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Veröffentlicht am 29.04.2026

Mit wahren Freunden ist das Leben schöner

Das Geheimnis des Geigenbauers
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Ich liebe die tiefgründigen und gefühlvollen Bücher von Evie Woods, denen immer ein Hauch Magie beiwohnt. Mit diesem Buch hat sie die eigene Messlatte noch ein ganzes Stück höher gesetzt.

Was haben ein ...

Ich liebe die tiefgründigen und gefühlvollen Bücher von Evie Woods, denen immer ein Hauch Magie beiwohnt. Mit diesem Buch hat sie die eigene Messlatte noch ein ganzes Stück höher gesetzt.

Was haben ein Mitarbeiter der Gepäckabfertigung, ein pensionierter Lehrer und eine Gutachterin für Instrumente gemeinsam? Sie sind jeder auf ihre Art einsam, tief im Herzen, und haben die Hoffnung auf Heilung aufgegeben. Durch einen glücklichen Zufall kommen sie in den Besitz und Einfluss einer Geige, über 200 Jahre alt, deren Klang und Magie ihnen neuen Mut macht, sie auf eine gemeinsame Reise schickt und zu einer engen Gemeinschaft verwebt.

Der mir bereits bekannte poetisch angehauchte Schreibstil von Evie Woods lässt mich auf den Tönen einer geheimnisvollen Melodie durch die Seiten fliegen. Die Geschichte ist eher ruhig und unaufgeregt, dennoch war ich absolut gefesselt von der Suche an der Seite von Devlin, Walter und Gabrielle. Immer auf ihren Fersen sind Verbrecher, die besagte Geige gestohlen, aber verloren haben. Hier wurde es schon das ein oder andere Mal brenzlig. Die Geschichte endet für alle Beteiligten absolut verdient und die Seele der Geige wird mit der Vergangenheit vereint.

Auch diesmal hat die Autorin viel Herzblut in die Gestaltung ihrer Charaktere gesteckt, die größtenteils einen Platz in meinem Herzen gefunden haben. Die es nicht dorthin geschafft haben, bekamen ihre gerechte Strafe. Auch gab es wunderbare Einblicke in das Wissen über Musik, Geigen und deren Erbauer.

Vielen Dank Evie Woods für dieses herausragende Lesehighlight.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist wie eine verlorene Komposition, auf die alle LESE-Virtuosen gewartet haben. Drei im Herzen einsame Protagonisten machen sich auf die Suche nach dem Geigenbauer und finden sich selbst. Absolut lesenswert.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2026

Heimat ist da, wo das Meer weit ist

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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Runa Hansen ist erfolgreiche Betriebsleiterin eines Hamburger Fischgroßhändlers. Der Senior-Chef lässt ihr freie Hand und sie leitet ihr Team sicher und fair. Gemeinsam mit ihrem 17-jährigen Sohn Finn ...

Runa Hansen ist erfolgreiche Betriebsleiterin eines Hamburger Fischgroßhändlers. Der Senior-Chef lässt ihr freie Hand und sie leitet ihr Team sicher und fair. Gemeinsam mit ihrem 17-jährigen Sohn Finn lebt sie auf einem Hausboot. Sie liebt ihre Unabhängigkeit, steht jedoch immer in Kontakt mit ihrer Familie, die einen Familienbetrieb als Krabbenfischer in Greetsiel betreibt. Als ihr Bruder Peer verunglückt, steht der Betrieb vor dem Ruin. Als nunmehr älteste Tochter ist es an ihr den Fortgang zu regeln. Doch das heißt auch, dass sie sich der Vergangenheit stellt. Schlussendlich gibt es eine Entscheidung zu treffen, Karriere oder Familienbetrieb.

Ich lerne Runa als starke, gewissenhafte erfolgreiche Frau kennen. Beruflich und privat hat sie sich eine finanziell unabhängige Existenz aufgebaut. Der Unfall ihres Bruders und die Rückkehr nach Donaskoog, dem Familiensitz, stellt sie vor eine harte Herausforderung. Wieder muss sie als älteste Tochter das Zepter in die Hand nehmen, wie damals als ihre Mutter starb und sie die Verantwortung für ihre beiden jüngeren Geschwister unternehmen musste. Vater Hauke war da keine große Hilfe. Der erneute Schicksalsschlag hinterlässt eine große Lücke und die Familie tut sich schwer an einem Strang zu ziehen.

Nicht nur die Existenz des Familienbetriebes bereitet ihr Sorgen, sondern auch ein harter Widersacher, der alles daransetzt, das Grundstück zu erwerben und für seine Zwecke zu nutzen. Dazu kommt noch ein Geheimnis, welches sie sich nie getraut hat klarzustellen und sie damals zur Flucht nach Hamburg bewogen hat.

Danela Pietrek hat einen unverkennbaren Schreibstil, der unter die Haut geht und mich veranlasst hat, Teil der Familie Hansen mit ihren Sorgen, Hoffnungen und Ängsten zu sein. Die bildhaften Beschreibungen versetzten mich an die raue Nordseeküste von Ostfriesland und ihrem ganz besonderen Charme. Die eingearbeiteten plattdeutschen Redewendungen und die detaillierte Darstellung der Krabbenfischerei mitsamt ihren Traditionen hat dieses Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht. Die Charaktere sind authentisch, gut ausgearbeitet und zum Großteil sympathisch.
Zum Ende wurde in vieler Hinsicht eine Klärung herbeigeführt, doch ein paar Fragen blieben offen. Deshalb hoffe ich, dass es nur ein Abschied auf Zeit ist und ich noch einmal nach Donaskoog zurückkehren darf.

Herzlichen Dank Danela Pietrek für diese tiefgründige Familiengeschichte, die ich von Herzen gerne weiterempfehle.

Mein Fazit:
Die Autorin hat fesselnd und einfühlsam den Existenzkampf eines Familienbetriebes speziell zum Thema Krabbenfischerei in eine mitreißende Story verpackt. Authentische Charaktere der unterschiedlichsten Art wachsen zusammen, müssen sich mit Problemen auseinandersetzen und persönliche Hürden überwinden. Gut gefallen hat mir auch die Tradition der Krabbenfischerei sowie das beschriebene Vorgehen in solch einem Betrieb. Den wunderschönen Ort Greetsiel habe ich in den bildhaften Beschreibungen gleich wieder erkannt. Eine tolle Geschichte mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Packendes Finale einer Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Etwa ein Jahr ist es hier, seit meinem wunderschönen Leseausflug nach Sylt. Fenjas Familiengeschichte ist mir noch lange im Gedächtnis geblieben und so freute ich mich sehr, gemeinsam mit Anna auf die ...

Etwa ein Jahr ist es hier, seit meinem wunderschönen Leseausflug nach Sylt. Fenjas Familiengeschichte ist mir noch lange im Gedächtnis geblieben und so freute ich mich sehr, gemeinsam mit Anna auf die Suche nach Martje zu gehen.

Genau wie Anna fühlte ich mich am Lister Ellenbogen gleich wieder zuhause. Endlich wieder durchatmen und die Seele baumeln lassen. Das Meer mit allen Sinnen genießen. Doch viel Zeit zum Luftholen blieb nicht, denn Fenja hoffte auf eine baldige Spur von Martjes Verbleib.

Parallel zu den von Anna recherchierten Informationen reise ich in die Vergangenheit zu Martje. Mit der Begegnung des Schürzenjägers und Strandpiraten Hark im Jahr 1958 und ihrer tiefen Liebe zu diesem, kehrt Martje Sylt den Rücken und stürzt sich Hals über Kopf in ein bewegtes Leben. Nach einem Schiffsunglück kann sie sich mit Ach und Krach nach Amrum retten. Mit jeder Spur, die Anna in der Gegenwart findet, offenbart sich auch ein Teil aus Martjes Leben. Der Wechsel der Zeitebenen ist angenehm und jeweils sehr fesselnd. Während ich Annas Empfindungen, auch in Bezug auf Ihre unglückliche Liebe zu Fenjas Sohn Eric, nachempfinden konnte, hat mich Martjes Charakter eher außen vor gelassen. Ich konnte verstehen, dass sie anfangs Angst hatte, mit Harks Machenschaften in Verbindung gebracht zu werden und lieber untergetaucht ist. Doch nach einiger Zeit hätte sie ruhig wieder Verbindung zu ihrer Familie aufnehmen können, zumal sie diese ja auch tief im Herzen vermisste. Den Großteil ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Sie kommt stark und eigenwillig daher, verdrängt jedoch Herkunft und Familie bis ins hohe Alter. Einzig mit ihrer Zuneigung zu dem alten Vogelwart Nanning konnte Martje für mich Pluspunkt sammeln.

Die Schaffung des Charakters Leevke Fedder, welche den Schreibwettbewerb zur Fortführung von Martens Roman gewann, fand ich von der Autorin sehr gelungen. Dies rundete das Finale für mich harmonisch ab. Wobei ich anmerken möchte, dass die Geschichte am Ende im Eiltempo voranschritt. Zurück blieb ein seliges Gefühl in meinem Herzen. Mit Wehmut habe ich von den Lister Bücherfrauen Abschied genommen. Lieben Dank Gabriella Engelmann für diese wunderbare Dilogie.

Mein Fazit:
Auch in Band 2 überzeugt die Autorin mit ihrem gefühlvollen und poetisch angehauchten Schreibstil und den größtenteils wunderbaren Charakteren. Die Liebe zu den wildschönen Nordsee-Inseln und zur Literatur spricht aus jeder Silbe. Eine lesenswerte Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wer ist gefährlicher, Mensch oder Tier?

Wo die Wölfe sind
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Von jeher bin ich fasziniert von Wölfen und lese mit Begeisterung Berichte oder sehe Dokumentationen. Dennoch hat dieses Buch fast 4 Jahre ungelesen in meinem Bücherregal gestanden. Warum kann ich nicht ...

Von jeher bin ich fasziniert von Wölfen und lese mit Begeisterung Berichte oder sehe Dokumentationen. Dennoch hat dieses Buch fast 4 Jahre ungelesen in meinem Bücherregal gestanden. Warum kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall schien jetzt der richtige Moment zu sein, um es zu lesen.

Die Protagonistin Inti Flynn ist eigenwillig, aufbrausend und aufgrund gewalttätiger Erfahrungen misstrauisch gegenüber den Menschen. Ihre Besonderheit ist von Kindheit an, dass sie Empfindungen von Mensch und Tier spüren kann, als wären es ihre eigenen. Dies nennt sich Mirror-Touch-Synästesie. Diese Eigenschaft macht sie auch leicht angreifbar, ein Eigenschutz nicht immer möglich. Richtig wohl fühlt sich Inti in freier Natur und in ihrem Beruf als Wolfsbiologin. Mit ihren Kollegen arbeitet sie an dem Projekt, Wölfe in den schottischen Highlands wieder anzusiedeln, um dort die Renaturierung zu unterstützen. Durch die natürliche Regulierung des Rotwildbestandes sollen sich die Wälder erholen, deren junge Triebe dem Rotwild als Nahrung dienen. Durch die bildgewaltigen Beschreibungen viel es mir leicht, mich in die wildromantische Natur der Highlands zu versetzen. Ich habe fieberhaft nach den Wölfen Ausschau gehalten und bei deren Sichtung den Atem angehalten. Erstaunlich, wie unterschiedlich deren Charaktere sind und wie perfekt sie ihr Revier verinnerlichen.

Ein weiterer großer Erzählstrang befasst sich mit dem Thema Gewalt, vor allen Dingen Gewalt gegenüber Frauen. Die Beschreibungen der Autorin in dieser Hinsicht sind heftig, aufwühlend und auch ein wenig verstörend. Auf Weichzeichner wurde hier vollkommen verzichtet. Es wird verdeutlicht, wie präsent die Gewalt um uns herum ist, gegenüber Menschen und Tieren. Niemand sollte die Augen verschließen.

