Nicki ist Assistenzärztin und ist neu in der Notaufnahme einer großen Berliner Klinik. Dabei beweist sie viel Witz, Charme und stolpert dabei unbewusst von einer Katastrophe in die nächste.
Das Buch ...
Nicki ist Assistenzärztin und ist neu in der Notaufnahme einer großen Berliner Klinik. Dabei beweist sie viel Witz, Charme und stolpert dabei unbewusst von einer Katastrophe in die nächste.
Das Buch hat mir gut gefallen. Nicki ist sehr sympathisch und da ich einige Erfahrung im medizinischen Bereich habe, konnte ich den meisten Ausführungen problemlos folgen. Aber selbst für diejenigen, die sich noch nicht auskennen, dürften ihre Freude am Buch haben. Da die Autorin selbst Ärztin ist, versteht sie es, alle medizinischen Gegebenheiten mit so viel Witz und bildhaften Erklärungen widerzugeben, dass jedem zumindest ansatzweise klar sein sollte, worum es geht. Gefallen hat mir auch, dass die Ärzte als das dargestellt werden, das sie tatsächlich sind: Ganz normale Menschen. Sie haben Ängste, bekommen einen Korb oder sind wütend.
Was mir leider nicht gefallen hat, ist der (nicht vorhandene) rote Faden. Der Plot war einfach so löcherig und ich hatte eher das Gefühl, eine Aneinanderreihung von Anekdoten zu lesen statt einem Roman.
In Evies Familie beherrscht Magie. Dies ist jedoch der Grund, dass sie vor den Normalsterblichen gemieden und verteufelt werden. Die Angst davor und die Tatsache, dass sie ein Beerdigungsinstitut betreiben ...
In Evies Familie beherrscht Magie. Dies ist jedoch der Grund, dass sie vor den Normalsterblichen gemieden und verteufelt werden. Die Angst davor und die Tatsache, dass sie ein Beerdigungsinstitut betreiben und mit ihnen der Tod einhergeht. Da Evie ein sehr einsames Leben ohne Gleichaltrige fristet, ist es ihr größter Wunsch, endlich einen Freund zu finden. Dieser Wunsch wird ihr von einem verzauberten Spiegel erfüllt. Jedoch nicht ohne Preis, den ab sofort stirbt jedes Lebewesen, dass sie auch nur kurz berührt. Als sie an ihrem 18. Geburtstag Arthur kennenlernt und sich in ihn verliebt, scheint sich alles zu ändern – bis das Chaos ausbricht..
Ich konnte dem Buch leider überhaupt nichts abgewinnen. Was andere als poetisch empfinden, war für mich nur anstrengend. Diese ewigen Umschreibungen, die langgezogenen und visualisierten Gefühle beispielsweise. Auch empfand ich den Jahrmarkt nicht als magisch, sondern einfach nur gruselig und düster – jedoch nicht auf die gute, spannende Art. Auch die Reaktionen untereinander waren gewöhnungsbedürftig. Evies Familie macht da keine Ausnahme. Beim Lesen hatte ich ständig das Bild der Adams Family vor Augen.
Das Buch mag seine Liebhaber finden, leider gehöre ich jedoch nicht dazu
Austin Fields wechselt das College, um seiner Vergangenheit zu entfliehen. Joyce Reed studiert Sportjournalismus und die beiden prallen zwangsläufig aufeinander. Austin ist nämlich ein höchst talentierter ...
Austin Fields wechselt das College, um seiner Vergangenheit zu entfliehen. Joyce Reed studiert Sportjournalismus und die beiden prallen zwangsläufig aufeinander. Austin ist nämlich ein höchst talentierter Basketballspieler und da er so ein Geheimnis um seine Vergangenheit in Chicago macht, wird Joyces Ehrgeiz geweckt und sie will es herausfinden. Allerdings ist ausgerechnet Joyce‘ Bruder der Kapitän der Mannschaft und er sieht einen klaren Konkurrenten in Austin, weswegen er ihm liebend Steine in den Weg legt.
Ich mochte die Geschichte wirklich gern. Die langsame Liebesgeschichte, die immer mehr an Fahrt zunahm, war schön, aber doch eher seicht gehalten. Die Story entsprach zu großen Teilen denen anderer Sports-Romances, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen.
Der Erzählstil war sehr flüssig und ich konnte mich gut mit den Charakteren identifizieren. Besonders die starke Joyce war mir sympathisch und ich mochte ihre offene, direkte Art sehr. Auch Austin war sehr interessant.
Aus dem Geheimnis wurde, meiner Meinung nach, ein zu großes Ding gemacht. Ohne zuviel verraten zu wollen, hätte ich mir schon etwas mehr Drama erhofft. Auch die Rivalität zwischen den Spielern fand ich an mancher Stelle unangebracht, weil es einfach keinen realistischen Grund dafür gab.
Alles in allem wurde ich sehr gut unterhalten und konnte mich an der Geschichte erfreuen. Jedoch ist es kein Buch, was mir besonders lange im Gedächtnis bleiben wird.
