Eine beherzte junge Frau. Der Zauber von Wissen und Bildung
Tannau im Berchtesgadener Land. Als Antonie Weber, bei den Englischen Fräulein in München zur Lehrerin ausgebildet, 1911 im Bergdorf Tannau ihre erste Stelle antritt, rollt ihr eine Lawine von Misstrauen und Vorurteilen entgegen. Aber Antonie ist aus hartem Holz geschnitzt. Als Waise aufgewachsen, war ihr eigener Weg zu Bildung und Beruf hart erkämpft. Lehrerin zu sein ist ihre wahre Berufung, verfügt sie doch über die Gabe, ihre Schüler für das Lernen zu begeistern und ihnen den Wert von Bildung nahezubringen. So findet sie in ihren kleinen Schützlingen schnell Verbündete. Als sie sich in den Revierförster Sebastian verliebt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Folgt sie ihrer Berufung oder ihrem Herzen?
Ein wunderschönes Cover. Es ist mir sofort ins Auge gefallen. Die Schnörkel an der Seite und der hervorstehende Titel.
In dem Roman geht es um die junge Lehrerin Antonie Weber. Sie soll im bayerischen ...
Ein wunderschönes Cover. Es ist mir sofort ins Auge gefallen. Die Schnörkel an der Seite und der hervorstehende Titel.
In dem Roman geht es um die junge Lehrerin Antonie Weber. Sie soll im bayerischen Dorf Tannau als Vertretungslehrerin arbeiten. Die Kinder wachsen ihr schnell ans Herz. Aber es gibt Menschen, die ihr Steine in den Weg legen. Und dann ist da auch noch der fesche Revierförster Sebastian...
Ich muss sagen, dass ich gut in die Geschichte eingestiegen bin. Der Text ist flüssig geschrieben und man kann der Geschichte gut folgen.
Antonie ist eine sympathische, selbstbewusste Frau, die aber auch eine schwere Kindheit hinter sich hat.
Auch ihre Freundin ist eine aufgeweckte, tolle Frau.
Die Geschichte hat mir gut gefallen. Die Spannung hat mir zwar etwas gefehlt.
Aber Tannau wird wunderschön beschrieben. Und auch der Beruf als Lehrerin damals wird gut dargestellt.
Von der Stimmung her ist das Buch aber meiner Meinung nach eher negativ gehalten. Es passiert einiges und auch die Protagonistin hat so einiges zu verarbeiten.
Jedoch bin ich gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet.
Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Wer starke Frauen und eine tolle Umgebung mag, ist hier genau richtig. :)
In diesem Buch präsentiert die Autorin, nicht nur eine einfache Geschichte einer starken Frau, sondern auch das Dorfleben um 1911.
"Ein beherzte junge Frau. Der Zauber von Wissen und Bildung." So beginnt ...
In diesem Buch präsentiert die Autorin, nicht nur eine einfache Geschichte einer starken Frau, sondern auch das Dorfleben um 1911.
"Ein beherzte junge Frau. Der Zauber von Wissen und Bildung." So beginnt der dtv Verlag die Kurzbeschreibung des im bayerischen Bergdorf Tannau handelnden Romans. Wie man aus dem Einleitungssatz des Verlages und dem Titel bereits erkennen kann, spielen nicht nur Liebe und Zuneigung eine große Rolle, sondern auch die Chancengleichheit in Bezug auf Bildung.
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Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass ein Roman viel Lesefreude bescheren kann. Die Autorin öffnet dem Leser durch die Figur der Antonie Weber den Zugang zu einem Landleben um 1911, mit all seinen Fassetten. Ein Bauersbursche, der eigentlich die Landwirtschaft übernehmen soll, wird zum Chorsänger, eine missmutige Dorfbewohnerin erhält ihre Strafe und die scheinbar stille Lehrerin engagiert sich für Land und Leute. Anfängliche Schwierigkeiten kehren sich schnell zum Wohlwollen aller. Manchmal war mir das schon ein bisschen zuviel des Guten. Klar, es ist ein toller Roman, der die Stärken einer jungen Frau in den Vordergrund stellt, aber so ganz ohne Ecken und Kanten?
Die Protagonisten harmonieren perfekt, und lassen die Geschehnisse authentisch erscheinen. Das harte Leben auf dem Dorf wirkt gut wiedergegeben.
Mir hatte es viel Freude bereitet, Antonie auf ihrem Wirkungsweg zu begleiten und bin nun gespannt, wie es in Tannau und mit der Liebe weitergeht.
Gut gestärkt und mit festem Schuhwerk reise ich mit Antonie von München nach Berchtesgaden. Der Aufstieg nach Tannau hat es wirklich in sich, Antonie hat meinen Respekt, trotz ihrer zarten Statue stemmt ...
Gut gestärkt und mit festem Schuhwerk reise ich mit Antonie von München nach Berchtesgaden. Der Aufstieg nach Tannau hat es wirklich in sich, Antonie hat meinen Respekt, trotz ihrer zarten Statue stemmt sie den Weg mit Koffer und Rucksack ohne Probleme. In Tannau angekommen, werden wir nicht nur vom plötzlichen Unwetter kalt erwischt. Die Tannauer, allen voran Bürgermeister Hocheder – in Erwartung eines angeforderten Lehrers – sind von einem Weibsbild an dessen Stelle alles andere als erfreut. Das Schulhaus und die Antonie zugeteilte Wohnkammer sind in extrem schlechten Zustand, zahlreiche notwendige Dinge fehlen. Ganz offensichtlich hat die Frau des kranken Schulmeisters Meisl, die sich als Schwester des Bürgermeisters entpuppt, hier ihre Hände hier im Spiel. Doch Antonie ist pfiffig und findet auf dem Dachboden schnell die versteckten Dinge. Da sie als Waise aufgewachsen ist, sind ihr Ablehnung und Entbehrung nicht fremd, aber wie man ihr hier Steine in den Weg legt ist skandalös. Wie schön, dass sie zumindest in Pfarrer Bichler und dessen geistig etwas zurückgebliebene Haushaltshilfe Magda gleich zwei freundliche und hilfsbereite Dorfbewohner kennenlernt. Immer wieder betrachte ich Antonie verwundert, die trotz aller Rückschläge mit Eifer, Stärke und Geduld allem trotzt. Bei Schulbeginn stellt sie fest, dass der Lernstand der Kinder katastrophal ist. Sowohl Lehrer Meisl als auch Pfarrer Bichler, der vorübergebend eingesprungen ist, haben die Zügel ordentlich schleifen lassen. Doch mit Geduld, Einfallsreichtum und ohne den üblichen Rohrstock gelingt es ihr mit kleinen Schritten das fehlende Lernpensum aufzuholen. Es ist mir immer noch schleierhaft, wie sich das mit den alten und zerfledderten Schulbüchern überhaupt schaffen ließ. Der Unterricht bei Antonie hätte mir als Kind auch gefallen. Kein Wunder, dass alle Kinder Spaß am Lernen haben, denn alles Lehrreiche wird in kleine interessante Geschichten verpackt und das Zählen mit Äpfeln lernen ist auch viel einfacher.
Antonie muss sich ihren Stand im Dorf hart erkämpfen, was seine Zeit dauert. Während dieser Zeit werden ihr die Bäuerin Monika, die Hebamme Helena, deren Verlobter Anton und der Revierförster Sebastian gute Freunde. Als der Prinzregent in Tannau zu Besuch ist, um auf die Jagd zu gehen, macht Antonie großen Eindruck auf diesen, was einiges an Verbesserungen für die Schule nach sich zieht. Nun wird sie auch nicht mehr als Hilfslehrerin entlohnt, denn dem Prinzregenten muss sich auch der Bürgermeister beugen.
Ich war erstaunt, wie extrem die Wetterumschwünge in den Bergen sind. Von jetzt auf gleich kommen Gewitter auf und der Schnee im Winter hält sich hartnäckig. Obwohl der Neuanfang in Tannau sich als schwierig gestaltete, fühlt sich Antonie mittlerweile heimisch. Sie hat sich ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut und fühlt sich frei. Wenn da nur nicht immer das Herzrasen wäre, welches sie jedes Mal bekommt, wenn sie Sebastian begegnet. Was für uns Leser eigentlich wunderschön klingt, verbirgt eine traurige Tatsache. Lehrerinnen haben ledig zu sein. Sollten sie dennoch eine Ehe eingehen, wird ihnen gekündigt, der Beamtenstatus entzogen und sie bekommen auch keine Pension. Hat Antonie dafür so hart gekämpft? Ich kann Euch sagen, an dieser Stelle habe ich geschimpft wie ein Rohrspatz, den Frauen wurden zu der Zeit nur Steine in den Weg gelegt. Aber das Mannsvolk durfte alles, pfui.
