Cover-Bild Die Taube
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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 23.04.2013
  • ISBN: 9783257601763
Patrick Süskind

Die Taube

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

"Manchmal muss es erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann."

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Das Buch war ein reiner Coverkauf von mir.
Umso geflashter bin ich, weil ich mich so abholen konnte.

Jonathan, ein Wachmann einer Pariser Bank lebt zurückgezogen und ist eher Typ Eigenbrödler. Ihm geht’s ...

Das Buch war ein reiner Coverkauf von mir.
Umso geflashter bin ich, weil ich mich so abholen konnte.

Jonathan, ein Wachmann einer Pariser Bank lebt zurückgezogen und ist eher Typ Eigenbrödler. Ihm geht’s einfach am besten, wenn er jeglichen Kontakt zu anderen Menschen vermeidet oder zumindest auf ein Minimum reduziert. Und ganz ehrlich? Ich kann’s verstehen. Im Krieg damals, verlor er ohne jegliche Erklärungen als Kind Vater und Mutter, wurde quer durchs halbe Land gefahren, um bei einem Onkel unterzukommen, bis der Krieg vorbei sei.

Seine eigenen Vier Wände geben ihm Sicherheit, hier kann ihm nichts passieren.

Aber dann.

Eines morgens, als er das Zimmer verlässt, sitzt da eine Taube in dem Flur und bringt seine Welt ins Wanken.
Eine unbekannte Variable mit der er nicht gerechnet hat und die ihn alles in Frage stellen lässt.
Er flüchtet vor der Taube und hat den wohl schlimmsten Tag seines, eigentlich so gut geregelten, Lebens.

Dieses Buch hat mich einfach anders abgeholt.
Ich liebe den wohl eher gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, hab jede Wendung genossen und hab Jonathans inneres Drama komplett gefühlt.

Müsste ich das Buch mit einem Satz beschreiben, würd ich vermutlich sagen: „Manchmal muss es erst schlimmer werden, bevor es besser wird.“

… und manchmal sind es einfach die ungeplanten Dinge, die einen zum Nachdenken und zum Wandel bewegen.

Liebs.

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Veröffentlicht am 28.05.2017

100 Seiten zwischen Bestreben zur Normalität, Monotonie und Wahnsinn

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Patrick Süskind schafft hier ein kleines Wunderwerk: Auf 100 Seiten erzählt er von einem schicksalsträchtigen Tag im Leben des Jonathan Noel, der seit 30 Jahren zurückgezogen und für sich in einer klitzekleinen ...

Patrick Süskind schafft hier ein kleines Wunderwerk: Auf 100 Seiten erzählt er von einem schicksalsträchtigen Tag im Leben des Jonathan Noel, der seit 30 Jahren zurückgezogen und für sich in einer klitzekleinen Ein-Zimmer-Wohnung lebt. Begegnungen mit Nachbarn und Mitbewohnern des Hauses meidend, ist er gern allein und hat seine Ruhe. Er geht einem relativ langweiligen Job als Wachposten einer Bank nach, bei dem nichts tut, außer den ganzen Tag auf einer Treppe vor ebendieser positioniert zu stehen. Sein geordnetes Leben und seine innere Ruhe und vor allem seine Monotonie werden eines Tages jedoch zerstört, als er auf dem Weg zur Etagen-Toilette eine Taube vor seiner Tür stehend vorfindet. Mit ihren „toten, blicklosen“ Augen schaut sie ihn an und die Panik über das hereingebrochene Chaos durchfährt ihn blitzartig. Immer tiefer driften seine Gedanken in eine Richtung ab, die nicht mehr normal erscheint, die Taube wird zum Symbol für Anarchie und Chaos. Er schafft es gerade noch zur Arbeit, scheinbar von Pech und Unglück verfolgt, mit dem festen Vorhaben im Kopf, nie wieder zurückzukehren, sein Apartment zurückzulassen, da „dort, wo eine Taube lebt, kein Mensch mehr leben kann“.

Eine kleine Reise durch die Gedankenwelt eines Mannes, dessen Leben durch das Erscheinen einer Taube komplett durcheinander geworfen wird. Eine sehr entzückende Geschichte, die trotz ihrer Kürze, die uns das Gedankegewirr offenlegt, das uns befallen kann, wenn es zu einer unerwarteten Situation kommt. Man hegt trotz seiner Verrücktheit Sympathien für den Protagonisten, der zwar den Clochard um seiner Freiheit willen in gewissen Situationen beneidet, aber doch stets zu seinem gewohnten Trott, seinem behüteten Leben zurückkehrt.

Diese und andere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

Veröffentlicht am 03.12.2024

Manches ist sichtbar, vieles verborgen

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Welche Auswirkungen kann eine einzige Abweichung im Leben haben. Jonathan Noel ist über 50 Jahre alt und Wachmann vor einer Pariser Bank, er scheint einen kontinuierlichen Tagesablauf haben zu müssen, ...

Welche Auswirkungen kann eine einzige Abweichung im Leben haben. Jonathan Noel ist über 50 Jahre alt und Wachmann vor einer Pariser Bank, er scheint einen kontinuierlichen Tagesablauf haben zu müssen, bewohnt ein kleines Apartment was eigentlich gar nicht so schön ist, aber seins, sein Zuhause. Was ist an diesem heißen Freitagmorgen geschehen und auf welche Wege muss sich Jonathan begeben, Dinge tun die er sonst nicht tun würde und kann er letztendlich über sich hinauswachsen? Ein beeindruckendes Buch was zeigt das man aus Schwächen lernen kann und manches ist sichtbar, vieles verborgen. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Mal was anderes

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Die Taube" von Patrick Süskind handelt von eineim pariser Wachmann, Jonathan Noel, dessen Leben von geregelten Abläufen geprägt ist.
Er lebt seit etlichen Jahren in einem kleinen Zimmer, welches er praktikabel ...

Die Taube" von Patrick Süskind handelt von eineim pariser Wachmann, Jonathan Noel, dessen Leben von geregelten Abläufen geprägt ist.
Er lebt seit etlichen Jahren in einem kleinen Zimmer, welches er praktikabel eingerichtet hat. Er fühlt sich sehr wohl in seinem kleinen Reich.
Er ist im Begriff dieses Zimmer zu kaufen und steht kurz vor der letzten Ratenzahlung.

Allerdings wird sein geregeltes Leben von einer Taube durcheinander gebracht, die eines morgens auf dem Flur vor der Toilette erscheint.
Sie starrt ihn an und regt sich kaum. Der Wachmann ist darüber so entsetzt, dass er sich in sein Zimmer flüchtet.

Dieses Ereignis bringt sein gesamtes Leben ducheinander und er beginnt alles zu hinterfragen. Für ihn steht fest, er kann auf keinen Fall in einem Haus leben, in dem diese Taube lebt.

Das Buch war ein nettes Buch für zwischendurch zum schnellen weglesen. Es gab einige Stellen zum schmunzeln. Das Buch zeigt einem wie verfangen wir in unseren Routinen sind und wie schon Kleinigkeiten uns durcheinander bringen können.

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