Cover-Bild Was du nicht erwartest
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Fuchs, Monika
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 30.06.2022
  • ISBN: 9783947066476
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Jan Cole

Was du nicht erwartest

Gewinnerbuch der »Goldenen Leslie 2023« | Shortlist Delia-Literaturpreis Junge Liebe 2023
Die Nachricht von Acts Tod erschüttert die Rebellion. Wer soll nun …

Halt, Stopp!

Das hier ist nicht das Buch, das du haben wolltest. Also … nicht wirklich. Tut mir leid, ich kann das auf die Schnelle nicht besser erklären, es ist echt ein bisschen kompliziert. Aber ich wollte dich trotzdem warnen, nicht dass du dich spä­ter ärgerst.
In diesem Buch geht es um Nik (das bin ich), 17 Jahre alt, Au­tist und möglicherweise verliebt. Und es geht um Mai, 18 Jahre alt, mager­süchtig und stinksauer. Wir haben uns in der Jugendpsychia­trie ken­nengelernt, aber von dort sind wir ab­gehauen. Mai, weil sie das mit dem Essen schwierig findet, und ich, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob ich tatsächlich in das Mädchen von der S-Bahnhaltestelle verliebt bin. Ich kann immer noch gar nicht richtig glauben, was alles passiert ist. Aber es ist passiert. Und es war das größte Abenteuer meines Lebens. .

»Ein faszinierender Held in einer Geschichte, die man nicht mehr weglegen kann. Ein einfühlsames, tolles Buch.« Benedict Wells

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2025

Berührend und tiefgreifend werden zwei Schicksale verflochten

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"Was du nicht erwartest" von Jan Cole alias Liv K. Schlett stand schon lange auf meiner Wunschliste. Ich mag es, Bücher fernab des Mainstreams zu entdecken und der Klappentext dieses Werkes versprach eine ...

"Was du nicht erwartest" von Jan Cole alias Liv K. Schlett stand schon lange auf meiner Wunschliste. Ich mag es, Bücher fernab des Mainstreams zu entdecken und der Klappentext dieses Werkes versprach eine großartige Geschichte. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, meine Erwartungen wurden übertroffen und ab einem gewissen Punkt war es mir einfach nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Zitat: „Natürlich gab es früher auch Autisten. […] Man hat das nur nicht so genannt. Heutzutage ist das Bewusstsein für verschiedene Krankheiten größer, deshalb werden sie eher erkannt, das bedeutet nicht, dass sie häufiger vorkommen. Oder wenn sie eher auffallen, dann liegt es daran, dass die moderne Welt autistenfeindlich ist“ (Jan Cole: Was du nicht erwartest. Seite 165)

Der Autor / Die Autorin:

Beim Namen Jan Cole handelt es sich um ein Pseudonym. Die Autorin Liv K. Schlett, (geboren 1995) tarnt sich dahinter. Sie studierte Kreatives Schreiben sowie Kulturjournalismus. Ihren Debütroman "Was Du Nicht erwartest" veröffentlichte sie 2022 unter dem Namen des im Buch auftretenden, fiktiven Autors Jan Cole. Der Roman war für den „Delia Literaturpreis“ und den „LovelyBooks Community Award“ nominiert und wurde mit dem rheinland-pfälzischen Jugendbuchpreis „Die Goldene Leslie“ ausgezeichnet.

Inhalt:

„Die Nachricht von Acts Tod erschüttert die Rebellion. Wer soll nun …
Halt, Stopp!
Das hier ist nicht das Buch, das du haben wolltest. Also … nicht wirklich. Tut mir leid, ich kann das auf die Schnelle nicht besser erklären, es ist echt ein bisschen kompliziert. Aber ich wollte dich trotzdem warnen, nicht dass du dich später ärgerst.
In diesem Buch geht es um Nik (das bin ich), 17 Jahre alt, Autist und möglicherweise verliebt. Und es geht um Mai, 18 Jahre alt, magersüchtig und stinksauer. Wir haben uns in der Jugendpsychiatrie kennengelernt, wo wir beide gar nicht sein wollten. Mai, weil sie das mit dem Essen schwierig findet, und ich, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob ich tatsächlich in das Mädchen von der Bahnhaltestelle verliebt bin. Also sind wir abgehauen, so richtig, wie im Film. Ich kann immer noch nicht glauben, was alles passiert ist und was wir erlebt haben. Aber es ist passiert. Und es war das größte Abenteuer unseres Lebens.“
(Produktbeschreibung)

