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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Außergewöhnliches und cooles Setting

Die Legende der Windjäger
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In den letzten Jahren habe ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen.
Dieses hier, gefällt mir aber bisher am besten. Warum? Kann ich gar nicht genau sagen…
Das Setting ist natürlich toll. Jeder mag ...

In den letzten Jahren habe ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen.
Dieses hier, gefällt mir aber bisher am besten. Warum? Kann ich gar nicht genau sagen…
Das Setting ist natürlich toll. Jeder mag Piratengeschichten, und wenn diese dann auch noch mit ihren Schiffen fliegen – großartig. Natürlich die Flugwale. Würde ich unfassbar gerne mal knuddeln oder mit ihnen fliegen. Beides für sich genommen schon absolute Pluspunkte, zusammen ergeben sie ein Worldbuilding was ich so tatsächlich noch nicht kennen und dieses Gefühl des Neuen mit sich bringt. Da sagt mal noch wer man kann das Rad nicht neu erfinden.
Aber auch die Story selbst. Voller Geheimnisse und Abenteuer, Intrigen und Gefahren, großer Emotionen und Erlebnisse. Ich mochte es den Figuren bei ihren Storys zu verfolgen, die Spannung blieb stets hoch, aber auch die Vergangenheit der Welt kam, trotz der wenigen Seiten, nicht zu kurz. So dass uns ein wunderbares Setting präsentiert wurde, aber auch nachvollziehbare Geschichte. Denn unsere „Helden“ brauchen ja auch etwas, warum sie in dieses Abenteuer aufbrechen. Und dies hat es in sich. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Ich persönlich konnte mit Dell, der Kapitänin der Windjäger, etwas mehr anfangen. Mir war Vessa oftmals zu unnahbar, ihre Gründe zwar nachvollziehbar, aber oftmals für mich zu „obsessiv“.
Die Lovestory im Buch hat mir auch sehr gefallen. Es war wirklich Slow Burn und hat den Plot nicht beeinträchtigt. Gern mehr davon
Fazit: Unbedingt mehr Geschichten mit Flugwalen!!!

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Veröffentlicht am 27.05.2026

gelungene Fortsetzung

Red Raven Island
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Wir treffen auf uns bekannte Figuren und bereisen gemeinsam mit ihnen ein anderes Land. Die roten Raben, sehr bekannte Heiler, wurden gebeten eine Seuche zu bekämpfen. Die Raben und ihre Federn machen ...

Wir treffen auf uns bekannte Figuren und bereisen gemeinsam mit ihnen ein anderes Land. Die roten Raben, sehr bekannte Heiler, wurden gebeten eine Seuche zu bekämpfen. Die Raben und ihre Federn machen sich auf dem Wasserweg auf. Ihr Schiff wird überfallen und Evelin von Rebellen entführt. Aber auch die restlichen Raben haben es zwischen den Kranken mit Intrigen und einem gefährlich Geheimnis zu tun.
Dieser Band ist kämpferischer als der erste. Wir erleben etwas mehr Aktion. Aber auch ruhige Szenen. Vor allem schnuppern wir in die Lehrsäle, was ich persönlich sehr faszinierend fand. Da wir so mit den Federn lernen und durch die Körper reisen und diesen kennen lernen. Wir verstehen die Magie der Raben besser und wie deren Heilung funktioniert. Es ist eben nicht nur mit Hand auflegen getan. Es braucht anatomisches Wissen und Vorgänge im Körper. Nicht zu detailliert dargestellt, aber durchaus nachvollziehbar.
Innerhalb der Geschichte bleiben wir bei zwei Orten. Dem Rebellenschiff, auf dem Evelin unfreiwillig zur Schiffs“ärztin“ wird und den anderen Raben und dem Kampf gegen die Seuche. Ich war dieses Mal tatsächlich lieber bei Arril, anders als im ersten Teil. Er machte die Entwicklung durch, welche ich mir für ihn gewünscht hatte, weswegen sein Weg, der deutlich interessantere war. Das Rätseln zwecks der Seuche war durchaus spannend. Aber auch das Verfolgen der Heilung war genau nach meinem Geschmack.
Evelin war durch das enge Schiff ein wenig eingeschränkt, die Rebellen so völlig anders als sie es gewohnt war. Mit Lebenseinstellungen, welche sie verwirrten, offener und näher zu ihrem Partner. So dass auch sie über ihre eigene Beziehung nachdachte und diese hinterfragte, Was will sie, was gefällt ihr. Diese Gedankengänge mochte ich sehr, nur das anbandelnde seggsuelle Interesse einem der Crewmitglieder gegenüber, fand ich nicht nachvollziehbar. Ich mag kein Love Triangel, auch wenn dies nur ganz weit im Ansatz angedeutet wurde. Toxische Männlichkeit ist niemals sexy, never ever.
Insgesamt eine sehr lohnenswerte Reihe, welche neue und interessante Magieeinblicke bietet und vor allem eine starke weibliche Hauptfigur. Ich bin gespannt, wie es mit den roten Raben weitergeht.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

