Cover-Bild Der vergessene Wald
(11)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 16.06.2026
  • ISBN: 9783755805403
Sharon Gosling

Der vergessene Wald

Roman | Ein jahrhundertealter Wald. Zwei Menschen mit Träumen. Ein neues Zuhause.
Sibylle Schmidt (Übersetzer)

Saskia Tilbury-Martin hat viele Wochenenden ihrer Kindheit damit verbracht, mit ihrem Vater durch den Wald zu streifen. Besonders zum Schloss Gair, einer Ruine mitten im Wald, kehrten die beiden immer wieder zurück. Jahre später, nach dem Tod des Vaters und an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen, beschließt Saskia, das Stück Land mit der alten Ruine zu kaufen und zu renovieren. Kurzerhand zieht sie mitten in den uralten Wald und wohnt während der Bauarbeiten in ihrem Tiny House auf Rädern. Der Bauleiter Owen Eliott hält nicht viel von der distanzierten Londonerin und ihrem utopischen Vorhaben. Doch die Herausforderung kommt zur rechten Zeit: Seine Ehe ist gerade zerbrochen und er braucht den Auftrag, um seiner Tochter eine Zukunft bieten zu können. Als sich Saskia und Owen immer mehr unerwartete Hindernisse in den Weg stellen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen. Und so lernen die beiden langsam, dass der erste Eindruck nicht immer stimmt und dass Zuhause weit mehr als nur ein Ort sein kann.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2026

Der erste Schein kann trügen

0

Bauleiter Owen Elliot wartet schon seit über einer Stunde bei der abgelegenen Ruine von Schloss Gair. Seine potenzielle künftige Auftraggeberin scheint nicht viel von Pünktlichkeit zu halten. Als Saskia ...

Bauleiter Owen Elliot wartet schon seit über einer Stunde bei der abgelegenen Ruine von Schloss Gair. Seine potenzielle künftige Auftraggeberin scheint nicht viel von Pünktlichkeit zu halten. Als Saskia Tilbury-Martin endlich auftaucht, bestätigt sie Owens Vorurteile. Fettes BMW-Cabrio, teures Business-Kostüm und High Heels. Sie hat die Ruine samt großem Grundstück gekauft und plant jetzt Gair zu sichern und schonend zu renovieren. Keiner der Handwerker, die sie bisher gefragt hat, wollte sich auf das ambitionierte Vorhaben einlassen. Owen findet Saskias Plan reizvoll und er benötigt dringend einen Auftrag. Als sie ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann - zehntausend Pfund Vorschuss - übernimmt er den Job trotz Vorbehalte gegenüber seiner neuen Chefin.

Die Autorin und Journalistin Sharon Gosling hat mit „Der vergessene Wald“ einen atmosphärischen Roman über eine vom Leben gezeichnete junge Frau geschrieben, die einen Neustart wagt. Meine Erwartungen hat das Buch erfüllt und mich gut unterhalten.

Zunächst wirkt Saskia wie eine taffe, selbstbewusste Frau, die genau weiß, was sie will. Erst nach und nach wird klar, warum und vor wem sie von London nach Cumbria geflüchtet ist. Nach Gair ihrem Sehnsuchtsort, wo sie zusammen mit ihrem geliebten Vater wunderbare Tage verbracht hat. Obwohl eine Baugenehmigung vorliegt und die Planungsbehörde alle notwendigen Unterlagen hat, regt sich Widerstand gegen Saskias Vorhaben. Die örtliche historische Gesellschaft vermutet römische Ruinen unter dem Fundament von Gair und lässt sich von dieser fixen Idee nicht abbringen. Die ständigen Anfeindungen schweißen Saskia und ihren Bauleiter zwangsläufig enger zusammen. Owen erkennt mit der Zeit, dass sein erster Eindruck von der Chefin falsch war. Doch die Schwierigkeiten häufen sich und Saskias Traum droht zu scheitern.

