Cover-Bild Wie Träume im Sommerwind
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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 14.06.2022
  • ISBN: 9783499275265
Katharina Herzog

Wie Träume im Sommerwind

Es ist ein bezaubernder Ort – der Rosenhof auf Usedom, seit Generationen im Besitz der Familie Jung. Anders als ihre Schwester hat es Emilia dort nach der Schule nicht mehr ausgehalten. Dann hat Clara einen Autounfall, und ausgerechnet Emilia soll sich um die beiden Kinder und den Hof kümmern. Eine schwere Aufgabe: Die Gärtnerei steht kurz vor der Insolvenz. Als Emilia herausfindet, dass ihre Schwester vor ihrem Unfall heimlich nach Kent reisen wollte, will sie wissen, warum. Zusammen mit Claras bestem Freund Josh und ihrer rebellischen Nichte Lizzy fliegt sie in den «Garten Englands». Emilia stößt dabei nicht nur auf eine verschollen geglaubte Rose, sondern auch auf die Geschichte einer großen verbotenen Liebe. Und lange verdrängte Gefühle für Josh erwachen erneut …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2025

Für Zwischendurch ganz nett

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Cover

Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe die eher seichte Farbwahl, die vielen Details, die wundervoll zum Inhalt passen und Gesamtbild stimmig vervollständigen.


Meine Meinung

Da ich ...

Cover

Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe die eher seichte Farbwahl, die vielen Details, die wundervoll zum Inhalt passen und Gesamtbild stimmig vervollständigen.


Meine Meinung

Da ich gerade mal wieder Lust auf Liebesromane habe, bin ich beim Stöbern in meinem Stapel ungelesener Bücher über dieses Buch gestolpert. Ich habe es bereits vor einer ganzen Weile zufällig als Mängelexemplar gekauft, weil ich den Inhalt ansprechend fand und das Cover ganz hübsch war. Bisher kannte ich noch kein Buch dieser Autorin und bin – jetzt nach Beenden – unentschlossen, ob ich zukünftig erneut ein Buch von Katharina Herzog lesen würde.

Ich glaube, mein größtes Problem mit dieser Geschichte war die Erzählweise als solche. Inhaltich bringt „Wie Träume im Sommerwind“ die richtigen Elemente dafür mit mich überzeugen zu können, doch umgesetzt liest es sich leider sehr oberflächlich und auf Gedanken und Gefühle der Protagonisten wird relativ wenig eingegangen. Es gab Momente, die wundervoll dazu gedient hätten Tiefgang und Emotionalität hervorzurufen, doch diese verstreichen so schnell, bekommen so wenig Zeit sich zu entfalten und bleiben vergleichsweise flach, dass es mir das Herz bricht. Im Grunde genommen gab es nur einen einzigen Moment, ganz am Ende, den ich persönlich gefühlt habe, was für über 300 Seiten schlichtweg zu wenig ist.

Allerdings kann ich ebenso zugeben, dass ich die Sichtwechsel zwischen der gegenwärtigen Emilia und der vergangenen Clara schön gewählt und vom emotionalen Aspekt einmal abgesehen gerne gemocht habe. Auch, dass die Informationen, Claras Vergangenheit in England betreffend, erst nach und nach gelüftet wurden wurde toll umgesetzt und sorgte durchaus für einen kleinen Spannungsaufbau.

Emilia per se als Protagonistin war ganz in Ordnung. Ich konnte ihre Beweggründe verstehen, allerdings fehlte es mir – wie bereits an anderer Stelle angesprochen – durchgängig der Tiefgang. Auch was die emotionale Bandbreite ihres Charakters betrifft, bin ich ziemlich enttäuscht worden. Was eigentlich auch alle anderen (Neben-)Charaktere betrifft.

Auch die im Klapptext bereits angekündigte Beziehung zwischen ihr und Josh wirkt bis zur allerletzten Seite furchtbar blass und hölzern. Es mangelt an Überzeugungskraft, an ehrlichen Momenten und Gesprächen, um beide besser kennenzulernen.

Für Zwischendurch und wenn man ohne hohe Erwartungen an dieses Buch herangeht, wird man vermutlich nicht enttäuscht werden. Ich für meinen Teil hab mehr erwartet, als mir letztlich geboten wurde.


Fazit

Ein schöner, leider wenig tiefgehender Liebesroman, der sich perfekt für Zwischendurch eignet.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Der Roman lässt das Gärtnerherz aufblühen, die Geschichte ist allerdings arg konstruiert und die großen und kleinen Dramen lösen sich am Ende zu leicht in Wohlgefallen auf.

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Emilia ist zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Clara auf dem Rosenhof ihrer Eltern auf Usedom aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester wollte Emilia den Hof jedoch nicht übernehmen, sondern ...

Emilia ist zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Clara auf dem Rosenhof ihrer Eltern auf Usedom aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester wollte Emilia den Hof jedoch nicht übernehmen, sondern Parfumeurin werden und ist dafür zur Ausbildung nach Paris gegangen. Ihr Traum hat sich Jahre später nicht erfüllt. Emilia arbeitet stattdessen als Kellnerin in einem Bistro in Paris, als sie der Anruf ihrer Mutter erreicht, dass Clara nach einem Autounfall schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Ohne zu zögern eilt Emilia nach Hause und findet bald ein Foto einer Rose mit einer rätselhaften Widmung und dass Clara vorgehabt hatte, zeitnah nach England zu reisen, wo sie nach ihrer Schulzeit ein Jahr verbracht hat. Als Emilia dann auch noch herausfindet, dass der Rosenhof in Existenznöten ist, beschließt sie zusammen mit ihrer Nichte nach England zu reisen, um herauszufinden, was es mit der ominösen Rose auf sich hat und was Clara dort wollte. Einerseits hegt sie die Hoffnung, Clara mit dem Duft der Rose aus dem Koma holen zu können und andererseits herauszufinden, ob es sich bei dem Briefeschreiber um den geheimen Vater ihrer Nichte handeln könnte.
Emilia selbst hegt immer noch Gefühle für ihren Jugendschwarm, der sich scheinbar nicht für sie interessierte.

Die Geschichte wird in der Gegenwart aus der Perspektive von Emilia geschildert, die wegen des Unfalls ihrer Schwester zurück in ihre Heimat kehrt und trotz ihres Alters ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat und noch nie eine Beziehung geführt, die länger als nur ein paar Monate dauerte. Wechselweise erfolgen Kapitel aus der Sicht von Clara, die 16 Jahre früher handeln, als sich die ältere der beiden Schwestern nach dem Abitur in England aufhielt.
Die Schauplätze, insbesondere die Gärten, die wie die Rosen in dem Roman eine Schlüsselrolle spielen, werden bildhaft beschrieben. Auch die intensiven Düfte, die vor allem olfaktorisch begabte Emilia wahrnimmt, sind eindringlich beschrieben.
Die Geschichte birgt so manches Geheimnis, das allerdings darin begründet liegt, dass die Protagonisten aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen nicht mit einander kommunizieren. Geplatzte Träume, finanzielle Sorgen, unglückliche Liebschaften... zu viel wird verdrängt und sorgt nur für noch mehr Probleme. Claras Gesundheitszustand und die Eheprobleme der Eltern kommen noch obendrauf.
Die Suche nach der Rose und die eigentümliche Reise nach Kent erscheinen ein wenig blauäugig und abenteuerlich, aber Sorgen zumindest für ein wenig Spannung, nachdem die Geschichte auf Usedom zu Beginn auf der Stelle tritt.

Möglicherweise sind es zu viele Probleme und Geheimnisse auf einmal, weshalb kein Aspekt wirklich in die Tiefe geht und nachhaltig erörtert wird. Vor allem auch die Gefühle und Beziehungen der Personen untereinander werden überhaupt nicht deutlich. Weder ist das Band innerhalb der Familie noch sind die seit Jahren erhofften Liebesbeziehungen spürbar. Die Liebe zu Pflanzen und zu Düften nimmt in der Geschichte weit mehr Worte ein, als die so romantisch erdachten Liebesgeschichten. Diesbezüglich kann auch nur die zugegebenermaßen sehr dramatische Liebe von Clara überzeugen. Emilias Heimlichkeiten und Unsicherheiten sind in ihrem Alter dagegen nur schwer nachvollziehbar. Auch das Verhalten ihres Schwarms, das Emilia auf Abstand hielt, ist so wenig verständlich wie die abrupte Annäherung der beiden.

Der Roman lässt das Gärtnerherz aufblühen, ist inhaltlich anfangs nur mäßig spannend und birgt zu viel Ungesagtes, das aufgesetzt wirkt, so dass man nicht wirklich mit den Hauptfiguren und ihren großen und kleinen Dramen mitfühlen kann. Dass sich am Ende wirklich alle Schwierigkeiten in Wohlgefallen auflösen, ist für das romantische Leserherz zwar schön, aber nur wenig realitätsnah.

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