Bestimmt seid Ihr nun neugierig, wie sich Antonie entschieden hat? Hat sie gar eine Lösung mit einem Mittelweg gefunden? Da kann Euch nur empfehlen, lest das Buch selbst um mehr zu erfahren. Lernt die Tannauer kennen, unter deren harter Schale bei dem ein oder anderen doch ein weicher Kern steckt. Habt Spaß mit den Kindern, die allesamt wirklich herzig sind. Da sind die kleine Veronika, der Bartl und das Feverl vom Nachbarhof. Dann noch der Hias, der sich mit Lesen und Rechnen schwertut, dafür aber über eine wunderbaren Gesangsstimme und der Leidenschaft zum Gärtnern verfügt. Nicht zu vergessen die emsige Gundi, die ebenfalls gerne Lehrerin werden möchte und noch einige mehr. Also setzt Euch in den Zug nach Berchtesgaden, steigt hoch nach Tannau, nehmt den Weg quer durchs Dorf in die Schulgasse und genießt die Aussicht. Herrlich oder?
Mein Fazit:
Ich bin hin weg von der herrlichen Landschaft. Man merkt der Autorin Bettina Seidl die Liebe zu ihrer Heimat bei jeder Zeile des Buches. Die Schwierigkeiten der Frau, Anfang des 20. Jahrhunderts einen Beruf zu ergreifen, wurden schon oft in Büchern thematisiert, umso mehr freut es mich, dass Antonies Geschichte und ihre Entwicklung mich so mitreißen konnte. Lieben gerne wäre ich als Kind von ihr unterrichtet worden, obwohl ich wohl mit den verschiedenen Schreibweisen des Buchstaben -S- so meine Probleme gehabt hätte. Ohne Lang-S, Rund-S und Fugen-S haben wir es in der Schule an dieser Stelle einfacher gehabt. Vielen Dank für diesen lebhaften Ausflug ins Jahr 1911, ich würde mich freuen, wenn ich Antonie noch einmal wiederbegegnen würde
1911 tritt Antonie Weber ihre erste Stelle als Lehrerin in Tannau an.
Die Dorfbewohner sind Antonie gegenüber sehr misstrauisch.
Die Kinder hingegen stehen ihr offen gegenüber.
Schnell gewinnt sie ihre ...
1911 tritt Antonie Weber ihre erste Stelle als Lehrerin in Tannau an.
Die Dorfbewohner sind Antonie gegenüber sehr misstrauisch.
Die Kinder hingegen stehen ihr offen gegenüber.
Schnell gewinnt sie ihre Zuneigung und ihre Neugierde.
Antonie die selbst als Waisenkind aufgewachsen ist musste sich den Weg zur Bildung erkämpfen. Ihr ist es deshalb sehr wichtig, den Kindern so viel an Wissen zu vermitteln wie möglich.
Als Antonie sich in den Förster Sebastian verliebt steht sie im Zwiespalt. Wie soll sie sich entscheiden? Für die Liebe oder für ihre Berufung?
„Die Dorflehrerin“ ist ein sehr gefühlvoller Roman von Bettina Seidl.
Die Autorin ist mir bisher unbekannt, ein Name den man sich aber merken sollte.
Die Geschichte wird aus Sicht von Antonie erzählt.
Als Waisenkind aufgewachsen hat sie sich ihre Bildung hart erkämpft. Deshalb ist es ihr jetzt um so wichtiger den Kindern in der Schule so viel an Wissen wie möglich zu vermitteln.
Die Kinder hat sie auch schnell auf ihrer Seite. Sie versteht es ihre Neugierde und ihre Zuneigung zu wecken.
Die Dorfbewohner sind ihr gegenüber skeptisch:
In der Hebamme Helena findet Antonie eine Freundin und Verbündete .
Auch im Revierförster Sebastian Berger findet Antonie einen Vertrauten in den sie sich verliebt.
Aber als Ehefrau kann sie nicht mehr unterrichten.
Eine schwere Entscheidung für Antonie.
Bettina Seidl erzählt die Geschichte sehr gefühlvoll.
Ihr gut verständlicher Schreibstil versetzt die Lesenden schnell an einen anderen Ort, in eine andere Zeit.
Die Beschreibung der Zeit ist sehr athenisch. Es ist immer wieder interessant zu lesen mit welchen Widrigkeiten die Frauen damals zu kämpfen hatten.
„Die Dorflehrerin“ ist ein Roman der mich sehr gut unterhalten hat. Gerne würde ich mehr von der Autorin lesen.