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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2025

Pageturner

Witches of Deadly Sins
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Eigentlich hatte die junge Hexe Sasha ihre Heimat Amsterdam schon längst den Rücken gekehrt, doch als sie die Nachricht erhält, dass ihre Großmutter krank sei, kehrt sie zurück nach Hause. Von Sasha wird ...

Eigentlich hatte die junge Hexe Sasha ihre Heimat Amsterdam schon längst den Rücken gekehrt, doch als sie die Nachricht erhält, dass ihre Großmutter krank sei, kehrt sie zurück nach Hause. Von Sasha wird erwartet, sich dem Hexenrat anzuschließen und eine Mission, die Suche nach der Büchse der Pandora, zu bestreiten, für die sie bei gelingen allerdings zurück in ihr selbst gewähltes Leben darf. Bei ihrer Suche begegnet sie dem Alchemisten Dastan, bei dem es ihr schwerfällt ihm Vertrauen zu schenken, doch ihr Herz ist da ganz anderer Meinung.
Wie so oft wurde ich auch hier durch die traumhaft schöne Optik angelockt und außerdem gehen Hexen auch einfach immer.
Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin Ava Reed gelesen und mag ihren Schreibstil unheimlich gerne. Sie schreibt leicht und flüssig, aber bildlich genug für das Kopfkino. Auch Stimmungen und Emotionen sowie Spannung erzeugen gelingt ihr wieder.
Das Setting Amsterdam mochte ich sehr, es verknüpft hier die reale mit der magischen Welt geschickt.
Ein weiterer Pluspunkt der Geschichte ist die Verknüpfung von Hexen, Magie, Mythologie. Die Suche nach Pandoras Büchse ist spannend, vielfältig und konnte durchweg unterhalten. Auch die Einbindung von Tarot empfand ich als passend und anders. Zwar baut die Autorin ihre Handlung auf viele bekannte Muster auf, was das ein oder andere vorhersehbar machte, aber insgesamt ist es ein Pageturner.
Dadurch, dass Protagonistin Sasha auch Ich-Erzählerin ist, schafft es Ava Reed hier schnell emotionale Nähe zu ihrer Hauptfigur aufzubauen.
Sasha ist eine sehr starke und sympathische Protagonistin, die authentisch auftritt und sich nichts so leicht gefallen lässt.
Dastan ist geheimnisvoll, gut aussehend und natürlich äußerst hot.
Die Lovestory zwischen den Beiden ist slow burn, mit tollen Wortgefechten, ich fand das hier einfach mega und konnte die Anziehung absolut nachspüren.
Mein Fazit: Eine cozy Story mit tollen Hexenvibes, die einfach von A - Z gut unterhalten kann. Insgesamt ist es eine leichte Romantasy, die auch ohne gigantisches Worldbuilding oder ausgefallenem Magiesystem auskommt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Story hinter dem Ganzen hat mir unheimlich gut gefallen. Von mir erhält das Buch eine Leseempfehlung für alle, die gerne Hexengeschichten oder leichte Romantasy mögen.

Veröffentlicht am 10.12.2025

Ich liebe jede Seite

For Whom the Belle Tolls
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Wer hätte das gedacht, dass es Büros in der Hölle gibt oder eher im Jenseits. Genau das muss die kürzlich verstorbene Lily nämlich feststellen. Nichtsdestotrotz sind die Dämonen sehr nett und vor allem ...

Wer hätte das gedacht, dass es Büros in der Hölle gibt oder eher im Jenseits. Genau das muss die kürzlich verstorbene Lily nämlich feststellen. Nichtsdestotrotz sind die Dämonen sehr nett und vor allem der Kaffee gut, nur die Seelen der Verstorbenen wirken oft äußerst unzufrieden. Wie gut, dass Lily sich in diesem Bereich so gut auskennt. Kurzerhand beschließt sie, einen Helpdesk einzurichten und der Unzufriedenheit entgegen zu wirken.
Wie schön ist dieses Buch mal wieder? Also an so einem Buch konnte ich nicht vorbeisehen und auch wenn es ein echt dicker Schinken ist, hat sich hier einfach jede Seite gelohnt. Ich persönlich bin absolut verliebt in die Story.
Mit For whom the Belle tolls ist der erste Band der Hells Belles Reihe und der Schreibstil konnte mich vom ersten Augenblick an überzeugen. Er ist super leicht und flüssig, aber auch bildlich und emotional und als Leser ist man hier gemeinsam mit Protagonistin Lily in der Hölle.
Das Worldbuilding ist detailreich und durchdacht und wurde schnell vorstellbar.
Die gesamte Idee hier empfand ich ebenfalls als mal wieder was Neues. Aber gerade die gesamte Handlung nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es ist spannend, aber auch voller Gefühl. Ich habe gelacht und musste mir auch hin und wieder ein Tränchen verkneifen und das schon gleich am Anfang. Hier gibt es auf jeden Fall die volle Ladung an Emotionen.
Lily ist eine umwerfende Protagonistin, die mich gleich zu Beginn sehr berührt hat. Sie ist unheilbar krank, weiß dies aber auch und sie verstirbt hier schon recht früh. Trotzdem war das der erste Moment, bei dem ich schlucken musste. Ansonsten ist sie eine tolle, lebendige oder vielmehr lebhafte, lebendig ist sie ja nicht mehr so richtig, Protagonistin. Sie ist unheimlich sympathisch und direkt. Der Loveinterest Bel, Prinz und General der Hölle, lässt den Leser dann auch gerne schonmal ein wenig schmachten. Ich mochte ihn auf jeden Fall sehr.
Die Lovestory zwischen den Beiden bietet Tension und konnte mich überzeugen, morally grey und slow burn wirkt einfach immer.
Mein Fazit: Ich habe das Buch absolut geliebt und mochte hier einfach die gesamte Umsetzung unheimlich gerne. Ob Protagonistin oder Bookboyfriend, der hier definitiv Potential dazu hat, mir hat das alles im Gesamtpaket unheimlich gut gefallen. Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 10.12.2025

Etwas zu viel Second Chance Drama

The South Wind – Reich aus Blut und Gold (The Four Winds 3)
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Sarai Al-Khatib ist die Prinzessin von Ammara.und steht unter einem bösen Fluch. An ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag soll sie sterben, doch um dem zu entgehen, soll sie Prinz Balior heiraten. Dieser ...

Sarai Al-Khatib ist die Prinzessin von Ammara.und steht unter einem bösen Fluch. An ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag soll sie sterben, doch um dem zu entgehen, soll sie Prinz Balior heiraten. Dieser soll nicht nur verhindern, dass Sarai sterben muss, sondern dem König ein besonderes Bündnis bringen, das Frieden garantiert und das es dem Volke Ammaras besser gehen wird. Allerdings hat Sarai nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet der Südwind Notos, ihre einstige große Liebe, zurückkehren wird und all ihre Pläne ins Wanken bringt.
Mit The South Wind erschien der bereits dritte Bnad der vier Winde Reihe aus der Feder von Autorin Alexandria Warwick.
Wie schon die ersten beiden Bände besticht auch der dritte Teil mit einem wunderschönen Äußeren und auch die Geschichte konnte mich wieder fesseln.
Bereits am Namen kann man erkennen, dass es dieses Mal in Richtung eines Wüstensettings gehen wird, das beim Lesen durchaus die Stimmung von tausend und einer Nacht auffangen kann.
Das gelingt aber auch durch den wirklich unheimlich schönen Schreibstil der Autorin, die dem Leser Bilder der Geschichte vors innere Auge zaubert und direkt in das Setting versetzt.
Die einzelnen Bände der Reihe sind übrigens nicht direkt aufeinander aufgebaut und man erfährt nur am Rande etwas über die vorherigen Ereignisse. Dementsprechend gut kann man die Bände auch als Standalone lesen.
Die Handlung ist zu Beginn und nach hinten hin spannend und bietet Abwechslung, im Mittelteil empfand ich aber die Geschichte etwas zäh und vieles drehte sich um das Drama zwischen Notos und Sarai, was mich etwas nervte. Mir wäre hier ein Fokus auf den Fluch und die Rettung deutlich lieber gewesen, allerdings kam dies leider hier etwas kurz.
Aber leider nervte mich hier auch die Prinzessin Sarai ein wenig mehr als die beiden Damen zuvor. Was mir auf der einen Seite gefiel, ist, dass die Protagonistin dadurch durchaus menschlicher wirkt, aber leider auch über alle Maße zickig, eine Prinzessin halt.
Notos hatte ganz viel Potential und war für mich in erster Linie der etwas besonnenere der vier Winde. Doch er ist von Sarai regelrecht besessen und fixiert auf sie, was die sich die Geschichte etwas im Kreis drehen lässt.
Prinz Balior, der hier ja eigentlich der Gegenspieler Notos‘ darstellt, taucht recht spät erst auf und bleibt eigentlich sehr blass. Auch an diesem Konflikt hätte noch etwas mehr gefeilt werden müssen.
Mein Fazit: Ich liebe die Art wie die Autorin ihre Geschichten erzählt, denn sie schafft es trotz des recht poetischen Stils zu fesseln. Auch die gesamte Idee liebe ich absolut, doch hier war mir der Fokus zu sehr auf die Charaktere und deren Liebesdrama fokussiert. Gerade weil es hier viel Raum für eine spannende Handlung gab, fand ich das sehr schade. Nichtsdestotrotz freu ich mich auf den letzten der vier Winde und dessen Geschichte.

