mäßig spannend
KnochenkälteIch hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt ...
Ich hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt wurde. Eigentlich ist der Erzählstil auch angenehme lesbar. Jetzt kommt mein großes Aber.
David soll eigentlich zu einem neuen Fall fahren aber das Wetter und das fehlende Navi in den Bergen machen ihm einen Strich durch die Rechnung und er strandet in einer kleinen Stadt. Abgeschnitten von der Außenwelt durch eine zerstörte Straße, Wintereinbruch und fehlende Sendemasten. Und ganz am Anfang findet er ein Skelett, welches da wohl schon ziemlich lange gelegen hat. Eigentlich also eine durchaus interessante Grundidee. Aber es passiert einfach zu wenig. Die ersten 150 Seiten ziehen sich ganz gewaltig. Und auch danach stolpert David ziemlich viel durch Schnee und Hügel rauf und runter. Und jede Szenen wird so ausführlich und kleinteilig beschrieben, aber es fehlt bis zum letzten Drittel der Suspens. Und es ist zu wenig Forensik und Spurensuche und statt dessen viele unsympathische Leute und die Situation der Unerreichbarkeit war irgendwie gewollt aber nicht ganz vorstellbar.
Im letzten Drittel ist David dann dem oder den mutmaßlichen Mördern ausgesetzt, findet weitere Leichen, muss Verletzte, Frauen und Kinder retten und um sein eigenes Leben fürchten. Das ist dann spannend aber da hatte mich der Plot irgendwie schon verloren. Ich kann mir vorstellen, dass sich hier die Geister scheiden. Für mich war einfach die Spannung zu lange nicht gegeben und ich musste mich zwingen, das Buch zur Hand zu nehmen.
Für mich nur mittelmäßig und kommt nicht an die ersten der Reihe ran.