Cover-Bild Der Club der Unbeugsamen
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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 27.05.2026
  • ISBN: 9783641340827
Kathryn Stockett

Der Club der Unbeugsamen

Roman
Cornelia Holfelder-von der Tann (Übersetzer)

Mississippi, im Jahr 1933. Die Wirtschaftskrise hält die Welt in Atem. Doch als der brütend heiße Sommer allmählich in den Herbst übergeht, verbündet sich im kleinen Städtchen Oxford eine Gruppe von Frauen – einige aus der besseren Gesellschaft, ein paar auf kriminellen Abwegen. Während sich die einen an die Fantasie vergangener Tage klammern, fühlen sich die anderen durch ihre Verzweiflung bestärkt. Sie streben nach Macht, klettern in der Gesellschaft der Südstaaten nach oben oder gehen erstaunliche Risiken ein, koste es, was es wolle. Denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.

Kühn, herzerwärmend und erfrischend komisch – »Der Club der Unbeugsamen« ist eine mitreißende Geschichte über die Kraft des Female Empowerment und über den Mut jener, die entschlossen sind, sich zurückzuholen, was ihnen zusteht.

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Veröffentlicht am 28.07.2026

Lesenswerter Roman über starke Frauen in den 1930er-Jahren

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Worum geht es in dem Buch?

Der Roman spielt im Jahr 1933 im US-Bundesstaat Mississippi, genauer gesagt in der Kleinstadt Oxford.
Birdie Calhoun reist dorthin, um ihre Schwester Frances zu besuchen. Birdie, ...

Worum geht es in dem Buch?

Der Roman spielt im Jahr 1933 im US-Bundesstaat Mississippi, genauer gesagt in der Kleinstadt Oxford.
Birdie Calhoun reist dorthin, um ihre Schwester Frances zu besuchen. Birdie, ihre Mutter und Großmutter haben finanzielle Probleme. Da Frances offenbar in eine reiche Familie, die Tartts, eingeheiratet hat, kann sie vielleicht ihren Angehörigen mit Geld aushelfen.

Birdie bleibt länger, als gedacht. Frances und ihre Schwiegermutter stecken selbst in finanziellen Problemen, nachdem Rory, Frances‘ Ehemann, seinen Job bei einer Bank verloren hat und mit einigen wertvollen Stücken aus seinem Elternhaus geflüchtet ist.

Birdie versucht zu helfen. Erst nur in dem Waisenhaus, in dem sie sich um die Buchhaltung kümmert. Dort fallen ihr viele Missstände auf, und sie freundet sich mit Margot, genannt Meg, an. Meg ist 11 Jahre alt, klug, ihre Mutter Charlie hat sie plötzlich alleingelassen. Der Vater kümmert sich nicht um sie und so landete sie im Waisenhaus. Mrs. Garnett, die Leiterin, mobbt sie – und Birdie fasst den Entschluss, sich um Megs Wohlergehen zu kümmern.

Als Birdie Charlie, Megs leibliche Mutter, kennen lernt, freundet sie sich nach einiger Skepsis mit ihr an. Nachdem sie erfahren hat, dass es nicht Charlies Schuld war, dass Meg alleingelassen wurde, versucht sie alles, damit Charlie und Meg wieder zusammenkommen.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Romanhandlung wird abwechselnd aus der Perspektive von Birdie und von Meg erzählt. Beide sind Ich-Erzählerinnen. Der Erzählstil ist mitreißend und authentisch. Immer wieder überrascht die Autorin mit einem speziellen Humor, der das Buch, trotz einer gewissen Tragik der Ereignisse, kurzweilig machen.

Nach kurzer Einlesezeit ließ sich das Buch zügig lesen. Allerdings braucht man Zeit dazu, da das Buch ziemlich umfangreich ist. Aber die Handlung und die sympathischen Hauptcharaktere bieten einigen Lesegenuss.
Was mich sehr erschütterte, ist, wie viele Vorurteile in den 1930er-Jahren herrschten. Beispielsweise, welche Meinung man über Frauen, die unverheiratet Kinder bekamen, hatte – und über ihre Kinder auch. Darüber hinaus, wie es in Waisenhäusern zuging – und welche Macht Personen ausüben konnten, wenn sie Geld und Einfluss hatten. Auch das Thema „Rassismus“ spielt eine Rolle. Bestimmte Verhaltensweisen waren strafbar.

Man liest das Buch, weil man wissen will, wie es mit Meg, Charlie und Birdie weitergeht – und mit vielen weiteren Charakteren ebenfalls.

Ich vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Mit Frauenpower und Chuzpe gegen Heuchelei und Willkür ...

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Dieser Roman entführt uns in das Jahr 1933 in die USA. Noch herrscht die Prohibition und die Weltwirtschaftskrise hat auch die USA fest im Griff. Die Menschen verlieren ihre Arbeit, Vermögen seinen Wert ...