sehr gutes Hörbuch, schlechter Inhalt

Gelbe Monster
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Gelbe Monster – Clara Leinemann, gesprochen von Lisa Hrdina
Qualitativ gutes Hörbuch, die Sprecherin hat einen wunderbaren Job gemacht. Gerade die emotionalen Parts wurden für mich dadurch nahbarer.
Spoiler ...

Gelbe Monster – Clara Leinemann, gesprochen von Lisa Hrdina
Qualitativ gutes Hörbuch, die Sprecherin hat einen wunderbaren Job gemacht. Gerade die emotionalen Parts wurden für mich dadurch nahbarer.
Spoiler in der Rezension, weil Rage
Allerdings konnte dies der Inhalt nicht. Mit Gelbe Monster zeigte uns die Autorin eine Frauenfigur, welche ihrem Partner gegenüber Gewalt ausübte, physisch und psychisch. Lange wussten wir Lesenden nicht, was der Auslöser hierfür war, da sich die Hauptfigur selbst sehr häufig als Opfer darstellte. Mein größter Knackpunkt hierbei war, dass sie sich in dieser Opferrolle quasi suhlte, keinerlei Reflektion stattfand, kein Bedauern oder Scham über das geschehene. Sondern die Schuld komplett bei dem Gegenüber blieb. Auch die Auflösung war nichts für mich. Man ist so, weil man eben so ist und noch so viel Wille wird daran nichts ändern. Meh. Da hätte ich mir auch das ganze buch sparen können, denn dies ist keine „Moral der Geschichte“ welche ich so akzeptieren kann, oder gar nachvollziehen will. Wenn man zur Gewalt neigt, egal welches Geschlecht, dann ist das eben so und ändert sich auch nicht. Das ist nicht die Realität und darf auch nicht als Erklärung / Entschuldigung hergenommen werden. Nur weil etwas immer schon so war, muss es so nicht immer weiter gehen. Der Mensch ist in der Lage seine Verhaltensmuster kritisch zu reflektieren und diese auch bewusst zu ändern. Unser Hauptfigur allerdings suhlt sich lieber in ihrem Elend und stellt sich als ein Opfer dar, was sie nicht ist. Das ist nachvollziehbar, denn das sieht man tatsächlich täglich. Ich musste meine Partnerperson schlagen / beleidigen, weil… Nope, keine Entschuldigung. Du hast das nur getan, weil du dich und deine Emotionen nicht unter Kontrolle hast, nicht reflektieren kannst. Nicht dein Gegenüber ist für deinen emotionalen Ausgleich verantwortlich, sondern du allein. Du möchtest mehr körperliche Nähe, dein Gegenüber aber nicht? Dann mach diesen nicht für dein Ungleichgewicht verantwortlich, sondern geh ins Selbstgespräch. Kontrolliere dich, zügel dich, rede offen darüber. Aber verbiete nicht, oder grenze deinen Gegenüber ein. Boar, hat mich dieses Buch sauer gemacht und mit einem richtig schlechten Gefühl zurück gelassen. Ich konnte nachempfinden, wie es sich anfühlt unsichtbar zu sein. Keiner bemerkt deinen inneren Schmerz oder hilft dir wortlos. Unsere Hauptfigur wollte allerdings nur bemerkt und bemitleidet werden, was ihr Schlimmes durch ihren Expartner angetan wurde, sie selbst trug an nichts die Schuld, alles wurde auf den Ex abgewälzt. Und hier ist mir die Hutschnur geplatzt. Es ist nun einmal nicht so klar abgrenzbar. Am Scheitern einer Beziehung sind immer mindestens zwei Personen schuld und niemals einer allein. Und sich dann in eine Opferrolle stürzen, erzeugt bei mir leider Übelkeit. Wenn dies dann auch noch unsere Ich-Erzählerin ist, bin ich leider raus. Aber so komplett.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Retelling nur düsterer

Verrat der Schwäne
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Eins der Bücher auf die ich bereits seit Ankündigung gespannt war. So dass ich direkt bei Erhalt, alle aktuellen Bücher ignoriert habe und sofort mit lesen beginnen musste. Hinzu kommt, dass ich durch ...

Eins der Bücher auf die ich bereits seit Ankündigung gespannt war. So dass ich direkt bei Erhalt, alle aktuellen Bücher ignoriert habe und sofort mit lesen beginnen musste. Hinzu kommt, dass ich durch den Audio-Verlag auch noch das Hörbuch hatte und die Geschichte nahtlos genießen konnte. Nur Worte für das Buch finden fällt schwer, da es allein emotional fordernd war.
Der Titel erzählt vom Verrat der Schwäne, aber an wem genau? An sich untereinander, am Königreich, an Verwandten? Denn das alles kommt vor und viel mehr. Gerade die Beziehung zwischen Odile und ihrem Ziehvater ist so… schmerzlich? Sie selbst beschreibt sie als liebevoll. Sie sagt über ihn, dass sie ohne ihn nichts wäre. Ich denke das sie ohne ihn viel mehr hätte erreichen können. Eine unfassbare toxische Beziehung, etwas das dem Lesenden sehr frühzeitig klar ist, Odile leider nicht. Allerdings hätten der Geschichte dann viele Wendungen gefehlt, welche sie noch einmal spannender und emotionaler gemacht haben.
Dann haben wir den Verrat der Schwäne untereinander. Odile und Marie, früher Freunde dann Feinde und was sind sie jetzt? Eine schwierige Beziehung, welche uns Slow Burn mäßig aufgedröselt wird. Und wo lebt es sich freier? Im goldenen Käfig oder mit Hilfe von eigenen Schwingen in der Luft?
Ich mochte die zarte Queerness in der Geschichte, die Verknüpfungen von Emotionen aus allen Facetten. Die Geschwisterliebe, die Treue zum Volk, zu Freunden und Verbündeten, aber ebenso der Verrat. Denn dies ist der Beginn und das Ende der Geschichte. Die Story selbst ist so umfangreich, dass man nicht richtig erklären kann, was genau gefallen hat. Die spannenden Elemente natürlich, aber auch die ruhigen Momente. Ein komplettes Highlight.
Bezaubernd eingesprochen von Rebecca Veil, welche jeder Figur ihre eigene Stimme gegeben hat und somit eine wunderbare Atmosphäre schaffen konnte.
Große Empfehlung.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

großartiges Dark Fantasy

Das dunkle Herz des Waldes
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Viel zu lange liegt das Print schon auf meinem SuB. Endlich wurde es beim DAV vertont und ich konnte die lange Reise genießen,

Mein erstes Feeling, beim Eintauchen in die Geschichte: „Sind wir hier bei ...

Viel zu lange liegt das Print schon auf meinem SuB. Endlich wurde es beim DAV vertont und ich konnte die lange Reise genießen,

Mein erstes Feeling, beim Eintauchen in die Geschichte: „Sind wir hier bei die Schöne und das Biest gelandet?“ Ein paar Parallelen tauchen auf, nur nicht so kitschig wie in dem Animatonsfilm. Dunkler und düsterer, bedrückender. Und hierbei ist Agnieszka ein so wunderbarer Charakter. Sie ist ehrlich, nahbar, ein wenig (sehr viel) tollpatschig. Das lässt sie schnell einen Platzen im Herzen finden. Zu Anfangs auch noch etwas naiv, was ihre Rolle bei dem Drachen betrifft. Je mehr sie aber lernt, desto mehr öffnet sich die Geschichte. Die Zusammenhänge werden immer größer, aber auch dunkler und gefährlicher. Ich würde das Buch deswegen auch teilweise in die Ecke des Dark Fantasy schieben. Denn es passieren mitunter sehr grausame Sachen und die Charaktere sind stark auf moralisch fragwürdigen Wegen unterwegs.
Aber auch wir Lesende werden an unsere Grenzen gebracht. Ab wann ist jemand böse, ab wann gut? Wer beurteilt das? Ich kann zumindest beurteilen, dass die weiblichen Figuren in diesem Buch der Knaller sind. Sehr stark und unabhängig, liebevoll und emporwend. Keine Damen, welche vom strahlenden Prinzen gerettet werden müssen. Der ist zwar auch da, aber strahlt eher weniger, und wird gelegentlich von der Prinzessin gerettet. Gleichberechtigung. Toller Grumpy nebenher bemerkt.

Und Leonie Landa hat dem Hörbuch natürlich wieder einmal Leben eingehaucht, mit einer Stimme, welche sich tief ins Herz einbrennt und da lange nachhallt. Ich liebs

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