Das Setting des Buches ist dunkel, mysteriös, oft auch bedrückend. In Bezug auf die Wiederansiedlung der Wölfe wurden die Befürworter und Gegner auf gleicher Höhe mit ihren Hoffnungen und Ängsten angehört. Ich konnte sowohl die eine als auch die andere Seite verstehen. Das Ziel ist es Menschen, Natur und Tiere wieder in Einklang zu bringen.

Gegen Ende nahm das Buch in Sachen Dramatik extrem Fahrt auf, teilweise für meinen Geschmack zu viel und ziemlich erschreckend. Und dennoch war ich so gefesselt, dass ich es kaum weglegen konnte. Eine Geschichte, die noch lange in mir nachhallen wird.

Mein Fazit:
Eine Geschichte voller Bildgewalt, der Liebe zur Natur und zu den Wölfen vor der wildromantischen Kulisse der schottischen Highlands. Eigenwillige Protagonisten mit jeder Menge Ecken und Kanten, die die Welt wieder in Einklang bringen möchten und ihren inneren Frieden suchen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein Ort der verzaubert

The Enchanted Greenhouse
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Nachdem mich bereits ihr Buch THE SPELLSHOP komplett verzaubert hatte, war für mich klar, dass auch THE ENCHANTED GREENHOUSE bei mir einziehen wird. Das Genre Cozy Fantasy findet meine absolute Begeisterung. ...

Nachdem mich bereits ihr Buch THE SPELLSHOP komplett verzaubert hatte, war für mich klar, dass auch THE ENCHANTED GREENHOUSE bei mir einziehen wird. Das Genre Cozy Fantasy findet meine absolute Begeisterung.

Caz das Spinnenkraut habe ich in The SPELLSHOP sehr liebgewonnen. Deshalb hat es mich gefreut, dass die Autorin die Geschichte seiner Schöpferin hier wieder aufgegriffen hat. Allerdings empfand ich die Verwandlung in eine Statue als Strafe für die verbotene Nutzung von Magie absolut übertrieben. So steht sie für lange Zeit im Lesesaal der großen Bibliothek. Nach 6 Jahren erwacht sie, vom Zauber befreit, auf einer verschneiten Insel mit zahlreichen wunderbaren Gewächshäusern. Diese werden vom einzigen Bewohner der Insel, dem Gärtner Yarrow, gepflegt. Die Gewächshäuser sind mit Magie belegt, um die optimalen Bedingungen zu gewährleisten. Doch seit der Zauberer der Insel verstorben ist, schwächt sich die Magie und viele Pflanzen sind schon gestorben. Terlu kann nicht anders, als nach dem Zauber zu forschen, der die Magie wieder ins Gleichgewicht bringt.

Die Autorin hat auch bei dieser Geschichte eine wunderbare warmherzige und gemütliche Stimmung geschaffen. Terlu und Yarrow sind ganz liebenswerte Charaktere, deren Liebe zur Natur und den Pflanzen eine starke Verbindung erzeugt. Besonders gut gefallen hat mir die Vielfalt sprechender Pflanzen, die mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften versehen sind. Hier hat die Redensart MIT PFLANZEN ZU SPRECHEN eine wortwörtliche Bedeutung. Und in diesem Buch gibt es einige sehr redselige Exemplare, allen voran Lotti, die Auferstehungsrose.

Die Gemeinschaft, die Terlu auf der Insel findet ist so wunderschön, dass mir ganz warm ums Herz wurde. Jeder hat seine Aufgabe und nur gemeinsam können sie das Gewünschte erreichen. Sehr gefreut hat mich auch, dass durch Terlus Einwirken auf Yarrow eine Versöhnung der Familie stattfinden konnte. Die Liebe der Autorin zur Pflanzenwelt ist allgegenwärtig und schafft der Geschichte einen schönen Rahmen.

Eine rundum perfekte Wohlfühlgeschichte, die mir viel Spaß gemacht hat.

Mein Fazit:
Eine warmherzige und magische Geschichte über die Überwindung der Einsamkeit und den Menschen und den Ort zu finden, der Zuhause bedeutet. Es lohnt sich immer, den Mut zu haben über sich hinauszuwachsen und einen Neuanfang zu starten.

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