Dieser Roman entführt uns in das Jahr 1933 in die USA. Noch herrscht die Prohibition und die Weltwirtschaftskrise hat auch die USA fest im Griff. Die Menschen verlieren ihre Arbeit, Vermögen seinen Wert und Kinder werden einfach ausgesetzt oder unverheirateten Müttern behördlicherseits abgenommen, um die Moral aufrecht zu erhalten. Diese Kinder werden selten gut und liebevoll versorgt.

Kathryn Stockett erzählt diese Geschichte, die aus mehreren Handlungsstränge besteht, aus der Sicht von Meg, die im Waisenhaus lebt, und aus der Perspektive von Birdie, die nach Oxford kommt, um Frances, ihre, mit einem Banker verheiratete Schwester um Geld zu bitten, um die fällige Grundsteuer bezahlen zu können. Sie und ihre Mutter würden sonst das Elternhaus verlieren. Während Birdie auf eine Zusage von Rory, Frances‘ Ehemann wartet, lernt sie im örtlichen Waisenhaus die elfjährige Meg kennen, als sie dort für wenige Cent die Buchhaltung in Ordnung bringt, weil eine Inspektion in Haus steht.

Noch weiß niemand, dass Rory das Vermögen seiner Mutter verzockt hat, in der Bank gekündigt worden ist und das Haus vor der Zwangsversteigerung steht.

„...Auf dem Papier heiße ich Margot, aber für gewöhnlich werde ich Meg genannt. Ich bin wie gesagt seit zwei Geburtstagen hier…“

Mit diesen Worten stellt sich die elfjährige Meg vor, wenn an den sogenannten Besuchstagen adoptionswillige Ehepaare in das Waisenhaus von Oxford/Mississippi kommen und sich ein Kind aussuchen. Leider werden fast immer Babys und Kleinkinder adoptiert, denn sie sind, wie es so schön heißt „noch formbar“. An den älteren Mädchen wie Meg hat kein Ehepaar Interesse, außer man braucht eine billige Arbeitskraft. Zusätzlich ist Meg fortwährend den sichtlich religiös motivierten Schikanen von Mrs. Garnett, die Leiterin des Waisenhauses, ausgesetzt. Nach außen hin präsentiert sich Mrs. Garnett als fürsorgliche Person, die die Mädchen auf den „rechten Weg zurückführen will“.

Als Birdie entdeckt, dass Meg vom Unterricht ausgeschlossen ist und in einer verschimmelten Kammer, deren Fenster vernagelt ist, mehr oder weniger sinnlose Arbeiten verrichten muss, obwohl sie leicht und gerne lernt, beginnt sie sich gegen Mrs. Garnetts Anweisungen hinwegzusetzen und in Garnetts Abwesenheit, das Los Megs und der anderen Kinder zu verbessern. Birdies Wahlspruch ist

“... manchmal ist es besser, nachher um Verzeihung zu bitten als vorher um Erlaubnis….“

Wenig später spitzt sich die Situation zu: Meg wird zur Überraschung aller an Stelle eines Babys adoptiert, Frances und ihre Schwiegermutter müssen feststellen, dass Rory das Haus von allen Wertsachen „befreit“ und sie mit einem Haufen Schulden sitzengelassen hat. Als sich dann noch herausstellt, dass Rory schwul und ihre Ehe eine schlechte Farce ist, ist gute Rat teuer. In dieser Situation taucht Megs Mutter Charlie auf, die die letzten beiden Jahre in einer Anstalt verbracht hat. Die Hintergründe werden erst später offenbart.

Jedenfalls will Charlie ihre Tochter zurück, braucht aber dafür Geld. Sie macht Birdie einen unkonventionellen Vorschlag , um rasch Geld zu verdienen ....

Und dann kreuzt noch als weitere Verbündete die Krankenschwester Victoria bei Charlie und Birdie auf. Sie will Medizin studieren, was damals Frauen nur an wenigen Universitäten in den USA erlaubt ist und als Ärztin vorrangig Frauen betreuen. Sie hat es satt, wie männliche Ärzte über Frauen bestimmen und eine Einweisung in eine Anstalt und/oder eine Zwangssterilisation anordnen können.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist das erste von Kathryn Stockett für mich.

Obwohl es in den 1930er-Jahren spielt, erinnern mich einige Stellen an das hier und jetzt. Sei es, dass Homosexualität seitens der Behörde und zahlreicher Ärzte als behandelbare Krankheit angesehen wird oder sei es, dass sich einzelne, wie die bigotte Mrs. Garnett als einzige moralische Instanz im Lande halten und nur ihre eigene Meinung gelten lassen. Rassismus hat im Bundesstaat Mississippi eine lange Tradition, Abwertung von Frauen ebenso. So erhält Birdie für ihre Arbeit nur 25 Cent, während ein angelernter Jüngling 75 Cent für die gleiche Tätigkeit bekommt. Unverheiratete Frauen werden ohne viel Federlesens als Prostituierte gebrandmarkt und selbst ein Gespräch mit einem Farbigen zieht eine Anzeige und Haft nach sich. Ehefrauen aus ihren Dienstverhältnissen bei der Post etc. werden entlassen, weil die Arbeitsplätze den Männern zustehen.

Obwohl mich das Buch an manchen Stellen ziemlich wütend macht, muss ich auch immer wieder darüber schmunzeln, mit welcher Chuzpe Charlie und Birdie den bigotten Einwohnern von Oxford die Stirn bieten. Welche Aktionen das sind, müsst ihr selbst lesen.

Der Roman lässt sich flüssig lesen, was auch an der gelungenen Übersetzung liegt. Die 848 Seiten sind im Nu gelesen. Kathryn Stockett erzählt straff, raffiniert und detailliert zugleich. Sie entlarvt dabei messerscharf die Heuchelei und Bigotterie jener Zeit. Die Charaktere sind fein herausgearbeitet. Auf der einen Seite, jene Frauen, wie Charlie oder Viktoria, denen das Leben nichts geschenkt hat, und die sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren wissen. Zum anderen jene wie Birdie, die über sich hinauswächst und ihre Schwester und Schwiegermutter, die viel zu lange den Kopf in den Sand gesteckt haben, letztlich aber mit Hilfe von Charlie & Co. ihr erstmals Leben selbst in die Hand nehmen. Die starken Frauenfiguren wachsen einem schnell ans Herz. Der Ton ist schonungslos offen und dennoch heiter.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Roman, der in den USA von 1933 spielt und in manchen Bereichen durchaus Ähnlichkeiten mit der Gegenwart aufweist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.06.2026

Frauenpower

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Was für ein Roman!

Mich hat nicht nur die vielversprechenden Buchbeschreibung sofort angesprochen, auch die Seitenzahl von über achthundert war genau nach meinem Geschmack.
Ich mag es, wenn man lange ...


Was für ein Roman!

Mich hat nicht nur die vielversprechenden Buchbeschreibung sofort angesprochen, auch die Seitenzahl von über achthundert war genau nach meinem Geschmack.
Ich mag es, wenn man lange in so einer Geschichte verweilen kann.

Diese hier spielt zur Zeit der Wirtschaftskrise in Amerika im Jahr 1933. Es ist eine interessante und informative Zeitreise!
Die beiden Frauen, Birdie und Meg, kommen abwechselnd zu Wort, wodurch man einen Einblick von verschiedenen Seiten bekommt, was es umso aufregender macht.
Die verschiedenen Frauen, um die sich diese Geschichte dreht, sind sehr vielfältig, verschieden und authentisch dargestellt worden
Sie reflektieren die Zeit, die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, das Bild der Frau, die Kluft zwischen arm und reich und anderes mehr.

Mich hat das Schicksal aller sofort für sich eingenommen und ich bin ihnen gerne gefolgt. Es war sehr unterhaltsam, fesselnd, berühren und eindringlich.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Atmosphärisch, bewegend und voller Hoffnung

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Mississippi im Jahr 1933: Die Weltwirtschaftskrise bestimmt den Alltag der Menschen und viele Familien kämpfen ums Überleben. Auch Birdie reist deshalb nach Oxford, um ihre vermeintlich wohlhabende ...

Mississippi im Jahr 1933: Die Weltwirtschaftskrise bestimmt den Alltag der Menschen und viele Familien kämpfen ums Überleben. Auch Birdie reist deshalb nach Oxford, um ihre vermeintlich wohlhabende Schwester um Hilfe zu bitten. Doch vor Ort merkt sie schnell, dass hinter der Fassade der Familie längst nicht alles so geordnet ist, wie es scheint. Gleichzeitig lernt man die junge Meg kennen, die in einem strengen Waisenhaus lebt und dort täglich mit Ungerechtigkeiten und Schikanen zu kämpfen hat. Nach und nach kreuzen sich die Wege verschiedener Frauen, die alle versuchen, sich in einer von Männern und gesellschaftlichen Erwartungen dominierten Welt zu behaupten. Dabei geraten sie immer wieder in Situationen, die Mut, Zusammenhalt und ungewöhnliche Entscheidungen verlangen.

Kathryn Stockett hat einen unglaublich angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt und gleichzeitig sehr bildhaft und atmosphärisch ist. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten im Mississippi der 1930er Jahre zu sein. Man spürt die Hitze, die Sorgen der Menschen und die gesellschaftlichen Spannungen, die über allem liegen.

Besonders gefallen haben mir die vielen unterschiedlichen Frauenfiguren. Sie wirken lebendig, authentisch und entwickeln im Verlauf der Geschichte immer mehr Tiefe. Selbst Figuren, die zunächst eher schwierig oder distanziert wirken, werden nach und nach greifbarer und nachvollziehbarer. Vor allem Birdies Entwicklung fand ich spannend, da sie immer wieder vor Entscheidungen gestellt wird, die sie an ihre persönlichen Grenzen bringen.

Trotz ernster Themen wie Armut, Ungerechtigkeit und gesellschaftlichem Druck verliert der Roman nie seine Wärme. Immer wieder gibt es humorvolle und hoffnungsvolle Momente, die die Geschichte auflockern und den Figuren noch mehr Leben verleihen. Gerade die Dynamik zwischen den Frauen und ihr Zusammenhalt machen das Buch besonders.

Auch die über 800 Seiten haben mich am Ende überhaupt nicht abgeschreckt, denn durch den lebendigen Schreibstil und die interessante Handlung fliegt man regelrecht durch die Geschichte. Trotzdem sollte man sich bewusst Zeit für dieses Buch nehmen, denn die Geschichte und die Entwicklung der Figuren kommen besonders gut zur Geltung, wenn man sich wirklich auf sie einlässt.

„Der Club der Unbeugsamen“ ist für mich ein bewegender und atmosphärischer Roman über starke Frauen, Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, sich gegen gesellschaftliche Grenzen zu stellen. Für mich definitiv eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Berührende Geschichte über mutige Frauen und Freundschaft

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Die elfjährige Meg wird von ihrer Mutter Charlie allein zurückgelassen und Tage später ins Waisenhaus von Oxford, Mississippi gebracht, das von Garnett Pittman geleitet wird. Garnet ist eine bigotte, verbitterte, ...

Die elfjährige Meg wird von ihrer Mutter Charlie allein zurückgelassen und Tage später ins Waisenhaus von Oxford, Mississippi gebracht, das von Garnett Pittman geleitet wird. Garnet ist eine bigotte, verbitterte, heuchlerische, herzlose Frau, die Meg mit unerklärbaren Hass verfolgt und dem Mädchen das Leben zur Hölle macht.

Birdie lebt mit Mutter und Oma in einem kleinen Kaff im Mississippi- Delta. Sie ist die einzige, die ein wenig Geld verdient, aber nicht genug, um die Familie auf Dauer vor der drohenden Zwangsversteuerung des Hauses zu bewahren. Birdies Schwester Frances, die reich geheiratet hat und in Oxford wohnt, ist ihre letzte Rettung. Birdie macht sich auf, sie um Geld zu bitten.

Mit Birdies Ankunft in Oxford beginnt eine so berührende und dabei fesselnde und oft auch humorvolle Geschichte, dass ich gar nicht mehr mit Lesen aufhören wollte.

Meine Lieblingsfiguren waren ganz klar Birdie und Meg. Birdie ist eine herzensgute Person ohne großes Selbstbewusstsein. Immer stand sie im Schatten ihrer schönen und umschwärmten Schwester Frances. Frances war eine der Personen, die mich rasend gemacht hat mit ihrer Ignoranz und Überheblichkeit. Birdie versucht alles, um sie vor unliebsamen Wahrheiten zu beschützen. Selbst als Birdie mit ihren unkonventionellen Methoden , Geld für das Überleben aller ihr am Herzen liegenden Personen, riskiert, ins Gefängnis zu kommen, straft Frances sie mit Verachtung. Denn auch bei Frances ist das Geld knapp und der Ruin scheint unausweichlich. Durch die unerwarteten Herausforderung, möglichst schnell und viel Geld zu verdienen, gewinnt Birdie an Selbstbewusstsein.

Meg gehört zu den Menschen, die Birdie retten will. Meg ist trotz der schlimmen seelischen Verletzungen immer noch voller Optimismus, dass man sie einfach lieben muss. Meine Hassfigur war Garnett , an der ich beim besten Willen nichts gutes entdecken konnte.

Eingebettet ist die Handlung in die Wirtschaftskrise in den 30iger Jahren im Süden der USA, die viele Farmer in den Ruin getrieben hat. Die Auswirkungen wurden sehr anschaulich dargestellt und bilden die Erklärung von vielem, was heute zum Glück undenkbar ist. Für mich erschütternd und Anlass für unbändige Wut, war der verächtliche Umgang mit den Frauen, besonders wenn sie arm waren oder nicht reine Weiße. Sie waren Menschen zweiter Klasse und wurden oft als schwachsinnig diffamiert. Auch das wird sehr anschaulich thematisiert.

Bei aller Dramatik und Schrecken endet der Roman zu meiner Freude hoffnungsvoll. Für mich war es ein tolles Leseerlebnis, das mich berührt und aufs beste unterhalten hat.

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