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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein Ort zum Ankommen

Summer Tides
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Das Buch hat mich insgesamt sehr gut unterhalten und emotional abgeholt. Die Geschichte rund um Scarlett und Jonah ist berührend, ohne dabei zu kitschig zu werden, und lässt sich richtig angenehm ...

Das Buch hat mich insgesamt sehr gut unterhalten und emotional abgeholt. Die Geschichte rund um Scarlett und Jonah ist berührend, ohne dabei zu kitschig zu werden, und lässt sich richtig angenehm lesen.

Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Gleichzeitig schafft es die Autorin, emotionale Momente gut einzufangen, ohne dass es zu schwer oder überladen wirkt.

Scarlett mochte ich als Protagonistin sehr gern. Sie ist eine Figur mit Ecken und Kanten, deren Unsicherheiten und impulsiven Entscheidungen sie sehr menschlich machen. Auch wenn ich manche Reaktionen nicht immer ganz nachvollziehen konnte, fand ich ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte umso schöner.

Jonah fand ich von Anfang an spannend, vor allem durch seine Vergangenheit und seine innere Zerrissenheit. Er wirkt sehr reflektiert und ruhig, steht sich aber manchmal auch selbst im Weg. Seine Entwicklung hat mir insgesamt richtig gut gefallen.

Besonders hervorheben möchte ich die Familiendynamik und das Gemeinschaftsgefühl im Ort. Genau das hat für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht – die Nebenfiguren, der Zusammenhalt und die vielen kleinen zwischenmenschlichen Momente haben die Geschichte unglaublich warm und lebendig wirken lassen.

Zwischendurch gab es für mich ein paar Szenen, die etwas überdramatisiert wirkten oder nicht ganz realistisch erschienen. Das hat meinen Lesefluss aber nur leicht gestört.

Insgesamt eine emotionale Geschichte, die vor allem durch ihre Figuren, die Atmosphäre und das starke Gemeinschaftsgefühl überzeugt. Wer gefühlvolle Romane mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2026

Eine außergewöhnliche Geschichte, die lange nachwirkt

Das White Octopus Hotel
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Im Zentrum der Geschichte steht Eve, die in einem Londoner Auktionshaus arbeitet. Als sie auf Hinweise zum geheimnisvollen White Octopus Hotel stößt, lässt sie die Faszination für diesen Ort ...

Im Zentrum der Geschichte steht Eve, die in einem Londoner Auktionshaus arbeitet. Als sie auf Hinweise zum geheimnisvollen White Octopus Hotel stößt, lässt sie die Faszination für diesen Ort nicht mehr los. Das einst prachtvolle Grandhotel am See in der Schweiz scheint voller Rätsel zu sein – und als Eve schließlich dorthin reist, begegnet sie dort auch Max, mit dem sie auf unerwartete Weise verbunden ist. Gemeinsam geraten sie in eine Welt, in der Zeit, Erinnerungen und Möglichkeiten auf ungewöhnliche Weise miteinander verwoben sind.

Eve ist eine sehr interessante Protagonistin. Nach außen wirkt sie oft ruhig und kontrolliert, bleibt aber gleichzeitig lange etwas rätselhaft und schwer greifbar. Nach und nach wird deutlich, wie sehr ihre Vergangenheit und ihre eigenen Gedanken sie prägen. Gerade diese Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und Neugier macht sie zu einer Figur, deren Weg ich beim Lesen sehr gerne verfolgt habe.

Auch Max hat mir als Charakter sehr gefallen. Mit seiner ruhigen, manchmal rätselhaften Art bildet er einen schönen Gegenpol zu Eve, und das Zusammenspiel der beiden hat mich beim Lesen besonders berührt und neugierig gemacht.

Die Autorin erschafft mit dem White Octopus Hotel eine Welt, die gleichzeitig geheimnisvoll, melancholisch und voller Möglichkeiten wirkt. Zeit spielt dabei eine zentrale Rolle, ohne dass die Geschichte je ihren emotionalen Kern verliert. Statt nur ein clever konstruiertes Zeitreise-Abenteuer zu sein, erzählt das Buch vor allem von Entscheidungen, Schicksal und davon, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sein können.

The White Octopus Hotel hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Besonders beeindruckt hat mich die einzigartige Atmosphäre des Romans. Geheimnis, Emotion und die faszinierende Idee rund um Zeit und Schicksal greifen hier wunderbar ineinander.

Für mich war The White Octopus Hotel eine außergewöhnliche Leseerfahrung, die mich hervorragend unterhalten hat und noch lange nachwirkt – für mich ganz klar ein Highlight.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Düstere Atmosphäre und viele Geheimnisse

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia, eine junge Frau, verdient ihr Geld als Housesitterin und passt während der Abwesenheit der Besitzer auf deren Häuser auf. Als sie eine luxuriöse Villa auf einer abgelegenen Insel betreuen soll ...

Cecilia, eine junge Frau, verdient ihr Geld als Housesitterin und passt während der Abwesenheit der Besitzer auf deren Häuser auf. Als sie eine luxuriöse Villa auf einer abgelegenen Insel betreuen soll – ausgerechnet das Haus der Familie ihres Freundes – scheint das zunächst ein einfacher Auftrag zu sein. Doch schon bald geschehen seltsame Dinge im Haus, und Cecilia beginnt sich zu fragen, ob sie wirklich allein ist. Gleichzeitig deutet immer mehr darauf hin, dass auch ihre eigene Vergangenheit eine Rolle spielt.

Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet. Das Setting auf der Insel sorgt sofort für eine düstere und leicht unheimliche Atmosphäre, die perfekt zu einem Thriller passt. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass hier vieles nicht so ist, wie es scheint – und genau dieses Misstrauen gegenüber den Figuren zieht sich durch einen großen Teil des Buches. Besonders Spaß gemacht hat mir das Miträtseln. Immer wieder gibt es Hinweise, die verschiedene Personen verdächtig erscheinen lassen, sodass sich meine Vermutungen während des Lesens mehrfach geändert haben. Gerade dieses Spiel mit möglichen Motiven und Geheimnissen fand ich sehr spannend.

Im Mittelpunkt steht natürlich Cecilia. Durch ihre Vergangenheit und die Erfahrungen, die sie gemacht hat, konnte ich viele ihrer Entscheidungen zumindest nachvollziehen, auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren spielen eine wichtige Rolle. Besonders die Dynamik zwischen Cecilia, Johannes und Nick sorgt immer wieder für Spannungen. Während man bei manchen Figuren lange nicht genau weiß, woran man ist, tragen gerade diese unterschiedlichen Beziehungen dazu bei, dass man als Leser immer wieder neue Vermutungen anstellt.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem der Schreibstil. Das Buch lässt sich wirklich angenehm und flüssig lesen, sodass ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Gleichzeitig bleibt die Spannung erhalten, weil immer wieder kleine Hinweise eingestreut werden, die neue Fragen aufwerfen und zum Miträtseln anregen. Im Verlauf der Geschichte werden nach und nach immer mehr Zusammenhänge aufgedeckt, und es macht Spaß, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. An ein paar Stellen wirkte die Handlung auf mich allerdings etwas konstruiert – besonders einmal hatte ich das Gefühl, dass eine wichtige Entdeckung ein wenig zu bequem zustande kommt.

Das Ende war auf jeden Fall spannend und hat die Geschichte noch einmal zugespitzt. Trotzdem hat mich der Ausgang nicht komplett überzeugt. Einige Entscheidungen der Figuren haben mir nicht ganz gefallen, sodass der letzte Abschnitt für mich ein wenig durchwachsen wirkte. Ich hätte mir hier persönlich einen etwas anderen Abschluss gewünscht.



Fazit:

Ein spannender Thriller mit düsterer Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einem sehr flüssigen Schreibstil, der zum Miträtseln einlädt. Auch wenn mich nicht jede Entwicklung vollständig überzeugen konnte, hat mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten.

