Cover-Bild Über den Wolken
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36,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Wörterseh
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 27.10.2022
  • ISBN: 9783037631393
Regula Eichenberger

Über den Wolken

Mein Leben zwischen Himmel und Erde
Regula Eichenberger wollte fliegen. Unbedingt. Immer schon. Und als ihre zwei Jahre ältere Schwester den Privatpilotenschein machte, lernte sie einfach mit. So bestand sie – ohne je einen Kurs besucht zu haben – mit noch nicht einmal siebzehn Jahren die Theorieprüfung. Acht Jahre später begann die Tochter eines Fluglehrers dann, anderen beizubringen, wie man in die Luft geht und dort auch bleibt. Im Jahr 1983 bewies Moritz Suter, der Gründer der Crossair, sein Marketingtalent und setzte Regula Eichenberger als erste Schweizer Linienpilotin ein. Ihren ersten Flug startete sie – als Copilotin – in Bern-Belp mit dem Ziel Lugano-Agno. Das Medieninteresse war – weit über die Landesgrenzen hinaus – riesig. Und so öffnete Regula Eichenberger Frauen die Tür in eine Welt, die bis anhin von Männern dominiert wurde. In ihrer Autobiografie lesen wir von Halbgöttern in Uniform und kalten Füssen im Cockpit, davon, dass man sich in ein Flugzeug verlieben kann, und von Situationen, die so brenzlig werden können, dass es Nerven aus Stahl braucht. Die Autorin erzählt von wunderbarer, manchmal aber auch sehr harziger Teamarbeit und davon, wie sie – bereits pensioniert – ein schwerer Schicksalsschlag getroffen und in eine Abwärtsspirale gezogen hat, aus der sie ohne die in der Fliegerei erlernten und verinnerlichten Notfallstrategien kaum herausgefunden hätte.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2023

Ein Leben für die Fliegerei

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Wenn die Skiläuferin und Pilotin Dominique Gisin in ihrem Vorwort zu Regula Eichenbergers Autobiographie 'Über den Wolken' schreibt, dass dieses Buch 'weit mehr (ist) als ein Buch für Aviatikbegeisterte', ...