Mir gefallen Goslings Charaktere. Die so selbstbewusste Saskia ist in Wahrheit unsicher und musste sich immer gegen ihre manipulative Mutter behaupten. Der frühe Tod ihres Vaters hat sie zu falschen Entscheidungen veranlasst mit entsprechenden Folgen. Doch seit Jahren hat Saskia ihr Leben im Griff und bekommt jetzt das Erbe ihrer Großeltern ausbezahlt. Sie glaubt, mit der Restaurierung von Gair ihre Aufgabe im Leben gefunden zu haben und den Traum ihres Vaters zu realisieren. Owen fällt es schwer, sich einzugestehen, dass seine in jungen Jahren geschlossene Ehe gescheitert ist. Unbedingt wollte er seiner kleinen Tochter Hannah ersparen, was die eigene Kindheit geprägt hat. Doch er muss die Realität erkennen und akzeptieren. Sein cooler Freund Stuart und Vivian, Saskias Begleiterin seit Kindertagen, sind weitere wichtige und sympathische Protagonisten. Das trifft auf Saskias Mutter Elsa nur teilweise zu. Wichtig für die Geschichte ist sie. Denn sie versteht es meisterhaft, die eigene Tochter kleinzumachen und ihr Schuldgefühle und Zweifel einzuimpfen.

Die Erzählung wird wechselweise aus Owens und Saskias Perspektive erzählt, was der Geschichte gut bekommt. Beide finden in dieser Erzählung zu sich selbst. Sie lernen aus Fehlern und erkennen ihren Weg. Die zarte Romanze ist das Sahnehäubchen der Geschichte, aber nicht mehr. Inzwischen erzählt die Autorin, welch zerstörerische Folgen Vorurteile, unreflektierte Vorbehalte gegenüber Fremden und die strikte Ablehnung neuer Ideen haben können. Doch sie berichtet auch über die Stärke der Empathie, die heilsame Kraft der Natur und die Vorzüge eines friedlichen Miteinander.

Stets präsent ist ein weiterer wichtiger Protagonist, der eigentlich die Hauptrolle spielt. Gair, ein verzauberter Ort mit magischer Atmosphäre und märchenhafter Ausstrahlung. Mit seiner schiefen, alten Eiche im Zentrum, die allen Widrigkeiten getrotzt hat und immer noch da ist.

Ich kann diesen Wohlfühlroman trotz kleiner Längen zwischendurch als Sommerlektüre empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2026

Sanfte Geschichte mit besonderer Atmosphäre

0

"Der vergessene Wald" von Sharon Gosling war für mich eine richtig schöne, atmosphärische Lektüre. Der Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gefallen: Man kommt schnell in die Geschichte hinein, liest ...

"Der vergessene Wald" von Sharon Gosling war für mich eine richtig schöne, atmosphärische Lektüre. Der Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gefallen: Man kommt schnell in die Geschichte hinein, liest flüssig und schnell. Die Beschreibungen sind bildhaft ohne langatmig zu sein. Besonders mochte ich die Stimmung des Buches. Sie ist leicht magisch, mysteriös und geheimnisvoll, aber trotzdem noch alltäglich und realistisch.
Saskia mochte ich als Protagonistin. Sie ist hilfsbereit, aufopferungsvoll und hat ein gutes Herz. Ihr Durchhaltevermögen und ihr Kampf für ihre Sache haben sie für mich sehr sympathisch gemacht. Ihre Vergangenheit und die emotionale Belastung, die sie mit sich trägt, werden sehr glaubwürdig rübergebracht.
Owen hat anfangs klare Vorurteile gegenüber Saskia. Er sieht in ihr eine reiche, verwöhnte und weltfremde Frau und kommt gar nicht auf die Idee, dass auch sie kein sorgenloses Leben führt. Diese Spannung zwischen dem Bild, das er von ihr hat, und dem, was wirklich in ihr steckt, fand ich gut umgesetzt.
Was mir ebenfalls gefallen hat: Es gibt einige interessante und überraschende Entwicklungen, obwohl das Buch eher "gemütlich" ist. Gleichzeitig bleibt es aber ein Buch, das sich angenehm lesen lässt und eine gewisse Wärme ausstrahlt.
Alles in allem ist "Der vergessene Wald" eine schöne Mischung aus Neuanfang, Geheimnissen und besonderer Atmosphäre. Kein Buch, das mich komplett umgehauen hat, aber definitiv eines, das ich sehr gerne gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2026