Insgesamt hat mir das Buch trotz kleiner Kritikpunkte spannende Lesestunden beschert und besonders das Miträtseln über die Hintergründe und Motive der Figuren hat mir viel Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Interessant, aber nicht für jeden geeignet

Kleopatra
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Kleopatras Geschichte ist nicht neu, (fast) jeder hat schon einmal von der ägyptischen Pharaonin gehört. Es existieren bereits zahlreiche Biografien und Berichte über sie. Aber diesmal hat sich ...

Kleopatras Geschichte ist nicht neu, (fast) jeder hat schon einmal von der ägyptischen Pharaonin gehört. Es existieren bereits zahlreiche Biografien und Berichte über sie. Aber diesmal hat sich die junge Autorin Saara El-Arifi an diese schillernde Persönlichkeit herangewagt und eine moderne Interpretation geschaffen.

Erzählt wird die Geschichte von Kleopatra selbst und anfangs habe ich mich etwas schwer mit dem Buch getan, denn die Geschichte wirkte alles andere als "rund". Als wir Kleopatra "kennenlernen" ist sie bereits 18 Jahre alt und kurz davor den Thron zu besteigen. Dabei wirkten einige Szenen zunächst etwas zusammenhangslos und auch hin und wieder recht befremdlich. Interessant wurde es aber dann, als Kleopatra auf Julius Caeser trifft und ab da kam auch mehr Struktur in die Geschichte. Bis zuletzt ist mir aber nie so ganz klar geworden, ob die Dinge wirklich so passiert sind oder vieles von Kleopatra zugedichtet wurde. Immerhin erzählt hier die Pharaonin ja ihre Geschichte selbst.

Und auch, wenn ich dies nicht schlimm fand, denn die Autorin stellt bereits im Vorwort klar, dass es nur wenige Zeitzeugenberichte über die ägyptische Königin gibt und sie sich an der ein oder anderen Stelle somit die Freiheit genommen hat einiges auszuschmücken, hätte hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle eine bessere Verdeutlichung gewünscht, ob es sich um wahre Begebenheiten oder Fiktion handelt.

Erschreckend fand ich, wie schnell hier Familienmitglieder "geopfert" wurden, um die eigene Herrschaft zu sichern. Aber dies war ja früher keine Seltenheit, dennoch aber erschreckend es so deutlich vor Augen geführt zu bekommen.

Alles in allen eine gute Biografie, die Spaß gemacht hat zu lesen. Wer jedoch viel Wert auf faktenbasierte Recherche legt, wird hier eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Viele Längen, aber spannendes Ende

The Ordeals
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Seit dem Tod ihrer Eltern ist Sophia an ihren grausamen Onkel - den Sammler - gebunden und muss für ihn Aufträge ausführen. Um ihm zu entkommen, beschließt sie auf die Killmarth Academy zu gehen, ...

Seit dem Tod ihrer Eltern ist Sophia an ihren grausamen Onkel - den Sammler - gebunden und muss für ihn Aufträge ausführen. Um ihm zu entkommen, beschließt sie auf die Killmarth Academy zu gehen, eine Elite-Schule für Magiebegabte. Um dort aufgenommen zu werden, müssten aber gefährliche und auch tödliche Prüfungen - die Ordeals - bestanden werden.

Obwohl ich das Thema spannend finde, hatte ich hier lange Zeit Probleme in die Geschichte zu finden. Immer wieder hatte ich das Gefühl Elemente in bereits anderen Geschichten gelesen zu haben und fand es wenig originell. Richtig rein, kam ich leider auch erst im letzten Drittel. Dann jedoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Welt, in der Sophia lebt, ist düster und so ist auch die gesamte Atmosphäre der Geschichte. Sophia an sich ist eine spannende Protagonisten und man nimmt ihr ihre Ängste, Sorgen und Schuldgefühle ab, aber dennoch fehlte es mir hier an Tiefe, bzw. lief bei ihr einfach alles zu "glatt". Die Chemie zwischen Arden und ihr fehlte mir hier. Wobei ich finde, dass beide gut mit einander harmonieren, aber doch eher auf freundschaftlicher Ebene. Alles in allem keine schlechte Geschichte, aber mehr Tiefe hätte hier nicht geschadet. Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, kann ich derzeit noch nicht sagen.

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