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Veröffentlicht am 23.09.2020

Vorhang auf für einen Mord

Bunburry - Vorhang auf für einen Mord
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Durch Zufall bin ich auf die Cosy Crime Reihe Bunburry von Helena Marchmont gestoßen. Diese Cosy Crime Reihe ist sehr britisch und spielt in einem kleinen etwas verschlafenen Dörfchen. Es brilliert durch ...

Durch Zufall bin ich auf die Cosy Crime Reihe Bunburry von Helena Marchmont gestoßen. Diese Cosy Crime Reihe ist sehr britisch und spielt in einem kleinen etwas verschlafenen Dörfchen. Es brilliert durch Charme, etwas extravaganten Protagonisten und einer Idyllischen Lanfschaft. 

Alfie McAlister hat in dem kleinen Örtchen Bunburry ein Cottage geerbt. Seine Tante ist verstorben und hat ihm unerwartet ihr Cottage hinterlassen. Eigentlich freut Alfie sich auf Bunburry, er will die Ruhe und den Frieden genießen. Doch kaum nach seiner Ankunft wird er von zwei älteren Damen und Freundinnen von seiner Tante in einen angeblichen Mord verwickelt.

Ich mochte die Stimme von Uwe Teschner, der dieses Hörbuch gelesen hat. Er spielt mit seiner Stimmfabel und schafft so eine gemütliche, englische Atmosphäre. Die Autorin Helena Marchmont hat hier eine neue sehr sympathische Reihe erschaffen. Allerdings ist sie noch etwas ausbaufähig. Ich fand sie stellenweise etwas langweilig und der Fall zu konstruiert. Auch fehlte mir die Möglichkeit selbst zu rätseln was geschehen ist und wer der Täter ist. Dies mag daran liegen dass das Hörbuch recht kurz ist und die Story eher einer Kurzgeschichte erinnert als an einen langen ausgereiften Krimi. 

Um sich zu entspannen und  sich unterhalten zu lassen ist dieses Hörbuch klasse. Es besticht durch sympathische aber auch etwas schrulligen Protagonisten und britischen Humor. Zudem gibt es immer wieder Anspielungen auf Agatha Christies Miss Marple und dies passt perfekt zu dem Ort und den Geschehnissen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Die Zeuginnen

Die Zeuginnen
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Die Zeuginnen von Margaret Atwood ist die Fortsetzung zu ihrem vor über 30 Jahren erschienen Buch Der Report der Magd. Normalerweise mag ich keine Bücher aus dem Dysotopie Genre, aber Der Report der Magd ...

Die Zeuginnen von Margaret Atwood ist die Fortsetzung zu ihrem vor über 30 Jahren erschienen Buch Der Report der Magd. Normalerweise mag ich keine Bücher aus dem Dysotopie Genre, aber Der Report der Magd hat mir schon sehr gut gefallen da wollte ich gerne den zweiten Band auch lesen. Dieser hat mir auch wieder sehr gut gefallen. 

Die Autorin schafft es nach über 30 Jahren Gilead wieder auferstehen zu lassen und dort anzuschließen wo es beim ersten Teil aufhörte. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt und alle drei haben einen anderen Blickwinkel auf Gilead und auf die Geschehnisse. Zum einen erzählt Tante Lydia wie Gilead und die Machthaber entstanden und wie korrupt es innerhalb von diesen totalitären „Gottesstaat“ abläuft. Auf der anderen Seite ist Agnes ein junges Mädchen das die Mutter verliert und verheiratet werden soll sich aber die Laufbahn einer Tante einschlägt und so hinter viele Geheimnisse und Ungereimtheiten kommt. Die dritte Zeugin ist „Nicole“ sie wurde als Baby aus Gilead geschmuggelt und lebt in Kanada. Aber ihr Leben ist nicht sicher, denn Gilead versucht alles um an die „kleine Nicole“ zu kommen. 