Gedanken zum Jugendbuch:

Das Cover zeigt uns einen der beiden Hauptprotagonisten. Nik, ein Junge der zum Himmel schaut und dem wohl einige Gedanken durch den Kopf rauschen. Im Hintergrund die Berliner sowie die Frankfurter Skyline, die sich überlagern und sich dabei durch ihre Farbintensität unterscheiden. Wir sehen den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. All das in Orange- und Petrolfarben ergibt ein harmonisches Bild, welches geradezu einlädt, sich diesem Buch zu widmen.

Zitat: „Sie wollen mein Leben retten, dachte ich noch, aber stattdessen töteten sie mich. Und dann dachte ich, wie erbärmlich und melodramatisch das klang.“ (Jan Cole: Was du nicht erwartest. Seite 265)

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert. Da ist Nik, der im Präsens schreibt und auf der anderen Seite Mai, die sich für die Vergangenheitsform entschieden hat. Ich empfand das zu Beginn als etwas ungewöhnlich, gewöhnte mich aber schnell daran. Es macht auch Sinn, weil es dadurch die verschiedenen Sichtweisen widerspiegelt. Der Sprachstil der beiden Jugendlichen ist ein wenig roh und somit absolut unverfälscht. Man hat zu jeder Zeit den Eindruck, dass hier ein 17 und eine 18-jährige erzählen, die durch ihre Vorgeschichten in manchen Belangen aber auch eine gewisse Reife habe, als manch andere ihres Alters.

Zitat: „Früher hatte ich geglaubt, dass Menschen, die an solchen Orten arbeiten, nett sein müssen, einfühlsam, freundlich. Wie naiv ich gewesen war. Nette Leute wie Frank waren in der Minderheit, vielen anderen ging es nur darum, Macht auszuüben.“ (Jan Cole: Was du nicht erwartest. Seite 83-84)

Es war manchmal schwer auszuhalten, wie wenig flexibel die Welt mit Niks Besonderheiten umgehen kann. Erst die Polizisten, die doch eigentlich geschult sein sollte. Dann das Personal der Psychiatrie, wo erst Recht Wissen über Autismus vorhanden sein müsste. Nik wird direkt am Anfang der Handlung einfach in diese Einrichtung verfrachtet – ohne Erklärung, ohne dass die Betreuer wissen, worauf sie zu achten haben. Und auch mit Mai wurde oft sehr wenig einfühlsam umgegangen.

Obwohl Nik und Mai so unterschiedlich sind, so ergänzen sie sich gut und haben ein tolles Feingefühl füreinander. Nik lässt Stück für Stück etwas Nähe zu und Mai setzt sich mit ihrer Erkrankung auseinander und lässt sich auf Niks Weise ein. Aber ganz so einfach legt man eine Magersucht natürlich nicht ab. Das stellt auch Nik bald fest.

Zitat: „Sie ist wirklich etwas Besonderes, eine Ausnahme. Obwohl mich das mit der Magersucht traurig macht. Ich hätte lieber, dass sie das nicht hat, oder würde es ihr gerne wegnehmen, aber ich weiß ja, dass das so nicht funktioniert.“ (Jan Cole: Was du nicht erwartest. Seite 195)

Der Boden einer jeden Buchseite ist mit einer Illustration versehen, je nachdem auf welchem Abschnitt des Roadtrips wir uns befinden. Zunächst ist da die Skyline Berlins, dann Bäume, gefolgt von der Frankfurter Skyline etc.

Was ich wirklich erstaunlich fand, war am Ende die Lösung für Niks Problem – so einfach und so naheliegend – ist sie mir während des Lesens aber nicht in den Kopf gekommen. Zum Glück kamen auch Nik und Mai nicht auf diese Idee, sonst hätten sie ihr Abenteuer vermutlich gar nicht erst begonnen.

Fazit:

"Was du nichts erwartest" ist ein kleines Highlight für mich und ich bin so froh, diesen Schatz auf meiner Reise durch die Welt der Bücher entdeckt zu haben. Wir haben hier eine einfallsreiche, tiefgründige, humorvolle Geschichte, die sich mit Autismus, Magersucht, Mental Health, People of Color und dem Alltag in einer Psychiatrie auseinandersetzt. Nik und Mais Abenteuer hat mich zutiefst ergriffen und nicht so leicht wieder losgelassen. Ein echter Pageturner.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Das habe ich so nicht erwartet. Highlight nicht nur für Jugendliche!

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Ich durfte das ebook von netgalley zur Verfügung gestellt lesen.

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und was soll ich sagen…ich habs so nicht erwartet aber bin begeistert! Auch das Cover mochte ...

Ich durfte das ebook von netgalley zur Verfügung gestellt lesen.

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und was soll ich sagen…ich habs so nicht erwartet aber bin begeistert! Auch das Cover mochte ich von der Farbgestaltung her, es zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich.

Geht mit Nik und Mai auf eine ungewöhnliche und rasante Reise aus der Psychiatrie in Berlin bis nach Frankfurt.

Schon beim Vorwort ging mir das Herz auf und es lockerte die doch ernste Story direkt auf.

Man liest abwechselnd die Sicht von Nik und Mai, gespickt von Krankheitsgeschichte, Gedanken und Gefühlen der beiden. Ich mochte den Schreibstil, die teils witzigen Dialoge und war tief berührt über die detaillierten Gedanken eines Autisten und einer Magersüchtigen. Wie oft urteilt man als Außenstehender zu schnell ohne die Hintergründe zu kennen…. Ich kann nicht beurteilen wie realitätsnah die Beschreibungen von Autismus und Magersucht sind – mir kam es jedoch (auch nach diversen Reportagen) sehr gut recherchiert und realistisch vor.

Es gibt zum Ende hin einen kleinen Twist, der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion leicht verschwimmen lässt – ich möchte nicht spoilern…aber das fand ich richtig toll! Und bitte lest auch unbedingt das Nachwort!!

Man sollte wohl die Triggerwarnung beachten aber ich kann dieses Buch nicht nur jedem Jugendlichen sondern auch jeden Erwachsenen nur unbedingt ans Herz legen! 10 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Das konnte ich nicht erwarten

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Ein Buch, das in vielem überrascht und das eine unerwartete Geschichte erzählt. Erzählt wird das Buch abwechseln von Nik, dem Autisten und Maike, die für ihre Magersucht kämpft.
Beide begegnen sich in ...

Ein Buch, das in vielem überrascht und das eine unerwartete Geschichte erzählt. Erzählt wird das Buch abwechseln von Nik, dem Autisten und Maike, die für ihre Magersucht kämpft.
Beide begegnen sich in der geschlossenen Psychiatrie und trotz ihrer Verschiedenheit, laufen sie gemeinsam fort. Niks Denkweise und sein ständiges Zählen und alles aufzulisten wird sehr realistisch geschildert. Er kann körperliche Nähe nicht ertragen, auch eine Umarmung der Mutter ist für ihn der reinste Horror. Das Zimmer im Krankenhaus bringt ihn völlig aus dem Gleichgewicht, es entspricht nicht seinem Standard.
Maike will sich nicht helfen lassen und verweigert auch in der Klinik die Nahrung, wird aber ständig gezwungen viele Kalorien zu sich zu nehmen. Da Nik ihre Situation und die Todesgefahr, die damit verbunden ist, erst spät erkennt, kommen die beiden gut miteinander aus.
Ich fand es sehr spannend in die Köpfe der beiden Protagonisten schauen zu können und die für mich oft unbegreiflichen Beweggründe ihres Handels besser verstehen zu können.
Der Buchtitel erklärt sich am Ende auf eine ungewöhnlich Art, so wie sich einiges anders entwickelt als ich es erwartet habe.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Triggerwarnung, die man auf jeden Fall beachten sollte.

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Überraschend gut!

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Inhalt:
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Der 17 Jahre alte Nik leidet an einer Autismus-Störung und er hat sich verliebt, bzw. er denkt, er hat es. Um dies herauszufinden, startet er ein Experiment. Dummerweise wird er dabei ...

Inhalt:
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Der 17 Jahre alte Nik leidet an einer Autismus-Störung und er hat sich verliebt, bzw. er denkt, er hat es. Um dies herauszufinden, startet er ein Experiment. Dummerweise wird er dabei gestört und von seiner besorgten Mutter in die Jugendpsychiatrie gebracht. Dort trifft er auf Maike, genannt Mai. Sie ist 18 und leidet an Magersucht, will dies aber nicht wahrhaben. Beide eint das Ziel, aus der Psychiatrie auszubrechen. Und dann geschieht etwas, das weder die beiden noch der Leser erwartet.

Mein Eindruck:
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"Und es geht nicht darum, schön zu sein.«
»Um was dann?«
Sie setzt sich gerade hin und streicht sich über die Wange.
»Kontrolle«, sagt sie langsam. »Ich glaube, man braucht etwas, das man kontrollieren kann, weil man ansonsten das Gefühl hat, gar nichts unter Kontrolle zu haben.«
Diesmal muss ich lächeln.
»Ich will die Dinge auch kontrollieren können«, sage ich. »Die Welt ist viel zu chaotisch, ich brauche meine Ordnung. Deshalb zähle ich Schritte und Bissen und sowieso fast alles. Das beruhigt mich irgendwie.«
»Ich zähle Kalorien«, sagt sie.
Kalorien kenne ich natürlich, das sind die Energieeinheiten im Essen, aber ich weiß nicht viel darüber und ich hab auch noch nie groß darüber nachgedacht, dass man sie zählen kann.
»Wie geht das?«, frage ich.
»Was?«
»Kalorien zählen.«"

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Nik und Mai geschrieben. So erhält der Leser Einblicke in beide Welten. Ich konnte mich in jeden der beiden sehr gut hinein versetzen. Der Autor hat es geschafft, sich in die Themen Autismus und Magersucht gut einzuarbeiten. Die Gedanken der beiden Jugendlichen wirken sehr authentisch. Trotz der schwer anmutenden Themen gibt es immer wieder viele kleine Momente, die mich schmunzeln ließen, vor allem Niks Gedanken zauberten mir oft ein Grinsen aufs Gesicht. Die Flucht aus der Klinik und der darauffolgende Roadtrip ist spannend geschrieben und die Gefühle, die sich zwischen den beiden nach und nach entwickeln, habe mich mitleiden und mitlachen lassen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beide sind mir sehr ans Herz gewachsen und der Autor hat es geschafft, bis zum Ende mit neuen Überraschungen, die man NICHT ERWARTET zu fesseln.

Fazit:
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Ein mitreißender und berührender Roadtrip von zwei starken Jugendlichen, die trotz Autismus und Magersucht ihren Weg finden

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Unerwartet

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Hier ist der Name Programm. Aber von vorne: Nik ist Autist und Mai leidet an Magersucht. Die beiden kämpfen sich durchs Leben. In einer Klinik lernen sich die beiden kennen. Gemeinsam hauen sie von dort ...

Hier ist der Name Programm. Aber von vorne: Nik ist Autist und Mai leidet an Magersucht. Die beiden kämpfen sich durchs Leben. In einer Klinik lernen sich die beiden kennen. Gemeinsam hauen sie von dort ab um Niks Experiment (herausfinden ob er verliebt ist) zu beenden. Eine spannende Geschichte beginnt und die beiden gehen über ihre Grenzen.

Eine wunderbare Geschichte zum mitleiden, mitfreuen und vorallem mitfiebern. Das Buch ist sozusagen auch ein Experiment des Autors und meiner Meinung nach gelungen. Absolute Leseempfehlung.

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