Zahlen, Fakten und Absurditäten über unsere ach-so-tolle Gleichberechtigung | Geschlechterungerechtigkeit erklärt von Deutschlands unterhaltsamster Wutfluencerin
Bestsellerautorin Alexandra Zykunov trägt in ihrem neuen Buch unbekannte, absurde, aber leider sehr reale Zahlen, Studien und Unmöglichkeiten zusammen, die schmerzvoll aufzeigen, wo Frauen benachteiligt werden und wodurch ihr Leben anstrengender, ärmer und im Zweifelsfall lebensgefährlicher wird. Auch heute noch. Oder wussten Sie, dass Algorithmen Frauen automatisch kleinere Kredite gewähren? Dass die Energiekrise die Preise für weibliche Produkte höher steigen ließ als für männliche? Und war Ihnen klar, dass deutsche Gesetze Väter daran hindern, Kindkranktage zu nehmen? Nein? Dann sollten Sie dieses Buch lesen.
In ihrem unnachahmlich wütend-witzigen Ton schreibt Alexandra Zykunov das Anti-Male-Gaze-Buch, das uns allen gefehlt hat. Das Patriarchat ist wohl noch nicht ganz am Ende – aber der Kampf ist eröffnet!
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Dass es Alexandra Zykunovs erstes Buch in unserer vermeintlich „modernen“ Zeit geben musste, war ja eigentlich schon traurig genug, doch es gibt schlicht so viele Arten von fehlender/mangelnder Gleichberechtigung ...
Dass es Alexandra Zykunovs erstes Buch in unserer vermeintlich „modernen“ Zeit geben musste, war ja eigentlich schon traurig genug, doch es gibt schlicht so viele Arten von fehlender/mangelnder Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, dass es für ein zweites Buch gereicht hat.
Ich wünsche mir, und die Autorin garantiert auch, dass es gar nicht nötig wäre, darüber schreiben zu müssen, wie stark absurd viel unbezahlte Care-Arbeit Frauen noch immer leisten, wie viel weniger ihre Lohnarbeit gegenüber Männern vergütet wird, wie viel höher das Risiko ist, wenn Frauen von männlichen Chirurgen operiert werden, wie viel weniger berühmte Frauen biografisch auf Wikipedia verzeichnet sind. Und. So. Weiter.
Aber wie kann das eigentlich sein? Das von Zentraleuropa ausgegangene System mit seinen politischen Werkzeugen, Gesetzgebungsverfahren und wirtschaftlichen Prozessen ist von überwiegend mittelalten, weißen, hetero-cis-Männern aufgebaut worden und wird seit Jahrhunderten erhalten, weil Männer von der Ungleichbehandlung profitieren.
Auch wenn ich das auf die Sau gebundene Grammophon mit der kaputten Platte durchs Dorf treibe: Das Patriarchat abzubauen ist und bleibt wichtig, solange nicht jede Haftnotiz, die ich in meine Ausgabe des Buches geklebt habe, überflüssig geworden ist. Wenn ich eine Rezension schreiben will, die diesem Sachbuch gerecht wird, müsste ich es in seiner Gesamtheit rezitieren. Ich kann eigentlich nur eins sagen: Lest es, weil es relevant ist und (leider) noch ne Weile bleiben wird!
Das mit Abstand beste Buch in 2024 bis jetzt. Ich hatte zum Teil Gänsehaut. Bin ich weiß, und männlich, habe ich eine bessere Chance länger zu leben, Bin ich weiblich und dann auch noch dunkelhäutig habe ...
Das mit Abstand beste Buch in 2024 bis jetzt. Ich hatte zum Teil Gänsehaut. Bin ich weiß, und männlich, habe ich eine bessere Chance länger zu leben, Bin ich weiblich und dann auch noch dunkelhäutig habe ich die A Karte. Gehe ich zum Arzt, werde ich eher auf die Psycho Schiene geschoben, und so weiter. Alexandra Zykunov deckt wirklich einiges auf, und krasser Weise habe ich mich wirklich in vielen Dingen wieder gefunden. Ich bin der Meinung jede Frau sollte dieses Buch gelesen haben. Denn wir reden alle von der Gleichberechtigung aber haha in 250 Jahren ist es dann mal soweit. Und ich sage die Autorin kann die Aussagen in ihrem Buch mit Studien aus Yale, Harvard und und belegen. Zwischendrin kommt dann der Satz, bitte das Buch nicht zum Fenster rauswerfen. Und ich habe es bis zur letzten Seite gelesen, und ich folge seit diesem Tag Alexandra Zykunov. Ich selbst bin alleinerziehend, und denke ja, sie hat in so vielen Dingen recht. Ich sehe nun vieles anders. Danke für dieses wirklich tolle Buch. Danke Alexandra Zykunov.
»Was wollt ihr denn noch alles?!« ist ein Buch, welches hoffentlich großen Anklang finden wird. Akexandra Zykunov setzt sich für Frauen und Kinder ein, zeigt Defizite und Ungerechtigkeiten auf und ruft ...
»Was wollt ihr denn noch alles?!« ist ein Buch, welches hoffentlich großen Anklang finden wird. Akexandra Zykunov setzt sich für Frauen und Kinder ein, zeigt Defizite und Ungerechtigkeiten auf und ruft dazu auf, zu handeln. Mit Zahlen und Fakten unterfüttert sie ihre Beobachtungen und deckt auf, wie wenig gleichberechtigt wir in Wahrheit noch immer sind.
Zitat: "Diese unfassbare Unsichtbarmachung von Frauen in Wissenschaft, Medizin, Literatur, Kunst, Wirtschaft und Politik spiegelt sich nicht nur in den Schulbüchern seit Generationen wider, sondern begleitet unsere Großeltern, Eltern, und selbst und auch heute noch unsere Kinder." Alexandra Zykunov: »Was wollt ihr denn noch alles?!« (Seite 68)
Die Autorin:
Alexandra Zykunov (geboren 1985) ist Journalistin für feministische und gesellschaftliche Themen, sie arbeitet bei der BRIGITTE. Außerdem ist sie Autorin des Bestsellers »Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!«. Sie hält Keynotes in internationalen Unternehmen. Dabei geht es um Themen wie Feminismus, Care-Arbeit oder Gender bias. Auf Social Media findet man sie als @alexandra___z. Ihre Texte formuliert sie treffend, manchmal auch etwas zynisch dabei aber immer durch ihre Analysen zur Unsichtbarkeit von Frauen- und Familienthemen in der Politik gestützt.
Inhalt:
„Bestsellerautorin Alexandra Zykunov trägt in ihrem neuen Buch unbekannte, absurde, aber leider sehr reale Zahlen, Studien und Unmöglichkeiten zusammen, die schmerzvoll aufzeigen, wo Frauen benachteiligt werden und wodurch ihr Leben anstrengender, ärmer und im Zweifelsfall lebensgefährlicher wird. Auch heute noch. Oder wussten Sie, dass Algorithmen Frauen automatisch kleinere Kredite gewähren? Dass die Energiekrise die Preise für weibliche Produkte höher steigen ließ als für männliche? Und war Ihnen klar, dass deutsche Gesetze Väter daran hindern, Kindkranktage zu nehmen? Nein? Dann sollten Sie dieses Buch lesen.
In ihrem unnachahmlich wütend-witzigen Ton schreibt Alexandra Zykunov das Anti-Male-Gaze-Buch, das uns allen gefehlt hat. Das Patriarchat ist wohl noch nicht ganz am Ende – aber der Kampf ist eröffnet!“
(Produktbeschreibung)
Gedanken zum Buch:
Bisher kannte ich Alexandra Zkunov nicht, sodass ich auch ihr Bild auf dem Cover nicht zuordnen konnte. Der Titel, sowie die Produktbeschreibung machten mich aber schnell neugierig. Der pinke Hintergrund mag vielleicht etwas stereotyp sein, allerdings kann man das Buch so gut aus der Masse heraus erkennen und es geht ja eben auch um veraltete Geschlechterrollen und den schweren Stand von Frauen und Mädchen (im Prinzip der Hälfte unserer Gesellschaft).
Zitat: "Pinkflation. Damit ist gemeint, dass typische „Frauenprodukte“ wie Kleidung, Schmuck oder Haushaltswaren stärker von der Inflation betroffen waren als „männliche“ Produkte wie Technik, Sportzubehör, Autos und Co." Alexandra Zykunov: »Was wollt ihr denn noch alles?!« (Seite 197)
Mit ihren klaren Worten, den vielen Ergebnissen einiger Studien zu den entsprechenden Themen regt die Autorin uns Leser selbst zum Nachdenken an, mutiger zu werden und für unsere Rechte einzustehen. Die Themen sind dabei vielfältig: männerdominiertes Wikipedia, Gender Leisure Gap, Gender Confidence gap, Care Arbeit, die Situation der Frau auf dem Arbeitsmarkt, Entwertung, Gesundheit, Wochenbett und vieles mehr… All das lässt sich immer wieder auf die veraltete Denkweise einer patriarchalen Gesellschaft zurückführen, die endlich aufgebrochen und bereinigt werden muss. Und hier sind ganz klar auch die Männer gefragt.
Zitat: "das Gefühl der ständigen, andauernden und niemals endenden Dauerbereitschaft" Alexandra Zykunov: »Was wollt ihr denn noch alles?!« (Seite 235)
Gut gefallen hat mir hierbei auch, dass die Autorin nicht nur auf die Probleme für Frauen durch veraltete Denkmuster aufmerksam macht, sondern auch, dass Defizite für Männer gleichermaßen immer wieder ein Thema sind. Das Ungleichgewicht geht je nach Thema auch in die andere Richtung: Männer und Care Arbeit oder Gefühle. Auch die Sprache ist nicht nur immer frauenfeindlich, wieso gibt es beispielsweise den Mutterinstinkt aber keinen Vaterinstinkt?
