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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2021

Ein leichter Inselroman zum weg träumen

Pension Herzschmerz
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Erst bekommt Lou einen Anruf von ihrer besten Freundin Anna, dass diese von ihrem Freund betrogen wurde, dann ruft auch schon die dritte im Bunde, Kim, an und teilt mit, dass sie sich den Fuß gebrochen ...

Erst bekommt Lou einen Anruf von ihrer besten Freundin Anna, dass diese von ihrem Freund betrogen wurde, dann ruft auch schon die dritte im Bunde, Kim, an und teilt mit, dass sie sich den Fuß gebrochen hat. Kurz entschlossen fahren Lou und Anna nach Norderney, um eine Auszeit zu nehmen und ihre Freundin zu unterstützen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Lou erzählt, dem entsprechend erfährt man von ihr am meisten. Sie ist eine bodenständige Person, die alles lieber einmal zu oft überdenkt, trotzdem ist sie sympathisch.
Anna ist ein Wildfang, sie will oft mit dem Kopf durch die Wand und sorgt für das Feuer und die Abwechslung in der Gruppe.
Kim ist stets positiv und begeisterungsfähig.

Der Schreibstil von Christin-Marie Below ist angenehm zu lesen. Leider fehlen mir bei den Charakteren allerdings oft die Tiefe. Auch von der Landschaft hätte ich mir detailliertere Beschreibungen gewünscht.

Insgesamt fand ich die Geschichte schön für zwischendurch. An einigen Stellen hätte ich mir einfach dieses „Mehr“ gewünscht. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte, um sich in den (hoffentlich bald wieder möglichen) Sommerurlaub zu träumen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2021

Vollgestopft mit Klischees und trotzdem irgendwie gut

The Club – Flirt
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Jonas meldet sich in einem Club an der verspricht, all seine Ideen und Bedürfnisse zu befriedigen. Für die (sehr hohe) Gebühr wird für ihn überall auf der Welt die perfekte Frau gefunden. Seine Aufnahmeassistentin ...

Jonas meldet sich in einem Club an der verspricht, all seine Ideen und Bedürfnisse zu befriedigen. Für die (sehr hohe) Gebühr wird für ihn überall auf der Welt die perfekte Frau gefunden. Seine Aufnahmeassistentin Sarah ist jedoch geschockt von seinem Gotteskomplex, welcher bei seiner Anmeldung klar durchkommt und schreibt ihm darauf hin eine Mail.

Den Schreibstil finde ich sehr angenehm. Man kommt gut in die Geschichte rein und sie lässt sich schön weg lesen. Auch die Erotischen Szenen finde ich größtenteils gut gelungen, womit wir aber auch schon beim ersten Problem sind.

Für meinen Geschmack geht es besonders in der ersten Buchhälfte zu viel um Sex. Natürlich ist das bei dieser Art von Buch logisch, trotzdem müssen sich Erotik und Inhalt meiner Meinung nach nicht zwangsläufig ausschließen.

Jonas fand ich erstaunlich sympathisch. Ja, er ist etwas durchgeknallt und ja, er hat wirklich einen Gotteskomplex. Trotzdem wirkt er auf mich ziemlich sympathisch und greifbar.
Mit Sarah hatte ich da schon eher Probleme. Auf der einen Seite ist sie eine starke, selbstständige Frau, auf der anderen Seite lässt sie sich super schnell von Jonas umgarnen. Und obwohl sie selbst eine unschöne Vergangenheit hat, wirft sie ihm immer wieder das gleiche vor.

Insgesamt fand ich das Buch zu Beginn ganz okay, es hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Gegen Ende wurde es dann allerdings nochmal interessant. Die Charaktere haben endlich mehr Tiefe bekommen und endlich ging es auch m den Club. Daher bin ich mal gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

College Football und (zu) viel Erotik

Game on - Mein Herz will dich
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Drew Baylor ist der Quarterback der College Mannschaft und damit ein interner Star. Doch als er in einem Kurs Anna Jones kennen lernt ist klar, dass er nur sie will. Für Anna kommt eine Beziehung mit dem ...

Drew Baylor ist der Quarterback der College Mannschaft und damit ein interner Star. Doch als er in einem Kurs Anna Jones kennen lernt ist klar, dass er nur sie will. Für Anna kommt eine Beziehung mit dem in der Öffentlichkeit stehenden Sportler jedoch nicht in Frage.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Man kommt gut in die Geschichte und es macht Spaß weiterzulesen. Auch der Perspektivwechsel hat mir gut gefallen, die Charaktere sind wirklich gut zur Geltung gekommen.

Drew war mir von Anfang an sympathisch. Er ist tiefgründig, intelligent und gefühlvoll.
Auch Anna fand ich zu Beginn super. Ein Mädchen, das eine komplizierte Highschool Zeit hatte, diese größtenteils hinter sich gelassen hat aber immer noch mit Komplexen kämpft finde ich grundsätzlich interessant. Allerdings wurde es mir irgendwann zu viel. Es kamen immer wieder die gleichen Argumente und selbst die habe ich teils nicht so ganz nachvollziehen können.