Wenn die Skiläuferin und Pilotin Dominique Gisin in ihrem Vorwort zu Regula Eichenbergers Autobiographie 'Über den Wolken' schreibt, dass dieses Buch 'weit mehr (ist) als ein Buch für Aviatikbegeisterte', dann ist dem nur zuzustimmen! Allerdings – ohne ein gewisses Interesse an der Fliegerei geht es auch nicht, denn obwohl die Autorin wiederholt versichert, dass sie weitgehend Abstand davon nimmt, sich in Fachtermini zu ergehen und ihre Leser auch 'nicht mit allzu viel aviatischem Wissen (…) über fliegerische Abläufe und komplexe Verfahren zu langweilen', drehte sich ihr Leben, über das sie hier so spannend und interessant berichtet, doch schon in früher Kindheit und auch über ihre Verrentung im Jahre 2015 hinaus vor allem um diese ihre größte Leidenschaft, das Fliegen!
Sie hatte den Vorteil – sie würde es vermutlich als Glück bezeichnen -, einen flugversessenen Vater zu haben, der die ganze Familie für sein Lieblingshobby, das bald zum Beruf wurde, zu begeistern vermochte und es als das Selbstverständlichste der Welt erachtete, dass Regula, die jüngere seiner beiden Töchter, das Fliegen ganz und gar zu ihrem Broterwerb machte – dass es auch ihre Berufung war, stellt der Leser während der bemerkenswerten Biographie sehr bald fest. Und dies in einer Zeit – Regula wurde 1955 geboren -, als der Beruf des Piloten, schon gar von Linienmaschinen, eine fast ausschließliche Männerdomäne war.
Bedingungsloser Rückhalt von Seiten der Familie und ihr eigener starker, unternehmungslustiger und optimistischer Charakter, gepaart mit dem sprichwörtlichen Quäntchen Glück waren, wie man der Autobiographie entnehmen kann, die Voraussetzungen, den einmal gewählten Weg zu gehen, allen Widrigkeiten zum Trotz, und sich erfolgreich zu behaupten in der Welt der Cessnas, der Piper bei ihrem Vater, den Turboprops bei ihrer ersten Fluggesellschaft Crossair und schließlich der Boeings und des Airbusses bei weiteren Fluglinien, zu denen sie wechselte, nachdem – und diese Gefahr scheint bei Fluggesellschaften allgegenwärtig zu sein – sie der Reihe nach insolvent wurden.
Als erste Linienpilotin der Schweiz kam Regula Eichenberger 1983 in die Schlagzeilen – eine echte Sensation, wenn man bedenkt, dass erst 1990 alle Kantone im Lande der Eidgenossen den Frauen das Wahlrecht zubilligten und nebenbei auch erfährt, dass die zu jenem Zeitpunkt frischgeschiedene und bereits als Flugkapitänin erfolgreiche Regula in den 80er Jahren Mühe hatte, eine Wohnung vermietet zu bekommen. Dass sie diese letztendlich doch noch bekam, verdankte sie der – widerwilligen! - Erwähnung eben dieses professionellen Titels. Dies erstaunte mich nicht wenig, hatte ich die Schweiz doch immer als liberales und fortschrittliches Land eingeschätzt...
Über die Probleme, die die Autorin in der von Männern beherrschten Welt der Aviatik hatte, berichtet sie freimütig. Imponiert hat mir immer ihre Einstellung dazu, denn obwohl sie nicht unberührt blieb von den Feindseligkeiten und den unangenehmen Szenen, zu denen sie mitunter führten, ging sie doch stets, so wütend sie auch gelegentlich gewesen sein mag, souverän damit um – wie im Übrigen mit all den Anforderungen, die an Piloten nun einmal gestellt werden und von deren Komplexität ich sehr beeindruckt war. Simulationstrainingseinheiten am laufenden Band, ständige Weiterbildungen und Schulungen – der Beruf eines Piloten ist, auch das wird von Regula Eichenberger deutlich vermittelt, ein hochanspruchsvoller und es verwundert nicht, dass die Angehörigen dieses Berufsstandes frühzeitig in Pension gehen dürfen, manchmal auch müssen! Letzteres schien mir bei der energiegeladenen Schweizerin der Fall gewesen zu sein, obschon auch sie mit zunehmendem Alter feststellte, dass ihr Körper die starke Beanspruchung in ihrem Berufsalltag mit den häufigen Jetlegs nicht mehr so leicht wegstecken konnte.
Apropos anstrengender Berufsalltag! Zu den Zeiten, als die Autorin als Flugkapitänin und gleichzeitig auch als Instruktorin tätig war, arbeitete sie nonstop – was heute viel strenger reguliert ist, denn da wird peinlich genau darauf geachtet, dass die Piloten nicht, wie sie selbst es oft tat, bis ans Limit ihrer Belastungsfähigkeit gehen. Bei Regula hingegen musste das Privatleben zwangsläufig auf der Strecke bleiben, wessen sie sich durchaus bewusst war. Und mein Eindruck ist, dass es ihr auch nicht sonderlich fehlte, keine eigene Familie zu haben, in der sie die Rolle der Ehefrau und Mutter hätte spielen müssen. Dennoch, und das spricht für ihre Weitsichtigkeit, sorgte sie dafür, dass Freundschaften erhalten blieben, selbst wenn sie die privaten Kontakte nur unter größter Willensanstrengung, die bei der sie ständig begleitenden Müdigkeit und Erschöpfung notwendig war, unterhielt. Denn, so war ihr bei all ihrer Begeisterung für ihren Beruf immer klar, es gibt auch noch ein Leben nach der frühzeitigen Pensionierung! Das sie dann auch in vollen Zügen genoss, zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, ihrer großen Liebe, wie sie betont, der ihr wenige Monate, bevor sie beschloss, ihre Biographie zu schreiben, durch den Tod genommen wurde. Wie auch einige Jahre zuvor ihre ältere Schwester Eva, zu der sie, wie zu den ebenfalls inzwischen verstorbenen Eltern, eine innige Beziehung unterhielt. Nein, von Schicksalsschlägen blieb auch Regula Eichenberger nicht verschont, wobei sie, die ihre Freundschaften pflegte, das Glück hatte, aufgefangen zu werden und sich immer, denn Aufgeben kommt, wie sie selbst sagt – und nach dem Lesen ihrer Autobiographie verwundert das nicht -, nicht in Frage, fürs Weiterleben entschieden hat.
Summa summarum: Ohne dass ich mich mit besonderen Erwartungen an die Lektüre von Regula Eichenbergers Autobiographie gemacht hatte und mir die Berufspilotin bis dato völlig unbekannt war, wurde ich von Seite zu Seite überrascht! Einmal von dem schnörkellosen, mit schweizerdeutschen Ausdrücken angereicherten Stil und der Unverblümtheit, mit der die sympathische Flugkapitänin im Ruhestand an ihren Erinnerungen, einer Aneinanderreihung von unterhaltsamen wie informativen Episoden und Anekdoten, teilhaben lässt, zum anderen von Frau Eichberger selbst, die ihren Träumen gefolgt ist und ein gelungenes und ungemein spannendes Leben geführt hat. Weil sie es konnte und weil sie es wollte. Respekt! Und selbst wenn das vom Schweizer Woerterseh Verlag herausgegebene Buch in hochwertiger Aufmachung mit über 36 Euro einen stolzen Preis hat, lohnt sich die Anschaffung. Für Laien wie auch für Leute vom Fach, von denen ich nicht glaube, dass sie sich langweilen würden – wie die Autorin befürchtet! -, in Leben und Erlebnisse einer so interessanten wie mutigen und für sich einnehmenden Frau eintauchen zu dürfen, die ein kleines Stück Luftfahrtgeschichte mitgeschrieben hat!

