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Veröffentlicht am 24.06.2026

Niemehrzeit, jedes Wort – zu viel und doch zu wenig

Eigentlich wollte ich das nicht schreiben
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Wem gehören Erinnerungen, wenn sie einmal Geschichte geworden sind, diese Frage steht im Klappentext, also wem gehören sie? Jeder wird seine eigenen Erinnerungen haben und bei Erinnerungen ist es so, dass ...

Wem gehören Erinnerungen, wenn sie einmal Geschichte geworden sind, diese Frage steht im Klappentext, also wem gehören sie? Jeder wird seine eigenen Erinnerungen haben und bei Erinnerungen ist es so, dass jeder sich auch unterschiedlich erinnert. Lesen macht Trauerarbeit leichter, hier scheint Trauerarbeit schreiben leichter zu machen, Writing to heal, schreiben zur Heilung. Eine Autorin schreibt nachdem ihre Schwester früh verstorben ist ein Buch darüber, jeder in der Familie bekommt es vor Erscheinung zum Lesen und nicht jeder in der Familie ist begeistert. Bei dem Verlag und den Leser kommt das Buch gut an, so gut, das sogar über Filmrechte gesprochen wird. Wie würde man selber reagieren, wenn ein Todesfall dazu führt, dass eigentlich die ganze Lebensgeschichte der Familie in einem Buch erscheint, hätte es nicht gereicht über den Umgang mit der Trauer zu schreiben und was die Familie daraus macht, wie sie damit umgeht, mach sich so mancher in der Familie gefragt haben. Für sie macht es den Anschein es werden alle an den Pranger gestellt, was hat das Fremdgehen des Vaters mit dem Verlust der Tochter zu tun? Eine anonyme Beschwerde, die beim Verlag eingeht wirft die Frage auf, wer hat sie geschrieben und warum, das erzeugt Misstrauen. Das Buch zeigt im Titel „Eigentlich wollte ich das nicht schreiben“ wie unentschlossen und voller Angst der Gedanke ist ein Buch über den tot ihrer Schwester zu schreiben, das Cover wirkt wie ein Familienbild eines Urlaubs der längst vorbei ist. Trauer muss verarbeitet werden, da kann einem niemand helfen und weil jeder da unterschiedlich mit umgeht sind Konflikte vorprogrammiert. Ein weicher, sehr mutiger, Debütroman, der mehr Potenzial gehabt hätte, die Grundidee war gut, die Umsetzung leider manchmal etwas schleppend. Die Autorin hat ihren eigenen Bruder im alter von 19. Jahren an einer seltenen Form von Knochenkrebs verloren und in dem Buch „The Tade Year“ verarbeitet. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 16.06.2026

„Man muss das Leben tanzen“ (Friedrich Nietzsche)

Fünf, sechs, sieben, acht
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Tanzen ist nonverbale Kommunikation, Sprechen durch den Körper. Anton hat sich als Stepptänzer durchs Leben getanzt, so möchte man es ausdrücken, nun scheint ihn eine Lebenskriese zu übermannen, in einigen ...

Tanzen ist nonverbale Kommunikation, Sprechen durch den Körper. Anton hat sich als Stepptänzer durchs Leben getanzt, so möchte man es ausdrücken, nun scheint ihn eine Lebenskriese zu übermannen, in einigen Seiten denkt man, hör auf zu jammern, sei dankbar, dass Du die 60 Jahre erreichen durftest und mach das Beste daraus, lass dich inspirieren, warum sich nicht mal auf neues einlassen, auch Anton ist mal angefangen und hat Chancen erwartet. Er tut gerade so, als wenn das Leben mit 60 endet und er kurz davor ist gehen zu müssen. „Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden“ heißt es im Klappentext, das sollte sich Anton an den Spiegel kleben und danach Leben anstatt längst vergangenen Dingen hinterher zu trauern und etwas festzuhalten was nicht da ist. Seine Tochter Emma tritt selbstbewusst und kreativ in seine Fußstapfen, auch wenn es sein Job ist dessen Nachfolge sie antritt. Ein lauter Streit lässt beide aussprechen was gesagt werden muss. Also feiern wir doch lieber immer wieder Premiere in neuen Lebensabschnitten, solange bis tatsächlich der letzte Vorhang fällt. Ewald Arenz überzeugt als Autor einfach, mit einem ganz eigenen Schreibstiel und tiefen Gefühlen, dabei mit Geschichten aus dem Leben, in warmherziger Weise erzählt. Mich hat dieses Buch ein wenig verwirrt, weil ich wie oben schon angedeutet mir oft gedacht haben Anton hör auf zu jammern und er ist oft mit viel Wut laut geworden, was also schreit er aus, er fühlt sich schlichtweg übersehen und ausgemustert, doch neue Wege kann nur er gehen und eigentlich sind alle da ihm dabei zu helfen. Letztendlich ist dieses Buch ein unverkennbarer Ewald Arenz und ich hoffe noch auf viele weitere Bücher von ihm. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 11.06.2026

„Hinter jedem herausfordernden Moment steht ein Kind, das sein Bestes gibt“

Konfetti im Kopf
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Die Diagnose ist jung, aber ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) hat es immer schon gegeben. ADHS ist eine Erkrankung und nicht jedes Kind das zappelig und unaufmerksam ist hat gleich ...

Die Diagnose ist jung, aber ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) hat es immer schon gegeben. ADHS ist eine Erkrankung und nicht jedes Kind das zappelig und unaufmerksam ist hat gleich ADHS, deswegen ist es ein recht sensibles Thema wo viele Kinder und Erwachsene Lange Wege bis zur Diagnose gehen und dann? Dieses Buch beschreibt anschaulich und kindgerecht das Leben mit ADHS, wie erklärt man einem Kind, das es nicht schlechter wie andere Kinder und auch nicht weniger kann, manchmal möchte das Kind alles gleichzeitig und dann gelingt nichts mehr. Um sich dem Thema zu nähern sollte zunächst vermittelt werden, dass anderer Kinder und Erwachsene auch Erkrankungen haben, die sie mehr oder weniger beeinflussen, doch es gibt viele Möglichkeiten die es leichter und verständlicher machen, damit Alltag gelingen kann und Kinder gut begleitet werden. Wichtig sind Strukturen, Übungen zur Selbstberuhigung und das Verstehen von Gefühlen, jeder ist mal traurig, mal wütend, mal laut oder leise, bei ADHS ist das alles ein wenig durcheinander eben wie Konfetti wirbelt. Dieses Sachbuch gibt Einblicke und Erklärungen im Umgang mit ADHS, mit tolle Illustrationen und kleine Infokästen für Eltern, eine Einführung um Gespräche aufzubauen damit ADHS verständlicher und greifbarer wird, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Mit gefällt das Buch sehr gut, auch das Cover spiegelt Kindgerecht sofort wider, genau um diesem Wirbel in deinem Kopf geht es. Allen Kindern, ihren Familien und auch Fachpersonal viel Freude beim Lese dieses Buches, verstehen ist immer wichtig, damit ein Umgang damit gelingen kann. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Das Tote entzünden, das Alte verbrennen, das Neue begründen, das Rechte erkennen

Johannifeuer
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Nach „Heumahd“ kommt mit diesem Buch „Johannifeuer“ ein zweiter packender historischer Roman der Bergbäuerin-Reihe. Ich glaube beim Lesen muss man sich zunächst bewusst machen, dass die Geschichte im Ausgehenden ...

Nach „Heumahd“ kommt mit diesem Buch „Johannifeuer“ ein zweiter packender historischer Roman der Bergbäuerin-Reihe. Ich glaube beim Lesen muss man sich zunächst bewusst machen, dass die Geschichte im Ausgehenden 19. Jahrhundert geschrieben ist. Ein Leben was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann, ohne Elektrizität, fließend Wasser, eine Arbeits- und Entbehrungsreiche Zeit, heiße Sommer und kalte Winter. In den Familien hielt man zusammen, viele wurden wegen der harten Arbeit nicht alt, der Hoferbe musste gesichert sein, auch die Pflege älterer Menschen in der Familie war normal, man hatte einfach nicht zu klagen. Vroni ist Bergbäuerin, nachdem sie ihren ersten Mann verloren hat heiratet sie wieder, bekommt einen Sohn und eine Ziehtochter, außerdem pflegt sie ihren dahinsiechenden Onkel. Eine unerwartete Zugfahrt nach München ändert das Leben von Vroni nachhaltig. Sie sieht eine Chance ihre Welt etwas weniger karg zu empfinden, sie sehnt sich nach Liebe und Leben, was sie tatsächlich erlebt und wie es ihr leben verändert lesen sie selber. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und anspruchsvoll geschrieben, wodurch eine sehr dichte und atmosphärische Stimmung entsteht. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, nehmen Sie sich die Zeit. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Ein Leben ohne Liebe ist wie ein Jahr ohne Sommer

Eine Liebe ohne Sommer
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Covers sind ja manchmal Eyecatcher und dieses hier ist es definitiv, wenn man erklären würde, was es aussagt währe man schon gleich in der Geschichte . Ein Buch wo ich beim Lesen immer wieder gedacht habe ...

Covers sind ja manchmal Eyecatcher und dieses hier ist es definitiv, wenn man erklären würde, was es aussagt währe man schon gleich in der Geschichte . Ein Buch wo ich beim Lesen immer wieder gedacht habe ich kann es einfach nicht aus der Hand legen, auch ein Buch was viel Platz für Spekulationen lässt, in einer sich tragenden und angenehmen Schreibweise geschrieben, was ein gutes Buch ja auch ausmacht. Bereits zu Anfang des Buches weiß man, das einer der Protagonisten verstirbt, die Geschichte spielt in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit. Wann kennt man einen Menschen wirklich, Nicolas hat auf jedenfall Geheimnisse und die gilt es zu lüften, was hinterlässt ein Mensch, wenn er geht, wie hier viele Fragen und nur wenig Antworten. Sicherlich ein Buch für Leser, die große Gefühle mögen, aber hier sind sie nicht kitschig, sondern es ist eine Geschichte über Trauer, Verlust und ganz besondere Begegnungen im Leben und mit einem etwas unsicherem aber tollem Ende. „Ich habe Dich zweimal kennengelernt. Beim ersten Mal warst Du dabei, beim zweiten Mal nicht“, ein Satz in dem Buch und eigentlich beschreibt er bereits alles, das Buch ist herrlich für den kommenden Sommer, leicht, einfach eine schöne Geschichte. Eine Liebe ohne Sommer klingt danach, als wenn sie einfach nicht entstehen durfte und zu Ende war bevor sie richtig begann, irgendwie trifft das auch zu. Liebe Grüße

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