Cover-Bild Kumari
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Septime Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 216
  • Ersterscheinung: 10.03.2025
  • ISBN: 9783991200598
Philip Krömer

Kumari

Roman
Nepal, 2001. Ein Mädchen lebt als wiedergeborene Göttin, eingesperrt in einem Tempel. Die Pilger, die sie täglich aufsuchen, sind ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Doch ihre Zeit als sogenannte »Kumari« läuft ab. Während ihr zu Ehren in ganz Nepal ein blutiges Opferfest gefeiert wird, bereiten maoistische Rebellen im Hinterland den Sturz des Königs vor. Ein Bürgerkrieg droht.
Auf dem Höhepunkt des Fests erreicht die junge Partisanin Rupa Rana mit einem entscheidenden Geheimauftrag die Hauptstadt Kathmandu. Auch Kronprinz Dipendra kehrt in seine Heimat zurück, den Kopf voll fremder Ideen und erfüllt von einem unerklärlichen Hunger. Ihre Wege kreuzen sich. Vom Ausgang ihrer verhängnisvollen Begegnung hängt ab, ob die Feiern mit einem Neuanfang oder einem Blutbad enden …
Ein packender, sprachmächtiger Roman über Liebe und Familie, Freiheit und Gehorsam und das Wagnis, in all dem Chaos das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Frei nach den historischen Ereignissen um die Kindgöttin Kumari greift das Buch ein Thema auf, das noch nie als Roman erzählt wurde.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Echte Geschichte spannend verpackt!

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Ach Nepal und König.. da war doch mal was oder ?

Das schöne Cover hat mein Interesse geweckt und bereits der Klappentext hat mir deutlich gemacht, wie wenig man doch über diese Welt weiß. Ich wollte ...

Ach Nepal und König.. da war doch mal was oder ?

Das schöne Cover hat mein Interesse geweckt und bereits der Klappentext hat mir deutlich gemacht, wie wenig man doch über diese Welt weiß. Ich wollte unbedingt mehr erfahren über die Religionen, Lebensumstände und Herrschaften-und wurde nicht enttäuscht!


Die Kumari ist eine Göttin in einem Mädchenkörper, solange bis sie blutet. Selbst der König muss jährlich seinen Segen bei ihr einholen. Im Jahr 2001 kam aber alles anders..

Die Geschichte wird aus der Sicht von Kumari beschrieben, da sie alle im Auge behalten kann und somit auch alles weiß. Dabei wechselt die Perspektive vom Tempel zum Palast bis raus in die Ferne.

Dort kämpft sich die 15 Jährige Rupa Rana, eine Maoistin, als Rebellin ihren Weg voran bis nach Kathmandu zum Palast.

Außerdem hat Kumari den Kronprinz Dipendra im Blick. Dieser ist die meiste Zeit gar nicht im Lande, sondern reist viel umher, feiert und nimmt es auch sonst nicht so mit Traditionen und adeligen Pflichten. Auch er sympatisiert mit kommunistischen Ideologien..

Zuletzt erzählt die Göttin noch von Erlebnissen aus dem Tempel, von Riten, Religionen oder Bräuchen.

Alles zusammen ist diese wahre Geschichte sehr gut ausgeschmückt mit den Ideen des Autors. Meiner Meinung nach sollte man sich Zeit nehmen und in Ruhe lesen. Ich habe versucht mir die Riten und Namen gut einzuprägen und zu merken.

Es ist sehr spannend, nicht zuletzt weil es (für uns Europäer?) So unbekannt ist. Ein sehr interessantes Buch über viel Unbekanntes und sehr lehrreich. Verpackt in eine spannende Geschichte über Monarchie und Religion. Ich möchte nun unbedingt mehr lernen über Nepal

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Das Leben einer Kindgöttin

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MEINE MEINUNG
Das Buch beginnt im Oktober 2001 in Kathmandu, in Nepal.
Man liest hier von der Kindgöttin, die hoch verehrt wird und zu der viele Gläubige pilgern um ihren Segen zu erhalten. Sie wird im ...

