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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2025

mäßig spannend

Knochenkälte
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Ich hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt ...

Ich hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt wurde. Eigentlich ist der Erzählstil auch angenehme lesbar. Jetzt kommt mein großes Aber.

David soll eigentlich zu einem neuen Fall fahren aber das Wetter und das fehlende Navi in den Bergen machen ihm einen Strich durch die Rechnung und er strandet in einer kleinen Stadt. Abgeschnitten von der Außenwelt durch eine zerstörte Straße, Wintereinbruch und fehlende Sendemasten. Und ganz am Anfang findet er ein Skelett, welches da wohl schon ziemlich lange gelegen hat. Eigentlich also eine durchaus interessante Grundidee. Aber es passiert einfach zu wenig. Die ersten 150 Seiten ziehen sich ganz gewaltig. Und auch danach stolpert David ziemlich viel durch Schnee und Hügel rauf und runter. Und jede Szenen wird so ausführlich und kleinteilig beschrieben, aber es fehlt bis zum letzten Drittel der Suspens. Und es ist zu wenig Forensik und Spurensuche und statt dessen viele unsympathische Leute und die Situation der Unerreichbarkeit war irgendwie gewollt aber nicht ganz vorstellbar.

Im letzten Drittel ist David dann dem oder den mutmaßlichen Mördern ausgesetzt, findet weitere Leichen, muss Verletzte, Frauen und Kinder retten und um sein eigenes Leben fürchten. Das ist dann spannend aber da hatte mich der Plot irgendwie schon verloren. Ich kann mir vorstellen, dass sich hier die Geister scheiden. Für mich war einfach die Spannung zu lange nicht gegeben und ich musste mich zwingen, das Buch zur Hand zu nehmen.

Für mich nur mittelmäßig und kommt nicht an die ersten der Reihe ran.

Veröffentlicht am 14.12.2025

berührend

Da, wo ich dich sehen kann
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Das neue Buch von Jasmin Schreiber wurde für mich überraschend zu einem Jahreshightlight.

Ich kenne zwei Bücher der Autorin vor diesem hier. Der Mariannengraben war einfach nur toll. Und der Endling meiner ...

Das neue Buch von Jasmin Schreiber wurde für mich überraschend zu einem Jahreshightlight.

Ich kenne zwei Bücher der Autorin vor diesem hier. Der Mariannengraben war einfach nur toll. Und der Endling meiner Meinung nach fürchterlich langweilig. Abe rnach all den euphorischen Rezensionen habe ich mich jetzt doch an "Da, wo ich dich sehen kann" gewagt. Und bin restlos begeistert. Das klingt jetzt nach einem schönen Buch. Aber die Story ist alles andere als schön. Also man sollte sich gut überlegen, ob man ein Buch über Femizid verkraftet. Es ist ein absolut wichtiges Thema und es wird hier sehr einfühlsam und klug aufbereitet. Also für mich ein Must-read-Buch. Für Männer und Frauen.

Die Aufbereitung der Story verdient ein extra dickes Lob, denn die Autorin versucht auch möglichst vielen Blickwinkeln und mit möglichst vielen literarischen Mitteln ein Familiendrama zu schildern, dass mit dem Mord des Vaters an der Mutter nicht endet, sondern das Kind in eine Zeit katapultiert, in der es ein davor und danach gibt - für immer in ihrem Leben.

Berührend, schockierend, einfühlsam.

Veröffentlicht am 14.12.2025

vorhersehbar

The Academy
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Von wusl
In der Tiffin-Academy versucht man mit unterschiedlichen Mitteln, möglichst weit oben im Schul-Ranking zu bleiben, in das man etwas überraschend hineingewählt wurde.

Der Schulalltag zwischen ...

Von wusl
In der Tiffin-Academy versucht man mit unterschiedlichen Mitteln, möglichst weit oben im Schul-Ranking zu bleiben, in das man etwas überraschend hineingewählt wurde.

Der Schulalltag zwischen der etwas überengagierten Direktorin, den verschiedenen Lehrern und den Schülern, die zwischen Social-Media, Mobbing, Schulstress und den ganz normalen Coming-of-age-Problemen leiden ist unterhaltsam aber für meinen Geschmack sehr vorhersehbar und sowohl schwarz-weiß auf der einen Seite, dann aber auch wieder rosarot auf der anderen beschrieben.

Ich kenne Bücher von Elin Hilderbrand, die sie alleine geschrieben hat, und an denen hat mir der ruhige und klare Erzählstil gefallen, der den Personen Raum und der Handlung ein realistisches Grundkonzept einräumte. Das fehlte mir hier, weshalb ich vermute, dass vor allem die Tochter der Autorin hier das Sagen hatte und das war irgendwie nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 14.12.2025

happy-dramatic-end

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Mit dem ersten Band der "Ever & After"-Reihe habe ich Stella Tack als Autorin für mich entdeckt. Das liegt an zwei Dingen. Erstens hat sie es mit dieser Märchen-Fantasy-Welt geschafft, dass ich als Leserin ...

Mit dem ersten Band der "Ever & After"-Reihe habe ich Stella Tack als Autorin für mich entdeckt. Das liegt an zwei Dingen. Erstens hat sie es mit dieser Märchen-Fantasy-Welt geschafft, dass ich als Leserin ständig überrascht wurde zum anderen waren mir die Heldinnen und Helden sofort sympathisch und sowohl die Dialoge als auch das hohe Tempo haben mich durch die ersten zwei Bände der Trilogie durchgetragen. Endlich gibt es jetzt das Finale und es war eine runde Sache.

Die Dramatik ist von Anfang an hoch. Wer Teil 2 gelesen hat, weiß dass Rain sich in ein ziemliches Dilemma "gewünscht" hat und das gilt es jetzt aufzulösen. Damit muss sie nicht nur ihren Liebsten, ihre Freunde und die ganze Märchenwelt retten, sondern auch sich selbst.

Die Spannung war sehr hoch und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Das Ende war eine runde Sache. Eine Mischung zwischen Happy und Dramatic End. Genau mein Fall.

Veröffentlicht am 14.12.2025

nicht mein Geschmack

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Von wusl
Nachdem ich lange nichts mehr von Cecelia Ahern gelesen hatte, wollte ich es mal wieder wagen. Der Plot hörte sich gerade richtig für die Vorweihnachtszeit an.

Das Buch lässt mich auf vielerlei ...

Von wusl
Nachdem ich lange nichts mehr von Cecelia Ahern gelesen hatte, wollte ich es mal wieder wagen. Der Plot hörte sich gerade richtig für die Vorweihnachtszeit an.

Das Buch lässt mich auf vielerlei Weise unbefriedigt zurück.
Ich mochte die Hauptdarstellerin nicht besonders. Sie war mir zu passiv, zu wenig selbstbestimmt, zu sehr gefangen in der Beziehung mit ihrer Mutter. Das löste bei mir einen gewissen Unwillen aus, da es ewig dauert, bis sich etwas ändert.

Die Liebesgeschichte war sehr dünn. Ich habe mehr über Origami als über den Mann erfahren.

Das Ende war so gar nicht meines, da wir die Realität verlassen und das Buch damit in eine Richtung geht, die mir gar nicht gefällt. Klar, so was ist Geschmackssache aber da bis auf das Ende alles doch sehr in der Wirklichkeit spielte, passte dieser Twist für mich gar nicht und lies mich am Ende unbefriedigt zurück.