Rebecca, eine schüchterne Studentin, findet sich unversehens in London im Jahr 1816 wieder. Da sie ein selbst ein riesiger Fan der Regency-Zeit ist, sollte sie dies eigentlich genießen, jedoch sind die ...
Rebecca, eine schüchterne Studentin, findet sich unversehens in London im Jahr 1816 wieder. Da sie ein selbst ein riesiger Fan der Regency-Zeit ist, sollte sie dies eigentlich genießen, jedoch sind die Schattenseiten sehr präsent. Und dann gibt es auch noch eine Leiche. Zum Glück ist Reedlan Knox zur Stelle, um sie bei ihren Ermittlungen und noch so manch anderem zu unterstützen.
Ich hab dieses Buch geliebt. Die Charaktere waren so sympathisch und der Schreibstil hat mich regelrecht durch die Seiten getragen. Es war ein ziemlich dickes Buch, aber es gab genau die richtige Mischung von Historie, Romantik, Humor und Spannung. Ich habe auf jeder Seite mitgefiebert und habe das Setting geliebt. Gut fand ich auch, dass es hier nicht nur romantische Verklährheit gab, sondern dass die Regency-Zeit aus heutigen Gesichtspunkten beleuchtet wurde, mit seinen Vor- und Nachteilen. So hat man hier einen Einblick in das (nicht vorhandene) Gesundheitssystem bekommen und auch Psychiatrien und Gefängnisse wurden realistisch dargestellt. Auch die Installation von Toiletten oder Duschen waren in dieser Zeit nichts selbstverständliches und wurden mit kritischen Blicken seitens der feinen Gesellschaft beäugt. …, die ja aus unserer heutigen Zeit kommt, nimmt diese Missstände nicht an, sondern versucht, die Welt ein klein wenig zu verbessern.
Leider hat mich der Schluss nicht abgeholt. Da ich sonst zu viel verraten würde, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Zusätzlich hat mich die Charakterentwicklung der Protagonistin etwas überrascht. Zur heutigen Zeit eine schüchterne, unberührte Bibliotheksmaus, die ein Studium in Ägyptologie absolviert, in der Regency-Zeit eine selbstbewusste, starke Frau, die immer ihren Willen durchsetzt und alles andere als prüde agiert. Dass sie in solch einer Ausnahmesituation neue Charakterzüge entwickelt, wäre verständlich, aber mir war das zu abrupt und extrem. Sie hat ja eine absolute Kehrtwende hingelegt und ihr gesamtes Wesen um 180° gedreht.
Der letzte Punkt war Rebeccas Nachbarin. Sie ist eine Physikprofessorin, die Rebeccas Vorliebe für die Vergangenheit teilt und mit ihr gemeinsam in die Vergangenheit reist. Dort versucht sie dann durch Berechnungen den richtigen Zeitpunkt für eine Rückreise zu finden. Obwohl Rebecca weiß, dass die Nachbarin da ist, stattet sie ihr in der gesamten Zeit nur einen einzigen Besuch ab und wendet sich nicht einmal an sie, um Rat einzuholen oder über das Erlebte zu berichten, obwohl die beiden in der Neuzeit gut befreundet sind. Sie ist eine Nebenfigur und scheint nur die eine Funktion zu haben, an der Rückkehr zu arbeiten. Ansonsten scheint die Autorin sie vergessen zu haben.
Die Geschichte hat unheimlich viel Potential und wenn sie nicht so abrupt geendet hätte, hätte ich mir eine größere Reihe vorstellen können. Hier hätte man die Physikerin auch mehr einbinden und eventuell ihre eigene Parallelgeschichte erleben lassen können.
Was wäre, wenn der Präsidentschaftskandidat der USA einen Gendefekt hat und aus diesem Grund das Amt nicht ausführen könnte? Und was wäre, wenn die größte deutsche Zeitung davon erfahren würde? Und was ...
Was wäre, wenn der Präsidentschaftskandidat der USA einen Gendefekt hat und aus diesem Grund das Amt nicht ausführen könnte? Und was wäre, wenn die größte deutsche Zeitung davon erfahren würde? Und was wäre, wenn die Redaktion aufgrund einer anstehenden Fusion mit einem amerikanischen Investor einen Maulkorb verpasst bekommen würde? Mit diesen und noch weiteren Fragen beschäftigt sich der neueste Roman von Achim Zons.
Leider hat mir oft der Überblick gefehlt und ich konnte der Handlung nicht ganz folgen. Dies hat den Lesefluss leider ziemlich beeinträchtigt. Manche Aktionen und Entscheidungen, vor allem zwischen Max und Emma, waren konstruiert und realitätsfern. Die Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen sind mir ein wenig zu stark, als diente das Werk dazu, den frisch vereidigten Präsidenten an den Pranger zu stellen und nicht literarisch zu unterhalten.
Das Buch war wirklich interessant und die Idee dahinter mag nicht schlecht gewesen sein, die Umsetzung war aber nicht nach meinem Geschmack. Liebhabern von Politthrillern kann ich es dennoch empfehlen