Eine süße und erwachsene Geschichte
Im dritten Teil der „Club der Geschiedenen Männer“-Reihe stehen Florist Orson und Mechaniker Orson im Mittelpunkt. Orson ist Mitglied des CGM, jedoch nicht geschieden sondern Verwitwet. Nach dem Schlaganfall ...
Im dritten Teil der „Club der Geschiedenen Männer“-Reihe stehen Florist Orson und Mechaniker Orson im Mittelpunkt. Orson ist Mitglied des CGM, jedoch nicht geschieden sondern Verwitwet. Nach dem Schlaganfall seiner Frau Tara hat er Killborough zunächst den Rücken gekehrt. Jetzt ist er wieder zurück und hat seinen eigenen Blumenladen eröffnet und versucht, in jedem Moment das Positive zu sehen. Ford hat seine eigene Werkstatt und ein glückliches Leben. An einem festen Partner war er nie wirklich interessiert, aber Orson weckt sein Interesse.
Die Geschichte von Orson und Ford hat mir sehr gut gefallen. Beide sind Mitte 40, was man ihnen und ihrer Dynamik auf eine positive Art anmerkt. Sie haben bereits Höhen und Tiefen hinter sich und treffen zu einem Zeitpunkt aufeinander, an dem keiner nach der großen Liebe sucht. Das Knistern ist zwar da, dennoch ist ihnen die Freundschaft zunächst wichtiger. Davon ausgehend entwickelt sich eine sehr süße und erwachsene Geschichte.
Beide müssen sich an die Dynamik zwischen einander gewöhnen. Beide gewöhnen sich daran, dass es in einem erwachsenen Leben, das sie sich eingerichtet haben, plötzlich eine andere Person gibt. Beide haben eine Vergangenheit, die natürlich auch in dieser neuen Lebensphase eine Rolle spielt. Und sowohl Orson als auch Ford müssen zunächst lernen, mit der Verwirrung und Unsicherheit von Orson umzugehen, der sein Leben lang dachte, er wäre Heterosexuell. Diese Entwicklung wird jedoch mit viel Vertrauen in den Anderen begleitet, mit Gesprächen und dem Wissen um die eigenen Grenzen. Besonders gut hat mir bei Orson auch sein Zwiespalt als Witwer gefallen. Die Frage, ob es sich neu verlieben darf, wo doch Tara seine große Liebe war. Gleichzeitig das sehr schnelle Bewusstsein, dass sie nur das Beste für ihn gewollt hätte sowie Fords Bewusstsein und Verständnis, dass es sich nicht um einen Konkurrenzkampf sondern um unterschiedliche Lebensabschnitte handelt, fand ich sehr schön.
Die beiden haben mir wirklich gut gefallen, weil sie aufeinander achtgeben und sich umeinander bemühen, ohne die eigenen Ansprüche aus dem Auge zu verlieren. Eine klare Leseempfehlung.