Durch die verschiedenen Handlungsstränge kommt Spannung auf und das Buch lässt sich gut und schnell lesen. Man kann mit den einzelnen mitfühlen. Auch sind die Personen alle sehr authentisch dargestellt. Und obwohl die drei Personen die die Geschichte erzählen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten komme ist die Geschichte doch sehr homogen und passend. 

Am Ende ging es mir allerdings etwas zu schnell und zu plötzlich zu Ende. Auch fand ich es sehr vorhersehbar, aber im großen und ganzen ist alles stimmig. Auch mit Blick auf den ersten Teil passt es gut zusammen. Um alles gut zu verstehen sollte man schon den ersten Teil gelesen haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2020

Cherringham Tod in der Themse

Cherringham - Folge 29
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Next Stop Cherringham.  Ich habe die Cherringham Reihe weiter gehört und bin nun bei Folge 29 Tod in der Themse angekommen. Ich mag diese Cosy Crime Reihe mega gerne. Sie hat etwas gemütliches und die ...

Next Stop Cherringham.  Ich habe die Cherringham Reihe weiter gehört und bin nun bei Folge 29 Tod in der Themse angekommen. Ich mag diese Cosy Crime Reihe mega gerne. Sie hat etwas gemütliches und die Fälle sind nicht brutal oder actionlastig. Ganz im Gegenteil hier ermitteln die Hobbydetektive Jack und Sarah in dem gemütlichen Örtchen Cherringham. Diesmal bittet Jacks Nachbarn Ray um ihre Hilfe. 

Rays Nachbar Charlie wird Tod aus der Themse gezogen. Alles sieht nach einem Unfall aus und jeder glaubt dass dies so kommen musste. So lebte Charlie auf einem runtergekommenen Boot, trank zu viel und bekam häufiger Schwierigkeiten. Ray ist sich sicher das Charlie in irgendwas verwickelt war und deswegen sterben musste. Jack und Sarah tun ihm den Gefallen und stellen Nachforschungen an. Dabei stoßen sie auf so manchen dubiosen Charakter und Machenschaften. 

Dies war wieder ein sehr spannender Fall der sich gut hören ließ. Gerade durch die sehr sympathische Stimme von Sabina Godec bin ich wieder gut in das Buch reingekommen. Sie liest angenehm, unaufgeregt und spielt mit ihrer Stimme. 

Auch haben die Autoren Neil Richards und Matthew Costello hier die verschiedensten Szenarien und Mordmotive entwickelt. Diese nach und nach aber wiederlegt um am Ende ein ganz anderes und für den Leser/Hörer unerwartetes Motiv zu zeigen. So war es bis zum Ende spannend und unterhaltsam mit Jack und Sarah zu ermitteln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Lady Arrington und der tote Kavalier

Lady Arrington und der tote Kavalier
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Lady Arrington und der tote Kavalier ist ein netter kurzweiliger Cosy Krimi der sich gut hören lässt. Es ist der erste Fall für Charlotte Gardeners Protagonistin Mary Arrington und bestimmt nicht mein ...

Lady Arrington und der tote Kavalier ist ein netter kurzweiliger Cosy Krimi der sich gut hören lässt. Es ist der erste Fall für Charlotte Gardeners Protagonistin Mary Arrington und bestimmt nicht mein letzter. Es gibt nicht nur skurrile Protagonisten, einen spannenden Fall sondern auch Witz und eine tolle Kulisse. 

Lady Mary Arrington ist Anfang 60, Schriftstellerin und verzweifelt. Ihr fällt keine neue Idee für ihren Romanhelden Stuart Smith ein. Um dies zu ändern begibt sie sich auf eine Kreuzfahrtreise in die Karibik. Doch beim Eröffnungsball auf der Queen Anne stirbt plötzlich und unerwartet der französische Kavalier des Schiffes. Alle gehen von einem natürlichen Tot aus nur Mary wittert Mord. Und dies will sie unbedingt beweisen. Doch dies macht sie zu einem etwas schwierigen Passagier und sie begibt sich selbst in Gefahr. 

