Wundervoll berührend, traurig und tiefgreifend
Zum Inhalt:
Karla stand kurz vor der Hochzeit mit ihrem Verlobten, als dieser plötzlich und unerwartet an einer Krankheit verstarb. Trotzdem macht sie sich auf den Weg nach Neuseeland, wohin sie mit ihm ...
Zum Inhalt:
Karla stand kurz vor der Hochzeit mit ihrem Verlobten, als dieser plötzlich und unerwartet an einer Krankheit verstarb. Trotzdem macht sie sich auf den Weg nach Neuseeland, wohin sie mit ihm reisen wollte, um vor allem seinen langen gehegten Wunsch einer Camperreise durch das Land zu erfüllen.
Dort trifft sie Alex, der dort Touren für Touristen organisiert und der sie mitnimmt auf die Apfelfarm seiner Großmutter Marge. Während Karla wieder neuen Lebensmut fasst, begreifend, dass Trauer auch zum Leben gehört, stellt sich heraus, dass es eine Verbindung zwischen Karlas und Alex‘ Familie gibt - die sie bis ins Deutschland der 1930er Jahre zurückverfolgen können.
Meine Meinung:
Die Romane von Lucinde Hutzenlaub liebe ich sehr und meines Erachtens hat sich die Autorin mit diesem Buch wieder einmal selbst übertroffen.
Über die gesamte Lesedauer hat mich der Roman dank des warmherzigen, packenden und flüssigen Schreibstils komplett gefesselt und emotional tief berührt. Besonders fasziniert hat mich die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen zeitlichen Dimensionen, startend in Deutschland 1938 bis Neuseeland 2026. Der Roman baut sehr geschickt Tagebuchfragmente und Briefe aus der Vergangenheit ein, die sich mit Erzählungen aus der heutigen Zeit abwechseln.
Die handelnden Personen sind warmherzig und liebevoll gezeichnet mit allen ihren Ecken und Kanten, allen voran Karla, Alex und Marge. Gerade in ihrer Trauer gibt es viele Überschneidungen zwischen Karla und Marge und so bringt das Buch sehr glaubwürdig eine große Traurigkeit zum Ausdruck, aber auch Hoffnung und Heilung und positive Momente. Gleichwohl ist es sehr deutlich, dass die Trauer nicht weggeht, sondern zum Leben gehört, auch wenn wieder positivere Zeiten und neue Begegnungen anstehen.
Mich hat die Geschichte sehr berührt und ich habe am Ende meine Tränen nicht mehr zurückhalten können.
Besonders gut gefallen hat mir auch, mit welcher Detailtiefe die Besonderheiten von Neuseeland und der Apfelfarm beschrieben werden. So konnte ich mich sehr gut dorthin versetzen und bin ganz beseelt von Landschaft und Menschen.
Fazit:
Dieser tief berührende Roman gehört zu meinen Lesehighlights des Jahres. Unbedingte Empfehlung!