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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Oh wow, was für eine Überraschung

Love, Mom
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Auf "Love, Mom" von Iljana Xander bin ich durch Zufall auf dem @team.bloggerportal gestoßen und da sich der Klappentext spannend anhörte, wollte ich es lesen. Dass es mich aber dann so mitreißt und ein ...

Auf "Love, Mom" von Iljana Xander bin ich durch Zufall auf dem @team.bloggerportal gestoßen und da sich der Klappentext spannend anhörte, wollte ich es lesen. Dass es mich aber dann so mitreißt und ein echtes Highlight wird, damit hätte ich nicht gerechnet 😍

Der Einstieg fiel mir durch den lockeren, jugendlichen Schreibstil total leicht und ich war sofort im Geschehen.

Die 21jährige Mackenzie hat gerade ihre Mutter, eine berühmte Schriftstellerin verloren und obwohl sie eine schwierige Beziehung zueinander hatten, trauert sie. Als sie dann anonym Briefe ihrer Mutter Elizabeth an sie erhält, die aus einer Art Tagebuch zu stammen scheinen ist der Protagonistin klar, dass in der Vergangenheit von Elizabeth etwas passiert sein muss, das sie sehr verändert hat. Gemeinsam mit ihrem besten Freund macht sie sich auf die Suche nach Antworten, aber was sie dann findet, übersteigt all ihre und überstieg auch meine Erwartungen.

Je mehr ich las, desto tiefer wurde ich in die Geschichte von Elizabeth hineingezogen, was durch die Rückblicke in die Vergangenheit noch verstärkt wurde. Bald fing ich an, die wildesten Theorien aufzustellen und kam doch nie an die Wahrheit heran. Dabei ist alles so herrlich logisch, wenn man es einmal durchschaut hat. 😁

Für mich war dieses Buch ein echter Pageturner und die einzelnen Plottwists haben mich oftmals eiskalt erwischt, aber immer richtig begeistert, denn ih liebe es, wenn mich Geschichten überraschen.

Diese Buch ist für alle, die es spannend und unblutig mögen.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Eine klare Leseempfehlung

Die Dolmetscherin
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Mich fasziniert es immer, wie Autorinnen es schaffen, Fiktion mit Realität zu verbinden. So wie bei "Die Dolmetscherin" von Titus Müller aus dem Heyne Verlag.

Hier wird die fiktive Übersetzerin Asta als ...

Mich fasziniert es immer, wie Autorinnen es schaffen, Fiktion mit Realität zu verbinden. So wie bei "Die Dolmetscherin" von Titus Müller aus dem Heyne Verlag.

Hier wird die fiktive Übersetzerin Asta als Dolmetscherin für die Nürnberger Prozesse eingesetzt. Natürlich wusste ich, was im Grunde in dieser Geschichte passieren wird, denn über diese Zeit und Ereignisse drum herum gibt es viele Berichte, aber für mich war es doch nochmal etwas anderes, das Ganze aus Astas Sicht zu erleben. Für mich war das genau das Richtige, denn dadurch hat man zum einen einen "Augenzeugen" zum anderen aber auch ein wenig Abstand, da Asta nicht real ist.

Trotzdem hat es mich erneut schockiert und verwundert, wie unterschiedlich die Reaktionen der Beteiligten doch waren. Die einen geben sich unwissend und weisen jede Verantwortung von sich, die anderen verteidigen sich oder sind immer noch der Meinung, das Richtige getan zu haben oder dass es doch gar nicht so schlimm war, wie behauptet. Titus Müller hat das in seinem Buch noch einmal gut herausgearbeitet und dem Leser
in nahegebracht. Mich hat es dabei wieder richtig geschüttelt und obwohl ich weiß, dass die Schilderung den Tatsachen entspricht, kann ich es trotzdem nie glauben. Wie konnten sie nur?!

Ich konnte Asta nur bewundern (auch, wenn sie selbst fiktiv ist, gab es doch wirklich Menschen, die bei den Nürnberger Prozessen übersetzt haben), wie kann man bei dieser Arbeit neutral bleiben? Aber es war auch sehr interessant bei ihrer Tätigkeit hinter die Kulissen zu schauen. Und obwohl ich schon so viel vom Inhalt des Buches wusste, war es durch die Protagonistin doch spannend und ich konnte das Buch kaum weglegen, weil ich so vereinnahmt wurde.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt

Die vergessenen Kinder
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Bisher habe ich jedes Buch von Emily Gunnis gelesen und war absolut begeistert. 🥰

Dieses Buch hat es mir jedoch anfangs etwas schwer gemacht. Es gibt in meinen Augen zu viele Zeitebenen und Sichten und ...

Bisher habe ich jedes Buch von Emily Gunnis gelesen und war absolut begeistert. 🥰

Dieses Buch hat es mir jedoch anfangs etwas schwer gemacht. Es gibt in meinen Augen zu viele Zeitebenen und Sichten und man erfährt erst spät, wie diese zusammenhängen. Ich brauchte also dieses Mal länger, um alles zu sortieren und den roten Faden erkennen zu können.

Die Geschichte rund um die Polizistin Jo und das Waisenmädchen Holly fand ich sehr interessant und auch der Krimianteil ist richtig schön spannend. Mit der vergangenen Zeitebene, die 1944 spielt konnte ich dieses Mal jedoch nicht so viel anfangen. Vielleicht weil sie die Protagonisten nicht direkt trifft, sondern ihre Familiengeschichte erzählt. Diese ist erst am Ende des Buches entscheidend und klärt einige Handlungen auf.