Die Kraft der Erinnerung

0

Sharon Gosling bietet in ‘Der vergessene Wald‘ zwei Menschen eine Bühne, deren erste Begegnung durch oberflächliche Beurteilung einerseits und undiszipliniertes Verhalten andererseits geprägt wird. Während ...

Sharon Gosling bietet in ‘Der vergessene Wald‘ zwei Menschen eine Bühne, deren erste Begegnung durch oberflächliche Beurteilung einerseits und undiszipliniertes Verhalten andererseits geprägt wird. Während Owen unbedingt einen Job braucht, der Geld in seine leeren Kassen spült, scheint Saskia diese Geldquelle zu sein. Ihr extravagantes Auftreten und ihre ausgefallenen Wünsche zu einem Bauprojekt, lassen sie jedoch in einem eher unsympathischen Licht erscheinen. Und dennoch nimmt Owen die Herausforderung als Bauleiter an, welche sich jedoch bereits kurze Zeit später immer mehr als ein gewagtes Unterfangen herausstellt. Denn Saskia spielt nicht mit offenen Karten, was sich natürlich zu einem Problem entwickelt. Wie die beiden dennoch auch gegen extreme Baugegner zu einem verschworenen Team werden, dabei einen uralten Baum mitten im Neubau leben lassen, davon erzählt die Geschichte auf unterhaltsame Weise. Überraschende Wendungen machen den Lesespaß mit einer besonderen atmosphärischen Stimmung für Emotionen komplett.
Ein Roman, der naturverbunden daherkommt und zu Herzen gehende Lebensgeschichten erzählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2026

Stimmungsvolle Geschichte über Neuanfänge, Zusammenhalt und die Kraft der Natur

0

Mit "Der vergessene Wald" erzählt Sharon Gosling eine stimmungsvolle Geschichte über Neuanfänge, Zusammenhalt und die Kraft der Natur. Saskia hat einen großen Traum: Sie möchte die Schlossruine Gair mitten ...

Mit "Der vergessene Wald" erzählt Sharon Gosling eine stimmungsvolle Geschichte über Neuanfänge, Zusammenhalt und die Kraft der Natur. Saskia hat einen großen Traum: Sie möchte die Schlossruine Gair mitten im Wald wieder zum Leben erwecken und dabei eine uralte Eiche retten. Unterstützung bekommt sie von Owen, dessen Ehe gescheitert ist und der die Bauleitung übernimmt. Doch ihr Vorhaben stößt auf reichlich Widerstand, sodass ihnen von allen Seiten Steine in den Weg gelegt werden.

Besonders begeistert hat mich die Atmosphäre. Der idyllische Wald mit seiner geheimnisvollen Schlossruine strahlt eine wunderbare Ruhe aus und lädt beim Lesen immer wieder zum Innehalten ein. Die Naturbeschreibungen entschleunigen und machen den Roman zu einer echten Wohlfühllektüre.

Auch das Cover passt perfekt zur Geschichte. Das kleine Häuschen entpuppt sich als Tiny House auf Rädern, das Saskia direkt am Waldesrand aufstellt, um nah an der Baustelle zu sein.

Besonders schön fand ich die Botschaft am Ende. Das Happy End entsteht nicht einfach nur dadurch, dass alles gut wird, sondern weil die Figuren lernen, alte Zwänge und festgefahrene Vorstellungen loszulassen. Es macht deutlich, dass das Leben oft dann seinen eigenen, guten Weg findet, wenn man mit ehrlichen Absichten handelt und gleichzeitig offen dafür bleibt, wohin es einen führt.

