Cover-Bild Am Hang des Todes
Band 11 der Reihe "Commissario Grauner ermittelt"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.12.2025
  • ISBN: 9783462313611
Lenz Koppelstätter

Am Hang des Todes

Ein Fall für Commissario Grauner
Commissario Grauner hat es getan. Er hat mit seiner Frau Alba tatsächlich eine Weltreise unternommen, während Tochter Sara die Calm Alm zu einem Urlaubsresort umbauen ließ. Nach seiner Rückkehr will Grauner es alles erst einmal ruhiger angehen lassen, doch es kommt anders.
Ein tödliches Unglück beim Skiweltcup im Grödental. Der junge Lokalmatador stürzt. Schnell stellt sich heraus: Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen. Auf einem Jägerstand finden die Ermittler erste Spuren, die zum Täter führen könnten: Im Hotelzimmer des Toten sind Bargeldbündel zu einer Pyramide gestapelt.
Commissario Grauner, Saltapepe und Co. tauchen ein in die Welt des Wintertourismus und Alpinsports. Es ist ein Milliardengeschäft, bei dem skrupellose Hoteliers, Liftbetreiber, Geschäftsleute, Sponsoren und Sportfunktionäre mitmischen. Grauner muss selbst auf die steilen und eisigen Pisten, um in diesem Fall dem Bösen auf die Spur zu kommen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2026

Ein Kunstschuss

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Der junge Skirennläufer Phil Ungerer aus dem Grödner Tal, stürzt bei einem Skirennen auf der Saslong vor den Augen von mehreren tausend Menschen. Es ist allerdings kein Sturz, sondern er wurde mitten in ...

Der junge Skirennläufer Phil Ungerer aus dem Grödner Tal, stürzt bei einem Skirennen auf der Saslong vor den Augen von mehreren tausend Menschen. Es ist allerdings kein Sturz, sondern er wurde mitten in den Kopf geschossen. Ein wahrer Kunstschuss. Commissario Grauner und sein Tema ermitteln, doch sie finden keinen Zugriff. Gerade der Commissario findet nach einer langen Weltreise mit seiner Frau, keinen richtigen Zugriff zu seiner Arbeit. Doch die Öffentlichkeit will wissen, wer der Mörder ist. Also übernehmen Saltapepe und seine Frau Tappeiner den Hauptteil der Ermittlungen. Aber auch Grauner hat ein sehr großes Anliegen den Fall zu lösen, will er doch in Frühpension.
Der Südtirol Krimi „Am Hang des Todes“ von Lenz Koppenstätter spielt in einem sehr öffentlichkeitswirksamen Business, dem Skirennsport. Das Titelbild zeigt einen Blick auf die wolkenverhangenen Dolomiten und auf der ersten Seite im Buch, noch vor dem Prolog, weist eine Karte der Dolomiten auf den Ort des Geschehens hin. Die Polizisten sind die bekannte, die in dieser Reihe spielen, der Commissario Grauner, der aber auch halb Bauer auf seinem Hof ist, und Saltapepe und Tappeiner, die verheiratet sind. Mir gefällt die Beschreibung von Grauner sehr gut, der mit sich ringt, was seine Zukunft betrifft. Der Fall spielt in einem Business, dass die Region kennzeichnet Skisport und so auch für sie ökonomische Seite der Region wichtig ist. Gerade hier geschieht ein Mord und dann noch ein wahrhaftes Kunststück an einem der Ihren. Leicht sind die Ermittlungen nicht, weil sie auch in viele verschiedene Richtungen ermitteln müssen. Die Story ist absolut nachvollziehbar und der Prolog ist in diesem Krimi sehr wichtig, aber auch sehr kryptisch. Die Sprache, die der Autor benutzt, ist sehr bildhaft und die Handlung zieht an meinem inneren Auge, wie ein Film vorbei in den ich eintauchen kann. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und weist in viele verschiedene Richtungen, bis sie am Ende zu einem Ergebnis zusammengeführt werden.
Ich mag diese regionalen Krimis und gerade aus Südtirol, da ich diese Region mag, aber auch im Winter schon dort zum Skifahren war und so mir einige Ecken sehr bekannt sind. Ich kann den Krimi sehr gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Spannungsvolles tödliches Intermezzo von der Skipiste

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Zurückgekommen von seiner Weltreise muss Commissario Gauner in einen spektakulären Mordfall im Grödner Tal ermitteln. Beim Weltcuprennen auf der bekannten Saslong wird das lokale Nachwuchstalent während ...

