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Veröffentlicht am 24.11.2020

Tödlicher Irrtum

Tödlicher Irrtum
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Tödlicher Irrtum von Agatha Christie ist der 50. Kriminalroman der Queen of Crime. Ich lese ihre Werke immer wieder gerne und es gibt auch immer noch Bücher die ich von der Autorin noch nicht gelesen habe. ...

Tödlicher Irrtum von Agatha Christie ist der 50. Kriminalroman der Queen of Crime. Ich lese ihre Werke immer wieder gerne und es gibt auch immer noch Bücher die ich von der Autorin noch nicht gelesen habe. So auch Tödlicher Irrtum. Mir persönlich hat das Buch wieder ganz gut gefallen. Es ist ein wahrer Christe Krimi und doch auch etwas anders.  Sie schafft es den Leser zu fesseln und immer wieder in die Irre zu führen.

So haben wir hier einen Fall der abgeschlossen scheint und es doch nicht ist. Und eine Familie in denen die Unschuldigen am meisten leiden müssen und Schuldige nicht so leicht auszumachen sind. Rachel Argyle wurde vor zwei Jahren ermordet, dafür wurde ihr Sohn Jacko verurteilt und verstarb im Gefängnis. Doch nun taucht Arthur Calgary auf und gibt Jacko ein Alibi. Die Familie ist aber alles andere als erfreut.

Agatha Christie brilliert hier wieder durch einen flüssigen Schreibstil und einem psychologischen Aspekt. Sie wirft immer wieder neue Motive ein und lädt den Leser so zum miträtseln ein. Auch die Protagonisten sind alle unterschiedlich und authentisch. Sie arbeitet die Persönlichkeiten sehr gut aus und bietet so ein psychologisches Potpurri an Charakteren und Beweggründen.

Mir war zwar schnell klar wer der Täter ist und auch eine Vermutung was hinter allem steckte. Auch war für mich das Ende etwas platt bzw hat ein zwei Ungereimtheiten aufgeworfen die mich aber nicht weiter stören. Das Buch ist spannend, birgt auch so manche Überraschung und für mich absolut lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2020

Mord in eisiger Nacht

Cherringham - Folge 32
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Cherringham Mord in eisiger Nacht ist der 32igste Fall für Jack und Sarah aus der Feder von Neil Richards und Matthew Costello. Dieser Teil erinnert einen an die Romane von Agatha Christie. Insbesondere ...

Cherringham Mord in eisiger Nacht ist der 32igste Fall für Jack und Sarah aus der Feder von Neil Richards und Matthew Costello. Dieser Teil erinnert einen an die Romane von Agatha Christie. Insbesondere an ihren Hercule Poirot. Ich liebe Krimifälle bei denen der Radius der Ermittlungen Örtlich und Personenbezogen eher überschaubar ist. So ist es hier auch der Fall.

Cherringham ist eingeschneit, keiner kann rein oder raus. In dieser eisigen Umgebung wird der Schriftsteller Edward Townes tot aufgefunden. Ist sein Tod ein Unfall oder Mord gewesen? Jack und Sarah ermitteln und stellen schnell fest es war Mord. Und der Täter ist mitten unter ihnen.

Dieser Fall war wieder sehr spannend. Gerade durch die sehr beschauliche Anzahl von Personen und dass es sich um ein geschlossenen Rahmen handelte. Ich bin ein Fan solcher Plots da sie meist Spannung, Intrigen und auch unerwartetes haben. So kann man sich irgendwann vorstellen dass jeder den Mord begangen haben könnte oder auch nicht. Auch wie bei Agatha Christies Hercule Poirot gab es am Ende ein großes Aufeinandertreffen aller beteiligten. Doch hier war es weder spannend noch innovativ sondern eher platt und nichtssagend. Kaum sind alle zusammen gibt der Mörder zu es gewesen zu sein. Hier hätte es ruhig etwas mehr sein können.

Sabina Godec hat aber wieder einen tollen Job gemacht. Sie hat Cherringham samt Einwohner und anderer Protagonist zum Leben erweckt und eine heimelige und spannenden Atmosphäre geschaffen.

Nun gibt es nicht mehr viele Teile der Reihe und ich bin schon etwas traurig wenn es zu Ende geht. Aber noch habe ich ja ein paar Folgen vor mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Aller guten Dinge sind zwei

Aller guten Dinge sind zwei
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Aller guten Dinge sind zwei ist ein weiterer Roman von Mhairi McFarlane der sowohl Witz als auch Tiefgang hat. Die Autorin ist ein Garant für tolle Lesestunden. Ihre Bücher sind in erster Linie leichte ...

Aller guten Dinge sind zwei ist ein weiterer Roman von Mhairi McFarlane der sowohl Witz als auch Tiefgang hat. Die Autorin ist ein Garant für tolle Lesestunden. Ihre Bücher sind in erster Linie leichte Liebesgeschichten die aber nie platt sind oder zur puren Entspannung dienen. Sie analysieret und hinterfragt.

Meist sind die Bücher zwar gleich gestrickt aber jedes ist auf seine Art schön. So haben wir auch hier eine junge Frau Mitte dreißig die plötzlich mit einigen Änderungen in ihrem Leben konfrontiert wird. Laurie wird nach 18 Jahren von ihrem Freund verlassen der kurzerhand mit einer neuen aufwartet und gleich eine Familie gründet. Als ob dies nicht schlimm genug ist arbeiten die beiden in der gleichen Kanzlei und werden so zum Gesprächsthema Nummer eins. Durch einen Zufall steckt Laurie mit dem als Frauenheld verschriebenen Jamie im Fahrstuhl stecken. Bei der Unterhaltung stellt sich raus das beide sich gegenseitig helfen könnten. Aber ein bisschen Schauspielerei kann gefährlich werden.