Der vergessene Wald ist ein atmosphärischer Roman mit liebenswerten Figuren, viel Naturgefühl und einer gelungenen Mischung aus Spannung, Hoffnung und Wohlfühlmomenten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2026

Wenn ein Traum Wurzeln schlägt

0

„Es ist … ein ambitioniertes Projekt.“ (S. 12) – das ist noch einer der freundlicheren Kommentare, die Saskia von Bauunternehmern zu hören bekommt, wenn sie die Ruine von Schloss Gair besichtigen. Vor ...

„Es ist … ein ambitioniertes Projekt.“ (S. 12) – das ist noch einer der freundlicheren Kommentare, die Saskia von Bauunternehmern zu hören bekommt, wenn sie die Ruine von Schloss Gair besichtigen. Vor allem die alte Eiche mitten im Schlosshof sehen, die unbedingt erhalten werden soll, sorgt für skeptische Blicke und Ablehnung.

Mit ihrem neuestem Roman entführt Sharon Gosling ihre LeserInnen ins Grenzgebiet zwischen England und Schottland zu einer romantisch verfallenen Schlossruine, eingebettet in einem verwunschen wirkenden Wald.

Saskia kennt diesen Ort seit ihrer Kindheit. Es war der Lieblingsplatz ihres Vaters, eines Architekten, der stets davon träumte, das Schloss wiederaufzubauen, ohne die alte Eiche fällen zu müssen. Gemeinsam suchten sie jahrelang nach einer Lösung. Nun möchte Saskia diesen Traum endlich mit ihrem hart erkämpften Erbe verwirklichen.
Doch die abgelegene Lage und der zu schützende Baum schrecken nahezu alle Baufirmen ab. Auch Owen, der letzte Bauunternehmer auf ihrer Liste, sagt erst zu, nachdem Saskia ihm einen ordentlichen Vorschuss anbietet. Für ihn ist nicht nur das Bauprojekt eine Herausforderung, sondern auch seine Auftraggeberin. Dass sie in einem Tiny House direkt neben der Ruine wohnt, hält er zunächst für einen Spleen und vermutet, sie wolle ihn ständig kontrollieren. Er findet Saskia überheblich und ihre Vorstellungen kaum umsetzbar – doch letztlich ist es ihr Geld, das sie investiert. Außerdem braucht er den Auftrag dringend, um nach dem Scheitern seiner Ehe finanziell über die Runden zu kommen und weiterhin Zeit mit seiner Tochter verbringen zu können.

Als wären die Spannungen zwischen den beiden noch schon genug, sorgen protestierende Anwohner und Umweltschützer zusätzlich für Schwierigkeiten. Auch Archäologen und eine historische Gesellschaft versuchen, einen Baustopp zu erwirken. Der gemeinsame Kampf gegen diese scheinbar übermächtigen Widerstände schweißt Saskia und Owen schließlich zusammen. Doch wird ihr Traum am Ende Wirklichkeit?

„Der vergessene Wald“ ist eine schöne Geschichte über (Wahl-)Heimat, das bewusste Leben im Einklang mit der Natur, sowie den Spannungsbogen zwischen Denkmalschutz, Naturschutz und persönlichen Träumen. Besonders gefallen hat mir das Geheimnis der alten Höhlen, das der Handlung eine zusätzliche mystische Note verleiht.
Lediglich die ausführlichen Schilderungen der Bauarbeiten haben meinen Lesefluss gelegentlich gebremst. Ich habe selbst zehn Jahre in einer Baufirma gearbeitet und kann bestätigen, dass die geschilderten Probleme durchaus realistisch sind. Für meinen Geschmack wirkten diese Passagen jedoch stellenweise etwas zu technisch und erinnerten eher an ein Sachbuch als an einen Roman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere