Cover-Bild In Liebe, Deine Paula
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesromane
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 14.02.2024
  • ISBN: 9783328109198
Lucinde Hutzenlaub

In Liebe, Deine Paula

Roman. "Ein großartiges Leseerlebnis!“ Maria Nikolai
Eine junge deutsche Auswanderin im glanzvollen New York der Dreißigerjahre – und eine unsterbliche Liebe, die das Schicksal einer ganzen Familie bestimmt

Als Esther den Dachboden ihres Einfamilienhauses in Stuttgart ausmistet, fällt ihr der elegante Fuchspelzmantel ihrer Mutter Paula in die Hände. Und mit einem Mal sind all die schmerzhaften Erinnerungen wieder da, denn der Mantel hat eine lange Geschichte: Er stammt aus Paulas Jahren als Kindermädchen bei einer der reichsten Familien New Yorks. Esther weiß, wie sehr ihre Mutter das Leben in der pulsierenden Metropole der Dreißigerjahre liebte, die Jazzclubs und die Spaziergänge im Central Park – und einen jungen Anwalt namens Norman. Doch der Mantel erinnert Esther auch an all die Geheimnisse, an den schrecklichen Verrat und schließlich an Paulas plötzliches Verschwinden. Und sie weiß, dass es nun endlich an der Zeit ist, sich auf die Suche zu machen nach jener großen Lebensliebe, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte …

»Paulas außergewöhnliche Geschichte zwischen Stuttgart und dem New York der Dreißigerjahre berührt und entfaltet einen unglaublichen Sog. Ein großartiges Leseerlebnis!« Maria Nikolai

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2024

Ein berührender Roman über ein Auswandererschicksal

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Bei Penguin Bücher erscheint Lucinde Hutzenlaubs Roman "In Liebe, Deine Paula".

Esther entdeckt auf dem Dachboden ihres Hauses in Stuttgart ein altes Kleidungsstück ihrer Mutter Paula, es ist ein eleganter ...

Bei Penguin Bücher erscheint Lucinde Hutzenlaubs Roman "In Liebe, Deine Paula".

Esther entdeckt auf dem Dachboden ihres Hauses in Stuttgart ein altes Kleidungsstück ihrer Mutter Paula, es ist ein eleganter Mantel mit Fuchspelzkragen. Mit diesem Mantel kommen schmerzhafte Erinnerungen zurück, denn Paula erhielt ihn in ihrer Jugend als sie in den Dreißigerjahren Kindermädchen in einer reichen Familie in New York war. Paula liebte das Leben in der Metropole, sie ging in Jazzclubs, spazierte durch den Central Park und war verliebt in einen jungen Anwalt namens Norman. Aber diese positiven Erinnerungen verbindet Esther nicht mit dem Mantel. Noch immer fühlt sie sich von ihrer Mutter verraten, weil Paula einfach so aus ihrem Leben verschwand. Aber Esther weiß auch, sie muss sich endlich auf die Suche machen nach der einen großen Liebe, die für das schwierige Schicksal ihrer Familie verantwortlich war.

Mit dem Bezug zu einer wahren Geschichte spinnt sich die Handlung dieses Romans über drei Generationen hinweg. Es startet damit, das die junge Paula nach New York auswandert, dort beruflich Fuss fasst und und dort die Liebe ihres Lebens findet. In der Folge machen die drei Frauen dieser Familie auch eine historische Zeitreise und dabei werden New York, Stuttgart und Tokio als besondere Schauplätze näher eingebunden.

Durch die Hauptfiguren Paula und Esther erlebt man bildhaft und eindringlich die verschiedenen Settings ihrer Lebenstationen mit. Es startet mit Paulas eindrücklich geschilderten Reise mit dem Auswandererschiff nach New York, diese Szenen habe ich gespannt mitverfolgt. Es war so ergreifend zu sehen, welch große Hoffnungen all diese Menschen in ihre Zukunft gesetzt haben und dann erkennen müssen, das auch in Amerika Rezession und Armut an der Tagesordnung sind. Immerhin geht Paulas Traum auf, sie arbeitet erst in einem Fotogeschäft und nimmt später in einer Milliardärsfamilie eine Stelle als Kindermädchen an. In ihren Briefen berichtet sie ihrer Familie aus ihrem Alltag mit den anhänglichen Kindern, aber auch von der Prohibition und den Besonderheiten der Metropole.

Immer wieder dringen auch die politischen Veränderungen Deutschlands ans Licht und man erkennt, welche Umbrüche die Menschen in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg erleben.

Esther reist 1964 zur Olympiade nach Tokio, auch diese Szenerie wird ausgesprochen interessant beschrieben und man kann hinter die Kulissen der Veranstaltungen schauen.

Die Charaktere hat die Autorin mit viel Fingerspitzengefühl beschrieben. Ich habe mit Paula mitfühlen können, wie sehr sie auf eine Antwort von Norman gehofft hat und wie sehr sie gelitten haben muss. Esther versucht erst nach dem Drängen ihrer Tochter, Paulas Geheimnis zu erkunden. Warum sie und Paula viele Jahre keinen Kontakt zueinander aufgenommen haben, konnte ich persönlich allerdings nicht nachvollziehen. Es wird deutlich, wie sehr enttäuschte Gefühle, eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und verletzte Eitelkeit der beiden Frauen ihre Zuneigung erschwert hat.

