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Veröffentlicht am 02.10.2019

Die kleine Patisserie in Paris

Die kleine Patisserie in Paris
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Die kleine Patisserie in Paris von Julie Caplin ist ein charmanter und sehr schöner Liebesroman den man gut zwischendurch lesen oder hören kann. Es entführt einen in die Stadt der Liebe, nach Paris und ...

Die kleine Patisserie in Paris von Julie Caplin ist ein charmanter und sehr schöner Liebesroman den man gut zwischendurch lesen oder hören kann. Es entführt einen in die Stadt der Liebe, nach Paris und in die Welt der Patisserie. Ich habe beim hören des Hörbuchs regelrecht Lust auf das Backen und auf Macarons und Eclairs bekommen. Ich kannte die Autorin bis dato nicht und wusste somit auch nicht das es sich hier um eine Romantic-Escapes-Reihe handelt. Dies ist das dritte Buch der Reihe, aber es sind immer in sich abgeschlossene Teile von daher ist es egal in welcher Reihenfolge man die Bücher liest. Für mich war es bestimmt nicht das letzte Buch von Julie Caplin.

Nina liebt ihre Familie aber sie hasst es wie sie immer wieder bevormundet wird. Daher kommt das Jobangebot aus Paris gerade recht. Sebastian ein Freund von Ninas Bruder braucht dringend über ein paar Wochen Hilfe. Nina reist von England nach Paris um Sebastian zu helfen einen Back und Kochkurs zu geben und ihm die arbeiten ab zu nehmen die er mit seinem Gips nicht machen kann. Doch die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Sebastian ist unhöflich, genervt und lässt seinen Frust an Nina aus. Auch für Nina ist es nicht leicht, war sie doch als Teenager in den charismatischen jungen Koch verliebt gewesen.

Mir hat der leichte Schreibstil sehr gut gefallen, er ist leicht und flüssig so kam man gut in die Geschichte rein. Auch die Erzählstimme von Hannah Baus passte sehr gut. Sie hat das Buch sehr sympathisch vorgelesen und hat auch gut mit der Stimme gespielt so wurde das Hörbuch sehr lebendig. Auch die Passagen in denen gebacken wurde waren sehr gut beschrieben. So hatte ich immer gleich Appetit auf Backwaren, den Duft von frischen Eclairs oder Macarons in der Nase.

Die Autorin hat es geschafft das Buch sehr lebendig zu schreiben. So habe ich mich mitten in Paris gefühlt und auch die Patisserie habe ich vor meinem inneren Auge gesehen. Die Protagonisten waren authentisch geschildert und ich habe mit jedem mitgefühlt. Vor allem Nina war mir ans Herz gewachsen. Anfangs ging sie mir etwas auf die Nerven, aber sie hat sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt. Teilweise war die Geschichte sehr vorhersehbar und oberflächlich, aber ehrlich gesagt finde ich dies hier gar nicht schlimm.

Es ist ein wahres Wohlfühlbuch was keine unnötigen Komplikationen hat oder zu detaillierte Beschreibungen. Es hat seine Portion Liebe und Missverständnisse und vor allem tolle Backwaren. Ein tolles Buch zum entspannen und träumen.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Mord auf dem Golfplatz

Mord auf dem Golfplatz
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Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie ist der zweite Band rund um ihren erfolgreichen Ermittler Hercule Poirot. Man lernt ihn hier ganz am Anfang kennen. Allerdings fand ich dieses Buch nicht ganz ...

Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie ist der zweite Band rund um ihren erfolgreichen Ermittler Hercule Poirot. Man lernt ihn hier ganz am Anfang kennen. Allerdings fand ich dieses Buch nicht ganz so gut wie ihre Nachfolgenden.

Hercule Poirot bekommt einen Hilferuf von Paul Renauld aus Frankreich und begibt sich auf die Reise. Doch bei seiner Ankunft muss er feststellen das dieser kurz zuvor ermordet wurde. Man fand ihn erstochen auf dem benachbarten Golfplatz. Alles scheint auf einen nächtlichen Überfall zu deuten doch Poirot findet schon bald Indizien für einen ganz anderen Tathergang.

Ich bin bekennender Agatha Christie Fan und habe schon sehr viele Bücher von ihr gelesen. Meist sind die Geschichten zeitlos geschrieben und sie versprühen ihren ganz eigenen Charme. Zudem sind ihre Bücher immer spannend und man kann gut miträtseln und wird am Ende doch überrascht. Gerade bei dem kleinem belgischen Ermittler Poirot macht dies oft viel Freude. Auch der Schreibstil ist immer sehr angenehm und flüssig. So bin ich auch diesmal wieder gut in die Geschichte rein gekommen.

