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Laraundluca

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Veröffentlicht am 21.05.2018

Die letzte erste Nacht

Die letzte erste Nacht
3 0

Inhalt:

Eine einzige Nacht kann dein Leben verändern.

Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen - das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze ...

Inhalt:

Eine einzige Nacht kann dein Leben verändern.

Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen - das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze zu wiederholen. Doch für die beiden ist es unmöglich, die Anziehungskraft, die seit dem ersten Tag am College zwischen ihnen herrscht, noch länger zu ignorieren. Dabei kann Trevor auf keinen Fall zulassen, erneut bei Tate schwach zu werden. Zu nah kommt die junge Studentin seinem dunkelsten Geheimnis: Denn während sie versucht, herauszufinden, warum ihr Bruder starb, setzt er alles daran, die Antwort auf diese Frage für immer vor ihr zu verbergen.

Meine Meinung:

Dies ist der dritte Teil der "Firsts"-Reihe. Die einzelnen Teile sind aber einzeln und unabhängig voneinander lesbar, da immer ein anderes Pärchen im Mittelpunkt steht.

Ach, ich liebe diese Reihe und auch der dritte Teil konnte mich vollkommen packen und berühren. Eine Geschichte, die trotz ihrer Ernsthaftigkeit vor Charme, Esprit und Witz gesprüht hat, sexy und knisternd.

Der Schreibstil ist gewohnt gefühlsgeladen, unheimlich angenehm, sehr leicht und locker, frisch und amüsant, packend und mitreißend. Er hat mich regelrecht an die Couch gefesselt. Spritzige Dialoge und freche Szenen, dazwischen aber auch viele ernste und tiefgründige Szenen, haben mich mit einem Dauergrinsen im Gesicht und mit vor Spannung weit aufgerissenen Augen durch die Seiten fliegen lassen. Lesevergnügen pur! Ein absoluter Genuss.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Tate und Trevor erzählt. Dadurch erhält man einen sehr guten und tiefen Einblick in beide Protagonisten, kann sich in beide gleichermaßen hineinsetzen, ihre Gedanken und Gefühle verstehen und Handlungsweisen nachvollziehen. Ich konnte mich in beide sehr gut einfühlen, mit ihnen fiebern, hoffen, bangen, fluchen und lieben. Ich habe richtig mit den beiden gefühlt und gelebt, hatte das Gefühl, beide zu kennen und mittendrin dabei zu sein. Es hat mir unheimlich viel Spaß bereitet, die beiden ein Stück weit zu begleiten.

Die Handlung war von Beginn an interessant und von einer unterschwelligen und fast greifbaren Spannung durchzogen. Dieser Teil ist anders, ernster und schockierender als die Geschichten zuvor. Das Rätsel um Tates Bruder und seinen Tod schwingt immer mit, wirft Fragen und ähnelt einem Krimi. Trevors Wissen über dei Umstände waren schnell klar, allerdings habe ich nicht damit gerechnet, wie tief er darin verstrickt war. Schon von Beginn an - eigentlich schon im Teil zuvor - war das Knistern zwischen Tate und Trevor zu spüren, die Funken sind geflogen. Amüsante Szenen, fetzige Dialoge, nachdenkliche Passagen wechseln sich ab. Bis die Story einen ganz anderen Weg einschlägt. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und zeigte neben den unterhaltsamen Passagen auch viele ernste und tiefgründige Züge. Hochs und Tiefs wechseln sich ab, unvorhersehbare Ereignisse und Erlebnisse lenken die Geschichte immer wieder in eine andere Richtung und zeigen andere Facetten.

Die Charaktere waren sehr lebendig, sehr verschieden und facettenreich gezeichnet. Vor allem auch die Nebenfiguren sind sehr vielseitig und bringen viel Farbe und Abwechslung in die Handlung. Sie sind mir alle ans Herz gewachsen, eine tolle Clique.

Tate ist eine Protagonistin, die es einem nicht ganz leicht macht mit ihrem nach außen hin kühlen Verhalten - aber im Inneren ist sie ganz anders, warmherzig und besorgt. Sie schleppt viel Ballast mit sich, macht sich Vorwürfe und hat nur ein Ziel: den Tod ihres Bruders aufzuklären - koste es, was es wolle. Zwischendurch hätte ich sie gerne mal kräftig geschüttelt, als sie einfach, trotz Trevors Warnung und Bitte, in die Höhle des Löwen marschiert ist.

Trevor hat sich vollkommen seinem Studium verschrieben, liebt seine Familie abgöttlich und hat eine große Aufgabe: Tate beschützen. Denn er weiß was mit ihrem Bruder geschehen ist.

