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Veröffentlicht am 15.06.2026

Eine Geschichte, die sich tief im Herzen verankert

Das geheime Buch der Flora Lea
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Bereits mit ihrem Buch WAS VON IHRER GESCHICHTE BLIEB hat mich Patti Calahan Henry in ihren Bann gezogen. So habe ich voller Sehnsucht auf DAS GEHEIME BUCH DER FLORA LEA gewartet. Gleich hatte mich der ...

Bereits mit ihrem Buch WAS VON IHRER GESCHICHTE BLIEB hat mich Patti Calahan Henry in ihren Bann gezogen. So habe ich voller Sehnsucht auf DAS GEHEIME BUCH DER FLORA LEA gewartet. Gleich hatte mich der unverwechselbare bildhafte und poetisch angehauchte Schreibstil in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft eine wunderschöne, berührende Atmosphäre unter Einbeziehung der örtlichen Natur mit ihren Mythen und Legenden.

Die Autorin erzählt diese Geschichte auf zwei Zeitebenen, wobei die Kapitel wechseln zwischen den Jahren 1939/1940 und dem Jahr 1960. Schauplatz ist der Stadtteil Bloomsbury in London sowie das Örtchen Binsey in Oxfordshire. Die Protagonistin Hazel Mersey Linden hat ihren letzten Arbeitstag in einem Buchladen für seltene Bücher, in Kürze wird sie zur berühmten Einrichtung Sotheby´s wechseln. Bei der Sichtung einer neuen Lieferung fällt ihr ein Buch in die Hand mit den Namen FLÜSTERWALD UND DER FLUSS DER STERNE. Fast bleibt ihr das Herz stehen, Flüsterwald ist eine imaginäre Märchenwelt, die sie als Jugendliche für ihre Schwester Flora erfunden hat, um dem Schrecken des Krieges zu entfliehen. Niemand wusste von dieser Welt, außer Flora, die vor 20 Jahren plötzlich verschwand. Ist ihre geliebte Schwester etwa noch am Leben? Hazel startet eine verzweifelte Suche, bei der sie sich der Vergangenheit und einst geliebten Menschen stellen muss.

Hazel hat den Verlust der Schwester nie verwunden und seit 20 Jahren nie die Hoffnung aufgegeben, etwas über deren Verbleib herauszubekommen. Sie gibt sich selbst die Schuld an Floras Verschwinden und hat geschworen, Ort und Menschen der Vergangenheit nie mehr aufzusuchen.

Durch Rückblenden in die Jahre 1939/1940 begleiten wir Hazel und Flora, die auf Anordnung der Regierung zum Schutz der Kinder während der Bombenangriffe, aufs Land geschickt werden. Sie landen im Örtchen Binsey in Oxfordshire bei der liebenswerten Bridie Aberdeen und ihrem Sohn Harry. In dem hübschen Cottage in der Nähe der Themse verbringen sie eine glückliche und unbeschwerte Zeit. Bridie kümmert sich liebevoll um die Kinder und verbringt viel Zeit mit ihnen in der Natur. Hazel kümmert sich aufopferungsvoll um Flora und erschafft für diese die magische Welt Flüsterwald, einen Ort, an dem sie alles sein können, was sie möchten. Ein Ort, der nur ihnen gehört. In Harry findet Hazel einen Seelengefährten und es erwachen zarte Gefühle. Als Flora eines Tages beim Spielen am Fluss verschwindet, ist nichts mehr, wie es war.

Im Jahr 1960 steht Hazel immer noch in Verbindung mit dem seinerzeit zuständigen Detective Aiden. Die Entdeckung des Buches gibt ihr neue Hoffnung und sie stürzt sich Hals über Kopf in die Suche nach der Autorin und wie diese an die Geschichte kam. Seinerzeit vernommene Personen geraten wieder in den Fokus und Hazel nimmt zum ersten Mal wieder Kontakt zu Bridie und Harry auf. Auch diese haben den Verlust nie überwunden und tragen tiefe Wunden in sich.

Patti Calahan Henry gibt der Verzweiflung, den Empfindungen und der Einschränkung mit dem Verlust eines geliebten Menschen zu leben eine tiefgehende und berührende Stimme. Als Leserin bin ich tief in die Geschichte eingetaucht und habe mich gemeinsam mit Hazel ihren Hoffnungen und Ängsten gestellt. Hoffen heißt auch ein klein wenig an Wunder zu glauben und unerklärliche Mächte.

Auch DAS GEHEIME BUCH DER FLORA LEA hat mich wieder verzaubert und wird für mich immer etwas Besonderes sein. Bitte nehmt Euch ein Herz und lest die wunderbaren Bücher der Autorin, die für mein Empfinden viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Vielen Dank Patti Calahan Henry für diese besondere Geschichte und natürlich an den Adrian Verlag, die diesen Schatz mit dem deutschen Buchmarkt zugänglich macht.

