Ziemlich deprimierendes Sachbuch für melancholische Nostalgiker
Geile Zeit, der Titel des Buches, beschreibt autobiographisch anhand von eigenen Erlebnissen und bekannten Vorfällen, die er erlebt hat, die Kindheit und Jugend und das frühe Erwachsenenleben des Autoren, ...
Geile Zeit, der Titel des Buches, beschreibt autobiographisch anhand von eigenen Erlebnissen und bekannten Vorfällen, die er erlebt hat, die Kindheit und Jugend und das frühe Erwachsenenleben des Autoren, der 1990 geboren wurde. Meine jüngste Schwester ist etwa in seinem Alter, ich bin etwa 11 Jahre alter, daher ist die Zeit und das, was er beschreibt, durchaus nachvollziehbar für mich. Natürlich habe ich auch 9/11 erlebt, die Katastrophe in Fukushima, Lenas Eurovision Sieg, das Fußballsommermärchen 2006 usw.
Die nostalgischen Stellen sind im Grunde die, die mir am besten gefallen haben. Als es dann in die Zeit nach dem Abi geht und Studium, unbezahlte Praktika und Corona thematisiert werden, begann ich allerdings ungeduldig zu werden. Der Autor fängt mehr und mehr an, zu jammern und sich selbst und seine ganze Generation zu bemitleiden. Einziger Hoffnungsschimmer am Schluss des Buches stellt, nachdem er die älteren Generationen allesamt verteufelt hat, in seinen Augen die Generation der um 2000 geborenen Menschen dar (zu denen meine Kinder gehören). Mich hat das Buch am Ende etwas zu sehr runter gezogen und ich war froh, als es endlich (zum Glück nach nur etwas mehr als 200 Seiten) durch war. Weiterempfehlen kann ich es bedingt Menschen, die in seinem Alter sind und einiges wiedererkennen werden und sich vielleicht gerne daran erinnern wollen. Aber das geht auch, wenn man einfach Youtube Videos schaut und es geht schneller und zieht nicht so runter...