Ein schöner Mix aus Zeitreiseroman und Liebesgeschichte
Klappentext: Als Isabelle mit einem geheimnisvollen Medaillon um den Hals aufwacht, befindet sie sich plötzlich im Trier des Jahres 1805 zur Zeit der französischen Besatzung. Doch wie ist sie dort gelandet? ...
Klappentext: Als Isabelle mit einem geheimnisvollen Medaillon um den Hals aufwacht, befindet sie sich plötzlich im Trier des Jahres 1805 zur Zeit der französischen Besatzung. Doch wie ist sie dort gelandet?
Verwirrt und verängstigt macht sich Isabelle auf, das Geheimnis zu lüften. Dabei begibt sie sich unwissentlich in Gefahr, denn der mächtigste Mann der Stadt hat es auf sie abgesehen. Zum Glück kommt Pierre ihr zur Hilfe und gibt sie sogar als Verlobte seines gutaussehenden Sohnes Henri aus, um sie zu schützen. Dieser kann dem Plan seines Vaters zunächst wenig abgewinnen und steht Isabelle feindselig gegenüber, doch schließlich beginnt für die beiden ein unglaubliches Abenteuer gegen mächtige Kontrahenten – und eine Liebesgeschichte voller Gefahren.
Meine Meinung:
Ich liebe den Genremix aus Zeitreiseroman und Liebesgeschichte und war daher schon gespannt auf dieses Buch, das aus der Feder von Tanja Neise stammt. Es ist auch das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Sicht der Hauptprotagonistin, so dass ich mich recht gut in ihre Situation reinversetzen konnte.
Die beiden Hauptcharaktere Isabelle und Henri sind mir schnell sympathisch geworden. Allerdings sollte ich noch erwähnen, dass es den Charakteren an Tiefe fehlte, was mich hier aber seltsamerweise überhaupt nicht gestört hat.
Isabelle hatte es bisher nicht gerade leicht im Leben. Nachdem sie nun auch von ihrem Freund verlassen und von ihrer besten Freundin hintergangen wurde, fühlt sie sich schrecklich allein. Dabei sehnt sie sich einfach nur nach einer Familie und dem Mann fürs Leben.
Henri ist dagegen in einer liebevollen Familie aufgewachsen, doch von der Liebe bereits enttäuscht worden. Als er ganz unvermutet eine Verlobte vorgesetzt bekommt, ist er natürlich alles andere als begeistert. Seine mürrische Art hat es Isabelle nicht gerade leicht gemacht, mit ihm umzugehen.
Tanja Neise hat sich für das Setting ihrer Zeitreise das schöne Trier ausgesucht, in dem die Protagonistin im Jahre 2018 lebt und durch die Zeitreise schließlich im Trier des 19. Jahrhunderts landet. Da ist es durchaus hilfreich, dass sie darüber hinaus sogar Geschichte studiert hat. Zum ersten Mal erfährt sie die Wärme einer Familie und echte Freundschaft. Allerdings warten auch Gefahren auf sie und zusammen mit Henri findet sie sich schließlich in einem echten Abenteuer wieder.
Die Grundidee gefiel mir unheimlich gut, auch wenn das historische Setting und das Medaillon nur am Rande erwähnt wurden und es zur Zeitreise keine großen Informationen gab. Das störte mich aber nicht unbedingt. Die Handlung funktionierte auch ohne ganz gut. Der Fokus liegt hier auf der Liebesgeschichte und ihrem gemeinsamen Abenteuer. Wobei die kleinen Kabbeleien zwischen Isabelle und Henri für zusätzliche Unterhaltung sorgten.
Fazit:
Ein schöner Mix aus Zeitreiseroman und Liebesgeschichte, mit sympathischen Charakteren und einer tollen Story. Trotz fehlendem Tiefgang und Hintergrundwissen hat dieses Buch meinen Geschmack getroffen und mir gemütliche Lesestunden geschenkt. Daher vergebe ich volle 5 Sterne.