Mein Fazit:
Patti Calahan Henry ist eine herausragende Autorin, deren Bücher tief unter die Haut gehen. Sie schafft mit ihrem bildhaften und teils poetischen Schreibstil eine zauberhafte Atmosphäre unter Einbindung der Natur ihrer Schauplätze sowie deren Mythen und Legenden. Über allem liegt ein Hauch von Magie und einer unbekannten Macht. Ihre Charaktere überzeugen durch ihre Authentik und ihre perfekte Ausarbeitung. Ich wünsche mir, noch viele ihrer Werke zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Düster und atmoshärisch

Weavingshaw
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Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Buch zuerst die besondere Ausstattung ins Auge fiel. Dass der Klappentext mich dann auch ansprach, überzeugte mich zum Kauf.

Das Buch startet eher ruhig, so dass ...

Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Buch zuerst die besondere Ausstattung ins Auge fiel. Dass der Klappentext mich dann auch ansprach, überzeugte mich zum Kauf.

Das Buch startet eher ruhig, so dass ich ausreichend Gelegenheit hatte, um in die Geschichte reinzufinden. Das Setting der fiktiven Welt mutet historisch an, wobei es viele Parallelen zur realen Welt gibt. So zum Thema Krieg, Flucht und Asyl. Über allem liegt eine dunkle, teils beängstigende Atmosphäre. Die Existenz von Geistern und Dämonen passen perfekt zu der eher dunklen und kalten Stimmung.

Für Leena Al-Sayer steht die Familie an erster Stelle. Seitdem ihr Vater im Gefängnis ist, kümmert sie sich um ihren jüngeren Bruder Rami. Als dieser schwer erkrankt sucht sie den Saint der Stille auf, um ihr Geheimnis gegen die lebensnotwendige Medizin einzutauschen. Leena kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Ehe sie sich versieht, ist sie vertraglich an St. Silas gebunden und muss einen ganz bestimmten Geist für ihn finden. Die aufwendige Suche führt Sie nach Weavingshaw, dem ehemaligen Familiensitz der Avons umgeben von Mooren und Wäldern. Schnell ist klar, dass dort dunkle Mächte am Werk sind und hinter allem eine schreckliche Wahrheit steckt.

Für Leena hegte ich gleich Sympathie, sie ist bodenständig, mutig und weiß genau, was sie will. Ihre Fähigkeit fand ich allerdings ganz schön speziell und eher belastend. Während der Verhandlungen mit St. Silas feilscht sie mit diesem am Vertragstext. Für mich begegnete Sie dem Saint von Anfang an auf gleicher Höhe. Dessen Auftreten ist kühl, berechnend und emotionslos. Doch mit Fortschreiten der Geschichte bröckelt die Fassade und lässt kleine Einblicke in sein Innerstes zu. Anhand von Rückblenden in die Vergangenheit wurde St. Silas für mich immer interessanter. Was sind seine Beweggründe und warum macht er es sich so schwer im Umgang mit Leena? Dennoch, durch versteckte Gesten und Andeutungen wird deutlich, dass die beiden sich einander nähern.

Auf Weavingshaw sind eindeutig dunkle Mächte im Spiel und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Niemand ist St. Silas, seiner Dienerin Mrs. Van, Leena und Rami wohlgesonnen. Es kommt zu Kämpfen, Übergriffen, Dämonenbegegnungen und einem Wettlauf gegen die Zeit. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger und einigen offenen Fragen. Ich hoffe, die Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten. Von mir eine klare Leseempfehlung für Fans von Romantasy und Gothic.

Mein Fazit:
Eine fesselnde Slow Burn-Romantasy mit unheimlicher Atmosphäre und tollen Charakteren. Besonders gefallen hat mir die konstant steigende Spannung und die unerwartete Entwicklung der Geschichte. Das düstere Setting und die Existenz von Geistern und Dämonen sorgten stellenweise für Gänsehaut.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Leben 2.0 auf kleinem Fuiß

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Die Duvals verkörpern das, was ich persönlich verabscheue. Mitglieder der High Society, die Geld eimerweise ausgeben und ohne ihre Angestellten nichts auf die Reihe bekommen. Ich war schon ein wenig schadenfroh, ...