Die Geschichte hat mich von der ersten Sekunde an gepackt und nicht mehr losgelassen. Sie hat mir eine fesselnde und emotionale Lesezeit beschert, mich sehr gut unterhalten und vollkommen mitgerissen. Ich bin begeistert! Phänomenal, großartig, fantastisch!

Fazit:

Eine unglaubliche aufwühlende Story,, große Emotionen und eine Geschichte, die sich von den bisherigen mit ihrem enormen Spannungsgehalt unterschiedet. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2017

Himmelhoch - Alles neu für Amelie

Himmelhoch - Alles neu für Amelie
2 0

Inhalt:

Der Himmel ist die Grenze Amelie braucht das Rauschen der Ostsee-Brandung und den Wind in ihren Haaren. Der Umzug in den kleinen Küstenort hat ihr gut getan – langsam vergisst sie, was in Berlin ...

Inhalt:

Der Himmel ist die Grenze Amelie braucht das Rauschen der Ostsee-Brandung und den Wind in ihren Haaren. Der Umzug in den kleinen Küstenort hat ihr gut getan – langsam vergisst sie, was in Berlin war. Sie genießt den Sommer auf dem Pferdehof mit Isabella, die Gespräche mit Isas Bruder Linus, dem sie Tipps für sein erstes Date gibt, und die Vespa-Ausflüge mit ihrem besten Kumpel Salim. Es geht doch nichts über beste Freunde. Und dann ist da auch noch diese Party, auf der sie den süßen Musiker Brar kennenlernt ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, locker und flockig, jugendlich frisch, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen.

Die Handlung beginnt mit dem Start des neuen Schuljahres und endet am Jahresende. Die Kapitel sind mit den jeweiligen Tagesdaten überschrieben. Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus der Perspektive von Amelie und Linus, auch Isabellas Sicht wird ab und zu beschrieben.

Die Geschichte ist locker und leicht, schön zu lesen und hat mich gut unterhalten. Sie ist sehr realistisch und auch die Charaktere wirken sehr authentisch. Menschen von nebenan, eine Geschichte, wie sie sich überall ereignen könnte. Sie wirkt weder gestellt noch ist sie langweilig.

Die Figuren sind sehr realistisch und plastisch gezeichnet. Sie handeln ihrem Charakter entsprechend nachvollziehbar und verständlich.

Linus und Isabella sind sehr unterschiedlich, obwohl sie Zwillinge sind. Isa wirkt am Anfang sehr überheblich, ist sehr offen, spricht alles direkt an und aus und lässt nichts anbrennen. Linus is ein typischer Teenager.
Amelie ist sehr ruhig, zurückgezogen, zurückhaltend und schüchtern. Am liebsten taucht sie in die Welt der Bücher ab. In sie konnte ich mich gut hineinversetzen, da ich vom Wesen her als Teenager ähnlich ruhig war.
Obwohl Linus mit Amelies Art zuerst wenig anfangen kann, entwickelt sich langsam eine Freundschaft.

Fazit:

Ein schönes Jugendbuch, das mir sehr gut gefallen und mich gut unterhalten hat. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.04.2017

Morgen lieb ich dich für immer

Morgen lieb ich dich für immer
1 0

Inhalt:

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft... Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich ...

Inhalt:

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft... Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt .

Meine Meinung:

Der Schreibstil war einfach, aber weder anspruchslos noch eintönig, sehr angenehm und eingängig, sehr emotional, flüssig und schnell zu lesen. Ich war sofort mittendrin in der Handlung, die Seiten sind nur so dahingeflogen. Ich konnte da Buch nicht aus der Hand legen. Sowohl Handlung als auch der Schreibstil waren sehr fesselnd und packend.

Die Handlung war trotz des wirklich sensiblen und schweren Themas spannend und interessant, facettenreich, intensiv, voller Gefühle und wurde von den starken Emotionen getragen, ohne zu erdrücken. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, die Handlung zu verfolgen. Ich habe mit Mallory gelitten und gefiebert, war traurig und wütend, verzweifelt und hoffnungsvoll, habe gezittert und war spannungsgeladen. Der Autorin ist es unheimlich gut gelungen, die ganze Bandbreite an Gefühlen direkt an den Leser zu transportieren und diese aufleben zu lassen.

Überrascht habe mich auch die Hintergründe, die Mallorys und Riders Verhalten so derartig beeinflussen. Mit einem solchen tiefgründigen Ereignissen und Gefühlen habe ich vor Lesebeginn nicht gerechnet. Eine schlimme Kindheit, geprägt von Gewalt, Brutalität, Hoffnungslosigkeit, Angst, schwere Misshandlung und Vernachlässigung. Traumata, viel Drama und Tragik und ein gute Portion Hoffnung, Mut und Gefühl, haben mich an den Seiten kleben lassen, mich nachdenklich gestimmt und enorme Emotionen in mir geweckt.