Zurückgekommen von seiner Weltreise muss Commissario Gauner in einen spektakulären Mordfall im Grödner Tal ermitteln. Beim Weltcuprennen auf der bekannten Saslong wird das lokale Nachwuchstalent während seines Abfahrtslaufs erschossen. Zufällig sind gerade seine Assistenten Inspettore Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner vor Ort am Urlauben und werden somit Zeugen des Mordes. Vom Druck der Medien verfolgt beginnen sogleich die Ermittlungen.

Auch der Kriminalfall „Am Hang des Todes“, die 11. Episode mit dem Südtiroler Ermittlungsteam um Commissario Grauer hat mich wieder komplett abgeholt. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele schöne Ecken es in Südtirol gibt und gerade das Grödnertal kenne ich sehr gut, bin selbst schon diese Piste hinuntergesaust. Daher hat mich der Mordfall und die Ermittlungen drum herum, dieses Mal besonders gut unterhalten. Auch wenn ich wie Grauner dem Skizirkus schon längst fernbleibe, gedanklich war ich gerne wieder vor Ort.
Wie in jedem Kriminalroman von Lenz Koppelstätter ist die Geschichte raffiniert gestrickt. Der Leser wird auch mit privaten Gefühlen der Ermittler konfrontiert, das macht sie menschlich und nahbar. Es geht auch immer an besondere Orte und Gegenden unterlegt mit speziellen Lokalkolorit, was ich absolut unterhaltsam finde. Es wäre wirklich schade, wenn Gauner jetzt in den Ruhestand geschickt wird;)!

Mein Fazit:
Das ist eine meiner absoluten Lieblingskrimiserien, allein schon wegen der Location Südtirol, für uns Münchner ist das ja sozusagen unsere zweite Heimat;)

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Bin begeistert

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Am Hang des Todes von Lenz Koppelstätter ist bereits Band 11 und konnte mich wieder eimal von Anfang bis Ende begeistern. Commissario Grauner hat mit seiner Frau Alba endlich eine Weltreise unternommen. ...

Am Hang des Todes von Lenz Koppelstätter ist bereits Band 11 und konnte mich wieder eimal von Anfang bis Ende begeistern. Commissario Grauner hat mit seiner Frau Alba endlich eine Weltreise unternommen. Dort entscheidet er sich nach seiner Rückkehr alles deutlich ruhiger zu gestalten. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn im Gnödental passiert ein Unglück beim Skiweltcup und das endet tödlich. Wieso aber wurde der junge Lokalmatador erschossen? Also habe ich Grauner, Saltapepe und Co. bei den Ermittlungen unterstützt.

Man merkt, Grauner wird älter, hadert ein wenig mit sich und der Welt, aber auch das macht ihn nur noch sympathischer. Ich mag seinen etwas grummeligen und nachdenklichen Charakter. Koppelstätter hat einen lebendigen Commissario geschaffen, mit dem ich gut zurecht komme. Auch sein Team scheint sich in seiner Abwesenheit weiter entwickelt zu haben, was ja durchaus normal erscheint. Das Setting, ist Südtirol, man kann es sich anfangs auf dem Kartenmaterial anschauen. Eigentlich bin ich eher der Meertyp, hier ist jedoch die Atmosphäre so gut gegeben, dass ich an manchen Stellen echt Lust bekommen habe mich selbst einmal auf Skier auf die Piste zu begeben. Die Ermittlungen sind gemächlich, allerdings zu keiner Zeit langatmig. Es ergibt sich so nach und nach ein stimmiges Bild mit einer für mich überraschenden Auflösung.