Die Duvals verkörpern das, was ich persönlich verabscheue. Mitglieder der High Society, die Geld eimerweise ausgeben und ohne ihre Angestellten nichts auf die Reihe bekommen. Ich war schon ein wenig schadenfroh, als sich das Leben von Isabell und ihren Kindern Clara und Lucas abrupt endet als Vater Sebastian wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis kommt. Wo Isabell und Clara völlig naiv und unfähig erscheinen, hat Sohn Lucas, von Beruf Anwalt, das Problem gleich erkannt. Auf Unterstützung ihrer angeblich guten Freunde hoffen sie vergeblich, denn die lassen sie fallen wie eine heiße Kartoffel. Den Dreien bleibt nur ein Ausweg, die Flucht nach Nordfriesland ins beschauliche Örtchen Deerhusen, wo Isabells Schwester Stine eine Pension führt. Die Ankunft entpuppt sich als regelrechter Kulturschock, denn nun müssen sie für ihren Lebensunteralt mit anpacken.

Ich kann nur sagen, ich habe das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Schon allein die Anreise per Zug ist ein wahres Lesevergnügen, wie die drei mit einer endlosen Zahl von Koffern jonglieren und schon am Fahrkartenautomaten aufgeschmissen sind. Die Autorinnen haben die Situationen herrlich überspitzt dargestellt, aber genau den Punkt getroffen. Isabell sieht sich genötigt, ihren Kindern ihre wahre Herkunft zu beichten, ein einfaches Leben, dass sie als Tomke geführt hatte. Ihre Schwester Stine hat mir gleich gefallen. Bodenständig, direkt, aber das Herz am rechten Fleck. Zwischen den Schwestern herrscht Eiseskälte und man erfährt auch schnell warum. Nicht gerade die feine Art, was Isabell damals abgezogen hat.

Es hat unwahrscheinlich Spaß gemacht, die Duvals, die nun für Kost und Logi in der Pension mit Hand anlegen mussten, bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Während Isabell beim Kloputzen eine Panikattacke bekommt und Clara sich um Schaf Anneliese kümmern muss, geht Lucas in seinem Job als Handwerker völlig auf. Die frische Brise Nordfrieslands pustet allen ordentlich den Kopf durch und sie sehen das Leben plötzlich mit anderen Augen. Mit viel Humor und einem ganz besonderen Charme haben Bente van der Maar mit ihrem Debüt eine absolute Wohlfühlgeschichte abgeliefert, die man in einem Rutsch durchlesen kann.

Da ich die Charaktere allesamt sehr liebgewonnen habe, freue ich mich, dass bereits am 02.11.2026 Teil 2 NEUSTART MIT NORDWIND erscheinen wird. Ich kann die Rückkehr nach Deerhusen kaum erwarten.

Mein Fazit:
Beste Unterhaltung aus dem Feelgood-Bereich. Tolle Charaktere, friesischer Charme, Dorfidylle und Schafe auf dem Deich. Die ideale Lektüre zum Abschalten.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Herrlich unterhaltsam und Konkurrenz für den Donnerstagsmordclub

Betreutes Morden
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Wenn es nach mir geht, kann es gar nicht genug britische Krimis geben. Ich liebe einfach den speziellen Humor und die oft skurrilen Personen. Genau das erwartete mich im Auftaktband der neuen Reihe von ...

Wenn es nach mir geht, kann es gar nicht genug britische Krimis geben. Ich liebe einfach den speziellen Humor und die oft skurrilen Personen. Genau das erwartete mich im Auftaktband der neuen Reihe von Fergus Craig. In der Seniorenresidenz Sheldon Oaks möchte die Serienmörderin Carol nach 35 Jahren Haft einen beschaulichen Lebensabend verbringen. Ihren BERUF hat sie mittlerweile an den Nagel gehängt. Dann geschieht jedoch ein Mord und ihre neuen Freunde entpuppen sich als ehemalige Ermittler, die Carol natürlich gleich als Hauptverdächtige sehen. Nun muss sie schnellstens ihre Unschuld beweisen, sonst war es das mit Freunden und Freiheit.

Carol war mir gleich sympathisch, sie kommt gleich auf den Punkt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie ist stolz darauf, dass man sie als Hobbymörderin polizeilich als Serienmörderin betrachtet. Man muss ihr zugutehalten, dass sie nicht aus Spaß gemordet hat, sondern um die Welt von bösen Menschen zu befreien. Ihre neuen Freunde bestehen aus dem ehemaligen Kriminalkommissar Geoffrey, der früheren Innenministerin Margret sowie der ehemaligen Pathologin Catherine. Vorrausetzungen für ein perfektes Ermittlerteam. Jeder Charakter hat seine speziellen Eigenheiten, was in Verbindung mit dem schwarzen Humor zu tollen Dialogen führt. Besonders gut gefiel mir auch, dass der Autor die menschliche Seite von Carol und die Beweggründe für ihre Morde thematisiert hat. Ich als Leserin konnte ihr Handeln in gewisser Weise nachvollziehen, nachdem immer wieder Näheres über die jeweiligen Morde bekannt wurde. Die drei ehemaligen Ermittler benötigen einiges an Überzeugungsarbeit, um bei ihrem Verdacht über den Tellerrand hinauszusehen. So gibt es viele unterhaltsame Dialoge, überraschende Geschehnisse und unerwartete Wendungen.

BETREUTES MORDEN hat alles, was einen perfekten britischen Krimi ausmacht und hat mich bestens unterhalten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Reihe.


Mein Fazit:

Erstklassiger britischer Krimi mit toller Location, schrulligen Charaktere und spitzfindigem schwarzem Humor. Ein weiteres Seniorenteam, das erfolgreich ermittelt.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Mitreißend, ehrlich mit einer besonderen Atmosphäre

Der Fährmann
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Hohenwart 1894 - Von jeher war es so, der Fluss nimmt, der Fluss gibt. Der Winkler Hannes entgeht nur knapp dem Tod, seit er in die Salzach fiel. Seit der Genesung verbindet ihn eine tiefe Freundschaft ...

Hohenwart 1894 - Von jeher war es so, der Fluss nimmt, der Fluss gibt. Der Winkler Hannes entgeht nur knapp dem Tod, seit er in die Salzach fiel. Seit der Genesung verbindet ihn eine tiefe Freundschaft mit der Hofer Elisabeth und der Wirtstochter Annemarie, der deutschen Seite des Flussufers. Nach seiner Genesung im Alter von 6 Jahren entscheidet das familiäre Schicksal über den Winkler-Sohn, er wird als 4. Sohn die Nachfolge seine Onkels als Fährmann antreten und bald bei diesem in die Lehre gehen. Als Fährmann heiratet man nicht, da es nicht Frau und Kinder geben soll, die bei einem Unglück um ihn trauern. Bereits im Alter von knapp 12 Jahren müssen die Kinder der Grenzregion arbeiten wie die Erwachsenen. Sei es auf dem Hof, im Wirtshaus oder als Fährmann. Auch wenn kaum noch Zeit bleibt, halten Hannes, Annemie und Lisi ihre Freundschaft so gut es geht aufrecht. Obwohl Hannes und Lisi sich zueinander hingezogen fühlen, darf keiner seine Gefühle offenbaren. Der Hofer Bauer hat bereits die Heirat von Lisi mit dem Steiner Josef arrangiert, so dass Geld zu Geld kommt mit zwei großen Höfen. Die Annemie hatte jedoch gehofft, dass der Josef sie heiratet, da er sich nur zu gern mit ihr erfreut. Mit der Heirat beginnt für die 4 jungen Leute ein Strudel aus Liebe, Neid, Gewalt und dramatischen Ereignissen, nochmals verstärkt durch die Einflüsse des 1. Weltkriegs.

Schon von der ersten Seite an erfasste mich eine enorme Bildgewalt und eine beklemmende, düstere Atmosphäre. Das Leben im deutsch-österreichischen Grenzgebiet ist für niemanden ein Zuckerschlecken. Von Kindesbeinen an wird der Alltag durch harte Arbeit, Entbehrungen und Gewalt geprägt. Kinder und Frauen werden mit Zug und Ordnung von den Familienoberhäuptern beherrscht. Während Hannes und Annemarie sich mit Stärke ihrem Leben stellen, hat die Elisabeth einen schweren Stand am Steiner Hof, wo sie wenig Beachtung und einen gewalttätigen Mann vorfindet.

Regina Denk schildert ohne beschönigende Worte ein Leben beherrscht von Gewalt, Überlebenskampf, der Suche nach Anerkennung und unglücklicher Liebe. Was bin ich dankbar, zu der Zeit nicht gelebt zu haben, immer an der Grenze zwischen Leben und Tod. Sprachlich ist Regina Denk eine perfekte Zeitreise in die Vergangenheit gelungen. Mit ihrer lebhaften und fesselnden Erzählweise habe ich nur so an den Zeilen gehangen und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Der Autorin ist mit DER FÄHRMANN ein literarisches Meisterwerk gelungen. Vielen Dank dafür.

Mein Fazit:
Düster, atmosphärisch und rasend, wie ein ungezügelter Fluss treibt die Autorin uns Leser durch ein deutsch-österreichisches Familiendrama zur Zeit des 1. Weltkrieges. Sprachlich herausragend fühlte ich mich in der Zeit versetzt und ganz nah bei den vielschichtigen Charakteren. Hoffnung und Bangen ließen mich oft die Luft anhalten. Ein wahres Meisterwerk.

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