Zitat: "Wo sind eure Petitionen? Wann schleppt ihr eure Kinder zum Bürgermeister? Wann zündet ihr Kackwindeln vor dem Bundestag an?!
Wo seid ihr, Väter?
Es ist verdammt noch mal Zeit."
Alexandra Zykunov: »Was wollt ihr denn noch alles?!« (Seite 209)
Es ist bedrückend zu lesen, wie wenig Beachtung der Hälfte der Weltbevölkerung – den Frauen und Mädchen – geschenkt wird. Man könnte jetzt meinen, dass die Lektüre dieses Buches einen traurig, müde oder wütend macht. So erging es mir allerdings nicht. Sicher, man ist hier und da gefrustet, allerdings schreibt die Autorin so, dass man Hoffnung hat. Hoffnung, dass sich weiterhin Stück für Stück etwas verbessern kann. Wenn die Männer denn endlich mal klar denken, ihre Ängste vor starken Frauen ablegen und gemeinsam eine neue Weltordnung erschaffen. Die geringe Wertschätzung von Frauen und Kindern in der deutschen Gesellschaft muss ein Ende haben, sonst werden wir ganz schnell weiter von Ländern die Norwegen, Finnland oder Island abgehängt.
Zitat: "Deine Wut weiß, wenn du schlecht oder respektlos behandelt wurdest oder wenn deine Bedürfnisse vernachlässigt wurden. Sie gibt dir ein Zeichen, wenn du einen Ort oder eine Situation verlassen solltest. Lerne, auf die Wut zu hören, und mache sie zu deiner besten Freundin. Den die Wut ist der Teil von dir, der dich am meisten liebt. […] Sie ist eine super Spielgefährtin! Und eine, von der das Patriarchat eine Scheißangst hat." Alexandra Zykunov: »Was wollt ihr denn noch alles?!« (Seite 17)
Fazit
»Was wollt ihr denn noch alles?!« gibt einen guten Überblick über die Defizite in unserer Gesellschaft. Es wäre ideal als Leitfaden für die Politik einzusetzen. Und ich hoffe, dass viele (Männer und Frauen) dieses Buch lesen. Denn es öffnet Augen und es zeigt, wie absurd immer noch gehandelt wird, wie man Frauen oder Menschen aus marginalisierten Gruppen Steine in den Weg legt, um das Patriarchat aufrecht zu erhalten.
In ihrem zweiten Buch präsentiert Alexandra Zykunov wieder viele Ungerechtigkeiten und absurde Zahlen und Fakten, wo und wie Frauen benachteiligt werden – wodurch ihre Leben nicht nur anstrengender, sondern ...
In ihrem zweiten Buch präsentiert Alexandra Zykunov wieder viele Ungerechtigkeiten und absurde Zahlen und Fakten, wo und wie Frauen benachteiligt werden – wodurch ihre Leben nicht nur anstrengender, sondern sogar ärmer oder gefährlicher werden.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Es hat mir sogar noch besser gefallen als ihr erstes, denn dort hat sie sich noch mehr auf Care-Arbeit und das Muttersein konzentriert. In »Was wollt ihr denn noch alles?« deckt sie viel mehr Bereiche ab, die mir größtenteils nicht unbekannt waren, aber doch noch für einige Überraschungen gesorgt haben. Und überall gab es Studien und Zahlen, die die Augen geöffnet und zum Nachdenken angeregt haben. Die schockiert haben. Die mich wütend gemacht haben, und das zurecht. Niemand, der das hier auch nur quergelesen hat, kann noch behaupten, wir wären schon bei Gleichberechtigung angekommen. Definitiv nicht. Ich bin dankbar, dass Alexandra hier nochmal einiges aufgezeigt hat. Was sie übrigens auch noch gut verpackt. Ich wollte kein flapsiges Buch, in dem sich jemand einfach nur auslässt, sondern tatsächlich harte Fakten und die habe ich hier bekommen, gut aufgearbeitet, und dabei doch gerade so unterhaltsam geschrieben, dass es zu keiner Zeit trocken zu lesen war.
Für mich das richtige und ich wünschte, ich könnte alle zum Lesen dieses Buches bewegen, um daraus etwas mitzunehmen, wenigstens ein bisschen.
Das Buch ist genau wie das vorherige Buch von Alexandra Zykunov ein Rundumschlag über die Ungerechtigkeiten in Sachen Geschlecht. Die Autorin greift Themen aus verschiedensten Bereichen des Lebens auf ...
Das Buch ist genau wie das vorherige Buch von Alexandra Zykunov ein Rundumschlag über die Ungerechtigkeiten in Sachen Geschlecht. Die Autorin greift Themen aus verschiedensten Bereichen des Lebens auf und untermauert ihre Thesen mit einer Fülle von wissenschaftlichen Studien. Auch der Blick in andere Länder ist interessant! Dabei schreibt Frau Zykunov wieder sehr unterhaltsam. Fazit: es gibt in Sachen Gleichberechtigung noch viel zu tun! Klare Lese-Empfehlung - DANKE!