Veröffentlicht am 14.12.2022

interessant

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Bei „ Über den Wolken: Mein Leben zwischen Himmel und Erden“ von Regula Eichenberger handelt es sich um die Autobiographie der ersten Schweizer Linienpilotin.

Diese Autobiographie ist sehr interessant. ...

Bei „ Über den Wolken: Mein Leben zwischen Himmel und Erden“ von Regula Eichenberger handelt es sich um die Autobiographie der ersten Schweizer Linienpilotin.

Diese Autobiographie ist sehr interessant. Man lernt Regula Eichenberger sehr gut kennen und verstehen. Besonders hat mir gefallen, dass man sie von klein auf kennenlernt und so erfährt, wie ihr Traumberuf in ihr gewachsen ist.

Sie hat es in einer von Männern dominierten Welt , nicht immer einfach, aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Sowohl aus ihrem Privatleben, als auch aus ihrem Berufsleben erfährt man sehr viel. Die Höhen und Tiefen werden sehr gut beschrieben.

Durch den tollen Schreibstil, lässt sich diese Autobiographie sehr flüssig lesen und ist auf ihre Art sehr spannend.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Beeindruckend

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"Dieses Buch ist weit mehr als ein Buch für Aviatikbegeisterte...." So steht es auf dem Buchrücken. Ja, ganz genau! Für Aviatik habe ich mich bisher nicht interessiert, aber dieses Buch hat mich tief berührt. ...

"Dieses Buch ist weit mehr als ein Buch für Aviatikbegeisterte...." So steht es auf dem Buchrücken. Ja, ganz genau! Für Aviatik habe ich mich bisher nicht interessiert, aber dieses Buch hat mich tief berührt. Regula Eichenberger beschreibt ihren Weg als Tochter einer flugbegeisterten Familie bis hin zu ihrem Job als erste Linienpilotin der Schweiz und dann ihren Renteneintritt. Man fühlt mit ihr die ganzen Hürden und Schwierigkeiten die sie gemeistert hat. Das Buch ist kurzweilig und lässt sich super lesen. Toll finde ich auch die vielen Fotos, dadurch kann man sich alles noch besser vorstellen.

Leseempfehlung für alle die Lebensgeschichten lieben.

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Veröffentlicht am 09.12.2022

Ein aufregendes Leben

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Mein Fazit :
Das Cover ist sehr beeindruckend gestaltet und zeigt die Autorin als erste Schweizer Linienpilotin , die es mit viel Fleiß , Mut und Durchhaltevermögen in einen Beruf geschafft hat, der seit ...

Mein Fazit :
Das Cover ist sehr beeindruckend gestaltet und zeigt die Autorin als erste Schweizer Linienpilotin , die es mit viel Fleiß , Mut und Durchhaltevermögen in einen Beruf geschafft hat, der seit Jahrzehnten Männern vorbestimmt ist. Eine Vorreiterin , die Frauen Mut macht um ihre Träume zu kämpfen und sie zu leben.

Ich fand den Beruf der Pilotin schon immer sehr faszinierend. Vorallem da ich die Unabhängigkeit und die Erkundung fremder Länder so toll fand . Welche Entbehrungen sie erleiden musste und der harte Kampf um den Respekt in der Männerwelt das ist schon echt erstaunlich wie sie das geschafft hat. Mit viel Mut und Diplomatie hat sie sich einen Platz in dieser umtriebigen Männerdomäne erkämpft und hat den Weg anderen Frauen geebnet.
Eindrucksvoll nimmt sie uns ein Stück ihres aufregenden Lebens mit , von ihrer behüteten Kindheit bis hin zu ihrem Traum als Pilotin und später als Fluglehrerin . Sie erzählt in teils lustigen , teils traurigen Annekdoten aus ihrem Pilotenleben und von persönlichen Schicksalsschlägen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite.....

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach , sehr autentisch und aufwühlend zum Teil. Sie ist eine aufregende Frau , eine starke Persönlichkeit und eine emphatische Frau , die mich tief im Herzen berührt hat. Aus jeder Zeile liest man ihre Leidenschaft fürs fliegen heraus und wie sehr sie es geliebt hat. Die Fotos in der Mitte dieses Buches runden diese Biografie ab und machen sie zu etwas besonderem.

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Veröffentlicht am 09.12.2022

Diese Memoiren verdienen es, erzählt zu werden!

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Dieses Buch beinhaltet sehr interessante Lebenserinnerungen der Pilotin Regula Eichenberger. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und es gibt immer mal eingestreute schweizerdeutsche Begriffe, die man durchaus ...

Dieses Buch beinhaltet sehr interessante Lebenserinnerungen der Pilotin Regula Eichenberger. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und es gibt immer mal eingestreute schweizerdeutsche Begriffe, die man durchaus erraten oder ableiten kann, das ist sehr charmant und stimmungsvoll. Wenn man über die Anfänge der Autorin liest, dann kann man sich nur über den Pioniergeist und die Aufbruchstimmung freuen. Unglaublich, was sich in den letzten 50 Jahren alles verändert hat und wie kurz es erst her ist, dass sich Frauen diese Berufswelten erkämpft haben! Die Mischung aus „Fachchinesisch“ und Anekdoten aus dem Flugleben finde ich sehr gelungen und machen den Charme dieses Buches aus. Es ist nicht nur für Fluginteressierte interessant, sondern beschreibt auch ein gutes Stück Zeitgeschichte. Sehr schön fand ich auch die Fotos in der Bildmitte, die das sehr gelungene Buch abrunden.

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