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Veröffentlicht am 09.07.2026

Richtig guter Auftakt

Eilean Mhàigh
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Der prasselnde Regen weckte mich auf. Es war stürmisch geworden und ich verließ den Platz, an dem ich bis gerade noch ganz friedlich gelegen hatte. Unruhig und grau lagen die Wellen vor mir. - 6%

Als ...

Der prasselnde Regen weckte mich auf. Es war stürmisch geworden und ich verließ den Platz, an dem ich bis gerade noch ganz friedlich gelegen hatte. Unruhig und grau lagen die Wellen vor mir. - 6%

Als mir "Eilean Mhàigh: Muscheln, Zauber und ein Stein" von einer der beiden Autorinnen vorgestellt wurde, war ich direkt neugierig. Die Story klang richtig interessant, Selkies und schottische Mythologie, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und das Ganze mit dem Setting auf einer kleinen Insel vor der schottischen Küste.. auch die Leseprobe gefiel mir sehr und ich war so neugierig, was genau hier auf mich wartet.

Als ich dann endlich mit dem Buch starten konnte, bin ich gefühlt durch die Seiten gerast. Den einen Nachmittag habe ich begonnen, am nächsten Tag war ich durch. Kristina Maria Dahl und Stefanie Biermann erzählen die Geschichte rund um die Meeresbiologie-Studentin Maggie, den Veterinär Gavin und den Vogelkundler Jonathan aus Sicht aller Charaktere, was ich gerne mochte. Hier hätte ich mir allerdings eine Kennzeichnung gewünscht, aus wessen Sicht man gerade liest, aber es ging auch so, da man schnell erkannt hat, welche Perspektive jetzt wer ist. Das ist vermutlich einfach Geschmackssache und für mich kein Kritikpunkt, erwähnen wollte ich es trotzdem gern. Der Schreibstil der beiden Autorinnen gefiel mir richtig gut, das Buch las sich wirklich flüssig und, wie gesagt, rasend schnell.

Maggie mochte ich direkt sehr. Sie lebt erst seit ungefähr einem Jahr auf der Insel und wohnt bei ihrer dementen Oma, um die sie sich neben ihrem Meeresbiologie-Studium kümmert. Außerdem hilft sie jedes zweite Wochenende im Institut für Meeresforschung aus. Dort arbeitet auch der Veterinär Gavin, den ich ebenfalls schnell sehr sympathisch fand. Den Vogelkundler Jonathan hingegen mochte ich erst gar nicht, er ist ziemlich grummelig, im Lauf der Story wurde er mir aber immer sympathischer.
Was ich sehr cool fand: Die Charaktere sind hier alle ein wenig älter. Maggie ist zum Beispiel 30, Gavin und Jonathan Anfang bis Mitte 40.

Die drei Protagonisten treffen im Institut aufeinander, als Jonathan eine Robbe mit apathischem Verhalten einliefert. Das ist auch eins der Hauptthemen, denn die Robben auf der Insel verhalten sich merkwürdig, doch keiner weiß, warum. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was da Sache ist. Erst wusste ich noch nicht so genau, was denn jetzt hier auf mich zukommen wird, was genau hier abgeht, doch je klarer das wurde, desto spannender wurde es. Die beiden Autorinnen binden hier schottische Mythologie und Magie in die Geschichte ein, was ich sehr mochte und richtig interessant fand. Dazu kommen noch Umweltthemen wie zB die Verschmutzung der Meere.

Ich muss allerdings gestehen, dass es eine Szene im Buch gab, die ich persönlich... eher merkwürdig fand und bei der ich ernsthaft überlegt habe, ob ich weiterlese oder nicht. Offensichtlich habe ich mich fürs Weiterlesen entschieden, denn das Drumherum fand ich einfach zu gut. Dieses merkwürdige Gefühl legte sich glücklicherweise sehr schnell wieder.

Im Buch gibt es eine Liebesgeschichte, die als ungewöhnlich beworben wird. Und ja, ungewöhnlich ist sie auf jeden Fall! Ich hatte zwar ehrlich gesagt mit einer anderen Richtung gerechnet, doch so passte es auch und ich bin sehr neugierig, wie sich das im zweiten Band weiter entwickeln wird. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Lovestory nicht zu 100% gefühlt habe, obwohl sie mir an sich gefallen hat. Es ging mir teilweise einfach ein wenig zu schnell, das ist aber Geschmackssache, würde ich sagen.

"Eilean Mhàigh: Muscheln, Zauber und ein Stein" ist der Auftakt einer Trilogie. Mit manchen Entwicklungen am Ende hätte ich so überhaupt nicht gerechnet, ganz besonders mit einer nicht (das näher zu erklären würde hier aber definitiv spoilern!), und ich bin schon richtig gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht. Dieser ist auch schon erschienen und wartet bereits auf meinem Reader auf mich. :)

Mein Fazit:
"Eilean Mhàigh: Muscheln, Zauber und ein Stein" konnte mich zwar nicht zu 100% überzeugen, ist insgesamt aber ein richtig guter Auftakt für die Reihe. Die Story mit schottischer Mythologie und dem Setting auf einer kleinen Insel an der Küste Schottlands gefiel mir sehr und ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 22.06.2026

Tiefgründige und unterhaltsame Reise nach Japan

Rival Hearts
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Der Vorhang ist gefallen, aber irgendwie trage ich noch immer diese beschissene Maske. - Seite 9

Als ich "Rival Hearts" entdeckt habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Die Tropes haben ...

Der Vorhang ist gefallen, aber irgendwie trage ich noch immer diese beschissene Maske. - Seite 9

Als ich "Rival Hearts" entdeckt habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Die Tropes haben mich sofort richtig angesprochen, ich liebe Haters to Lovers und Forced Proximity, und das Setting in Japan ist auch genau meins!

Schon der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Es geht direkt los, wir starten im Flieger nach Japan. Dorthin reist die Travel-Journalistin Becks, die gerade um die Assistenzstelle der Chefredaktion von dem Magazin beYou kämpft. Eine letzte Reise soll die Entscheidung zwischen ihr und ihrer Konkurrenz bringen. Doch anstatt die drei Wochen alleine durch Japan zu reisen und die Werte des Magazins zu verkörpern, hat Becks auf einmal Dorian an der Backe, den Neffen ihrer Chefin. Becks ist alles andere als begeistert davon, Dorian ist arrogant und sie kann ihn nicht wirklich leiden. Während sie versucht, ihre perfekt durchgeplante Reise durchzuziehen, bringt Dorian ihre Pläne immer und immer wieder durcheinander. Und nicht nur ihre Pläne, auch ihre Gefühle.

Viele Infos über das Magazin, für das Becks arbeitet, oder warum genau es nach Japan geht, gibt es am Anfang nicht, das kommt erst nach und nach. Das passte aber richtig gut und hat mir wirklich sehr gefallen. Auch den Schreibstil von F. M. Winkel mochte ich sehr. Sie schreibt abwechselnd aus Sicht von Becks und Dorian im Ich-Erzähler, was sehr gut zur Story passte. Das Buch las sich sehr angenehm und flüssig und ich habe teilweise nicht mal gemerkt, wie die Zeit vergangen ist.. und wie es auf einmal mitten in der Nacht war. :)

Becks war mir von Anfang an sympathisch. Ich mochte ihre einerseits etwas tollpatschige und andererseits durchgeplante Art irgendwie total gern. Besonders das eher Tollpatschige habe ich sehr gefühlt. :D
Zu Beginn hat sie noch eine Maske auf, die sie im Lauf des Buches immer mehr fallen lässt.
Dorian ging mir erst ehrlich gesagt etwas auf die Nerven und ich konnte es richtig gut verstehen, dass Becks nicht gerade begeistert davon war, ihn unfreiwillig als Reisebegleitung zu haben. Seine Art ist bzw. war... etwas anstrengend.
Beide haben in der Vergangenheit Schwieriges und Traumatisches erlebt, entsprechend gibt es auch Content-Notes. Je mehr man darüber erfährt, desto verständlicher wird es, warum sowohl Becks als auch Dorian so sind, wie sie sind. Sie beide machen im Lauf der Geschichte eine wirklich starke Entwicklung durch, was mir richtig gut gefallen hat.
Ich mochte Becks und Dorian zusammen richtig gern. Ihre Dynamik hat einfach so viel Spaß gemacht! Becks hat ihm immer wieder Konter gegeben und so kam es zu dem ein oder anderen Wortgefecht, was mich sehr unterhalten hat. Ich mochte es, wie sich die beiden immer näher kamen und sich immer mehr geöffnet haben, habe die Anziehung zwischen ihnen sehr gefühlt.

Auch die Story war soooo unterhaltsam. Das Setting hat mir richtig gut gefallen und ich finde, dass man sehr gemerkt hat, dass die Autorin selbst in Japan war. Japan wäre ja tatsächlich auch eins meiner Traum-Reiseziele und so konnte ich immerhin in Gedanken dorthin reisen. Ich muss ja gestehen, dass ich von all den Eindrücken vermutlich vollkommen überfordert wäre, aber ich stelle es mir auch unfassbar faszinierend vor!

"Rival Hearts" bietet aber so viel mehr als eine unterhaltsame Love- und Travelstory, es wird emotional und tiefgründig. Die behandelten Themen sind stellenweise wirklich nicht leicht, deswegen schaut euch unbedingt die Content Notes an, falls ihr auf bestimmte Sachen sensibel reagiert. F. M. Winkel bindet sie sehr einfühlsam in die Story ein. Die Mischung zwischen dieser tiefgründigen Seite und der Unterhaltung ist wirklich wunderbar gelungen und hat mir sehr gefallen.

Das Ende des Buches schließt die Geschichte wirklich perfekt ab. Ich fand es toll, wie sich die Story entwickelt hat und wie bestimmte Dinge der Handlung gelöst wurden.

Mein Fazit:
Mit "Rival Hearts" konnte mich F. M. Winkel sehr überzeugen. Ich mochte die Charaktere und vor allem ihre Entwicklung unheimlich gern. Die Story ist einerseits sehr unterhaltsam, andererseits aber auch tiefgründig und emotional. Das Setting in Japan gefiel mir ebenfalls unfassbar gut und hat Fernweh bei mir ausgelöst.

Veröffentlicht am 03.06.2026

Jahreshighlight! Einfach grandios und faszinierend!

Moth Dark
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Der Schlund klafft zwischen der West 18th Street und der West 24th Street, mitten in Manhattan - ein riesiger Krater von mehr als einem halben Kilometer Durchmesser. Die Schwärze darin ist so absolut, ...

Der Schlund klafft zwischen der West 18th Street und der West 24th Street, mitten in Manhattan - ein riesiger Krater von mehr als einem halben Kilometer Durchmesser. Die Schwärze darin ist so absolut, dass sie das bisherige menschliche Verständnis von Dunkelheit auf den Kopf gestellt hat. - Seite 10

"Moth Dark" wurde angekündigt und mir war sofort klar - DAS Buch MUSS ich haben. Ich habe mich direkt im Cover und der Inhaltsangabe verloren und konnte den Erscheinungstag nicht erwarten.

Ich weiß gar nicht genau, wie ich euch den Inhalt zusammenfassen soll.. deswegen verzichte ich an dieser Stelle darauf.

Schon nach wenigen Seiten konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen und mir war klar: Wenn das so weitergeht, dann wird das ein Highlight. Nun, was soll ich sagen.. es ging nicht nur so weiter, es wurde sogar immer besser und ist schon jetzt eines meiner Jahreshighlights.

Mir fällt es schwer, meine Gedanken zum Buch in Worte zu fassen, und ich hoffe, dass ich dem irgendwie gerecht werden kann. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und ich mochte die Art, wie Kika Hatzopoulou schreibt, echt gern.

Seit vor ein paar Jahren Portale in eine neue und andersartige Welt, die Dark-Welt, aufgetaucht sind, ist Sascia fasziniert davon.. und ich kann es ihr sowas von nachempfinden, denn auch mich hat diese Welt von Anfang an fasziniert und ich habe jeden Fitzel an Information darüber in mich aufgesogen. Das Worldbuilding ist richtig spannend und wirkte einzigartig auf mich. Die Dark-Welt folgt keiner linearen Zeit und ist in meinen Augen wirklich komplex, was ich unheimlich interessant fand. Außerdem ist die Dark-Welt queer, jedes Wesen ist genderfluid. Manche entscheiden sich für ein Gender oder sind nonbinär, manche wechseln regelmäßig. Das spielt nicht nur bei den Pronomen eine Rolle, sondern wird auch anders thematisiert.

Sascia fand ich direkt sehr sympathisch und ich mochte ihre Art total gern. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen und konnte sie so gut verstehen. Auch Nugau, Thronerb*in der Dark Welt, gefiel mir unfassbar gut. Ich mochte die Dynamik zwischen ihnen und wie sie sich entwickelt haben unglaublich gern. Generell haben mir die Charaktere in diesem Buch sehr gut gefallen und ich fand sie alle so stark.

Nicht nur das Worldbuilding und die Charaktere fand ich grandios, auch die Story. Generell empfand ich "Moth Dark" als ganz anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen, ich fand es einfach faszinierend und konnte das Buch nur sehr schwer zur Seite legen. Von Anfang an hat mich die Story gepackt und ich konnte mir zu Beginn kaum ausmalen, was mich hier alles erwartet. Es passiert so viel, ist so anders, als ich erwartet habe, und hat mich entsprechend immer wieder überrascht und einfach nur begeistert. Ich fand es grandios, wie alles nach und nach zusammengekommen ist und wie im Verlauf der Handlung vieles mehr Sinn ergeben hat.

Auch die Lovestory ist so ganz anders, als man es sonst kennt.. und ich habe es so sehr gefühlt, fand es wirklich toll.

Bei "Moth Dark" handelt es sich um einen Einzelband, das Ende ist entsprechend abgeschlossen. Auch den Schluss hatte ich mir anders vorgestellt, es passte aber soooo gut! Ich bin wirklich sehr begeistert und wäre am liebsten noch viel länger in dieser Welt geblieben.

Mein Fazit:
Mit "Moth Dark: Verwoben in Dunkelheit" konnte mich Kika Hatzopoulou wirklich sehr begeistern. Es ist so ganz anders als alles, was ich bisher gelesen habe, die Welt ist so faszinierend, Charaktere und Story einfach grandios. Für mich ganz klar ein Jahreshighlight!

Veröffentlicht am 02.06.2026

Gelungene Mischung aus Unterhaltung und Nachdenklichkeit

Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod
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Als mich der Tod zum ersten mal besuchte, war meine Psychotherapeutin gerade dabei, eine neue spirituelle Technik an mir auszuprobieren. - Seite 7

Als ich "Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" entdeckt ...

Als mich der Tod zum ersten mal besuchte, war meine Psychotherapeutin gerade dabei, eine neue spirituelle Technik an mir auszuprobieren. - Seite 7

Als ich "Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" entdeckt habe, ist das Buch direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Allein der Titel hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, der Klappentext und dass das Buch als sommerliche Dramödie beworben wurde, haben dann den Rest erledigt. Wenig später ist es dann auch schon bei mir eingezogen, da ich es im Rahmen einer Leserunde gewonnen habe, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Alba ist Chemielaborantin und lebt ein sehr zurückgezogenes und ruhiges Leben. Am liebsten sitzt sie auf der Fensterbank in ihrer Wohnung und beobachtet die Straße unter sich. Bis... eines Tages der Tod in Form einer Steckdose zu ihr spricht, während sie gerade bei ihrer Psychotherapeutin sitzt. Der Tod stellt Alba 5 Aufgaben, erfüllt sie diese nicht innerhalb der Frist, stirbt sie am Ende des Sommers. Doch schon die erste Aufgabe, ein Date, ist für Alba eine Herausforderung.

"Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" fing schon richtig vielversprechend an. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leichtgefallen und ich mochte Marie-Kristin Hofmanns Schreibstil wirklich gern, das Buch las sich flüssig, sehr angenehm und voller Humor.

Erzählt wird im Ich-Erzähler aus Sicht von unserer Protagonistin Alba. In Alba konnte ich mich sehr gut hineindenken und sie war mir von Anfang an sympathisch. Alba hat eine Sozialphobie, eine Angststörung und Zwänge und sitzt bzw. liegt zu Beginn des Buches gerade bei ihrer Psychotherapeutin, die eine neue spirituelle Technik an ihr ausprobiert, als ihr der Tod in Form einer Steckdose erscheint, um ihr mitzuteilen, dass sie am Ende des Sommers sterben wird, wenn sie nicht seine 5 Aufgaben erfüllt. Ich konnte ihre Ängste so gut nachvollziehen und habe mich stellenweise schon fast selbst darin wiedergefunden.

Den Tod fand ich richtig cool. Ich fand es so witzig, wie er immer wieder in den verschiedensten Gegenständen auftauchte, wenn man es gerade am wenigsten erwartet. Und vor allem, worin man ihn nicht erwartet. Los ging es mit der Steckdose, weiter ging es mit einer Gitarre und noch einigen weiteren Dingen, die ich aber nicht spoilern möchte.

Albas erste Aufgabe lautet, dass sie auf ein Date gehen soll. Dort lernt sie den Yogalehrer Marlon kennen, den ich schnell mochte. Seine Art ist so ganz anders als die von Alba und obwohl ich erst noch nicht das Gefühl hatte, dass die beiden im romantischen Sinne zusammenpassen, mochte ich die Dynamik zwischen ihnen echt gern und hatte das Gefühl, dass sie sich gut tun. Je mehr sich die Beziehung entwickelt hat, desto mehr habe ich auch das Knistern zwischen ihnen gespürt.

Auf der einen Seite ist "Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" richtig unterhaltsam, hat mir Spaß gemacht und mich zum Lachen gebracht. Doch das Buch hat auch eine tiefgründigere, nachdenkliche und fast schon bedrückende oder melancholische Seite. Die Mischung ist wirklich sehr gut gelungen, der Humor macht weder das Nachdenkliche lächerlich, noch zieht das Nachdenkliche die Unterhaltung zu sehr runter. Im Buch gibt es Content Notes, da ein paar sensible Themen behandelt werden. Schaut euch die unbedingt an, wenn ihr mit irgendwas Probleme haben solltet.

Die Entwicklung der Handlung gefiel mir an sich wirklich gut. Wir erfahren nicht nur viel über Alba sondern lernen zusammen mit ihr auch Marlon näher kennen, während sie nach und nach die Aufgaben des Todes erfüllt. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir manchmal... mehr gewünscht hätte. Mit rund 330 Seiten ist das Buch relativ kurz und ich finde leider, dass man das in der Geschichte spürt. Mir blieb manches ein wenig zu oberflächlich oder wurde zu schnell abgefrühstückt. Genauer kann ich leider nicht darauf eingehen, da ich sonst spoilern würde, aber besonders eine Sache ist mir da im Kopf geblieben, die innerhalb von wenigen Sätzen einfach so erledigt war. Ich hab das Gefühl, dass dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan hätten, das ist aber vermutlich einfach Geschmacksache.

"Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" ist ein abgeschlossener Einzelband und das Ende hat mir wirklich gut gefallen, ich fand es sehr schön. Eine Frage, die ich mir beim Lesen immer mal wieder gestellt habe, ist allerdings leider unbeantwortet geblieben, und ich hätte mir echt gewünscht, dass es da eine Info gegeben hätte.

Mein Fazit:
Insgesamt fand ich "Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod" sehr gut. Die Geschichte über das Leben und den Tod bringt eine gelungene Mischung aus Humor und Unterhaltung und einer nachdenklicheren Seite mit sich, die mir gefallen hat. Stellenweise hätte ich mir allerdings ein wenig mehr Tiefe gewünscht, manches blieb mir persönlich etwas zu oberflächlich.

Veröffentlicht am 20.05.2026

Wundervolle cosy Fantasy

Spellshop
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Nie hätte Kiela gedacht, dass das Feuer die Bibliothek erreichen würde. - 1%

Ich bin mittlerweile echt ein Fan von cosy Büchern, egal ob Romance oder Fantasy. "Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge" ...

Nie hätte Kiela gedacht, dass das Feuer die Bibliothek erreichen würde. - 1%

Ich bin mittlerweile echt ein Fan von cosy Büchern, egal ob Romance oder Fantasy. "Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge" habe ich vor einer ganzen Weile entdeckt und gelesen. Zu dem Zeitpunkt wollte ich das Buch eigentlich schon rezensiert haben, bin aber aus unterschiedlichen Gründen nie dazu gekommen. Vor kurzem habe ich es dann erneut gelesen und hier ist nun endlich meine Rezension dazu.

Kiela arbeitet in der großen Bibliothek von Alyssium, der Hauptstadt des Reiches. Sie bleibt lieber für sich und hat es nicht so mit anderen Menschen, was bei ihrem Job perfekt ist. Als eine Revolution ausbricht und die Bibliothek den Flammen der Kämpfe zum Opfer fällt, schnappt sie sich so viele Bücher wie möglich und flieht zusammen mit ihrem Gehilfen Caz, einer sprechenden Pflanze, auf die abgelegene Insel Caltrey. Dort ist sie aufgewachsen, bevor ihre Eltern mit ihr in die große Stadt gegangen sind. Im alten Cottage ihrer Familie will sie von vorn anfangen und Marmelade verkaufen. Doch auch auf der kleinen Insel gibt es Probleme. In den Büchern, die sie retten konnte, könnten sich hilfreiche Zaubersprüche befinden... doch es ist strengstens verboten, diese zu nutzen.

Sarah Beth Durst schreibt in ihrer Danksagung, dass sie ein Buch schreiben wollte, das sich wie eine warme Umarmung anfühlt. Genau das ist ihr hier gelungen und ich habe jede Seite geliebt, sowohl beim ersten Lesen als auch beim Reread. Ich mag ihre Art zu schreiben total gern, es ist wirklich wunderbar gemütlich und fühlt sich einfach... warm an, nach Zuhause.

Kiela ist eine tolle Protagonistin, die mir direkt sympathisch war. Ich meine... sie ist Bibliothekarin, liebt Bücher und kann viel besser mit Büchern umgehen als mit Menschen. Als introvertierter Bookie kann ich mich da wunderbar mit identifizieren. Sie ist eine wundervolle Hauptfigur und es war richtig schön zu sehen, wie sie sich auf der Insel entwickelt, sich immer mehr in die Dorfgemeinschaft einfügt. Ihr pflanzlicher Sidekick Caz ist mein (nicht ganz so) heimlicher Liebling. Die sprechende Pflanze ist richtig cool und ich liebe solche Details ja total! Aber auch alle anderen Charaktere waren richtig toll dargestellt, sei es die Bäckerin Bryn oder ihr Nachbar, der attraktive Seepferdchenzüchter Larran - und die Seepferde sind so ganz anders, als ihr jetzt vielleicht denkt.

Obwohl es in der Welt von "Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge" nicht jedem erlaubt ist, zu zaubern, steckt dieses Buch einfach voller Magie und Fantasie. Seepferde, die sprechende Pflanze Caz, Meermenschen, geflügelte Katzen, Zentauren, Baumgeister... ich könnte hier noch ewig weitererzählen. Ich habe diese Welt wirklich sehr geliebt, habe diese Magie so sehr gefühlt und es war eine ganz besondere Atmosphäre, die ich mit jeder Seite genossen habe.
Doch auch in dieser cosy Fantasywelt gibt es Probleme. Sei es die Revolution in der Hauptstadt oder Probleme auf der Insel. Obwohl das Buch insgesamt wirklich ruhig ist, gibt es doch auch den ein oder anderen spannenden Moment und ich war richtig gespannt, wie genau sich am Ende alles auflösen wird. Zum Schluss hätte ich am liebsten noch einige Kapitel mehr gelesen, weil mir die Insel und die Gemeinschaft, die Magie und alles so sehr gefallen haben, dass ich nicht aufhören wollte.

In "Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge" gibt es auch noch eine zarte Lovestory, die sich aber eher im Hintergrund hält und genau richtig eingeflochten wurde. Es hat einfach so Spaß gemacht, zu lesen, wie sich alles entwickelt!

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, die Geschichte rund um Kiela ist aber abgeschlossen. In "The Enchanted Greenhouse: Ein Schimmer der Hoffnung", das bereits erschienen ist, geht es um andere Figuren und ich freue mich schon sehr darauf, diese kennenzulernen.

Mein Fazit:
Mit "Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge" ist Sarah Beth Durst genau das gelungen, was sie sich vorgenommen hat: ein Buch zu schreiben, das sich wie eine warme Umarmung anfühlt. Ich konnte mich so gut mit Kiela identifizieren, habe ihre Entwicklung so gern beobachtet, habe diese Welt voller Magie und die Gemeinschaft auf der kleinen Insel so geliebt. Und natürlich Caz, den pflanzlichen Sidekick. Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen, wenn ihr cosy Fantasy liebt!