Ein Krimi, der mich von Anfang bis Ende begeistern konnte.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Abfahrt in den Tod

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Commissario Grauner hat es wirklich getan: Um seine Ehe zu retten, hat er mit seiner Frau Alba eine mehrmonatige Weltreise unternommen, die seine Sicht auf die Welt im allgemeinen und auf jene hier in ...

Commissario Grauner hat es wirklich getan: Um seine Ehe zu retten, hat er mit seiner Frau Alba eine mehrmonatige Weltreise unternommen, die seine Sicht auf die Welt im allgemeinen und auf jene hier in der Heimat Südtirol verändert hat. Noch völlig unter den Reiseeindrücken will er es bis zu seiner Pensionierung etwas ruhiger angehen, zudem muss er sich wieder erst wieder zurechtfinden, hat doch seine Tochter die Calm Alm in ein besonderes Urlaubsdomizil umbauen lassen.

Allerdings wird s nichts mit dem langsamen Wiedereinstieg in den Beruf, denn der Schiweltcup gastiert in Gröden und der junge Lokalmatador Philipp Ungerer stürzt bei seiner Fahrt über die knapp 3,5 Kilometer lange Saslongpiste. Dass auch arrivierte Rennläufer bei ihrem wilden Ritt über die Kamelbuckel stürzen, ist nicht ungewöhnlich. Außergewöhnlich ist diesmal, dass Ungerer nicht mehr aufsteht, weil er in voller Fahrt erschossen worden ist. Erste Spuren führen zu einem Hochstand und zu einem ungewöhnlichen Kaliber der Schusswaffe, die wegen der großen Distanz zwischen Opfer und Schützen eine Präzisionswaffe sein muss.

Recht bald entdecken Ispettore Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner, dass der Tote Teil eines lange schwärenden Streit zwischen seiner Familie und jener seines besten Freundes Armin Waldsteiner, war. Und just dieser Armin ist seit Monaten verschwunden. Zufall? Doch was hat es mit den 250.000 Euro, die neben einem begonnenen Kündigungsschreiben im Hotelzimmer des Toten liegen, auf sich?

„Jetzt hat er ihn also umgebracht!“
Tappeiner schaute überrascht: „Er? Wer er? Wer hat ihn umgebracht?“
„Na, der Rummel. Dieser Zirkus. Das ist doch alles viel zu viel für so einen Jungen aus den Bergen. Glauben Sie mir das! Das alles, das Chaos, das ist zu viel für uns.“

Das Team um Grauner hat es nicht ganz leicht mit ihm, der ja schon seit je her als eigenbrötlerisch gilt. Es scheint, die Weltreise hat ihn in andere Sphären katapultiert, denn er zitiert regelmäßig den Philosophen Sophokles. Doch dann scheint er wieder ganz der Alte zu sein und ermittelt auf den steilen eisigen Pisten, um diesen komplexen Fall zu lösen, der noch einen dramatischen Schwenk in die Vergangenheit birgt.

Und wie schon in den letzten beiden Krimis, liebäugelt Grauner mit dem Ruhestand, trifft eine Entscheidung und ...

Meine Meinung:

Commissario Grauner, Saltapepe und Tappeiner tauchen gemeinsam mit dem Team der Kriminaltechnik in das Milliardengeschäft des alpinen Schisports ein, in dem skrupellose Sportfunktionäre junge Talente rücksichtslos verheizen und Sponsoren, Hoteliers. Liftbetreiber und andere Geschäftsleute viel Geld daran verdienen. Nicht zu vergessen die Sensationsgier der Zuschauer vor Ort oder jener Millionen Fans an den Bildschirmen, die ihre Favoriten anfeuern und jubeln, wenn ein Fahrer einer anderen Nation stürzt.

Autor Lenz Koppelsteiner spricht hier mehrere heiße Eisen an: zum einen die Geldmaschine Schiweltcup, die wenig Rücksicht auf die Natur, die Einheimischen und die Sportler nimmt, und zum anderen das omnipräsente Thema Doping im Sport sowie Alkohol auf Schipisten, der jede Saison Tote und Schwerverletzte fordert.

Ob wir noch einen Band mit Commissario Grauner lesen werden? Ein letzten, 12. um das Dutzend voll zu machen? Und wird Ispettore Claudio Saltapepe, der fanatische Fußballfan aus Neapel, der der Liebe zu Silvia Tappeiner wegen nun auch Schi fahren und klettern geht, Grauners Nachfolge antreten?

Er wäre nicht der erste Ermittler, der sich aus eine bestehenden Reihe emanzipiert. Elisabeth Florin hat aus ihrer Meran-Krimi-Reihe, Ispettore Emenegger, den jungen Kollegen von Commissario Pavarotti als dessen Nachfolger entwickelt.

Ich schätze in der Vorschau 2027 werden wir Fans von Commissario Grauner wissen, wie es weiter geht. Bis dahin heißt es, sich in Geduld üben und die Monate mit dem neuen Fall für Gianna Pitti überbrücken.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der im Umfeld des Schiweltcups spielt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.01.2026

Es gibt auch liebenswerte Adrenalinmenschen

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Beinahe wäre ich verzweifelt, dass mich kein Grauner-Krimi mehr erfreuen würde, da kam wie ein Geschenk vom Himmel Lenz Koppelstätters neues Buch auf mein iPad. Und ausgeruht und zufrieden in ihm nach ...

Beinahe wäre ich verzweifelt, dass mich kein Grauner-Krimi mehr erfreuen würde, da kam wie ein Geschenk vom Himmel Lenz Koppelstätters neues Buch auf mein iPad. Und ausgeruht und zufrieden in ihm nach langer Weltreise der Kommissar der Polizia di Stato Johann Grauner. Der Ispettore Saltapepe und seine Assistentin Tappeiner, unterdessen ein echtes Ehepaar und doch immer noch Partner bei kriminalistischen Ermittlungen, wollen die Gunst der Stunde nutzen und eine Auszeit auf einer Berghütte nehmen. Was auch für den Neapolitaner Saltapepe unterdessen nicht mehr ungewöhnlich ist, der hat sich nämlich an die Bergwelt gewöhnt und fährt auch ganz passabel Ski. Aber wie das so ist mit der Planung in Polizeikreisen, es kommt etwas dazwischen, kaum sind die beiden oben angelangt an ihrer Hütte.
Einer Toter auf der Piste jagt alle von ihren Plätzen, es ist der talentierte Skirennfahrer Philipp Ungerer, den es mitten im Weltcup-Rennen umgehauen hat. Und das kurz vor Weihnachten, mitten im schönsten Südtirol, auf den schönsten Abfahrthängen der Saslong. Wer Südtirol kennt, verspürt wahrscheinlich wie ich die ganze Zeit ein Fernweh sondergleichen, Koppelstätter lässt den Leser mitfühlen, mitrutschen, hinfallen und wieder aufstehen. Aber der Tote steht leider nicht wieder auf, er ist nicht nur gestürzt, er wurde erschossen, so präzise, dass es schon (oder schön?) unheimlich wird. Die Polizisten begeben sich auf die Spuren aller, die mit dem jungen Ungerer zu tun hatten, zuerst seine Eltern, dann der ehemalige, nun verschwundene Skikamerad Armin Waldsteiner, und dessen Eltern, dann noch andere, immer mehr Verdachtsmomente kommen auf. Einzig über jeden Verdacht erhaben ist die alte Frau Mulser, die so fantastische Preiselbeermarmelade fabriziert und verschenkt.
Koppelstätter schreibt sich richtig in Fahrt, es wird spannend und das Ermitteln ist mit einigen Tücken verbunden, mir hat das Lesen solchen Spaß gebracht, es hätte sich noch etwas hinziehen dürfen. Dass Grauner zwischendurch den Staatsanwalt Belli um Frühpensionierung bittet, hat mir die Freude etwas getrübt, ich hoffe bis nächstes Weihnachten überlegt sich der Autor das doch noch einmal anders. Dies war der 11. Fall, da könnte das Dutzend ja noch voll werden. Nur bitte demnächst wieder ohne Spendenaufrufe.
Fazit: Unbedingte Leseempfehlung!

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