Im Grunde tauchen wir hier ganz tief in die Strukturen einer Familie ein und erfahren wie die Vergangenheit einzelner Personen schließlich alle beeinflusst, was mich dann doch noch sehr nachdenklich gestimmt hat.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Dieses Mal leider keine 5 Sterne

Heimwärts
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Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Kate Morton und habe mich deshalb auch sehr auf „Heimwärts“ gefreut.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass mich Australien als Setting erst einmal nicht so angesprochen ...

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Kate Morton und habe mich deshalb auch sehr auf „Heimwärts“ gefreut.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass mich Australien als Setting erst einmal nicht so angesprochen hat, doch schnell hat mich die fiktive Kleinstadt Tambilla mit ihrem besonderen Flair verzaubert. Hier scheint jeder jeden zu kennen man könnte sich dort fast wohlfühlen, hätte es an Heiligabend 1959 nicht dieses tragische Ereignis gegeben. Eine ganze Familie – einfach ausgelöscht und niemand scheint etwas gesehen zu haben.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: 1959 und 2018, als die Journalistin Jess ins Krankenhaus zu ihrer Großmutter Nora gerufen wird. Die Wurzeln der Protagonistin liegen ausgerechnet in den Adelaide Hills, wo damals dieser schreckliche Mord stattfand. Ich fand es sehr spannend, dass Kate Morton dieses Mal eine Kriminalfall in ihre Geschichte eingewoben hat. Je mehr man die Familie Turner kennenlernt, desto trauriger wird man über das Ende, das sie ereignet hat und man möchte unbedingt erfahren, was dahintersteckt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Gefühl hatte, man würde alles doppelt und dreifach lesen. So findet Jess z.B. ein Buch, welches über die Familientragödie 1959 berichtet. Dieses wird komplett wiedergegeben, enthält aber keine neuen Erkenntnisse. Es ist nur eine weitere Erzählung der Ereignisse. Für mich hätte man die Geschichte gut kürzen und etwas mehr Drive in die Ermittlungen bringen können. So hatte das Buch für mich leider ein paar Längen, die es mir etwas erschwert haben, am Ball zu bleiben. Für neue Leser könnte das ein Grund sein, keine weiteren Bücher von Kate Morton zu lesen. Wer die Autorin jedoch kennt, der weiß, dass sie immer noch einiges in der Hinterhand hat, mit dem sie alle dann doch wieder überrascht und auch hier war das der Fall. Nie und nimmer hätte ich nämlich mit der Auflösung gerechnet. Natürlich kann man sich das ein oder andere Detail mit der Zeit zusammenreimen, aber was wirklich hinter dem Mord steckt und wie Jess in die Familiengeschichte involviert ist, darauf wäre ich nie im Leben gekommen.

Insgesamt kann ich sagen, dass „Heimwärts“ nicht mein Lieblingsbuch von Kate Morton ist, ihre Geschichte aber immer etwas Besonderes haben und ich weiterhin ein großer Fan dieser großartigen und talentierten Autorin bin.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Unbedingt mehr davon

Mord auf der Herreninsel
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Meine Meinung:

Da ich letztes Jahr erst wieder am Chiemsee war und mir die Begebenheiten noch klar vor Augen sind, wollte ich unbedingt den Krimi „Mord auf der Herreninsel“ lesen.

Es war wirklich schön, ...

Meine Meinung:

Da ich letztes Jahr erst wieder am Chiemsee war und mir die Begebenheiten noch klar vor Augen sind, wollte ich unbedingt den Krimi „Mord auf der Herreninsel“ lesen.

Es war wirklich schön, die ganzen Orte und Ereignisse rund um die Insel Herrenchiemsee persönlich zu kennen. So zogen in meinem Kopf die einzelnen Bilder vorbei und ich konnte mir alles noch besser vorstellen. Sehr schnell gibt es auch den ersten Toten, so dass man direkt in die Geschichte einsteigt. Ich mag es bei Krimis sehr gerne, wenn es nicht zu langes Vorgeplänkel gibt. Die Charaktere kann man auch gut, während den Ermittlungsarbeiten kennenlernen und so handhabt es auch Maurice Richardson, was mir sehr entgegen kam.

Die Ermittlerin Kaya Benaty hat nämlich ihre eigene Beziehung zu dieser Gegend, welche nach und nach aufgedeckt wird. Dass sie selbst ein ganz schönes Päckchen zu tragen hat, machte sie für mich menschlicher und nahbarer und damit hat sie sich schließlich auch in mein Herz geschlichen. Der Autor macht es ihr nämlich nicht einfach, da er ihr einen ganz schönen Macho als Kollegen an die Hand gibt. Damit zeigt er auch gleich auf, dass es Frauen in diesem Beruf oft noch sehr schwer gemacht wird, vor allem, da Kaya eine ganz eigene Art hat, an die Ermittlungen ranzugehen. Sie sucht oft an Stellen, die andere schon als unwichtig abgetan haben, stößt dabei aber oft noch auf wichtige Details. Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam mit Kaya auf die Suche nach dem Mörder zu gehen. Besonders interessant waren für mich dabei die kurzen Kapitel aus Sicht des Täters. So bekommt man noch einmal ganz andere Einblicke, ohne aber diesem zu schnell auf die Schliche zu kommen, was ich richtig gut fand.

Die Hintergründe hinter allem haben bei mir dann richtig Gänsehaut verursacht. Es steckt so viel mehr hinter diesem Fall, als man zu Beginn erahnt. Aber genau das liebe ich so: Wenn auch ein Krimi und die Motive des Täters vielschichtig sind. Das ist dem Autor auf jeden Fall sehr gut gelungen und ich hoffe, dass wir Kaya Benaty noch ganz oft bei der Lösung eines Falles begleiten dürfen.

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