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Veröffentlicht am 14.03.2026

Die Zeit der Wechseljahre und das Loslassen erwachsener Kinder

Ich bin richtig, wie ich bin!
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Oft fallen Wechseljahre und das Loslassen von erwachsenen Kindern zusammen und schon alleine genommen ist jeder Vorgang herausfordernd. Psychisch wie physisch.
Wiebke Wiedeck ist davon selbst betroffen ...

Oft fallen Wechseljahre und das Loslassen von erwachsenen Kindern zusammen und schon alleine genommen ist jeder Vorgang herausfordernd. Psychisch wie physisch.
Wiebke Wiedeck ist davon selbst betroffen und dazu Diplom Psychologin und kann somit fundiert von mehreren Seiten berichten.
Hier wird die Zeit der Wechseljahre nicht nur aus medizinischer Sicht behandelt sondern auch ganz persönlich und unter psychologischen Gesichtspunkten. Es ist einfach eine Zeit großer Veränderungen für jede Frau und keine Krankheit, wie es manchmal durchaus abgetan wird. Durch die Umstellung der Hormone können sich auch neue Perspektive eröffnen.
Die Schilderung vom Loslassen erwachsener Kinder hat mich besonders gepackt. Ich konnte das so gut nachvollziehen. Es ist ein Wechselbad der Gefühle und halt auch ein Umbruch. Die Schilderung der Autorin hat mich gefühlsmäßig regelrecht mitgenommen. Immerhin fällt eine Art Lebensinhalt weg, nachdem man so viele Jahre Mutter war.
Alles eine Zeit des Umbruchs, der Umstellung und Neuorientierung, die Frau auch wieder mehr Zeit für sich selber bringen kann und sich neue Möglichkeiten eröffnen können. Einiges wird in Frage gestellt und Wiebke Wiedeck schafft das auf sehr angenehme Art.
Hier werden die Wechseljahre nicht nur auf körperliche Symptome reduziert sonders die Frau gesamt gesehen, wie Körper und Psyche ein Wechselspiel sind. Zudem wirkt die Autorin sehr authentisch, da sie selber diese Zeit der Umorientierung erlebt.
Es werden reichlich Denkanstöße gegeben, ohne vorzuschreiben und das macht das Ganze so wertvoll, wie eine gute Unterhaltung unter zwei Frauen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Weiblicher Erfindungsreichtum

Die Erfinderin der Freiheit
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Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden. Christine wohnt in einem Mehrparteienhaus, zusammen mit anderen Frauen, die untereinander befreundet sind und sich helfen. In dieser Zeit wird deutlich wie wichtig ...

Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden. Christine wohnt in einem Mehrparteienhaus, zusammen mit anderen Frauen, die untereinander befreundet sind und sich helfen. In dieser Zeit wird deutlich wie wichtig gegenseitige Unterstützung der Frauen ist.
Christine arbeitet im damals bekannten Sanatorium Lahmann. Als Therapeutin erlebt sie an-dauernd, dass die Frauen in ihren Korsetts nicht mal die leichtesten sportlichen Übungen schaffen. Dadurch reift in ihr die Idee für einen Büstenhalter, der mit Unterstützung ihrer Freundinnen soweit verbessert wird, dass er mit der Zeit Akzeptanz findet.
Alle Frauen kämpfen um das finanzielle Überleben, haben teilweise mehrere Jobs. Eine der Frauen hat dazu noch eine geniale Idee um Kaffee zu filtern.
Dabei kommt auch die Liebe nicht zu kurz und anhand dessen wird auch gezeigt wie unterschiedlich die damalige Zeit um Gegensatz zur heutigen, gerade für Frauen, war.
Ein interessanter Roman, der das Leben aus der Zeit mit all seinen Facetten gut zeigt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte ließ sich gut lesen. Das hat mich dazu gebracht, mich für weitere Bücher der Autorin zu interessieren.
Eine klare Leseempfehlung wenn man sich für Frauenschicksale und Erfindungsgeist interessiert, für Dinge, die für uns heute so selbstverständlich sind

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Anders

It's a free country!
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Originaltitel “America the Beautiful?” aus 2023
Die hier geschilderte Reise fand bereits 2019 statt. Ein Roadtrip mit Besuch vieler National-parks, wobei ich mir durchaus etwas anderes vorgestellt habe. ...

Originaltitel “America the Beautiful?” aus 2023
Die hier geschilderte Reise fand bereits 2019 statt. Ein Roadtrip mit Besuch vieler National-parks, wobei ich mir durchaus etwas anderes vorgestellt habe. Mir persönlich kamen die Eindrücke in den Nationalparks zu kurz. Die oft sprachlos machende Natur wird angedeutet, dafür werden andere Themen, die der Autorin so durch den Kopf gingen, erwähnt. Vieles lässt sie aus selbst gemachten Zeitdruck gefühlt links liegen.
Dass die Natur außerhalb der Parks toll und schützenswert ist, ist natürlich richtig. Dass der Mensch vieles zerstört stimmt besonders die Gier nach Geld. Auch zu viele Touristen kön-nen zerstören, doch ohne die Touristen können die Parks auch nicht existieren.
Das Land wurde den Natives weggenommen, doch die werden heutzutage auch nicht mehr auf die Annehmlichkeiten von Technik verzichten. Es wurde Raubbau betrieben, Abholzung der Wälder und besonders der Redwoods.
Ich habe selber einige Roadtrips mit Besuch von Nationalparks gemacht. am Straßenrand sieht man Bäume, doch dahinter ist dann kahle Fläche für die Holzindustrie (Oregon).
Ohne fossile Brennstoffe wird es erstmal nicht gehen, denn Strom muss auch erzeugt werden.

Gestört haben mich dann einige Aussagen: Dass die Fahrt durch die Ebenen North Dakotas die Hölle für jede Autofahrerin ist, hat irritiert. Nur für Autofahrerinnen, oder so im Allge-meinen?
Gedanken über die Spirale der Autorin fand ich seltsam mit der Aussage deshalb an einem Baum zu weinen.
Die Behauptung, dass die „Dust Bowl“ durch Überweidung, Tierhufe, entstanden ist, ist schlichtweg falsch. Tierhufe hätten das Präriegras mitsamt Wurzeln stehen gelassen. Die Dust Bowl entstand durch falsche, exzessive Landwirtschaft.
Warum die Autorin gerade zur Hochsaison reist und sich dann über Touristenmengen und Hitze wundert ist mir ein Rätsel.
Den einstigen Präsidenten Roosevelt sexistisch und rassistisch zu nennen passt dann in unse-re Zeit, wo vieles nicht mehr politisch korrekt ist. Es war damals eine andere Gesellschaft und er hat viel für die Nationalparks getan. Mir ist es lieber, dass man sagen kann was man denkt, ohne erhobenen Zeigefinger.
Der größte Aufreger ist allerdings dieses unsägliche Gegendere. Dauernd innen (man sucht die Fußnote zum ). Als ob man z.B. die Bezeichnung Freunde nicht richtig interpretieren kann und ist das im englischen auch so? Im Original fand ich keine. Dann kann man gerne den Begriff „horny“ übersetzen, oder wenn sich eine Person das Pronomen „they“ gibt. Un-säglich mit dem Pronomen, interessiert das im Zusammenhang mit der Erzählung? Nein, es irritiert. Es taucht ein CIS-Mann auf. Netterweise sortiert sich die Autorin selber in der libe-ralen Phase ein. Aber ohne und diversen Dingen hätte sich das Buch besser gelesen.
Das Buch gibt Denkanstöße und dann wieder nicht. Das Gegendere ist furchtbar. Mir fehlt mehr die Beschreibung von der tollen Natur, gerade weil ich einiges selber sehen durfte. Ja, so ein Roadtrip lässt den Alltag für einige Zeit vergessen und ist eine grandiose Erfahrung, die man bestimmt nochmal machen möchte.
Ich hatte mir hier etwas anderes vorgestellt und das Buch lässt mich zwiegespalten zurück.
Und warum belässt man nicht den Originaltitel, wenn man doch einen Englischen wählt?