Schon auf den ersten Seiten ereignet sich der Mord und man fängt an zu ermitteln. Allerdings kommt diesmal erschwerend hinzu das die französische Polizei ihren eigenen Ermittler hat und dieser und Poirot treten sozusagen in einen Konkurrenzkampf, jeder beansprucht der beste zu sein. Dieses gehabe ging mir zwischendurch auf den Zeiger. Auch das Verhalten von Poirots Freund und Helfer Hastings ist sehr anstrengend. Er benimmt sich wie ein verliebter Trottel und oft hat man das Gefühl das sein Blut in andere Regionen rutscht und somit sein Denkvermögen eingeschränkt wird.

Der Fall an sich ist sehr gut dargestellt und es gibt immer wieder neue Anhaltspunkte. Man wird auch oft auf die Falsche Fährte gelockt. Die sehr ansprechend und spannend geschildert werden. Doch am Ende konnte Agatha Christie mich nicht überraschen, ich hatte so meine Vermutung wer der Täter ist und lag damit richtig. Aber trotzdem fand ich es sehr schön am Ende die Auflösung in Poirot Manier vorgetragen zu bekommen.

Es war ein netter Krimi der mich gut unterhalten hat, aber auch seine schwächen hat. Da ich die anderen Werke von Agatha Christie kenne, war ich zwar etwas enttäuscht aber wurde darüber hinweggetröstet da es sich hier um ein Frühwerk handelt und jeder mal klein anfängt.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Im Land des Korallenbaums

Im Land des Korallenbaums
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Im Land des Korallenbaums von Sofia Caspari ist ein historischer Love/Landscape Roman der seine Höhen und Tiefen hat. Es wird auf eindrucksvolle Weise die Auswanderung nach Argentinien geschildert und ...

Im Land des Korallenbaums von Sofia Caspari ist ein historischer Love/Landscape Roman der seine Höhen und Tiefen hat. Es wird auf eindrucksvolle Weise die Auswanderung nach Argentinien geschildert und wie sich das Leben dort gestaltete. Die Autorin benutzt dazu eine einfache und lebendige Sprache. Mich hat das Buch gut unterhalten es hatte aber auch seine schwächen. 

1863 Anna Weinbrenner ist auf dem Weg nach Argentinien. Ihre Familie und ihr Ehemann sind schon dort und nun freut sich Anna ihre Familie wieder zu treffen und auf einen Neuanfang. Auf dem Schiff lernt sie Viktoria Santos kennen. Sie ist auch auf dem Weg zu ihrem Mann den sie in Paris kennen gelernt und geheiratet hat. Beide Frauen freuen sich auf ihr neues Leben. Doch schon auf der Überfahrt hat Anna einige Sorgen und Probleme. Als sie in Argentinien ankommen hält das Leben für beide Frauen eine böse Überraschung parat. Beide Frauen müssen sich in ein neues Leben einfinden und ihr Glück selbst in die Hand nehmen. 

Ich lese gerne Frauenromane die historisch angehaucht sind, Abenteuer beinhalten, ein neues Land und ein Neuanfang beinhaltet. So habe ich mich auf dieses Buch sehr gefreut. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Ich kam gut in die Geschichte rein. Auch mit den Perspektivenwechsel kam ich gut zurecht. Zum einen machte dies das Buch spannender und auch abwechslungsreicher. Auch die Beschreibungen vom Land, Leben und den Menschen war sehr authentisch und wirkten sehr lebendig. Ich habe mich gefühlt als wäre ich mit auf dem Schiff und in Argentinien gewesen. 

Die Protagonisten waren auch sehr gut beschrieben. So konnte ich gut mit Anna mitfühlen und habe mit ihr mitgefiebert. Viktoria blieb für mich oft etwas distanziert, arrogant und unsympathisch. Gerade im Mittelteil hätte sie gerne mal geschüttelt. 

Leider waren manche Stellen im Buch sehr detailliert beschrieben und daher etwas langatmig und langweilig. Dann gab es Stellen die mich mehr interessiert hätten was die Autorin dann aber schnell abhandelte. Es war oft oberflächlich und flach. Auch waren manche Szenen sehr vorhersehbar. 

