Cover-Bild Die Taube
Band der Reihe "detebe"
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 112
  • Ersterscheinung: 24.04.1990
  • ISBN: 9783257218466
Patrick Süskind

Die Taube

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein.
Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt."

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Auf die Kleinigkeiten kommt es an!

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Als er auf die Taube traf, veränderte sich sein Leben.

Was ist das für ein Leben, das durch die Anwesenheit einer Taube erschüttert wird?

Nach zwei dramatischen Erfahrungen in seinen jungen Jahren ...

Als er auf die Taube traf, veränderte sich sein Leben.

Was ist das für ein Leben, das durch die Anwesenheit einer Taube erschüttert wird?

Nach zwei dramatischen Erfahrungen in seinen jungen Jahren geht Jonathan Noel auf Nummer Sicher. Sein Leben ist darauf ausgelegt möglichst ereignislos, möglichst frei von Überraschungen, möglichst behütet abzulaufen. Er lebt seit Jahren in seiner Schuhkartonwohnung, geht gewissenhaft zu derselben eintönigen Arbeit, durchlebt genügsam einen gewohnten immer gleichen Tagesablauf. Er hat keine Freunde, keine Familie, keine Verpflichtungen. Durch seinen vollkommenen Abstand zu jeglicher Abwechslung ist er frei wie ein Vogel - geleitet von seinen Prinzipien, aber zufrieden und glücklich. Denn ohne Erwartungen wird man nicht enttäuscht.

Bis eines Tages vor seiner Wohnungstüre eine Taube auftaucht. Sie, die durch ihre bloße Existenz seine Routine durchbricht, die Zahnräder in seinem Kopf zum Rattern bringt, Jonathan in Angst und Schrecken versetzt. Das Ereignis, das alles verändern könnte. Und Veränderungen sind bei Jonathan nicht gerne gesehen.

Getrieben von Zukunftsängsten, Sorgen und einem rasanten Gedankenkarussell flüchtet Jonathan Hals über Kopf. Sein Leben gerät aus den Fugen. Er vergisst, den Chef bei der Arbeit gebührend zu empfangen. Ein Riss in der Uniform verursacht Schweißperlen auf seiner Stirn. Er muss sich, vor erschöpfender Aufregung, bei der Arbeit anlehnen. Kleinigkeiten überfordern ihn und stürzen ihn in Verzweiflung.

Durch seine vollkommene Abschottung von der Umwelt, den Verlass auf seine gewohnten Routinen, seiner Suche nach Sicherheit ist Jonathan von unberechenbaren Situationen total überfordert, Unsicherheit und Verzweiflung prägen sein Leben.

Ich glaube, jeder sehnt sich nach einem gewissen Maß an Sicherheit und Gewohnheit. Aber wie bei allen Dingen macht die Dosis das Gift. Wie viel ist man bereit zu wagen? Was ist wichtig, um sich gut zu fühlen? Und weiter: für mich scheint Jonathan seelische Probleme zu haben, er jedoch ist glücklich und zufrieden mit seinem Leben. Wo ist der Punkt, an dem etwas nicht mehr normal ist? Und wer bestimmt das?

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