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Reiselust und Heimat

Wunderschöne Welt
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Geschichten von der Moderatorin der Sendung „Wunderschön“.
Andrea Grießmann erzählte kurze Geschichten von den Reisen zur Sendung, von den Dreh-arbeiten. Kurzweilig geschriebene Begegnungen in verschiedenen ...

Geschichten von der Moderatorin der Sendung „Wunderschön“.
Andrea Grießmann erzählte kurze Geschichten von den Reisen zur Sendung, von den Dreh-arbeiten. Kurzweilig geschriebene Begegnungen in verschiedenen Ländern. Wie es zum Bei-spiel passieren kann, dass man eine Termite isst.
Aber auch wesentlich privateres wird Thema, wie der Begriff Heimat und wo die Autorin aufgewachsen ist. In die Welt zu reisen ist bereichernd und Reisegeschichten machen neugierig. So kam beim Lesen durchaus die Idee auch mal nach Marokko zu reisen.
Der Bereich mit der Heimat hat mich nicht ganz so mitgerissen, aber es ist gut zu verstehen was Andrea Grießmann einem näher bringen möchte.
Gerne hätte ich noch mehr über die Reisen gelesen und die Rote Beete Suppe habe ich mir gleich notiert.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Tolles Setting

Autumn Creek
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Nach einer gescheiterten Beziehung verlässt Willow Chicago um auf der Mountain View Ranch in Montana zu arbeiten, ein Praktikum zu machen. Sie wird herzlich willkommen ge-heißen und Willow lebt sich schnell ...

Nach einer gescheiterten Beziehung verlässt Willow Chicago um auf der Mountain View Ranch in Montana zu arbeiten, ein Praktikum zu machen. Sie wird herzlich willkommen ge-heißen und Willow lebt sich schnell ein. Die Natur, der Ort Autumn Creek und die Tiere ziehen Willow schnell in ihren Bann. Aber auch Aidan weckt bei Willow ein besonderes Interesse.
Die Geschichte wird in einer ruhigen Art erzählt, die besonders bei den Naturbeschreibungen sehr angenehm ist. Jedenfalls konnte ich dieses Gefühl in der Natur nachvollziehen. Da hätte ich gerne noch mehr von gelesen.
Das sich da eine Beziehung anbahnt ist schnell klar, doch beide müssen erst zu ihrer Vergan-genheit stehen.
Ohne großartige Höhen und Tiefen entwickelt sich die Geschichte und verbreitet ein positi-ves Gefühl.
Da kann ich wirklich, ich sage mal Druckfehler drüber weg sehen. Was ich aber ganz be-fremdlich fand war, dass ein Fohlen im Herbst geboren wird. Als ob man eine romantische Szene im Stall unbedingt mit einer Fohlengeburt verbinden muss. Die Natur steuert es bis heute so, dass Fohlen im Frühjahr zur Welt kommen. Dann werden Rinder im Frühherbst auf eine nördliche Bergweide getrieben, wo am nächsten Morgen bereits Schnee liegt, und sich dann dort selbst überlassen? Hätte man dieses Setting nicht so aufbauen können, dass es zur Jahreszeit passt? Dann trifft Willow auf eine ältere Frau in der Buchhandlung von Autumn Creek, die Cowboyklamotten trägt und Willow sie deshalb als Cowgirl erkennt. Das ist dann einfach zu simpel in der Beschreibung.
Vielleicht bin ich nicht mehr das richtige Alter für solche Romane. Wobei ich die bombastische Natur Nordamerikas liebe, Reiterin war.
Das Cover ist einfach toll und der dazu passende Farbschnitt sieht sehr gut aus.

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