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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2018

Geniale Geschichte

Bourbon Lies
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Der letzte Band der Bourbon Kings – Reihe. Man kann dieses Buch durchaus auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich empfehle durchaus die Vorgängerbücher zu lesen. Einfach um in die ganze Geschichte besser ...

Der letzte Band der Bourbon Kings – Reihe. Man kann dieses Buch durchaus auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich empfehle durchaus die Vorgängerbücher zu lesen. Einfach um in die ganze Geschichte besser einzutauchen. Ja, es ist wieder eine Reihe, doch hier passt es einfach prima und die Bourbon Kings zählen zu meinem Lesehighlight in diesem Jahr.
In Bourbon Lies geht es weiter um den Bestand der Firma und die einzelnen Geschwister bemühen sich ihr Leben in den Griff zu bekommen. Lane kämpft zusammen mit seiner Liz-zie weiter um den Fortbestand der Firma. Es wird weiter nach dem Mörder von William Baldwine gesucht, denn Edward, den er als Sohn ganz grauenvoll behandelt hat, kann es nicht gewesen sein. Auch wenn dieser behauptet der Mörder zu sein. Gin verändert sich, ist endlich für ihre Tochter da und vielleicht erfährt Samuel die Wahrheit?
Selten habe ich so eine tolle Mischung in einem Roman gelesen, Liebe, Drama, Krimi. Die Charaktere sind klasse dargestellt, ich konnte sie mir gut vorstellen. Dazu eine gute Hand-lung und diverse Geschehnisse, die der Geschichte noch ein gewisses Etwas geben. Für mich gab es hier keine Längen, alles passte und fügte sich schlüssig. Die Handlung wurde zügig voran getrieben und der Schreibstil ist einfach nur gut. Für mich reinster Lesegenuss und eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Berührend, heftig und unvorstellbar

Der letzte Überlebende
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Sam Pivnik hat den Holocaust überlebt und jetzt, nach so vielen Jahren, schreibt er über sei-ne Erlebnisse in dieser schlimmen Zeit. Die ganze Kriegsgeneration hatte keine Therapie, müssen mit ihren Erlebnissen ...

Sam Pivnik hat den Holocaust überlebt und jetzt, nach so vielen Jahren, schreibt er über sei-ne Erlebnisse in dieser schlimmen Zeit. Die ganze Kriegsgeneration hatte keine Therapie, müssen mit ihren Erlebnissen einfach weiter machen, egal wie unter den Erinnerungen gelit-ten wird und es dann irgendwie tot geschwiegen wird.
Als gerade mal Teenager wird Sam Pivnik nach Auschwitz gebracht, sieht wie seine Familie in Richtung Gaskammern gewunken wird, er überlebt Krankheit und Mengele, Todesmär-sche und den Untergang der Cap Arcona. Er musste nach dem Krieg seinen Weg finden, über England und Israel und versucht zu verstehen, aufzuklären. Wie danach die vielen Nazis ein-fach weiter machen konnten, er besucht seine alte Heimat.
Ein ergreifendes Buch, was fassungslos macht. Alle machten mit, aus Überzeugung oder Angst, die Menschlichkeit blieb irgendwo. Warum hörten so viele Leute auf den Einen mit der irren Idee der Arier als was besseres und Juden als Untermenschen sieht. Verstehen kann man das auch jetzt nicht, aber es sollte nie vergessen werden! Sam Pivnik beschreibt die Zeit der Naziherrschaft sehr intensiv. Was er durchlebte möchte ich mir gar nicht näher vorstel-len, so schlimm, das Lesen reichte. Wie übersteht man so etwas, wo der Horror scheinbar kein Ende nimmt? Woher kommt die Kraft, nicht einfach aufzugeben?
Diese wahre Geschichte ist sehr gut aufgeschrieben, hat deutlich mehr als aufgeschriebene Erinnerungen. Schade, dass dies alles wahr ist und kein Roman.
Ein wichtiges Buch über eine schlimme Zeit. Vor Sam Pivnik kann ich mich nur verbeugen und niemand sollte die Geschehnisse vergessen, damit es nie wieder passiert.

Veröffentlicht am 29.12.2016

Was gibt es noch?

Ich, Johannes der V.
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Dieser Roman ist schwer zu beschreiben, eine Mischung von Vergangenheitsforschung, Esoterik, Fantasy, aber eigentlich ist dieses Buch etwas ganz eigenes, viel mehr Wahres als man vermutet?
Es werden einige ...

Dieser Roman ist schwer zu beschreiben, eine Mischung von Vergangenheitsforschung, Esoterik, Fantasy, aber eigentlich ist dieses Buch etwas ganz eigenes, viel mehr Wahres als man vermutet?
Es werden einige Fragen zur menschlichen Vergangenheit aufgeworfen, die hier gut beantwortet werden, unsere bisher gekannten Wahrheiten in Frage stellt. Die eingefügten Auszüge über religiö-sen Fanatismus haben mir gut gefallen, da Religion auch nur von Menschen erdacht ist um…. ja, um was eigentlich? Auch ich bin der Meinung, dass es da noch etwas gibt was wir nicht wissen, nur oft erahnen, erfühlen. Die Gesellschaft der Wise Woman kommt in Johannes Leben und bringt ihm neue Sichtweisen auf das Leben und das da noch mehr ist. Als große ungelöste Frage ist das Voy-nich-Manuskript erwähnt, dessen Übersetzung bisher nicht glückte und die Bilder in Johannes Be-sitz.
Aufgrund der Tagebuchaufzeichnungen seiner Vorfahren und eigener Nachforschungen findet Jo-hannes den Zugang zu einer Höhle, wird erwartet. Kam einst sein Vorfahr aus dieser Höhle?
Die Geschichte von Johannes V. wird von ihm selbst erzählt und lässt sich gut lesen, ist stimmig und interessant.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Keine Leidenschaft für dieses Buch

After passion
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Frisch auf der Universität trifft Tessa durch ihre Mitbewohnerin auf Hardin. Er wirkt wie ein sog. bad guy und doch verschwindet er nicht aus Tessas Umfeld und Gedanken. Sie finden zueinander, doch am ...

Frisch auf der Universität trifft Tessa durch ihre Mitbewohnerin auf Hardin. Er wirkt wie ein sog. bad guy und doch verschwindet er nicht aus Tessas Umfeld und Gedanken. Sie finden zueinander, doch am Ende kommt ein Betrug von Hardin an Tessa zu Tage.
Ich habe mir doch recht viel von diesem Roman versprochen, immerhin ist er so hoch gelobt, hat so eine positive Resonanz. Doch ich bin in die Geschichte so gar nicht rein gekommen. Ich konnte keinen Bezug zu Tessa herstellen und Hardin hat mich als sog. böser Junge auch nicht angemacht.
Ich habe After passion nicht komplett gelesen, weil ich mit der Geschichte nicht warm wurde, da so gar keinen Bezug finden konnte. Vielleicht bin ich zu alt für diesen Roman, denn das Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen, und auch am Ende fand ich das Verhalten für Studenten (es sind doch keine Kinder mehr) und das ganze Drama drum herum einfach nur seltsam.
Für mich kein Roman, da gibt es andere mit Romantik, Beziehungsdrama und Erotik die einfach für mich ansprechender sind.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Andere Dimensionen

Das Verlangen des Jägers
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Hinter den Tarot-Karten stehen lebendige Wesen, die in einer anderen Dimension existieren.
Der kleine Elijah erlebt Schlimmes auf der Erde, er stößt durch Zufall auf ein antikes Tarot-deck und holt unbewusst ...

Hinter den Tarot-Karten stehen lebendige Wesen, die in einer anderen Dimension existieren.
Der kleine Elijah erlebt Schlimmes auf der Erde, er stößt durch Zufall auf ein antikes Tarot-deck und holt unbewusst die Manifestation der Karte Kraft, Lenna, zu sich.
Aus der Heimat von Lenna, Aeonia, wird ein sogenannter Jäger geschickt, um sie zurück zu holen. Caine ist einer der Besten der Jäger und er will seinen Auftrag so schnell wie möglich erledigen. Damit ist Lenna wegen dem kleinen Elijah nicht einverstanden, dem geholfen werden muss. Dazu kommt das gegenseitige Begehren zwischen Lenna und Caine und es wurden von anderer Stelle in Aonia noch weitere Jäger geschickt.
Genug Protagonisten kommen in dieser Geschichte vor, von der Idee her ist es auch nicht schlecht, doch die Umsetzung weist für mich einige Mängel auf. Bei einer doch recht umfas-senden Handlung, Charakteren mit einigem an Potential hätte hier viel passieren können. Aber die meiste Zeit schleppte sich die Handlung dahin, den Dialogen fehlte Aussagekraft- Tiefgang, Emotionen und Spannung habe ich weitestgehend vermisst.
Der Einstieg in diesen Roman war erstmal überraschend. Was Elijah erlebte und wie Lenna plötzlich bei ihm auftaucht, auf jeden Fall ausbaufähig, doch es bleibt seltsam emotionslos, oberflächlich und für mich als Leser kam das Gefühl auf, dass es eher lieblos dahin ge-schrieben wurde. Ich habe bei diesem Buch wesentlich mehr erwartet und wurde enttäuscht.
Einzig zum Ende hin konnte der Roman wieder punkten, hier passierte was und es ließ sich besser lesen, es kam ein wenig Lesespaß auf, wenn auch die Beziehung zwischen Lenna und Caine weiter platt wirkte. Aufgrund der letzten vierzig Seiten vergebe ich dann doch drei Sterne.
Eine gute, interessante Idee zu einer Geschichte, bei der die Umsetzung nicht ganz gelungen ist.