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Veröffentlicht am 24.07.2025

Krieg in Norwegen

Wir sehen uns wieder am Meer
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Von wusl
Band drei einer losen Trilogie, in der die verschiedenen Blickwinkel im Norwegen des zweiten Weltkrieges behandelt wurden. Eine spannende Perspektive. Das Land war ja von den Deutschen besetzt ...

Von wusl
Band drei einer losen Trilogie, in der die verschiedenen Blickwinkel im Norwegen des zweiten Weltkrieges behandelt wurden. Eine spannende Perspektive. Das Land war ja von den Deutschen besetzt und es gab also deutsche Besatzer aber auch norwegische Nazis, die das Land unter ihrer Knute hielten. Im Mittelpunkt stehen vor allem zwei Frauen, Birgit und Nadja, die auf unterschiedliche Weise den Krieg erleben. Die eine als Krankenschwester die irgendwann zum Widerstand findet, die andere als ukrainische Zwangsarbeiterin.

Das Setting ist sehr interessant gewesen und ich mochte den lakonischen und eher zurückhaltenden Erzählstil sehr gerne. Manches konnte man nur ganz zart zwischen den Zeilen erahnen. Ungesagtes schrie einen dennoch ganz laut an. Diese Art des Schreibens ist speziell aber wenn man sich darauf einlässt, dann bekommt man ganz viel geboten.

Ich habe leider mit diesem Band die Trilogie begonnen, werde aber jetzt auf jeden Fall noch die anderen zwei lesen müssen.

Veröffentlicht am 24.07.2025

Drachen sprechen doch

Die Sprache der Drachen
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London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ...

London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ganz mein Genre aber bei Drachen kann ich einfach schwer nein sagen. Und das Buch ist aber auch wirklich ein Kaufmagnet.

Vivien Featherswallow - wow was für ein wilder Name. Die Heldin ist eine, die erst mal gar nicht mit den gängigen Waffen kämpfen kann, sondern ihr Metier ist die Sprache. Sie ist eine Art Übersetzerin und zu ihren Spezialitäten gehört eben auch die Sprache der Drachen. Mehr unabsichtlich rutscht sie plötzlich in eine Position, die schwierig zu händeln ist und am Ende sogar für sie und ihre Familie gefährlich werden kann.

Interessant fand ich die Idee, in einem historischen England ein nach indischen Maßstäben erdachtes Kastensystem aufzuziehen. Das gibt der ganzen Geschichte einen sehr speziellen Flair, der mir gut gefallen hat. Man merkt, dass es ein erster Band ist und die Autorin Lust hat, lang und ausführlich zu erzählen. Bin gespannt auf die Fortsetzung

Veröffentlicht am 24.07.2025

Crime auf Mallorca

Das Teufelshorn
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Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden ...

Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden Kulturen mit überraschenden Einblicken. Deshalb habe ich zu "Das Teufelshorn" von Anna Nicholas gegriffen, welcher auf Mallorca spielt. Außerdem handelt es sich um den ersten Band einer Reihe. Denn quer einsteigen find ich auch immer blöd.

Es ist über weite Strecken ein eher "freundlicher" und ruhiger Krimi, der viel Wert auf Charakterzeichnung und Gegendbeschreibung legt. Das hat sich gut gelesen wenn mir auch ein wenig mehr Action recht gewesen wäre.

Der Fall ist berührend für mich gewesen, da es um die Entführung eines kleinen Mädchens geht und ich selbst eine kleine Enkeltochter habe, so dass ich mir die Gefühle der Mutter annähernd vorstellen kann. Isabel Flores ist eine sympathische Ermittlerin, die sich vor allem durch Hartnäckigkeit und ein eher freundliches Wesen auszeichnet.

Ich habe das Buch gerne gelesen und werde auch beim zweiten Band nicht nein sagen. Man bekommt schon ein wenig Lust auf die Insel - vor allem auf die ruhigen Ecken.

Veröffentlicht am 24.07.2025

tolles Buch

Atmosphere
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Ich schätze Taylor Jenkins Read unter anderem dafür, dass sie sich in ihren Büchern nicht ständig wiederholt sondern immer neue Themen für sich findet. Und auch neue Erzähltechniken. Atmosphere ist mein ...

Ich schätze Taylor Jenkins Read unter anderem dafür, dass sie sich in ihren Büchern nicht ständig wiederholt sondern immer neue Themen für sich findet. Und auch neue Erzähltechniken. Atmosphere ist mein zweites Buch von ihr und diesmal geht es um Frauen in der Raumfahrt und um Gleichberechtigung in einer lange Zeit von Männern dominierten Berufwelt. Ein überaus spannendes Thema.

Die Geschichte spielt in den 1980ern und Joan Goodwin will zu den Sternen fliegen. Aber es wird ihr auf alle nur erdenklichen Arten schwer gemacht. Ich habe ihre Ausdauer und ihre Resilienz bewundert.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte aber die ist ganz anders als erwartet und ich habe sie auch nicht im Zentrum der Story gesehen.

Ein Buch über eine Frau, die Karriere und Erfüllung im Beruf sucht und die ihren Weg geht, auch wenn er manchmal schmerzhaft und schwer ist.

Veröffentlicht am 01.07.2025

warmherzig und klug

Der alte Apfelgarten
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Sharon Gosling gehört inzwischen zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer lesen möchte, weil sie mich mit einem glücklichen Gefühl zurücklassen. Dabei sind sie zwar leicht aber keineswegs seicht. Diese ...

Sharon Gosling gehört inzwischen zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer lesen möchte, weil sie mich mit einem glücklichen Gefühl zurücklassen. Dabei sind sie zwar leicht aber keineswegs seicht. Diese Gratwanderung ist ein Kunststück, dass jetzt auch beim vierten Buch wunderbar gelingt.

Zwei Schwestern stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Der große Altersunterschied und Streitereien in der Jugend haben die beiden entzweit und erst der Tod des Vaters bringt die beiden durch das gemeinsame Erbe wieder zusammen. Der Hof ist mit hohen Schulden belastet und erst, als sie merken, dass sie auch einen Apfelgarten besitzen, der Gewinn bringen könnte, raufen die beiden sich zusammen.

Die Geschichte wird warmherzig und klug erzählt. Man kann sowohl den Ärger der Schwestern aufeinander verstehen, als auch nachvollziehen, wie sie sich langsam auf ihre Familienbande besinnen und zu einer neuen Beziehung finden.

Am Ende ist alles so, wie man es sich als Leser wünscht. Aber man hat nicht das schale Gefühl eines profanen Happy Ends sondern ein glückliches Gefühl, Freundinnen gefunden zu haben.