Drei rote Katzen und ein Toter im Rollstuhl
Alexander Toth hat sein Leben als bekannter TV-Journalist satt. Immer dieser Stress, die Reiz- und Informationsüberflutung, das will er nicht mehr. Sehr zum Missfallen seiner Mutter nimmt er daher einen ...
Alexander Toth hat sein Leben als bekannter TV-Journalist satt. Immer dieser Stress, die Reiz- und Informationsüberflutung, das will er nicht mehr. Sehr zum Missfallen seiner Mutter nimmt er daher einen Job auf dem Wiener Zentralfriedhof an und versucht, seine Work-Life-Balance zu finden.
Als jedoch ein Auto vorfährt und einen Toten im Rollstuhl bei ihm abliefert, ist Toth sprachlos. Irgendwas stimmt da nicht. Auch seine Kollegin Marie-Theres wittert hier einen Mord und drängt Toth dazu, eigene Ermittlungen anzustellen. Doch die Zeit rast, denn wenn der Tote einmal unter der Erde ist, kann man einen möglichen Mord nur noch schwer nachweisen.
Ich bin auf diese Reihe durch Zufall gestoßen und fand neben dem Cover auch den Klappentext sehr ansprechend. Skurril und Cozy, genau mein Fall für eine entspannte Feierabendlektüre. Zudem war ich letztes Jahr in Wien und hänge gedanklich immer noch in dieser schönen Stadt fest.
Von daher ließ ich mich freudig auf den Ausflug auf den Wiener Zentralfriedhof ein und wurde nicht enttäuscht. Alexander Toth ist ein Mann mittleren Alters, der bereits viel gesehen und erlebt hat. Mit seiner Erfahrung stellt er nicht nur schnell fest, dass an dem Tod des Mannes im Rollstuhl etwas nicht stimmt, sondern beginnt auch gleich mit Nachforschungen.
An seiner Seite die etwas quirlige Kollegin Marie-Theres, die ihn immer weiter antreibt. Auch sein Mentor steht ihm, wenn auch nur gedanklich, zur Seite, immerhin bewohnt jener bereits seit einiger Zeit eine Parzelle auf dem Friedhof.
Die Spuren sind nicht gerade eindeutig und Toth hat keine Spurensuche oder ähnliches Polizeihandwerkzeug zur Hand. Gerade diese Art der Ermittlung machten bei diesem Buch den Reiz für mich aus. Zeitgleich tritt Toth auch noch in sehr viele Fettnäpfchen in seinem neuen Beruf, was seine Chefin zur Weißglut treibt.
Der Krimi ist spannend geschrieben, es geht ruhig zu und ich durfte gemeinsam mit Toth ein wenig über den Wiener Zentralfriedhof schlendern und einiges darüber erfahren. Auch das Berufsfeld Bestatter hat der Autor Patrick Budgen mir ein wenig nähergebracht.
Fazit:
Der spannende Auftakt einer Reihe über einen Bestatter auf dem Wiener Zentralfriedhof. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich schon auf den nächsten band und das Wiedersehen mit Alexander Toth und Marie-Theres.