Veröffentlicht am 08.12.2025

Was für ein Cliffhanger

Bitten
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Vanessa ist eine Einzelgängerin, lediglich ihre beste Freundin Celeste, die ihr mehr am Herzen liegt als eine Schwester, schafft es immer wieder, sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Als Celeste Vanessa ...

Vanessa ist eine Einzelgängerin, lediglich ihre beste Freundin Celeste, die ihr mehr am Herzen liegt als eine Schwester, schafft es immer wieder, sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Als Celeste Vanessa dazu überredet, anstelle ins Kino zu einer Fete an den Strand zu fahren. Doch da kommt es zu einem Streit zwischen den Kids der Insel und Vanessas Freundin, laufen die beiden weg und werden von Wölfen angegriffen. Während Celeste nicht überlebt, wird Vanessa von den Wölfen entführt, denn sie sind Werwölfe und leben auf der Insel. Sollte Vanessa ihre erste Wandlung überleben, wird sie eine von ihnen. Diese Chance will sie nutzen, um den Mörder ihrer Freundin zu finden und sich zu rächen. Doch da gibt es noch diesen einen Wolf, den Prinzen Sinclair, kurz Sin, und dieser geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.
Als erstes möchte ich diese Gestaltung noch einmal extra betonen, dieses Buch ist so unglaublich schön und man wird gar nicht satt, es anzuhimmeln.
Danke des extrem leichten Schreibstils der Autorin Jordan Stephanie Gray gelingt der Einstieg leicht. Mit bildreichen Beschreibungen und lebendigen Dialogen fliegt man sehr schnell durch die Seiten.
Wir haben hier eine Urban Fantasy Geschichte mit Enemies to Lovers, das Setting ist in Kalifornien, wovon man als Leser aber nur minimal etwas mitbekommt. Die Haupthandlung spielt auf der Insel in der Academy der Wölfe.
Zwar nimmt die Handlung zu Beginn schnell Fahrt auf, doch dann dreht es sich eine Zeitlang doch im Kreis, gerade auch weil sich die Gedanken der Protagonistin zum großen Teil um den Mord an ihrer Freundin drehen. Klar, das kann ich aus menschlicher Sicht absolut nachvollziehen, wurde beim Lesen aber etwas zäh. Aber ab der Mitte wird es insgesamt spannender, bis es zum Ende hin richtig Tempo bekommt, einen dicken, etwas vorhersehbaren Plottwist erhält und trotzdem mit einem richtig miesen Cliffhanger endet. Wann bitte kommt Teil 2? Ich würde gerne weiterlesen.
Protagonistin Vanessa ist zu Beginn anstrengend, ich kann viele ihrer Gefühle, Gedanken und Handlungen absolut nachvollziehen und verstehen, aber es zog sich dadurch leicht. Sie ist hier auch die Ich-Erzählerin der Story, weshalb man alles nur aus ihrer Sicht erlebt.
Dementsprechend erfahren wir auch alles auch Vanessas Sicht über die Nebencharaktere. Ausgerechnet Prinz Sinclair, Sin, entpuppt sich als ihr Loveinterest, was auch auf Gegenseitigkeit beruht. Doch Sin ist nicht nur bereits einer Wolfsprinzessin versprochen, sondern auch nicht so ganz durchschaubar.
An Sins Seite steht sein Leibwächter und Cousin Calix, dessen Mutter einst als Verräterin vom Hof der Wölfe verbannt wurde. Er wirkt still, aber bedrohlich, aber auch zu hundert Prozent interessanter, zumindest aus meiner Sicht.
Die Tension zwischen Sin und Vanessa ist minimal vorhanden, doch es gab eine Szene im Buch zwischen Calix und ihr, die wirklich richtig was versprach. Ich bin definitiv gespannt, wie sich das alles im nächsten Band entwickeln wird.
Mein Fazit: Enemies to Lovers, ein bisschen Love Triangel, Urban Fantasy und Suspense, die Mischung passt hier definitiv und auf den letzten 200 Seiten fiel es mir echt schwer, das Buch nochmal zur Seite zu legen. Ich werde die Fortsetzung definitiv lesen, denn nach diesem Cliffhanger ist es ein Muss, zu erfahren, wie es hier weitergeht. Intrigen, Lügen, Verrat, zum Ende hin auch recht brutal, dazu noch etwas Liebe, von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.12.2025

Über die Magie der Freundschaft

Windholm-Saga / Windholm Das Nebelkind
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Erst als Arics Vater im Sterben liegt, erzählt dieser ihm von Arics Mutter Elariya, die nicht nur eine Sylphe ist, sondern auch in Eldora lebt. Aric beschließt, seine Heimat Windholm zu verlassen, um seine ...

Erst als Arics Vater im Sterben liegt, erzählt dieser ihm von Arics Mutter Elariya, die nicht nur eine Sylphe ist, sondern auch in Eldora lebt. Aric beschließt, seine Heimat Windholm zu verlassen, um seine Mutter zu finden. Doch Eldora ist ein Ort, der nicht von jedem gefunden werden kann und die Reise führt Aric nicht nur zu seiner Mutter, sondern vielmehr zu sich selbst.
Ich fand, dass dieses Cover einfach schon eine ganz eigene Magie ausstrahlt und der Klappentext macht ebenfalls neugierig.
Den Einstieg empfand ich als nicht ganz so leicht, denn der Schreibstil ist doch schon sehr poetisch und das muss man durchaus mögen. Mich hindert das immer ein wenig beim Vorwärtskommen, aber letzten Endes ist es eine sehr herzerwärmende Geschichte.
Die Geschichte ist jetzt keine epische Reise oder beinhaltet viel Action oder Schlachten, wer solche Fantasy bevorzugt, könnte enttäuscht werden. Bei Windholm handelt es sich vielmehr um eine Geschichte mit viel Tiefe, rund um die Magie der Freundschaft.
Richtig gut gefallen haben mir die Ideen rund um die Welt, in der es einiges zu entdecken gibt und bei der die Autorin auch oft an Kleinigkeiten gedacht hat.
Aric ist ein wundervoller Held, der zu Beginn der Reise mit Gefühlen von Verlust und Trauer umgehen muss. Auf seiner Reise trifft er auf den Gnom Brambelfeet, das Steinwesen Mohri und die Sylphe Lyra, die gemeinsam herausfinden, dass es die Freundschaft ist, die im Leben wichtig ist. Jeder einzelne dieser Charaktere sorgt mit seinen Eigenschaften, dass die Geschichte lebendig wird. Sie rühren zum Nachdenken, aber auch zum Mitfühlen und sorgen für eine starke Entwicklung bei Aric, die tief berührt.
Mein Fazit: Windholm ist eine ganz andere Geschichte, als die, die ich zuerst erwartet hatte. Mit wirklich sehr poetischer, aber auch einfühlsamer Sprache führt uns die Autorin durch ihre magische Geschichte, dessen Magie vor allem in der Tiefe der Charaktere liegt. Ein Buch über eine Reise, nämlich über die zu sich selbst.