Die Liebesgeschichte bekommt in der Geschichte zwar einen wichtigen Stellenwert, sie ist aber nie vordergründig und verbindet mehr als roter Faden die Story-Teile miteinander. Wie es zu dieser Zeit üblich war, erzählen Paulas Briefe aus den Erlebnissen und Hoffnungen ihres Lebens. Diese Briefe lesen sich sehr anschaulich, viele Zeitbeschreibungen lesen sich sehr auserzählt, dagegen bekommt die von mir herbei gesehnte Auflösung zum Ende eher wenig Raum zur Entfaltung.

Dieser Roman hat mich berührt, denn er beschreibt eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und zeigt, was verpasste Chancen und verletzte Gefühle auslösen können. Für alle Leser:innen von interessanten Familienschicksalen mit historischem Hintergrund.

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Veröffentlicht am 20.05.2024

Konnte mich nicht völlig überzeugen

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Der Roman spielt zwar auf zwei Zeitebenen, doch Paulas Geschichte steht hier ganz klar im Vordergrund. Der Schreibstil von Lucinde Hutzenlaub lässt sich angenehm und flüssig lesen.
Paula ist eine mutige ...

Der Roman spielt zwar auf zwei Zeitebenen, doch Paulas Geschichte steht hier ganz klar im Vordergrund. Der Schreibstil von Lucinde Hutzenlaub lässt sich angenehm und flüssig lesen.
Paula ist eine mutige und empathische junge Frau, die ganz allein einen Neuanfang in Amerika wagt und dort ihre große Liebe findet. Mir hat das Verhältnis von Paula zu den beiden pfiffigen Kindern ihres Arbeitgebers gut gefallen, doch die Liebesgeschichte mit Norman konnte mich nicht richtig fesseln. Leider bin ich mit beiden Charakteren nicht richtig warm geworden.
Die historischen und politischen Ereignisse der 30er Jahre werden geschickt in die Handlung eingebunden und erschweren auch - so wie die gesellschaftlichen Unterschiede - das Wiedersehen der beiden Liebenden.
Der zweite Erzählstrang handelt von Paulas Tochter Esther und Enkelin Linda, die 2023 auf dem Dachboden alte Briefe und einen Mantel von Paula finden. Nach und nach erfahren wir, was damals passiert ist und warum das Verhältnis zwischen Paula und Esther zerstört war. Es geht um Liebe, Lügen, Schmerz und um (Zitat): „Verschwendung von Liebe und Lebenszeit.“
Die Geschichte hatte für mich Höhen und Tiefen und konnte sie mich leider nicht so sehr überzeugen wie sehr viele andere Leser.

Veröffentlicht am 10.04.2024

In Liebe deine Paula

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Bei dem Buch war es das Cover und dann der Klappentext, die mich dazu bewogen haben, zu dem Buch zu greifen. Ich habe mich auf eine interessante Geschichte gefreut, die in meiner Traumstadt New York spielt ...

Bei dem Buch war es das Cover und dann der Klappentext, die mich dazu bewogen haben, zu dem Buch zu greifen. Ich habe mich auf eine interessante Geschichte gefreut, die in meiner Traumstadt New York spielt und uns das Leben in der pulsierenden Metropole der Dreißigerjahre näherbringen würde.

Die Geschichte ist definitiv lesenswert. Sie erzählt die Geschichte dreier Frauen, wobei eindeutig Paula im Mittelpunkt steht. Die junge Frau, die ihrem Traum folgt, nach Amerika auswandert und dort in Glück finden will. Das Buch lässt uns daran teilhaben, wie dieser Traum zuerst wahr wird und später, durch Neid und Missgunst, platzt. Wir gehen zurück in ein Deutschland der Kriegsjahre und erleben den weiteren Verlauf des Lebens von Paula in großen Zeitsprüngen mit.

Gefallen haben mir die Briefe, die Paula an ihre Familie schreibt und die detailliert und sehr bildhaft von ihrer Zeit in New York erzählen. Erst von ihrer Arbeit im Fotoladen, dann von ihrem Job als Kindermädchen bei einer schwerreichen Familie. Wir erleben so die große Liebe von Paula zu den Kindern der Familie mit, aber auch den Anfang des Krieges und der Argwohn, den die Amerikaner in der Zeit gegen die Deutschen entwickeln.

Viele Jahrzehnte später findet Esther, die Tochter von Paula, einen Mantel und beginnt auf Drängen ihrer Tochter Linda, die Familiengeschichte zu erzählen. Zumindest das, was ihr bekannt ist. Die gestörte Mutter-Tochter-Beziehung durch verletzte Gefühle kommt da ebenso so Sprache wie die Lüge gegenüber Esther, wer ihr Vater ist.

Dass es irgendwann einen Schnitt gab und Esther und Paula nicht mehr miteinander gesprochen haben, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und das Ende des Buches kam mir dann, wie die ersehnte Auflösung, viel zu schnell und unausgereift vor.

Alles in allem war es das Buch dann doch nur durchwachsen. Ich habe es gerne gelesen, aber manchmal waren mir Stellen einfach zu ausufernd geschrieben, während ich bei anderen Passagen das Gefühl hatte, etwas Essentielles verpasst zu haben.

So kann ich dem Buch, dessen Geschichte so vielversprechend begann, nur 3 von 5 Sternen geben.