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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein Hoch auf den Regenwurm – witzig, lehrreich und wunderschön illustriert

Das krasseste Tier der Erde
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Als ich „Das krasseste Tier der Erde“ von Kai Lüftner in die Hand nahm, war ich sofort begeistert von der Idee, einem so oft übersehenen Tier wie dem Regenwurm eine Hauptrolle zu geben. Das Bilderbuch ...

Als ich „Das krasseste Tier der Erde“ von Kai Lüftner in die Hand nahm, war ich sofort begeistert von der Idee, einem so oft übersehenen Tier wie dem Regenwurm eine Hauptrolle zu geben. Das Bilderbuch ist großformatig, mit wenig Text, dafür aber mit vielen liebevollen Illustrationen versehen. Besonders beeindruckt hat mich, wie abwechslungsreich und detailreich die Regenwürmer gezeichnet sind – selbst wenn sich Hunderte auf einer Seite tummeln, wirkt doch jeder einzigartig.
Die kurzen Reime sind eingängig, lustig und bleiben sofort im Kopf hängen. Perfekt zum Vorlesen, weil die Kinder den Text schnell mitsprechen können, während sie gleichzeitig auf den wimmeligen Seiten immer wieder Neues entdecken. Toll finde ich auch, dass das Buch nicht nur Spaß macht, sondern Wissen vermittelt: Auf der letzten Seite gibt es spannendes „Wurm-Wissen“, das sogar Erwachsene überrascht. Und Themen wie Pestizide werden kindgerecht, aber nicht beschönigend angesprochen – das lädt zum Gespräch ein.
Besonders gefällt mir die nachhaltige und vegane Produktion des Buches. Für mich ist es eine rundum gelungene Mischung aus Humor, Wissen und Wertschätzung für die Natur – ein echtes Lieblingsbuch zum gemeinsamen Anschauen und Staunen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Schöne Bilder, schwache Botschaft

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich habe mich sehr auf „Der Regenbogenfisch in Gefahr“ von Marcus Pfister gefreut, denn der Regenbogenfisch gehört für mich zu den Klassikern der Kinderliteratur. Die Illustrationen sind wie gewohnt wunderschön ...

Ich habe mich sehr auf „Der Regenbogenfisch in Gefahr“ von Marcus Pfister gefreut, denn der Regenbogenfisch gehört für mich zu den Klassikern der Kinderliteratur. Die Illustrationen sind wie gewohnt wunderschön – vor allem die glitzernden Schuppen ziehen Kinder magisch an. Auch die Idee, Umwelt- und Meeresschutz in einem Bilderbuch aufzugreifen, finde ich wichtig und zeitgemäß. Leider bleibt die Umsetzung für mich enttäuschend. Die Geschichte ist extrem kurz und berührt das Thema nur oberflächlich: Ein Netz taucht auf, die Fische sind in Gefahr, der Regenbogenfisch hat eine Idee – und das war’s. Warum Menschen Netze auslegen, welche Folgen das für das Meer hat oder wie man es schützen kann, bleibt völlig unklar. Ohne zusätzliche Erklärungen von Erwachsenen lernen Kinder hier wenig über den wichtigen Umweltaspekt. Ein schönes Buch zum Anschauen, aber mit vertanem Potenzial.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Eine Reise durch Paris zwischen Sehnsucht und Ankommen

Die Suche nach Zuhause
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Beim Lesen von „Die Suche nach Zuhause“ hatte ich oft das Gefühl, direkt mit ihr an einem kleinen Pariser Café-Tisch zu sitzen. Sie beschreibt sehr nachvollziehbar diese Zerrissenheit, die man in den Zwanzigern ...

Beim Lesen von „Die Suche nach Zuhause“ hatte ich oft das Gefühl, direkt mit ihr an einem kleinen Pariser Café-Tisch zu sitzen. Sie beschreibt sehr nachvollziehbar diese Zerrissenheit, die man in den Zwanzigern oder frühen Dreißigern spüren kann – wenn vieles im Leben noch möglich ist, aber die großen Fragen wie „Wo gehöre ich hin?“ und „Was möchte ich aus meinem Leben machen?“ unbeantwortet bleiben. Gerade wenn man selbst in einer ähnlichen Lebensphase steckt, hilft es, die eigenen diffusen Gedanken in ihren klaren Worten wiederzufinden. Besonders gelungen finde ich, wie sie die Atmosphäre von Paris einfängt. Allerdings fehlte mir manchmal ein roter Faden: Die Erlebnisse reihen sich oftmals eher lose aneinander, ohne dass eine richtige Handlung entsteht. Mir ist bewusst, dass es hier nicht um Spannung, sondern um persönliche Eindrücke geht – dennoch plätscherte manches etwas dahin. Wer jedoch Lust auf eine ruhige, nachdenkliche Parisreise im Kopf hat, für den ist dieses Buch super geeignet.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Geborgen in den Schlaf – ein liebevolles Einschlafbuch für Groß und Klein

Müde und geborgen
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Viele kennen diese Herausforderung sicherlich: Das Kind ist müde, aber ans Einschlafen ist nicht zu denken. Für diesen Moment ist „Müde und geborgen – So schlafen Babys ein“ vielleicht genau das richtige.
Die ...

Viele kennen diese Herausforderung sicherlich: Das Kind ist müde, aber ans Einschlafen ist nicht zu denken. Für diesen Moment ist „Müde und geborgen – So schlafen Babys ein“ vielleicht genau das richtige.
Die kurzen, gereimten Texte sind kurzweilig und lassen sich wunderbar vorlesen. Besonders schön finde ich, dass abwechselnd Tier- und Menschenkinder beim Einschlafen begleitet werden. Das bringt Abwechslung und spricht Kinder sicher sehr an. Die Illustrationen sind einfach schön – sanft, ruhig und richtig gemütlich. Man spürt förmlich die Geborgenheit, die das Buch vermitteln möchte.
Die Tipps von Dr. Renz-Polster für die Eltern finde ich eine nette Ergänzung. Sie sind dezent eingestreut und durch ein Symbol gut zu erkennen. Revolutionär sind sie für mich zwar nicht, aber sie bringen die wichtigsten Fakten kurz auf den Punkt.
Was mir besonders gefällt: Das Buch ist stabil, mit dicken Kartonseiten – ideal für kleine Kinderhände. Ein rundum gelungenes Buch für gemeinsame Kuschelzeit.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein Herzensbuch über ein wichtiges Gefühl

Wilma und der Wutknödel
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Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – oder besser gesagt: vorgelesen. Denn dieses wunderschön illustrierte Kinderbuch ist wie gemacht für gemütliche Vorlesemomente mit kleinen Zuhörern und Zuhörerinnen ...

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – oder besser gesagt: vorgelesen. Denn dieses wunderschön illustrierte Kinderbuch ist wie gemacht für gemütliche Vorlesemomente mit kleinen Zuhörern und Zuhörerinnen ab etwa drei Jahren.
Wilma hat einen richtig schlechten Tag, denn alles geht schief. Ihre Wut staut sich so sehr, dass daraus ein kleiner, zotteliger Wutknödel entsteht. Ein puscheliges, glitzerndes Wesen mit Fäden, das nicht nur unfassbar süß ist, sondern auch erklärt, woher Wilmas Wut kommt und wie sie sie loswerden kann. Zusammen probieren die beiden allerlei aus – von Schreien bis Pupsen – und finden schließlich einen fantasievollen Weg, mit Wilmas Wut umzugehen.
Ich finde dieses Buch großartig, weil es Kindern auf liebevolle Weise zeigt, dass Wut erlaubt ist – und wie man sie ausdrücken kann, ohne anderen weh zu tun. Die fantasievolle Geschichte, die kindgerechte Sprache und die detailverliebten Illustrationen machen es zu einem echten Highlight. Schön finde ich auch die Bastelanleitung am Ende, mit der man seinen eigenen Wutknödel für zuhause basteln kann. Ein tolles, wichtiges Buch über Gefühle, das lange im Gedächtnis bleibt!

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