Durch den leichten und ungezwungenen Schreibstil liest sich das Buch sehr gut. Anfangs kam ich zwar etwas schwer rein, da sich der Aufbau der Geschichte etwas hinzog aber dies änderte sich schnell. Die Autorin bringt viel Humor, Charme, Emotionen und Tiefgründige Aspekte mit ein. Es werden Klischees bedient, in Fettnäpfchen getreten, Missverständnis hervorgerufen und die ein oder andere Katastrophe ausgetragen. Und doch passiert dies auf eine amüsante und leichte Art. So fließt die Geschichte nur so dahin und plötzlich ist sie zu Ende.

Die Geschichte und das Ende sind im Grunde vorhersehbar, aber dies gehört für mich bei solchen Büchern in dem Genrebereich einfach dazu. Genauso wie die Stereotypen, die Missverständnisse, und das Happy End.

Ein wirklich tolles Buch was einem ein paar entspannte Lesestunden schenkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Eine nette Reihe mit wenig Spannung

Bunburry - Ein Idyll zum Sterben
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In diesem Buch sind zwei Folgen der Bunburry Reihe vertreten und zwar Folge 3 und 4. Beide Fälle bestechen nicht unbedingt durch ihre Spannung oder durch Ermittlungsarbeit. Nein die Reihe ist eher ein ...

In diesem Buch sind zwei Folgen der Bunburry Reihe vertreten und zwar Folge 3 und 4. Beide Fälle bestechen nicht unbedingt durch ihre Spannung oder durch Ermittlungsarbeit. Nein die Reihe ist eher ein Kleinod der Gemütlichkeit eines englischen Dorfes. Diese Cosy Crime Reihe besticht eher durch seine skurrilen Protagonisten die aber alle sehr sympathisch sind und dem Leben auf dem Land.

Auch wenn die Fälle an sich nie sehr spannend sind, sind sie doch sehr nett geschrieben und plausibel dargelegt. Obwohl sie sehr vorhersehbar sind und man oft das Ende erahnt ist es doch schön wie das Bunburry Trio zusammenarbeitet und immer die richtigen Schlüsse ziehen.

In Fall drei erfährt man auch einige Hintergrundinformationen zu Alfies früherem Leben in London. Dies war bisher immer nur etwas angeschnitten worden. Gerade diese Rückblenden und auch einige Nebensächlichkeiten die die Autorin behandelt rundet das Buch ab. So ist es kein reiner Krimi sondern nette Kurzgeschichten garniert mit ein paar Toten.

Die Reihe ist sympathisch und besticht durch ein nettes kleines Dörfchen, sympathischen und auch etwas skurrilen Protagonisten und einem leichten, flüssigen Schreibstil. So kann man ein paar schöne Stunden auf dem Sofa verbringen und entspannen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2020

Die Schokoladenvilla Zeit des Schicksals

Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
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Die Schokoladenvilla Zeit des Schicksals von Maria Nikolai ist der dritte und somit letzte Teil ihrer Schokoladenvilla Trilogie. Ich kannte die Saga bisher nur von Hörensagen und kenne somit Band 1 und ...

Die Schokoladenvilla Zeit des Schicksals von Maria Nikolai ist der dritte und somit letzte Teil ihrer Schokoladenvilla Trilogie. Ich kannte die Saga bisher nur von Hörensagen und kenne somit Band 1 und 2 nicht. Dies störte mich keineswegs beim Lesen. Jeder Teil behandelt seinen eigene Geschichte und spielt zu einer anderen Zeit.

So erleben wir in diesem Teil Viktoria die nach dem Tod ihres Vaters wieder nach Stuttgart kommt um in der heimischen Schokoladenmanufaktur auszuhelfen. Das Jahr 1936 ist für die Manufaktur kein einfaches. Man versucht mit allen Mitteln Judith und Viktoria die Manufaktur abspenstig zu machen. Judith und Viktoria kämpfen aber auch um ihr Erbe und den Familienbetrieb. Dann taucht der Amerikaner Andrew Miller auf und bietet den Rheinbergers so eine neue Möglichkeit.

Dank des sehr flüssigen und lebendigen Schreibstils von Maria Nikolai kam ich gut in das Buch und die Geschichte rein. Ich war sofort in einer anderen Welt und die Seiten flogen nur so dahin. Frau Nikolai schreibt sehr bildhaft und authentisch was zu einem Kopfkino führte. Dies finde ich gerade bei historischen Büchern sehr ansprechend.

Das Buch ist eine wahre Mischung aus Historie, Liebesgeschichte, Emotionen und Spannung. Es bietet von allem etwas und nimmt den Leser so mit auf eine süße und bittere Fahrt. Man erlebt alle Probleme, Sorgen und Hochgefühle der Familie Rheinberger/Rothmann/Miller am eigenen Leibe. Gerade diese Mischung macht das Buch lesenswert und spannend.

Die Protagonisten sind alle authentisch und meistens auch sympathisch beschrieben. So erlebt man alles viel intensiver. Auch die Nebendarsteller sind alle sehr gut beschrieben. So lebt dieses Buch von vielen aber auch unterschiedlichen Charakteren die es erst so richtig lebendig wirken lassen.

Das Ende war zwar etwas turbulent und für mich auch vorhersehbar aber trotzdem sehr schön. Ich bin mit diesem Buch voll und ganz zufrieden gewesen und werde die ersten beiden Teile auch noch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere