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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

nicht mein Fall

No Way Home
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T.C. Boyle - der Name war mir bekannt aber doch unbekannt. Das wollte ich mit "No way home" ändern.

Leider hat mir die Story überhaupt nicht gefallen. Im Mittelpunkt steht ein Mediziner, der eigentlich ...

T.C. Boyle - der Name war mir bekannt aber doch unbekannt. Das wollte ich mit "No way home" ändern.

Leider hat mir die Story überhaupt nicht gefallen. Im Mittelpunkt steht ein Mediziner, der eigentlich ein Workaholic ist und nur für seinen Job lebt. Als seine Mutter überraschend stirbt, sieht er sich genötigt, den Nachlass persönlich zu regeln und er fährt quer durchs Land nach Hause.

Zuhause wartet eine Verflossene und deren neuer Kerl. Beide waren sehr unangenehme Charaktere und sie handeln vorhersehbar und einfältig. Vor allem der Freund ist eine solche Nervensäge, dass mir ständig die Galle hochkam. Aber auch unser Mediziner glänzt nicht. Er ist unfähig Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Ich kam also keiner Person emotional nahe, fand alle unangenehm und eigentlich interessierte mich bald nicht mehr wirklich, wie die Story ausgeht. Nix für mich.

Veröffentlicht am 07.09.2025

wundervoll runde Geschichte

Was du siehst
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Auf das Buch "Was du siehst" bin ich nur zufällig aufmerksam geworden und habe es mir privat zugelegt, auch, da ich dann gesehen haben, wie positiv die Bewertungen mit dem Buch umgehen.

Besonders begeistert ...

Auf das Buch "Was du siehst" bin ich nur zufällig aufmerksam geworden und habe es mir privat zugelegt, auch, da ich dann gesehen haben, wie positiv die Bewertungen mit dem Buch umgehen.

Besonders begeistert war ich schnell von diesem heiterem warmherzigen Erzählstil. Als würde eine gute Freundin mir die Geschichte erzählen. Als wäre es etwas, was wirklich so passiert wäre und worüber alle um mich rum eh schon bestens Bescheid wüssten. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber es war wirklich total glaubwürdig und die Gefühle und Gedanken der Protagonisten wurden nahbar und ich konnte mitfühlen mit ihnen.

Die Leidenschaft, mit der Andi an seiner Jugendliebe hängt, hat mich berührt. Aber man konnte der jungen Frau nicht vorwerfen, dass sie herausfinden musste wo ihre Wurzeln sind und ob die Welt nicht noch größer und freier wäre.

Eine wundervolle runde Geschichte, die aus Laura Maaß eine Autorin gemacht hat, die ich unbedingt im Auge behalten muss.

Veröffentlicht am 04.09.2025

Lesehighlight

Rabenthron
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Ich liebe die Bücher von Rebecca Gablé und finde, sie ist Deutschlands offizielle Historoman-Queen. Alle ihre Romane stehen bei mir im Regal und wurden teilweise sogar schon zweimal genossen. Optisch hat ...

Ich liebe die Bücher von Rebecca Gablé und finde, sie ist Deutschlands offizielle Historoman-Queen. Alle ihre Romane stehen bei mir im Regal und wurden teilweise sogar schon zweimal genossen. Optisch hat der Lübbe-Verlag diesmal noch eins draufgesetzt und dem Schnitt ein wunderbares Muster verpasst, wie es derzeit ja sehr beliebt ist. Von der geschichtlichen Einordnung ist es ein Prequel. Und zwar ein sehr spannendes, denn es spielt vor "Das zweite Königreich" und da ging es ja um William den Eroberer. Also ist Rabenthron sozusagen die Geschichte der Generation vorher und tatsächlich kommt auch William ein wenig darin vor.

Das Buch wird als dritter Helmsby-Band beworben und genau dort auf Helmsby beginnt auch das Buch mit Aelfric, dem Sohn des ehemaligen Thane, der zu früh in einem der vielen Kriege gestorben ist und dessen Bruder seine Nachfolge angetreten hat, so dass Aelfric nach einem Streit mit dem Onkel seinen kleinen Sohn und einen gefangenen Dänen auf die obligatorisch guten Pferde setzt und sich aufmacht zum amtierenden König.