Die Autorin hat einen angenehmen und leichten Schreibstil. Sie schafft es nicht nur die Personen sondern auch die Queen Anne und die anderen Orte sehr plastisch und authentisch zu beschreiben. Dazu ist mir Lady Arrington mit ihrer etwas aufdringlichen und auch etwas skurrilen Art sehr sympathisch. Sie ist eine Mischung aus Miss Marple und Jessica Fletcher. Sobald sie einen Verdacht hat beißt sie sich daran fest und ermittelt auf eigene Faust. Dazu hat sie ein freches, vorlautes Mundwerk was sie aber auch sympathisch macht. 

Die Story an sich fand ich auch sehr gelungen. Ein Mord und andere Ungereimtheiten auf einem Luxusschiff. Dies bietet einiges an Spekulation. Es kommen am Ende auch einige Geheimnisse zu Tage die mich etwas überraschten. Allerdings hatte ich relativ früh eine Vermutung bezüglich des Täters die sich am Ende bewahrheitet hat. Ich konnte zwar keine Grund während des Hörens ausmache, es war nur so ein Bauchgefühl. Am Ende wurde ein etwas konstruiertes aber doch glaubhaftes Ende geschildert. 

Es ist ein kurzweiliger Krimi, der sich auch dank der guten Vortagsweise von Gabriele Blum sehr gut und schnell hören lässt. Der Krimi lädt zum Miträtseln ein, er versprüht Charme und Witz und lädt dank der Kulisse auch zum Träumen ein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Wer auf dich wartet

Wer auf dich wartet
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Wer auf dich wartet ist der zweite Fall für DCI Jonah Sheens und sein Team. Nachdem ich den ersten Teil von Gytha Lodge gelesen habe und dieser mir sehr gut gefallen hat, freute ich mich auf dieses Buch. ...

Wer auf dich wartet ist der zweite Fall für DCI Jonah Sheens und sein Team. Nachdem ich den ersten Teil von Gytha Lodge gelesen habe und dieser mir sehr gut gefallen hat, freute ich mich auf dieses Buch. Und auch der zweite Teil konnte mich überzeugen. Er ist spannend und fesselt den Leser. 

Aidan will abends mit seiner Freundin Zoe skypen. Als die Verbindung steht sieht er nur einen leeren Raum. Zoe scheint im Badezimmer zu sein und plötzlich taucht ein Schatten auf. Aidan hört einen Kampf und dann ist es still. Ist Zoe was geschehen? Aidan hadert mit sich, meldet es aber der Polizei. Nur komisch das Aidan die Adresse seiner Freundin angeblich nicht kennt. Als die Polizei Zoes Wohnung ausfindig macht, finden sie die junge Frau tot in der Badewanne. War es Selbstmord oder doch Mord? 

Gytha Lodge hat einen leichten und sehr flüssigen Schreibstil, so kommt man gut in die Geschichte rein. Zudem erzählt sie die Geschichte auf zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Blickwinkeln. So erfährt man wie die Polizei arbeitet, aber auch was in den letzten Monaten vor Zoes Tot geschah. 

Die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll die Polizeiarbeit und das nicht immer alles rund läuft. Sie schafft es auch den Leser zu verwirren und mögliche Motive zu streuen. Auch wenn ich schon etwas früher drauf kam wer und was hinter allem steckt fand ich es doch sehr spannend das Buch zu lesen. 

Die Autorin schafft es die Protagonisten alle sehr authentisch zu beschreiben und mit ihnen mitzufühlen. So hat es Freude gemacht am Fall mit zu rätseln und zu überlegen wer, wann, was gemacht hat. Die Protagonisten waren sehr nahe am Leser, was das Lesen zusätzlich erleichterte und einem dran bleiben ließ. 

Es war wirklich ein toller zweiter Krimifall den ich sehr gerne gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere