Cover-Bild Die Bibliothek am Mount Char
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: foliant Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Dark
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 02.10.2024
  • ISBN: 9783910522008
Scott Hawkins

Die Bibliothek am Mount Char

Düsterer Fantasyroman über Macht, Wissen und Unsterblichkeit
Tanja Ohlsen (Übersetzer)

Ein düsterer Fantasyroman über Macht, Wissen und Unsterblichkeit.

Carolyn war einst eine ganz gewöhnliche Amerikanerin – bis sie in die geheimnisvolle Bibliothek am Mount Char aufgenommen wurde. Dort lehrt der rätselhafte Vater seine zwölf Auserwählten uralte Künste: Heilung, Krieg, Tod, Sprache – und noch viel mehr. Doch als der Vater spurlos verschwindet, gerät das fragile Gleichgewicht zwischen den Schülern ins Wanken. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt – um die Macht, das Wissen und vielleicht das Schicksal der Welt selbst.

Scott Hawkins’ außergewöhnlicher Roman ist ebenso brutal wie brillant – eine düstere Fantasygeschichte über Götter, Menschen und das grenzenlose Streben nach Wissen. Geheimnisvoll, surreal und von schwarzem Humor durchzogen, führt Die Bibliothek am Mount Char tief in eine Welt, in der nichts ist, wie es scheint.

Für alle, die Dark Fantasy und philosophische Geschichten lieben – und für Fans von Neil Gaiman, Terry Pratchett und Mark Lawrence.

Ein einzigartiges, verstörend schönes Fantasybuch für Erwachsene.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Jahreshighlight 2024

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Blutverschmiert und barfuß lief Carolyn allein die zweispurige Asphaltstraße entlang, die die Amerikaner Highway 78 nannten. Die meisten Bibliothekare, Carolyn eingeschlossen, betrachteten sie eher als ...

Blutverschmiert und barfuß lief Carolyn allein die zweispurige Asphaltstraße entlang, die die Amerikaner Highway 78 nannten. Die meisten Bibliothekare, Carolyn eingeschlossen, betrachteten sie eher als Tacostraße, zu Ehren eines mexikanischen Restaurants, zu dem sie sich gelegentlich schlichen. - Seite 8

Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich "Die Bibliothek am Mount Char" von Scott Hawkins gelesen habe, aber das Buch spukt mir weiterhin immer wieder durch die Gedanken und ich weiß ehrlich nicht, wie ich diese Gedanken in Worte fassen soll.

Einerseits möchte ich unfassbar viel über das Buch erzählen, gleichzeitig aber auch überhaupt nichts, um ja nicht zu viel vorwegzunehmen. Genau deswegen verzichte ich auch auf eine eigene Inhaltsangabe. Ich würde das Buch vermutlich sowieso nicht sinnvoll beschreiben können.

Als ich mit "Die Bibliothek am Mount Char" angefangen habe, war ich zunächst etwas enttäuscht. Ich kam nicht so richtig in die Story rein, alles war unheimlich verwirrend und nichts schien so richtig zusammenzupassen. In meinem Kopf war ein unfassbar riesiges Fragezeichen und ich bin ganz ehrlich - hätte ich das Buch nicht als BuddyRead gelesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen. So hat es dann noch etwas länger die Chance bekommen, mich noch zu überzeugen.

Puuh und wie dieses Buch die Chance genutzt hat! Hätte mir jemand am Anfang gesagt, dass "Die Bibliothek am Mount Char" zu einem meiner Jahreshighlights 2024 wird, hätte ich die Person vermutlich ausgelacht, da ich mir das so überhaupt nicht vorstellen konnte.

Von Anfang an war die Atmosphäre richtig düster und bedrückend, es war alles so skurril. Das habe ich direkt gemocht, aber es war mir echt schon fast ein bisschen zu wirr.

Nach rund 150 oder 200 Seiten fing alles endlich an, mehr Sinn zu ergeben, ich habe angefangen, den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Perspektiven zu sehen. Ab der Hälfte konnte ich das Buch dann kaum noch aus der Hand legen - es ist so krass, sehr komplex, skurril, hat einen ganz speziellen Humor, steckt voller Gewalt und Grausamkeit. Gleichzeitig gibt es aber auch Hoffnung und die Erkenntnis, dass Wissen eine große Macht besitzt. Ich bin richtig beeindruckt, was sich aus diesem.. merkwürdigen Anfang alles entwickelt hat, wie die verschiedenen Perspektiven und Charaktere zusammenhängen, wie sich die Story und die vielen Charaktere entwickelt haben. Das war wirklich ganz großes Kino!

Mein Fazit:
Nach einem eher enttäuschenden Start hat sich "Die Bibliothek am Mount Char" zu einem echten Überraschungshit und einem der besten Bücher entwickelt, die ich 2024 gelesen habe. Die Atmosphäre ist so bedrückend und düster und hat mich nach und nach in ihren Bann gezogen, die Story war wirr, doch nach und nach lichtete sich das und die Zusammenhänge waren richtig krass.

Das Buch ist jedoch nicht für schwache Nerven, es steckt voller Brutalität und Grausamkeit - hier hätte ich mir tatsächlich Content Notes gewünscht.

Veröffentlicht am 20.10.2024

Als hätten King und Tarantino gemeinsame Sache gemacht

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Irgendwo in Amerika geht eine junge Frau des Nachts am Straßenrand entlang, barfuß und mit Blut besudeltem Kleid. Ihr Ziel? Eine Bibliothek am Rande eines kleinen Ortes, dessen Bewohner mindestens so merkwürdig ...

Irgendwo in Amerika geht eine junge Frau des Nachts am Straßenrand entlang, barfuß und mit Blut besudeltem Kleid. Ihr Ziel? Eine Bibliothek am Rande eines kleinen Ortes, dessen Bewohner mindestens so merkwürdig sind wie die junge Frau. Die Bibliothek? Für Menschen nicht sichtbar und doch so groß. Die junge Frau namens Carolyn ist auf dem Weg zu ihrem Vater, doch dieser ist verschwunden. Doch eigentlich ist er gar nicht ihr Vater und wiederum doch. Die Suche nach Vater beginnt
Tja, ich weiß gerade so gar nicht, wie ich diese Rezension anfangen soll, denn dieses Buch war mit Abstand das abgedrehteste Buch, das ich je gelesen habe. So ein bisschen wie ein Quentin Tarantino Film, wobei dieser da wohl auf Speed gewesen sein muss.
Der Schreibstil ist definitiv klar, direkt, schonungslos und sehr bildlich und man muss durchaus über einen starken Magen verfügen, denn so manch einen Beschreibung ist einfach widerlich.
Die Handlung habe ich die ersten hundert Seiten überhaupt nicht verstanden und in meinem Kopf herrschte zwischen Wtf und totaler Verwirrung einfach alles. Ich war tatsächlich ganz kurz davor, dieses Buch abzubrechen, aber da ich tatsächlich viele positive Meinungen dazu fand, habe ich weitergelesen und dieses auch im Nachhinein nicht bereut.
Es geht in diesem Buch um Vater, den man in gewissem Maße mit Gott gleichsetzen kann. Dieser hat 12 Kinder adoptiert und jedes einzelne versteht sich auf einen anderen Bereich der Bibliothek, David den Kampf, Michael spricht mit Tieren, Carolyn alle Sprachen der Welt, eine andere Heilung bis hin zur Erweckung Toter. Das alles erfährt man schon auf einer gewissen Basis von Beginn an und doch wieder nicht, denn alles, was hier so geschieht, ist einfach nur völlig verwirrend und abgedreht und dass es jemand schafft, zwischen all den losen Fäden und unterschiedlichen Charakteren eine Verbindung herzustellen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Doch so nach und nach gab es immer mehr Aha-Momente und zum Schluss wurde auch alles klar. Das wiederum hat mich doch schwer beeindruckt.
Ein großer Teil der Handlung findet in Amerika statt, in welcher Zeit wir uns befinden ist nicht ganz klar, aber definitiv in jüngerer Vergangenheit. Die Bibliothek, die dem Buch ihren Namen verleiht, ist über weite Teile des Buches nicht präsent, spielt aber doch noch eine Rolle.
In erster Linie folgen wir Carolyn, aber auch weitere Perspektiven werden dem Leser geboten. Es gibt Situationen, die schon fast biblische Ausmaße nehmen à la Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die verwendeten Methoden allerdings sind hin und wieder fragwürdig.
Die Charaktere sind recht zahlreich, wie erwähnt steht Carolyn ein wenig im Mittelpunkt, doch auch weitere Charaktere nehmen Einfluss. Wie sind sie ausgearbeitet? Zunächst mindestens so verwirrend oder widerlich wie die Handlung. Auch hier gilt, dranbleiben wird belohnt, denn auch das wird alles aufgeklärt. Allerdings kann ich auch hier nicht viel sagen, denn es wird nach und nach erst aufgeklärt.
Mein Fazit: Dieses Buch war unbeschreiblich, über weite Teile hatte ich nicht den geringsten Schimmer, was der Autor mir sagen will. Deshalb kann ich das Buch auch nicht empfehlen oder nicht nicht empfehlen, denn es ist so krass abgedreht, dass man es entweder nach 50 Seiten weglegt oder so neugierig wird, dass man wissen will, was das überhaupt soll. Schockierend, verstörend, völlig verwirrend und doch beeindruckend zum Schluss. Macht euch selbst ein Bild!

Veröffentlicht am 31.10.2024

Eine Geschichte zwischen Genie und Wahnsinn

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„Die Bibliothek von Mount Char“ ist mit Abstand das verrückteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Zu Beginn hatte ich nur Fragezeichen im Kopf. Die Geschichte liest sich wie eine Aneinanderreihung zusammenhangloser ...

„Die Bibliothek von Mount Char“ ist mit Abstand das verrückteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Zu Beginn hatte ich nur Fragezeichen im Kopf. Die Geschichte liest sich wie eine Aneinanderreihung zusammenhangloser Szenen, die immer abgefahrener werden. Es gibt einfach überhaupt keinen roten Faden, wodurch es sehr schwer bis nahezu unmöglich ist, einen logischen Zusammenhang zu erahnen. Während unseres Buddyreads hatte ich ständig Fragen. Hast du das verstanden? Was will der Autor damit aussagen? Und wem zum Teufel gehört die Lunge, die an der Wand klebt? Es gab beim Lesen unglaublich viele WTF Momente.

Einst kam ein Mann und nahm zwölf Kinder mit in seine Bibliothek, in der er die Geheimnisse des Universums hütet. Jedes Kind lernt einen Teil von dem, was ihr allmächtiger neuer Vater kann. Er lehrt sie Unglaubliches und verleiht den Kindern auf diese Weise Macht. Lob gibt es selten und seine Strafen sind grausam und voller Gewalt. Als Vater eines Tages verschwindet, bricht Chaos aus. Doch seine Adoptivtochter Carolyn hat einen Plan. Und für diesen wird sie alles tun, sogar über Leichen gehen.

Der Großteil des Buches verlangt dem Leser einiges ab. Man sollte auf keinen Fall einen nervösen Magen haben oder zartbesaitet sein. Bei vielen Szenen steht die Darstellung von exzessiver Gewalt und Blut im Vordergrund. Es wirkt fast so, als wäre der Autor im Wettbewerb mit sich selbst, wie er von Seite zu Seite mehr Blut und grausame Szenen aufs Papier bringen kann. Abgesehen von Unmengen an Blut sind mir echt viele Gedärme über den Weg gelaufen. Der Autor provoziert absichtlich mit vielen völlig überspitzten Szenen. Hier sei auch gesagt, dass die Brutalität auf einem wirklich hohen Level ist und Vater auch nicht vor heftiger Gewalt gegenüber den Kindern zurückschreckt. Es gibt viele ekelhafte Szenen und unglaublich grausame, verstörende Momente. Der Tod ist ein zentrales Thema und der Autor legt in Bezug auf die verschiedenen Todesarten und die Todesqualen sehr viel Kreativität an den Tag. Ob der wirklich sehr bildhafte Schreibstil des Autors nun Segen oder Fluch ist, wird wohl Ansichtsache sein.

Aber dann – im letzten Drittel legt der Autor eine gewaltige Kehrtwende hin. Aus vielen unzusammenhängenden Szenen wird ein großes Ganzes. Ich glaube, dass nur sehr wenige Autoren das schaffen, was Scott Hawkins hier vorlegt. Die Zusammenführung aller Szenen ist einfach nur grandios und absolut clever gestaltet. Auch die Welt, die der Leser gegen Ende des Buches betreten darf, ist einfach unglaublich und voller Wunder. Kreativ, magisch und fantastisch.

FAZIT: „Die Bibliothek von Mount Char“ absolut anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Ich bin ehrlich, dieses Buch war überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Ich liebe die Bücher von Christina Henry, habe früher Stephen King verschlungen und rätsel mit Vorliebe bei den Büchern von Fitzek mit, der bekanntlich auch um jede Menge Ecken denkt. Dieses Buch hier fühlte sich für mich an wie ein Horrortrip auf Drogen und für mich persönlich gab es zu viel explizite Gewaltdarstellung, die für die Auflösung in diesem Ausmaß nicht notwendig war. Aber dann kommt das Ende. Ich muss ja zugeben, dass der Autor mich mit dem letzten Drittel seines Buches absolut begeistern konnte. Ich liebe es, wie nach und nach ein großes Ganzes entsteht. Wie viele Überlegungen hinter all dem stecken, wie genial sich alles zusammenfügt. Auch der Weltenentwurf am Ende des Buches ist große Klasse und hat mich beeindruckt. Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah aneinander und genau so fühlt sich dieses Buch an. Empfehlen würde ich dieses Buch allerdings nur hartgesottenen Lesern, die einiges abkönnen.

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