Beschreiben werden. So kann man schnell mal nachsehen, sollte man das wirklich nicht verstehen oder herleiten können.

Mein Fazit:
Kein hochspannender Krimi, den man nicht aus der Hand legen. Eher war für Freude der seichten Krimiunterhaltung oder des Cosy-Crime. Mir persönlich hat deutlich die Spannung gefehlt. Ich würde es mit Einschränkungen empfehlen und vergebe hier 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2023

Je Oller, je doller

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
0

Darum geht es:
Sybille Bullatschek ist Pflegekraft im Seniorenheim. Neben ihren Senioren, die sie ziemlich Kraft und Nerven kosten, hat sie es auch noch mit einem neuen Heimleiter zu tun. Und der will ...

Darum geht es:
Sybille Bullatschek ist Pflegekraft im Seniorenheim. Neben ihren Senioren, die sie ziemlich Kraft und Nerven kosten, hat sie es auch noch mit einem neuen Heimleiter zu tun. Und der will auf Biegen und Brechen neuen Wind wehen lassen. Und so arbeiten die Pflegekräfte fortan nicht mehr in einem Seniorenheim, sondern in einer Business-Company im Health-and-Care-Sektor. Schließlich will man Heim des Jahres werden. Aber ob das mit verlorenen Gebissen, 88-jährigen Senoritas beim Speed-Dating und abtrünnigen Senioren, die Sybille aus dem Puff abholen muss, gelingt? Wir werden sehen!

Meine Meinung:
Die Autorin dieses Buches (Ramona Schukraft) ist als Comedian seit 13 Jahren in der Rolle der Pflegekraft Sybille Bullatschek unterwegs. Und aus Sicht dieser Pflegekraft erleben wir auch das Buch. Im Altenheim geht es drunter und drüber, was immer wieder (wie sollte es bei einem Comedian auch anders sein) für Lacher sorgt. Was aber anfangs noch alles sehr witzig ist (und was man sich durchaus vorstellen kann) wird zum Ende hin immer alberner, unrealistischer und platter. So gehen die Senioren z.B. anfangs mit zu einem Speed-Dating oder ein Senior „türmt“ und wird im Puff wiedergefunden … zum Ende werden aber alle durch verschiedenen Raumsprays in verschiedene Zustände versetzt und es bricht das völlige Chaos los. Konnte ich die ersten 200 Seiten des Buches noch über die Aktionen herzlich lachen, habe ich am Ende nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Leider.
Auch der immer wiederkehrende „Dialekt“ hat mich mit seinem ständigen „net“ (statt nicht) und „Pflägekraft“ doch deutlich genervt, denn er kam leider nicht nur in der wörtlichen Rede (wo es ja durchaus Sinn macht und hingehört) vor, sondern auch im erzählenden Teil. Das hat leider auch immer wieder den Lesefluss eingebremst. Ansonsten plätschert es so vor sich hin. Große Höhepunkte gibt es nicht.

Das Buch soll auf die Missstände in der Altenpflege aufmerksam und den Beruf des Altenpflegers attraktiv machen. Ob das gelungen ist? Ich bin mit nicht so sicher.

Das Buch ist 334 Seiten lang und in insgesamt 13 Kapitel unterteilt. So lässt es sich gut in einem Rutsch, aber auch in mehreren Abschnitten lesen.

Mein Fazit:
Wer Comedy liebt, der wird sich sicher mit diesem Buch wohlfühlen. So für „Zwischendurch“ ist es ganz gut geeignet. Von mir gibt es 3 Lesesternchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2023

Wer räumt die Kegler ab?

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
0

Darum geht es:
Es wieder so weit. In St. Peter-Ording steht das alljährliche Kegelturnier in den Startlöchern. Einheimisch wie Touristen fiebern diesem Ereignis entgegen. Die meisten reisen schon ein paar ...

Darum geht es:
Es wieder so weit. In St. Peter-Ording steht das alljährliche Kegelturnier in den Startlöchern. Einheimisch wie Touristen fiebern diesem Ereignis entgegen. Die meisten reisen schon ein paar Tage früher an. Schließlich will niemand dieses Event verpassen. Auch die Lehrerin Ilva Feddersen ist schwer beschäftigt. Nicht nur, dass sie an ihrer Schule Sommerkurse gibt, nein, sie packt auch kräftig bei der Organisation des Kegelturnieres mit an. Doch das Turnier hat noch nicht ganz begonnen, da wird die Leiche eines der Favoriten gefunden. Er liegt tot in seinem Campingwagen. Ernie (Ilvas Bruder) und Kollege Fred nehmen die Ermittlungen auf. Und der Fall scheint auch schon kurze Zeit später gelöst zu sein. Doch irgendwie stimmt da was nicht. Ilva ist noch nicht von der Schuld des Täters überzeugt. Und es dauert nicht lange, da soll sich Ilvas Verdacht bestätigen. Es taucht eine zweite Leiche auf. Wieder einer der Favoriten-Kegler. Was geht denn da im Urlaubsparadies vor? Wer hat es auf die Kegler abgesehen? Und warum werden die gleich eiskalt abgemurkst?

Meine Meinung:
Das Cover schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Man weiß sofort, um welche Reihe es sich handelt. Dünen, die Pfahlbauten von St. Peter-Ording und ein Schaf mit Gleitschirm und Kegelwimpel. Hier erschließt sich mir der Gleitschirm allerdings nicht, denn der hat überhaupt nichts mit dem Fall zu schaffen. Ansonsten ist das Cover sehr gelungen.

Sämtliche Figuren und Handlungsorte sind bestens beschrieben. Man hat von allem und jedem direkt ein konkretes Bild vor Augen. Das Kopfkino wird von der ersten Seite an angesprochen und führt den Leser direkt ans Meer.
Man erlebt diesen Kriminalfall aus zweierlei Sichtweisen. Einmal haben wir die Sicht des Erzählers. Zwischendurch gibt es aber immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht des Täters.
Der Fall an sich ist weder brutal noch blutig und somit ganz hervorragend geeignet für all jene, die Cosy-Crime bevorzugen.
Es dauert allerdings gute 100 Seiten, bis überhaupt mal etwas passiert. Abgesehen von den Vorbereitungen für das Kegelturnier und die Sommerkurse. Auch die Fälle an sich sind jetzt nicht besonders spektakulär oder spannend. Auch der Täter hat sich sehr schnell herauskristallisiert. Man muss nicht lange mitraten, um dahinterzukommen, wer in St. Peter-Ording mordet. Ich würde hier eher keinen klassischen Krimi sehen, sondern dazu tendieren, das Buch als einen schönen Sommerroman mit Leiche zu bezeichnen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich alles sehr angenehm lesen und man kommt zügig voran. Die 332 Seiten sind in insgesamt 38 Kapitel unterteilt. So kann man gut in einem Rutsch, aber auch in mehreren Etappen ans Ende gelangen.

Mein Fazit:
Spannend? Nicht wirklich! Krimi? Nur bedingt! Ich würde es einem eingefleischten Krimi-Liebhaber nicht unbedingt empfehlen. ABER: Für Liebhaber von Cosy-Crime oder seichter Sommerlektüre (im Strandkorb) mit Leiche bestens geeignet. Ich vergebe hier insgesamt 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere