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Veröffentlicht am 11.04.2026

Langatmige Geschichte mit flacher Protagonistin

Little Hollywood
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Leo hat gerade ihr Abi gemacht und muss sich diesen Sommer entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Ihr Traum, in Köln zu studieren wird überschattet von einer depressiven Mutter und Leos ...

Leo hat gerade ihr Abi gemacht und muss sich diesen Sommer entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Ihr Traum, in Köln zu studieren wird überschattet von einer depressiven Mutter und Leos Sorge um ihren kleinen Bruder Ben. Zudem gibt es in ihrer Heimat Olli, den sie vor kurzem das erste mal geküsst hat und Jo aus der örtlichen Videothek, mit dem sie zunehmend Zeit verbringt.

Der Schreibstil von Inga Hanka ist zwar größtenteils flüssig, dennoch habe ich mich – besonders zu Beginn – mit dem lesen sehr schwer getan. Zu Leo als Protagonistin konnte ich gar keine Verbindung aufbauen. Sie sagt zwar, eine Leidenschaft für Filme zu haben, abgesehen von regelmäßigen Besuchen in der Videothek habe ich davon aber wenig gespürt. Ansonsten ist sie der „typische“ Teenie, streitet sich mit ihrer Mutter, säuft und hat Respekt vor der Zukunft. Das alles war für mich dann doch zu sehr Klischee. Jo hingegen war schon interessanter. Es dauert relativ lange, bis man mehr über ihn erfährt und er wirkt etwas tiefgründiger.

Inhaltlich konnte mich die Geschichte leider auch nicht wirklich mitnehmen. 2/3 des Buches passiert nur sehr wenig. Dafür wurden die typischen Probleme ins letzte Drittel gequetscht. Größtenteils ohne, dass eine Szene sich vernünftig entwickeln konnte oder eine verständliche Auflösung kam. Über große Teile hat mich „Little Hollywood“ eher gelangweilt was schade ist, da ich mir aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe deutlich mehr erhofft habe. Insgesamt würde ich das Buch eher nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Zwischen Zuckerschock und Lachtränen

Upside Down - Die Welt steht Kopf
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„Upside Down“ ist das erste Buch, das ich von N.R. Walker gelesen habe und auch das erste zum Thema Asexualität. Nachdem ich vor dem Lesen etwas skeptisch war und das Buch nur aufgrund einer Empfehlung ...

„Upside Down“ ist das erste Buch, das ich von N.R. Walker gelesen habe und auch das erste zum Thema Asexualität. Nachdem ich vor dem Lesen etwas skeptisch war und das Buch nur aufgrund einer Empfehlung angefangen habe, wurde ich sehr positiv überrascht.

Das Buch handelt von Jordan und Hennessy, zwei jungen, asexuellen Männern. Beide sind an unterschiedlichen Punkten ihrer Reise, das Label asexuell für sich selbst zu akzeptieren und definieren. Dabei geht es jedoch auch viel um gesellschaftliche Erwartungen, den Druck, welchen sie erzeugen und den Drang sich anzupassen, sei er bewusst oder unbewusst.
Jordan ist ein unglaublich liebenswürdiger Charakter. Gefühlt immer etwas drüber, scheint er das Chaos magisch anzuziehen. Bei Nervosität tendiert er dazu, ohne Punkt und Komma und vor allem ohne Filter loszuplappern und sich dadurch in die skurrilsten Situationen zu manövrieren. Zudem ist er begeisterungsfähig, freundlich und seinen Freunden gegenüber absolut loyal.
Dagegen wirkt Hennessy zu Beginn eher unnahbar, was sich jedoch bereits nach wenigen Seiten als falsch erweist. Auch er ist ein durchweg sympathischer Charakter, wirkt jedoch im Vergleich zu Jordan etwas flacher.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jordan und Hennessy geschildert. Dabei finde ich es super interessant, wie unterschiedlich die Selbst- und Fremdwahrnehmung der beiden ist.
Die Geschichte lebt außerdem von den großartigen Nebencharakteren. Die beste Freundin und der Mitbewohner von Jordan, der beste Freund von Hennessy, die gemeinsame Fanbase im Bus – alle haben sie etwas liebenswürdiges, besonderes und einzigartiges, dass man bereits auf das nächste Aufeinandertreffen hinfiebert.

Bei „Upside Down“ handelt es sich um ein wunderbares Buch, das alles vereint, was es für ein tolles Lesevergnügen braucht: Liebenswürdige Charaktere, lustige Dialoge, eine Liebesgeschichte zum Dahinschmelzen, Denkanstöße zu wichtigen Themen und eine Story, bei der man von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebert. Es handelt sich also um eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Aktuell und lustig wie nie

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Die „Känguru“-Reihe ist für mich ein Garant guter Unterhaltung. Egal welches Buch man sich anhört, man entdeckt immer etwas neues und erhält weitere Denkanstöße.

Marc-Uwe Kling ist außerdem ein Meister, ...

Die „Känguru“-Reihe ist für mich ein Garant guter Unterhaltung. Egal welches Buch man sich anhört, man entdeckt immer etwas neues und erhält weitere Denkanstöße.

Marc-Uwe Kling ist außerdem ein Meister, wenn es darum geht Charaktere mit seiner Stimme zum Leben zu erwecken. Das hat er auch wieder bei der „Känguru-Rebellion“ bewiesen. Sei es das Känguru selbst, Herta, Krapotke oder einer der anderen, liebgewonnenen Charaktere. Man weiß wer spricht, noch bevor Namen genannt werden.

Auch wenn mir die vorherigen Bücher bereits gut gefallen haben, ist dieses aktuell mein unangefochtener Favorit. Ich musste regelmäßig zurückspulen, weil ich vor Lachen Teile der Geschichte verpasst habe. Das Buch ist sein wohl politischstes und lässt an vielen Personen kein einziges gutes Haar (zu recht, wie ich finde). Dabei aber, wie gewohnt, gut argumentiert und mit einer gewaltigen Portion Sarkasmus.

Allen Fans des Kängurus, sowie denen, die bei der aktuellen Weltlage irgendwo zwischen Unglauben, Verzweiflung und Resignation stehen, kann ich die Känguru-Rebellion wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eine süße und humorvolle Geschichte

The Night We Met
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Abby Jimenez ist für mich mittlerweile eine dieser Autorinnen, deren Bücher ich auch blind kaufen würde. Bis jetzt hat mich noch jede Geschichte von ihr überzeugt, so ist es auch bei „The night we met“.

Larissa ...

Abby Jimenez ist für mich mittlerweile eine dieser Autorinnen, deren Bücher ich auch blind kaufen würde. Bis jetzt hat mich noch jede Geschichte von ihr überzeugt, so ist es auch bei „The night we met“.

Larissa und Chris sind beides sehr sympathische und liebenswürdige Charaktere. Sie hat eine schwierige Kindheit gehabt, die sie weiterhin bei vielen Entscheidungen beeinflusst. Gleichzeitig ist Larissa eine Kämpferin, die jedoch nie ihre positive und lebensfrohe Einstellung verloren hat, was ich sehr schön fand. Er ist ein unglaublich aufmerksamer und liebevoller Mann, der sich unglaublich gut um die Menschen kümmert, die ihm wichtig sind. Dadurch habe ich Chris sehr schnell ins Herz geschlossen. Auch fand ich die Unterschiede zwischen ihm und seinem besten Freund Mike sehr spannend.

Mir persönlich war allerdings der Klappentext etwas zu ausführlich. Hat man ihn gelesen, waren 400 Seiten Handlung von 450 Seiten, die das Buch hat quasi schon bekannt. Dennoch wurde ich sehr gut unterhalten und habe die ganze Zeit mit Chris und Larissa mitgelitten, gefiebert und geseufzt. Eine Schwäche der Bücher der Autorin ist für mich leider immer das Ende. Alles deutet auf ein unlösbares Problem hin, nur damit dieses in einer „Hau-Ruck“ Aktion, auf ein paar Seiten dann doch gelöst wird. Da zuvor viel Zeit gewesen wäre, eine Lösung vorzubereiten, ist mir das leider meistens etwas zu viel. Dennoch hat mich „The night we met“ sehr gut unterhalten, es ist ein wirklich kurzweiliges Buch, das ich gerne weiterempfehlen werde.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Wohlfühlbuch mit wichtiger Botschaft

Shameless Puckboy
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Die „Puckboys“ Reihe von Eden Finley und Saxon James gehört mittlerweile zu meinen absoluten Favoriten was Wohlfühlbücher angeht. Ich weiß schon vor Beginn des Lesens, dass gute Unterhaltung garantiert ...

Die „Puckboys“ Reihe von Eden Finley und Saxon James gehört mittlerweile zu meinen absoluten Favoriten was Wohlfühlbücher angeht. Ich weiß schon vor Beginn des Lesens, dass gute Unterhaltung garantiert ist. Zusätzlich ist bei dieser Reihe jedes Buch gefühlt nochmal einen Tick besser als sein Vorgänger.
Wird in den „Puckboy“-Büchern ein Klischee nach dem anderen raus gehauen? Natürlich – Liebe ich die Bücher trotzdem? Absolut! Die beiden Autorinnen schaffen es nämlich immer wieder ihren Charakteren mehr tiefe zu geben, als man zu Beginn erwartet.

So auch bei Lane und Oskar – beide haben auf den ersten Blick ein tolles und erfolgreiches Leben. Im Laufe der Geschichte merkt man jedoch, dass beide ihre privaten Päckchen zu tragen haben, was sie jedoch im beruflichen Alltag verstecken.
Besonders gut gefallen hat mir der Umgang mit besagten Problemen im Verlauf des Buches. Der eine Charakter war reflektiert genug, um zu erkennen, dass er ein „Luxusproblem“ hat. Gleichzeitig wurde ihm vom anderen dieses Problem nicht abgesprochen. Ihm wurde Verständnis für die Belastung entgegengebracht und Verständnis dafür, dass jeder Mensch etwas anderes als Problem bezeichnet. Gleichzeitig sollte niemandem eine Empfindung abgesprochen werden, die im Vergleich zu Erfahrungen anderer als trivial angesehen werden könnte. – Ja, dieser Part ist leider etwas schwammig. Ich wollte aber unbedingt meine Begeisterung für diesen Aspekt ausdrücken, ohne z.B. durch Namensnennung zu viel zu verraten.
Oskar und Lane sind mir wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen. Ihre anfänglichen Reibereien waren sehr unterhaltsam, gleichzeitig war es schön zu lesen, wie sich ihr Umgang miteinander im Laufe des Buches geändert hat und wie sie aufeinander eingegangen sind.

Es freut mich außerdem immer, alte Bekannte aus anderen Büchern und Reihen wiederzutreffen, kurz in Erinnerungen zu schwelgen und gleichzeitig bereits die Charaktere kennenzulernen, um die sich kommende Bücher drehen werden. Auch „Shameless Puckboy“ ist ein wirklich unterhaltsames und kurzweiliges Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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