Mallorys und Riders gemeinsame Vergangenheit und Erlebnisse wurde immer wieder in Rückblicken eingeblendet.

Eine Geschichte die zeigt, dass es immer wieder Kinder gibt, die durchs System fallen, die Dinge erleben, die man sich gar nicht vorstellen mag. Eine Geschichte, die die sozialen Unterschiede aufzeigt und deren Folgen. Aber auch eine Geschichte voller Hoffnung.

Die Figuren sind sehr liebevoll, lebendig und facettenreich gezeichnet. Sie haben ihrem Charakter entsprechend nachvollziehbar und authentisch gehandelt. Beide Protagonisten haben eine Vergangenheit, die sie immer noch verfolgt und ihr Tun beeinflusst, die Schlimmes erlebt haben und jeder auf seine Weise einen Weg zurück ins Leben findet.

Ich mochte sowohl Mallory als auch Rider von Beginn an. Das starke Band, das die beiden auch noch nach den vielen Jahren verbindet, ist vom ersten Moment an spürbar. Es war wundervoll zu erleben, wie Mallory ihre Erlebnisse langsam verarbeitet, ein besseres Leben bekommt und nach und nach den Weg eines normalen Teenagers geht.

Die Geschichte hat alles, was für mich einen guten und lesenswerten Roman ausmacht. Sie hat mich sehr gut unterhalten und mir eine mitreißende, packende, spannende und emotionale Lesezeit beschert. Sie hat mich berührt, nachdenklich gestimmt, aber auch erschreckende Bilder gezeigt, die mich vollkommen gepackt und mitgerissen und zu Tränen gerührt haben. Eine absolut gelungene Mischung.

Fazit:

Eine fesselnde, mitreißende, berührende und intensive Geschichte mit einem schweren Thema, die mir unheimlich gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Was auch immer geschieht

Was auch immer geschieht
1 0

Inhalt:

Sie darf ihn nicht lieben. Denn er ist ihr Stiefbruder. Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr ...

Inhalt:

Sie darf ihn nicht lieben. Denn er ist ihr Stiefbruder. Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen - einem Unfall, an dem Keith die Schuld trug. Callie konnte ihrem Stiefbruder nie verzeihen. Noch heute leidet sie unter den Erinnerungen an das schreckliche Ereignis. Doch als sie für den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester in das Haus ihrer Stiefmutter zurückkehrt, begegnet sie Keith zum ersten Mal nach all den Jahren wieder. Sofort flammen ihre Wut und ihr Hass auf ihn wieder auf. Aber auch die gefährlichen Gefühle, die Keith schon damals in ihr ausgelöst hat.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr lebendig und emotional, sehr leicht, angenehm, flüssig und schnell zu lesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Eigentlich war das Buch für zwischendurch gedacht, zum Lesen für Unterwegs, um Wartezeiten zu versüßen. Doch leider ist daraus nichts geworden. Es fiel mir unheimlich schwer es wieder zur Seite zu legen, so dass ich es innerhalb von 2 Tagen verschlungen habe.

Dieses Thema - Liebe zwischen Stiefgeschwistern - scheint zur Zeit ein Renner zu sein. Ich habe schon viele Bücher gelesen, die diese Beziehung thematisieren. Doch hier kommt noch etwas anderes hinzu. Die Vergangenheit zu überwinden und in die Zukunft zu blicken ist nicht leicht. Die Spannung, die Konflikte waren deutlich spürbar, haben mich regelrecht erdrückt.

Die Geschichte ist sehr emotional, mitreißend, fesselnd und lässt den Leser nicht mehr los. Der Autorin ist es wunderbare Weise gelungen, jegliche Gefühlsregungen zum Leser zu transportieren. Ich habe mit Callie und Keith gelitten, getrauert, geweint, gelacht, geliebt und gefiebert, war glücklich, traurig und wütend. Ich habe die ganze Bandbreite an Gefühlen am eigenen Körper miterlebt, die Callie durchgemacht hat. Diese Emotionen, die Handlung, die Konflikte, Probleme und die erdrückende Vergangenheit haben eine unheimliche Spannung aufgebaut, die mein Herz die ganze Zeit über hat regelrecht rasen lassen.

Die Handlung, der Verlauf und die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich von Anfang an geahnt hatte, dass hinter dem Unfall noch mehr steckte.

Die erotischen Szenen waren sehr gefühlvoll, authentisch und geschmackvoll beschrieben. Zu keiner Zeit wirkten sie gestellt, vulgär oder ordinär. Für einen Roman aus diesem Genre enthielt er überraschend wenige Sexszenen - eine angenehme Überraschung. Und man muss es nicht immer übertreiben, auch wenn ich absolut nichts gegen solche Szenen habe. Hier hat es einfach gepasst. Dafür war das Vorspiel, das Knistern, die Spannung, das erotische Feuer zwischen Callie und Keith von Beginn an deutlich spürbar.

Die Charaktere waren alle sehr detailliert, lebendig, facettenreich und vielschichtig gezeichnet. Sie hatten alle ihre guten und schlechten Seiten und genau das war es, was sie so authentisch hat wirken lassen. Jeder ist anders mit dem tragischen Verlust umgegangen, hat versucht es zu überwinden und das Leben weiterzuleben. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen.

Das Buch hat mir eine emotionale, fesselnde, mitreißende und packende Lesezeit beschert, mich sehr gut unterhalten und einfach nicht mehr losgelassen. Es hat mich berührt. Eine lesenswerte Geschichte über eine Liebe, die schwer zu akzeptieren ist und eine Vergangenheit, die nicht nur eine ganze Familie aus der Bahn geworfen hat.

Fazit:

Ein ergreifender Liebesoman, der mich gepackt und berührt hat. Absolute Leseempfehlung.


Veröffentlicht am 15.09.2016

Sternenhimmeltage

Sternenhimmeltage
1 0

Inhalt:

Zwölf Jahre zieht Callie schon mit ihrer Mutter von Ort zu Ort, als eine Polizeikontrolle alles verändert. Plötzlich steht die 17-Jährige in einem Hafenstädtchen in Florida, vor einem Mann, an ...

Inhalt:

Zwölf Jahre zieht Callie schon mit ihrer Mutter von Ort zu Ort, als eine Polizeikontrolle alles verändert. Plötzlich steht die 17-Jährige in einem Hafenstädtchen in Florida, vor einem Mann, an den sie sich kaum erinnert: ihr Vater Greg. Denn Callies Mutter hat sie als Kind entführt... Obwohl Greg und seine Familie sie herzlich aufnehmen, fällt Callie das neue „alte“ Leben nicht leicht. Zum Glück gibt es Alex, den jungen Schwammtaucher, in dessen Nähe sie sich auf Anhieb wohlfühlt. Doch kann – und will – Callie wirklich bleiben?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr schön, angenehm, jugendlich leicht, aber nicht zu einfach. Er lässt sich flüssig und schnell lesen.

Der Einstieg war sehr mühelos, auch wenn die Geschichte nicht gerade leicht startet. Schon die ersten Szenen deuten darauf hin, dass es sich hier nicht um eine oberflächliche Teenagergeschichte handelt. Die Geschichte ist sehr berührend, tiefgreifend, mitreißend und dennoch so wunderbar locker und leicht erzählt, dass auch die schweren Themen nicht zu sehr auf die Seele drücken. Eine gelungene Mischung, die mitfiebern lässt und dennoch zum nachdenken anregt. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, eine zu aufgesetzte, gezwungene, zu konstruierte Handlung zu verfolgen. Nein, das Gegenteil war der Fall. Sie wirkte sehr real. Auch wenn sie schreckliche Dinge thematisiert, weiß man genau, dass es genauso überall auf der Welt passieren kann - und leider auch passiert.

Nicht nur die Handlung ist sehr realistisch, auch die Charaktere agieren sehr authentisch.

Callies Kindheit war wirklich schrecklich. Sie tat mir unheimlich leid. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen, ihre Zerrissenheit, der Wunsch, ihre Mutter nicht zu verletzten, aber gleichzeitig das Leben bei ihrem Vater zu genießen. Sie hatte so wenig und endlich die Chance auf ein bisschen Glück. Doch die Umstellung war nicht leicht für sie, Regeln, die sie plötzlich befolgen sollte und die Liebe und Sorge um ihre Mutter. Sie hatte es unheimlich schwer sich einzugewöhnen. Sie war immer alleine mit ihrer Mutter und nun traf sie auf eine griechische Großfamilie.
Ihr Verhältnis zu Jungs ist durch ihre Erfahrungen auch sehr gestört. Es war wirklich nicht schön mit anzusehen, wie wenig sie sich selbst wertschätzt.
Ich fühlte an jeder Stelle mit ihr und konnte jede ihrer Gefühlsregungen und Entscheidungen aus ihrer Sicht nachvollziehen. Sowohl ihre Kindheitserinnerungen, als auch ihre Erfahrungen und ihre Handlungsweisen wirkten real und haben einen wirklichkeitsnahen Blick in Callies Innerstes geworfen.

Auch Alex hat es nicht gerade leicht mit seiner kranken Mutter, dem Zwang für die Familie zu sorgen und seine eigenen Träume zu begraben.

Die Geschichte von Callie hat mich tief berührt, mich gefesselt und gepackt und mir eine schöne und emotionale Lesezeit beschert.

Fazit:

Ein sehr berührender, sehr realistischer Jugendroman, der tief bewegt und mir eine schöne Lesezeit beschert hat. Leseempfehlung.