MEINE MEINUNG
Das Buch beginnt im Oktober 2001 in Kathmandu, in Nepal.
Man liest hier von der Kindgöttin, die hoch verehrt wird und zu der viele Gläubige pilgern um ihren Segen zu erhalten. Sie wird im zarten Alter von 2-4 Jahren ins Amt gehoben und es müssen sehr viele Anforderungen erfüllt werden. Sie wird dann von den Eltern genommen und kommt in den Tempel, erst wenn sie ihre erste Menstruation bekommt, darf sie den Tempel wieder verlassen. Dann bekommt sie eine hohe Rente um die versäumte Schulbildung eventuell nachzuholen.

Es findet das wichtigste Fest der Nepalesen statt; das Dasain Fest. Zu diesem hohen Fest kehrt der Kronprinz Dispendra nach einem Jahr Abwesenheit in die Heimat zurück. Dieses Fest will er zu Hause feiert, so wie es sich gehört. Doch der Kronprinz hat sich inzwischen verändert. Er hat die Lehren von Mao Tsetung kennengelernt und er ist diesen nicht abgeneigt.
Inzwischen waren auch in Nepal Maoisten unterwegs, denn sie wollten den König sterben sehen.

Der König fürchtet um die Thronfolge, weil sein Sohn so selten da ist. Was der Vater bisher nicht weiß, auch Dispendra trägt das verbotene Rote Buch von Mao Tsetung bei sich.

Dieses Buch offenbart uns sehr viel von dem Brauchtum um genau diese Kumari, die Kindgöttin. Was man hier liest, hinterlässt bei mir ein seltsames Gefühl. Das Kind wird aus der Familie geholt und wächst ohne seine Eltern auf. Da fragt man sich, was aus diesem Kind wird, wenn es keine Göttin mehr ist. Es kennt doch die Eltern überhaupt nicht und hat keinerlei Bezug, eine schwierige Situation. Aber das sind die Bräuche, die in fernen Ländern noch sehr extrem ausgelebt werden.

Der Autor hat dieses Buch so verfasst, das wir alles aus der Sicht der Göttin erzählt bekommen. Sie erzählt uns auch von ihren seherischen Fähigkeiten, die sie Dank der Götter hat. Denn sie stellt ja nur ihren Körper für die Götter zur Verfügung. Sie wird behütet und vor allem Unheil ferngehalten, denn sie darf nicht bluten. Sobald sie menstruiert, wird sie wieder zum normalen Mädchen und darf gehen.
Der Autor hat hier sehr viel recherchiert, aber auch viel mit seinen Worten ausgeschmückt. Das Gesamtwerk ist dann für uns eine interessante und auch spannende Geschichte, in der man sieht, wie unterschiedlich eine Monarchie gesehen wird.

Ich habe diese Geschichte genossen und habe sie gerne gelesen, denn sie enthält ja auch einen großen Teil an wahrem und das war für mich doch auch sehr lehrreich. Es hat mich emotional schon sehr ergriffen, als das Mädchen plötzlich keine Kumari mehr war und plötzlich so alleine dastand ohne zu wissen wohin sie nun sollte. Das stimmt einen beim lesen schon etwas traurig und hinterlässt einen sehr nachdenklich.

Ich vergebe für dieses wundervolle Buch dann auch die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Dieses Buch ist wirklich sehr interessant und wer mehr über Nepal und seine Bräuche lesen möchte, der sollte sich dieses Buch unbedingt besorgen.



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Veröffentlicht am 23.08.2025

Kindgöttin

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Nepal, 2001. es sind die Dasain-Festtage und das Land ist im Umbruch, die Maoisten finden immer mehr Zuspruch, der König ist nervös. Auch sein Sohn sympathisiert mit den Rebellen und sehnt sich nach einem ...

Nepal, 2001. es sind die Dasain-Festtage und das Land ist im Umbruch, die Maoisten finden immer mehr Zuspruch, der König ist nervös. Auch sein Sohn sympathisiert mit den Rebellen und sehnt sich nach einem Umbruch. Eine junge Rebellin findet den Weg nach Kathmandu und leider auch ihren Tod. All das beobachtet Kumari von ihrem Thron aus mit ihrem dritten Auge, bis schließlich das Unausweichliche eintritt, die Göttin verlässt sie und sie wird wieder zu einem normalen Menschen.


Ich bin nachhaltig beeindruckt von diesem Roman. Er ist sehr nüchtern geschrieben und doch haben mich die beiden letzten Abschnitte in ihren Bann gezogen. Ich war im Jahr 2001 noch sehr jung und habe mich im verlauf des Romans im Internet recherchiert. Das Dasain-Fest kannte ich etwas, aber dass die Opferungen so grausam sind… und dass das alles von einem Kind begutachtet wird, das war mir neu. Für mich absolut unvorstellbar.

Den Schreibstil fand ich stellenweise sehr anstrengend, aber hat voll und ganz zum Roman gepasst. Man muss sich tatsächlich recht konzentrieren und es ist keine Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Eine faszinierende Reise nach Nepal

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„Kumari“ von Philip Krömer ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf eindrückliche Weise Mythos und historische Realität miteinander verwebt. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das als Kindgöttin ...

„Kumari“ von Philip Krömer ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf eindrückliche Weise Mythos und historische Realität miteinander verwebt. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das als Kindgöttin isoliert in einem Tempel lebt, während sich außerhalb seiner Mauern politische Unruhen und Umbrüche anbahnen.

Besonders beeindruckend fand ich, wie authentisch die Atmosphäre Nepals eingefangen wird: Die kulturellen Traditionen, die religiösen Bräuche und die Spannungen zwischen Altem und Neuem sind kraftvoll und bildhaft beschrieben. Die Perspektive der Kumari eröffnet einen faszinierenden, zugleich aber auch bedrückenden Blick auf eine Welt, die von Ritualen, Erwartungen und politischem Umbruch geprägt ist.

Stellenweise fiel es mir schwer, alles sofort zu verstehen, da ich mich zuvor noch nie intensiver mit Nepal beschäftigt hatte. Doch gerade diese Fremdheit machte das Buch für mich auch besonders spannend – es bot mir Einblicke in eine völlig neue, unbekannte Welt, die mich nachhaltig beeindruckt hat.

Der Schreibstil ist fordernd, manchmal fast poetisch, und verlangt Aufmerksamkeit und Offenheit. Die Erzählweise ist dabei nicht immer leicht zugänglich, aber genau diese Komplexität macht den Roman besonders und hebt ihn von leichterer Lektüre ab.

Einziger Kritikpunkt: Die emotionale Distanz zu den Figuren erschwert stellenweise das Mitfühlen. Doch vielleicht passt gerade diese Distanz zur Erzählung selbst – denn auch die Kumari ist in ihrer Welt gefangen, abgeschnitten von echten Beziehungen.

Fazit: „Kumari“ ist kein einfaches Buch, sondern eines, das nachwirkt. Wer bereit ist, sich auf eine dichte, eindrucksvolle Erzählung einzulassen und in die fremde Welt Nepals einzutauchen, wird mit einem intensiven, lohnenden Leseerlebnis belohnt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Andere Welt

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Kumari ist die Kindgöttin, aus ihren Tempel beobachtet sie die Vorbereitungen für ein Opferfest Dasain und sie erzählt über das was sie sieht, aber auch über sich selbst. Wir erfahren viel über die Kultur ...

Kumari ist die Kindgöttin, aus ihren Tempel beobachtet sie die Vorbereitungen für ein Opferfest Dasain und sie erzählt über das was sie sieht, aber auch über sich selbst. Wir erfahren viel über die Kultur , über die historische Fakten und über das was gerade in Nepal passiert , auch über die einzelnen Personen , die junge Rebellin Rupa Rana oder vor der Kronprinz Dipendra wird viel berichtet, und über die höhere Mächte welche andere Pläne als die beide haben...

Das Buch bietet viel Informationen aus den anderen Land, für mich viel war neu und manche haben mich wirklich erschreckt, das Kultur dort ist ganz anders und sehr interessant, aber gleichzeitig brutal, die Realität hat hier der Autor mit die fiktivien verbunden und diese Mischung , finde ich , ist gut gelungen aber auch anstrengend zum lesen, die Geschichte braucht viel Aufmerksamkeit beim und zwingt der Leser zum nachdenken über unsere Welt und die komplizierte Sachen wie religiöse Fanatismus oder Diktatur Wahn.

Eine emotionale Reise nach Nepal welch ich nur weiter empfehlen kann