Es ist kein sehr tiefgängiger Roman sondern eher was für zwischendurch um sich etwas abzulenken und abzutauchen. Wenn man auf der Suche nach einem kurzweiligen Buch ist, kann man hiermit nichts falsch machen.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Ein perfider Plan

Ein perfider Plan
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Ein perfider Plan von Anthony Horowitz ist der Auftakt einer Reihe rund um den Ermittler Daniel Hawthrone und ist im Stil von Sherlock Holmes geschrieben. Mich hat dieses Buch sehr gereizt da ich ein Fan ...

Ein perfider Plan von Anthony Horowitz ist der Auftakt einer Reihe rund um den Ermittler Daniel Hawthrone und ist im Stil von Sherlock Holmes geschrieben. Mich hat dieses Buch sehr gereizt da ich ein Fan von Doyles Sherlock Holmes bin. Allerdings hat mich das Buch eher enttäuscht.

Diana Cowper plant ihre eigene Beerdigung und geht dafür in ein Bestattungsunternehmen. Sechs Stunden nach diesem Termin wird sie in ihren Haus erdrosselt, aber erst zwei Tage später gefunden. Wer hatte ein Interesse die alte Dame zu ermorden und vor allem wusste Diana das ihr was zu stoßen würde? Der ehemalige Polizist und jetzige Privatermittler Daniel Hawthrone beginnt zu ermitteln und bittet den Autoren Anthony Horowitz um Hilfe da er diesen Fall als Buch veröffentlichen will.

Die Grundidee des Buches finde ich sehr schön und war deswegen begeistert es lesen zu dürfen. Aber schnell stellte ich fest das die Story eher langweilig ist und es eher einer Selbst Inszenierung gleicht. Der eigentliche Fall tritt in den Hintergrund und es wird sich lange und viel mit der Nebensächlichkeit aufgehalten wie das Buch geschrieben werden sollte. Auch erzählt er ständig wie berühmt er ist, was er schon alles geschrieben hat, welche Berühmtheiten er kennt usw das lenkte von eigentlichen Kriminalfall ab und war zudem langweilig. Es kam keine Spannung auf und ich habe das Buch immer wieder unterbrochen um mal was anderes zu lesen.

Auch die Darstellung der Charaktere waren mir zu vorhersehbar. So hat er eigentlich Holmes und Watson kopiert und auf Hawthrone und sich angewandt. Dadurch wurden sie für mich nur zu einem zweitklassigen Abklatsch und weniger authentisch. Sie waren mir sogar sehr unsympathisch.

Ich habe mich eher durch das Buch gequält und glaube nicht das ich noch ein weiteres Buch des Autoren lesen würde.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Cherringham Spuren aus der Vergangenheit

Cherringham - Folge 19
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Cherringham Spuren aus der Vergangenheit ist der 19te Band einer Cosy Crime Reihe die ich bisher sehr gerne verfolgt habe. Gerade weil der Ort Cherringham sehr beschaulich und gemütlich ist, aber auch ...

Cherringham Spuren aus der Vergangenheit ist der 19te Band einer Cosy Crime Reihe die ich bisher sehr gerne verfolgt habe. Gerade weil der Ort Cherringham sehr beschaulich und gemütlich ist, aber auch weil das Ermittlerduo Jack und Sarah sehr sympathisch sind. Auch finde ich den Stil der Autoren und diese gemütliche aber doch auch spannenden Krimis sehr unterhaltsam. Dieser Band gefiel mir aber absolut gar nicht, die ganzen Entwicklungen waren für mich an den Haaren herbei gezogen und das Ende hat mich mehr als enttäuscht.

Klapptext: Es wird schaurig in Cherringham! Halloween steht vor der Tür ,und wie jedes Jahr veranstaltet das Bell Hotel, in dem es angeblich spuken soll, sein berühmtes "Geisterjäger-Dinner" mitsamt Schauergeschichten und Geistererscheinungen. Dieses Mal findet die Veranstaltung allerdings durch einen schrecklichen Unfall ein jähes Ende. Und plötzlich steht die Frage im Raum, ob hier nicht tatsächlich ein Geist umgeht! Jack und Sarah sind überzeugt, dass der Schuldige ein Mensch aus Fleisch und Blut sein muss - doch wer will dem Hotel schaden?

Die Stimme von Sabina Godec ist wieder angenehm gewesen und ich konnte ihr gut folgen. Doch das ist auch schon das einzige was ich gut an dem Hörbuch fand. Es war mir zu gespenstisch und zu langweilig. Ich habe ein paar mal gedacht ich würde das Buch abbrechen, habe es aber doch bis zum Ende gehört und bleibe enttäuscht zurück.