Was mir wirklich gut gefallen hat ist, dass Football viel und vor allem verständlich in die Geschichte eingearbeitet wurde. Auch die Grundidee der Geschichte fand ich toll. Drew und Anna haben sich viele Schlagabtäusche geleistet, bei denen ich schmunzeln musste und auch wenn Drew Situationen innerhalb der Mannschaft geschildert hat, war das teilweise zum wegschmeißen.
Allerdings war es etwas zu viel (unverständliches) Drama. Was mich auch gestört hat, waren die übermäßigen Sex-Szenen und Andeutungen in diese Richtung. Gefühlt machen diese die Hälfte des Buches aus, was mir dann doch zu viel wurde.

Insgesamt bin ich ziemlich hin - und hergerissen. Es handelt sich um ein gutes Buch, bei dem es – überraschenderweise – 100 Seiten weniger Sex und Drama auch getan hätten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein actionreicher Roman, der Lust auf mehr macht

Speed Me Up
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Brooke ist eine professionelle Supercross Fahrerin. Als Frau ist sie in ihrem Sport eine Exotin und als einzige bei der Weltmeisterschaft noch dazu. Bei einem Rennen trifft sie dann auf ihren Kindheitsfreund ...

Brooke ist eine professionelle Supercross Fahrerin. Als Frau ist sie in ihrem Sport eine Exotin und als einzige bei der Weltmeisterschaft noch dazu. Bei einem Rennen trifft sie dann auf ihren Kindheitsfreund Matt, welchen sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen hat.

Der Schreibstil von Sarah Saxx ist angenehm zu lesen und macht Lust auf mehr. Außerdem hat sie eine (für mich als Laiin) super Balance aus Fachbegriffen und Formulierungen, die auch externe verstehen, gefunden.

Brooke hat mir als Charakter wirklich gut gefallen. Sie ist eine Kämpferin und als Frau in einer Männerdomäne ständig Sticheleien und Anfeindungen ausgesetzt. Sie hat glaubhaft und nachvollziehbar einige Männliche Verhaltensweisen übernommen, ohne dabei ihre Weiblichkeit einzubüßen.
Matt ist der beste Freund, den sich vermutlich jeder wünscht. Er ist ein toller Charakter, der Brooke unterstützt und mit ihr mitfiebert, trotzdem sein eigenes Leben und Ziele hat, für die er kämpft.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der beiden geschrieben, wodurch man ein gutes Gefühl für die beiden Charaktere und die Menschen, die sie umgeben, bekommt.

Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Er ist Actionreich, realistisch geschrieben und einfach ein richtiger „Wohlfühlroman“.

Einen Stern Abzug gibt es für einige Kleinigkeiten, die mich zusammengenommen dann doch gestört haben: Der Klappentext ist meiner Meinung nach ungünstig gewählt. Es werden zwei Ereignisse angesprochen, die zu Beginn und zum Ende des Buches vorkommen. Dadurch fehlt beim lesen teilweise etwas die Spannung, weil man nur auf das Eintreten des beschriebenen Ereignisses wartet. Von Brooke hätte ich mir teilweise mehr Erklärungen gewünscht. Man wusste zwar was sie fühlt, aber nicht warum. Die Auflösung kam für meinen Geschmack dann etwas zu spät. Auch hätten sich für das Ende locker 2/3 Kapitel mehr angeboten. Und zu guter Letzt gab es dann leider doch einige Tipp-/ Grammatikfehler.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

Ein emotionaler, aber eher zäher Roman

Der Liebesbrief
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Als Chloe ihren Mann Neil an den Krebs verliert versinkt sie in tiefer Trauer. Als diese sie zu verschlingen droht beschließt sie, nach Cornwall zu flüchten, um Neil nicht ständig in der vertrauten Umgebung ...

Als Chloe ihren Mann Neil an den Krebs verliert versinkt sie in tiefer Trauer. Als diese sie zu verschlingen droht beschließt sie, nach Cornwall zu flüchten, um Neil nicht ständig in der vertrauten Umgebung sehen zu müssen. Dort trifft sie auf Matt, welcher sie über einige Zufälle für die Geschichte von Kit Rivers begeistern kann, einem jungen Dichter, welcher im ersten Weltkrieg gekämpft hat.

Der Schreibstil von Ruth Saberton ist sehr angenehm. Sie hat eine auffallend bildliche Sprache, wodurch man das Gefühl hat, direkt in Cornwall zu sein und alles direkt mit zu erleben.

Die Idee, die Geschichte in zwei verschiedenen Zeiten zu erzählen hat mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist sehr direkt und eindringlich und auch ohne zu sehr ins Detail zu gehen schafft die Autorin es, die Grauen des Krieges authentisch und erlebbar zu beschreiben.
Trotzdem konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Viele Szenen waren eigentlich schon beendet und wurden gefühlt trotzdem ein zweites mal erzählt. Außerdem gab es einige Fehler in der Erzählung, ob durch die Übersetzung oder direkt im Buch sei dahingestellt. Leider hat sich die Geschichte über weite Strecken ziemlich gezogen, nur damit am Ende dann alles auf einmal aufgelöst wird. Auch die Protagonisten konnten mich leider nicht wirklich überzeugen. Sie wirkten auf mich oft eher eindimensional.

Insgesamt ist es eine eindrucksvolle Schilderung der Geschehnisse des ersten Weltkriegs gewesen, aber leider kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere