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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2026

Ein Buch wie eine warme Tasse Tee an einem Regentag

Ms. Atkins und die Bibliothek der Träume
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Amanda Atkins liebt Bücher, feste Routinen und vor allem ihre Besuche in der Bibliothek. Dort kann sie dem Trubel des Alltags entkommen und ganz in ihre eigene Welt eintauchen. Doch als sie eines ...

Amanda Atkins liebt Bücher, feste Routinen und vor allem ihre Besuche in der Bibliothek. Dort kann sie dem Trubel des Alltags entkommen und ganz in ihre eigene Welt eintauchen. Doch als sie eines Tages auf den jungen Henry trifft und feststellt, dass sich in ihrer vertrauten Bibliothek einiges verändert hat, beginnt für Amanda eine Reise, die sie so sicher nicht erwartet hätte. Gemeinsam mit Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch alle ihre eigenen Geschichten und Päckchen mit sich tragen, entdeckt sie, dass manchmal genau das Unerwartete das eigene Leben verändern kann.

Schon ab der ersten Seite hat mich das Buch zum Wegträumen eingeladen. Das Setting mit dem verregneten London, Tee, Kamin und Büchern hat mich sofort abgeholt. Dazu kommt die wunderschöne Bibliothek, die für mich fast selbst zu einer Figur der Geschichte geworden ist. Die Atmosphäre ist unglaublich gemütlich und warm – genau die Art von Wohlfühlstimmung, in der ich mich beim Lesen verlieren kann.

Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere. Sie sind tiefgründig, authentisch und gleichzeitig sehr nahbar. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und seine ganz persönlichen Kämpfe. Gerade dadurch wirken die Figuren sehr menschlich. Besonders das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt hat mir gefallen. Obwohl die Charaktere teilweise sehr unterschiedlich sind, funktioniert ihr Miteinander wunderbar und sie können voneinander lernen.

Auch die Geschichten und Vergangenheiten der einzelnen Figuren haben mich berührt. Sie sind teilweise sehr bewegend, werden aber mit viel Wärme und Verständnis erzählt, ohne dabei kitschig zu wirken. Vanessa Göcking schafft es, ihre Charaktere und das, was sie mit sich herumtragen, sehr einfühlsam und realistisch darzustellen.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Er ist flüssig und bildhaft, sodass ich mich schnell in die Geschichte hineinfinden konnte. Besonders die Idee der Bibliothek als Ort zwischen Realität, Erinnerung und Traum hat mich verzaubert. Es ist eine Welt, in die man beim Lesen gerne eintaucht und in die man auch nach dem Zuklappen des Buches gerne zurückkehren möchte.

Für mich ist „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ ein ganz besonderes Wohlfühlbuch, das mich von der ersten Seite an in seine Welt gezogen hat. Es hat mich träumen lassen, mich berührt und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Vor allem die liebevoll gezeichneten Charaktere, die besondere Atmosphäre und die zauberhafte Idee rund um die Bibliothek werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Für mich ist es eine Geschichte, die noch lange nachklingt und bei der ich mich beim Lesen einfach rundum wohlgefühlt habe.


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Veröffentlicht am 14.08.2026

Eine Heiratssaison mit magischen Überraschungen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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London 1848: Die Heiratssaison steht bevor und Prinz Bram soll in diesem Jahr seine Braut wählen. Überraschend gehört auch Ivy zu den sechs jungen Frauen, die um seine Hand buhlen. Für sie ist ...

London 1848: Die Heiratssaison steht bevor und Prinz Bram soll in diesem Jahr seine Braut wählen. Überraschend gehört auch Ivy zu den sechs jungen Frauen, die um seine Hand buhlen. Für sie ist das die Chance, den angeschlagenen Ruf ihrer Familie wiederherzustellen. Doch dann ist da noch Brams Bruder Emmett, der Ivy deutlich mehr beschäftigt, als ihr lieb sein kann. Und am Hof der Fae-Königin ist sowieso nichts so harmlos, wie es zunächst scheint.

Ich war direkt neugierig auf The Rose Bargain, weil die Geschichte als eine Art Bridgerton mit Fae beworben wird. Und tatsächlich hat mir diese Mischung richtig gut gefallen. Das Regency-Flair mit Bällen, Heiratssaison und den ganzen gesellschaftlichen Regeln wird mit Magie, Intrigen und teilweise ziemlich brutalen Prüfungen verbunden. Dadurch ist die Geschichte nicht nur romantisch, sondern bekommt auch eine etwas düsterere Seite.