Im Laufe der Geschichte lernen wir die aktuelle königliche Familie mit all ihren Söhnen und Halbgeschwistern kennen und so viel sei schon verraten, es stirbt mehr als ein König und das Gerangel um den Thron wird sowohl in England als auch auch in der Normandie fortgesetzt. Die Familie Helmsby steht dem Thron und vor allem der Königin Emma nahe. Diese heiratet nach dem Tod des ersten Ehemannes den neuen König, der ursprünglich Däne ist und das Königreich durch einen Krieg gewonnen hat. Er war dennoch beliebt beim Volk, da er den langersehnten Frieden brachte und wohl sehr gläubig war.

Der Mix aus Fiction und History gelingt Rebecca Gablé gewohnt routiniert. Dennoch fand ich das Gleichgewicht diesmal nicht immer stimmig. Vor allem am Anfang und Ende fehlte ein wenig das private der Helmsby-HeldINNen. Dennoch ist das Jammern auf hohem Niveau, denn unter den Histos bleibt auch Rabenthron ein fulminantes Highlight.

Von mir bekommt es 4,5 Sterne - einfach, weil ich drei, vier Gablé-'Bücher im Schrank stehen habe, die mir noch ein bisserl besser gefallen haben.
Dicke Leseempfehlung und da die Autorin so viele ältere Erzählstränge aufgreift, vielleicht geht es ja auch noch einmal zu den Ottos, die haben mir doch so gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Cover
Veröffentlicht am 31.08.2025

wichtiger roman

In uns der Ozean
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Die Geschichte beginnt 1929 an der Ost-Küste Nahe Boston. Dort möchte Biologin Rachel Louise Carson promovieren und forschen. Aber beim großen Börsencrash verliert ihre Familie alle Ersparnisse und sie ...

Die Geschichte beginnt 1929 an der Ost-Küste Nahe Boston. Dort möchte Biologin Rachel Louise Carson promovieren und forschen. Aber beim großen Börsencrash verliert ihre Familie alle Ersparnisse und sie muss nach dem Tod de Vaters die Familie mit ihren Jobs über Wasser halten. Aber ihre Fähigkeiten bleiben nicht lang verborgen. Ihre Leidenschaft für die Natur, ihr kluger Blick auf den Raubbau der Menschen in der Fischerei und ihre Fähigkeit die Wunder der Biologie in berührende und verständliche Worte zu fassen, machen sie schnell bekannt.

Frauen hatten es damals schwer der männlich dominierten Berufswelt einen guten Job und Anerkennung zu erlangen. Aber Rachel Carson beginnt in der amerikanischen Presse für Umweltbewustsein und einen weitsichtigeren Umgang mit den Ressourcen der Natur zu werben und immer mehr Menschen verstehen, dass sie die erste wahre Ökologin der USA ist und dass wir alle verstehen müssen, dass wir alle nur überleben können, wenn wir anders mit den Tieren und der Umwelt umgehen.

Ich finde es toll, dass Theresia Graw dieser Frau einen Roman gewidmet hat und dadurch auch uns Deutschen näher gebracht wird. Ich bin begeistert.

Veröffentlicht am 31.08.2025

empfehlenswert

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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1938 in Schweden. Die siebzehnjährige Siv hat es nicht leicht. Die Eltern schicken sie in ein Waldarbeitercamp, wo sie die Männer als einzige Frau versorgen muss. Auch wenn sie erst verzweifelt ist, so ...

1938 in Schweden. Die siebzehnjährige Siv hat es nicht leicht. Die Eltern schicken sie in ein Waldarbeitercamp, wo sie die Männer als einzige Frau versorgen muss. Auch wenn sie erst verzweifelt ist, so merkt sie bald, dass sie es gar nicht so schlecht getroffen hat. Die Männer behandlen sie durchaus rücksichtsvoll und sind froh, dass endlich jemand sich um das Kochen kümmert. Man kann sagen, die junge Frau wächst an dieser Aufgabe zusehens.

In einem zweiten Erzählstrang möchte Eva die Bewohner eines Dorfes davon überzeugen, dass es für sie von Vorteil ist, wenn der Wald abgeholzt wird. Dabei gerät sie zusehens in Gewissenskonflikte auch, weil sie in der betreffenden Gegend aufgewachsen ist.

Das Buch liest sich flüssig und sehr interssant. Vor allem Sivs Schicksal war spannend uns sehr informativ. Das Buch hat eine sehr ansprechende Aufmachung. Ich kann es empfehlen.