Besonders das Worldbuilding hat mir gefallen. Die Idee der Rose Bargains, bei denen Wünsche erfüllt werden, dafür aber immer ein Preis gezahlt werden muss, fand ich spannend. Dazu kommen jede Menge Geheimnisse und Wendungen, die dafür sorgen, dass es eigentlich nie langweilig wird. Einige Entwicklungen haben mich wirklich überrascht und gerade die vielen Plot Twists haben mir viel Spaß gemacht.

Auch die verschiedenen Perspektiven fand ich gelungen. Hauptsächlich erleben wir die Geschichte aus Ivys Sicht, zwischendurch gibt es aber auch Kapitel aus der Sicht der anderen Kandidatinnen und von Emmett. Dadurch bekommt man einen besseren Einblick in die verschiedenen Figuren und ihre Motive.

Ivy selbst mochte ich ebenfalls gerne. Sie ist mutig, intelligent und ihre Familie bedeutet ihr sehr viel. Trotzdem fand ich die Geschichten mancher anderer Kandidatinnen teilweise sogar noch interessanter. Die Liebesgeschichte konnte mich dagegen nicht ganz überzeugen. Die Gefühle entwickeln sich für meinen Geschmack etwas zu schnell und mir haben ein paar gemeinsame Momente gefehlt, damit ich die große Liebe zwischen den beiden wirklich nachvollziehen konnte.

Gegen Ende wurde mir die Geschichte dann auch etwas zu hektisch. Es passiert sehr viel auf einmal und die vielen Wendungen kommen teilweise Schlag auf Schlag. Außerdem bleiben noch ein paar Fragen offen.

Trotzdem hatte ich mit The Rose Bargain richtig viel Spaß. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen und ich war schnell in der Geschichte drin. Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf den zweiten Band.

Für mich ist The Rose Bargain ein gelungener Auftakt der Dilogie und eine Empfehlung für alle, die Bridgerton-Flair mit Fae, Magie, Intrigen und einer etwas düsteren Note mögen.

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Veröffentlicht am 10.08.2026

Zwischen Magie, Geheimnissen und moralischen Grauzonen

The Darkest Academy 1 – Bones
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Lucinda Cross lebt seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern auf den Straßen der Unterstadt. Als sie unerwartet eine Einladung nach Vorgoth, der Akademie der dunkelsten Künste, erhält, verändert ...

Lucinda Cross lebt seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern auf den Straßen der Unterstadt. Als sie unerwartet eine Einladung nach Vorgoth, der Akademie der dunkelsten Künste, erhält, verändert sich ihr Leben. Dort erwarten sie gefährliche Mitschüler, tödliche Prüfungen, Magie und jede Menge Geheimnisse. Doch schon bald wird klar, dass auch Lucindas eigene Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Schon nach den ersten Kapiteln hat mich The Darkest Academy – Bones in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr düster, geheimnisvoll und spannend. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre rund um Vorgoth. Die Akademie ist ein außergewöhnlicher und geheimnisvoller Ort, an dem hinter jeder Ecke etwas Unerwartetes lauern könnte. Für mich hatte die Geschichte stellenweise etwas von einem Mix aus „Harry Potter“ und „Flammengeküsst“, allerdings deutlich düsterer und mit wesentlich mehr moralischen Grauzonen.

Auch die Charaktere fand ich sehr interessant. Sie sind kantig, authentisch und vielschichtig. Hier gibt es kein klares Gut und Böse, denn jeder trägt seine eigenen Geheimnisse und eine dunkle Vergangenheit mit sich. Einen einzelnen Lieblingscharakter habe ich nicht, dafür gab es mehrere Figuren, bei denen ich mitgefiebert habe.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lucindas Perspektive erzählt, aber auch andere Charaktere kommen zu Wort. Die wechselnden Perspektiven haben mir gut gefallen, da man dadurch mehr Zusammenhänge versteht und tiefer in die Geschichte eintauchen kann.

Bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich zunächst die Triggerwarnungen gelesen und war ehrlich gesagt nicht sicher, ob die Geschichte etwas für mich sein würde. Einige Themen sind wirklich schwer und teilweise sehr intensiv. Umso positiver war ich überrascht, wie gut die Autorin damit umgeht. Nichts wirkte auf mich unnötig oder übertrieben, sondern fügte sich stimmig in die Handlung ein. Dadurch konnte ich mich schnell auf die Geschichte einlassen und hatte trotz der schweren Themen einfach Spaß am Lesen.

Gerade die moralischen Grauzonen, die vielen Geheimnisse und die überraschenden Entwicklungen haben für mich den besonderen Reiz ausgemacht. Ich habe mit Lucinda mitgefiebert und wollte immer wieder nur noch ein Kapitel lesen.

Für mich ist The Darkest Academy – Bones ein sehr gelungener, düsterer und atmosphärischer Auftakt, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 05.08.2026

Nur das Setting konnte mich überzeugen

Sehnsucht in Sirmione
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Eigentlich klang die Geschichte nach einer schönen Mischung aus Neuanfang, Italienflair und Romantik. Leider konnte mich der Roman überhaupt nicht überzeugen.

Mit Viviane bin ich von Anfang an nicht warm ...

Eigentlich klang die Geschichte nach einer schönen Mischung aus Neuanfang, Italienflair und Romantik. Leider konnte mich der Roman überhaupt nicht überzeugen.

Mit Viviane bin ich von Anfang an nicht warm geworden. Obwohl sie Mitte 40 ist, wirkte sie auf mich in vielen Situationen eher wie ein verliebter Teenager als wie eine erwachsene Frau. Gerade ihre Schwärmereien und ihr Verhalten in Liebesdingen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder mit ihr mitzufühlen.

Auch die Liebesgeschichte hat mich leider nicht abgeholt. Vieles wirkte auf mich konstruiert und wenig glaubwürdig. Mit den intimeren Momenten zwischen den Figuren konnte ich ebenfalls nichts anfangen – sie haben bei mir eher Fremdscham als romantische Gefühle ausgelöst. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich nur noch durch die Seiten quäle und das Buch schließlich abgebrochen.

Der einzige Lichtblick war für mich das Setting. Die Beschreibungen von Sirmione und dem Gardasee haben mir richtig gut gefallen und sofort Urlaubsstimmung aufkommen lassen. Die Landschaft und das italienische Flair sind so atmosphärisch beschrieben, dass ich diese Passagen am liebsten gelesen habe.

Schade, denn das Potenzial war durchaus da. Die Figuren und die Liebesgeschichte konnten mich aber überhaupt nicht überzeugen

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Veröffentlicht am 05.08.2026

Schöne Atmosphäre, aber es fehlte etwas

Tage im warmen Licht
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Tage im warmen Licht erzählt die Geschichte von Maria, die nach dem Verlust ihrer Wohnung und ihres Jobs gemeinsam mit ihrer Tochter Linnea in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Eigentlich ...

Tage im warmen Licht erzählt die Geschichte von Maria, die nach dem Verlust ihrer Wohnung und ihres Jobs gemeinsam mit ihrer Tochter Linnea in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Eigentlich soll es nur eine Übergangslösung sein, doch nach und nach muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und findet dabei Halt in einer starken Dorfgemeinschaft.

Der Schreibstil von Kristina Pfister hat mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und die ländliche Atmosphäre mit den Gärten, Kräutern und der Dorfgemeinschaft sorgt für eine schöne Wohlfühlstimmung. Gleichzeitig greift die Autorin ernste Themen auf und vermittelt eine wichtige Botschaft über Zusammenhalt, Mut und die Stärke von Frauen.

Leider konnte mich die Geschichte trotzdem nicht ganz erreichen. Vor allem mit Maria bin ich bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Sie blieb für mich etwas blass und ich konnte ihre Gefühle oft nicht richtig nachempfinden. Teilweise wirkte ihre Tochter Linnea sogar reifer als sie. Außerdem entwickelte sich die Handlung recht vorhersehbar und hätte für meinen Geschmack an einigen Stellen etwas mehr Tiefe vertragen. Gerade bei den ernsten Themen hätte ich mir gewünscht, emotional noch stärker abgeholt zu werden.

Insgesamt ist Tage im warmen Licht ein ruhiger Roman mit einer schönen Atmosphäre und wichtigen Themen. Mir hat allerdings der letzte Funke gefehlt, weshalb es am Ende 3 von 5 Sternen geworden sind.

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