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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2017

Bezaubernd

Luna
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Schon vor ihrer Geburt wurde der Kronprinzessin des Ardenreiches, Analina, großes vorhergesagt. Laut der Prophezeiung ist sie es, die das Reich eines Tages retten soll, denn dem Reich droht die Gefahr ...

Schon vor ihrer Geburt wurde der Kronprinzessin des Ardenreiches, Analina, großes vorhergesagt. Laut der Prophezeiung ist sie es, die das Reich eines Tages retten soll, denn dem Reich droht die Gefahr durch die dunkle Magierin Gwenda. Kurz vor ihrem dreizehnten Geburtstag erhält Anlina einen Brief der Akademie des Meeres. Dort soll sie sich einfinden, um zu erlernen, wie sie ihr Land mit ihren magischen Kräften gegen die dunklen Kräfte verteidigen kann. Doch eine Reise zu Pferd scheint zu gefährlich, auch Drachen würden die Feinde zu schnell aufmerksam machen. Also muss Analina gemeinsam mit einigen Gefährten ihre Reise zu Fuß antreten. Doch der Weg bis zur Schule ist voller Gefahren und Abenteuer und die Gefährten müssen einmal mehr zusammenhalten.
Meine Meinung:
Dieses Cover ist so bildhübsch, dass es bereits beim ersten Blick meine Aufmerksamkeit erhielt und auch meine Tochter war vom ersten Blick auf das Buch begeistert. Sie hat auch ganz ungedulsig gewartet, bis ich es endlich gelesen hatte, um es schnellstmöglich ihr eigen zu nennen.
Auch der Einstieg in dieses Fantasyabenteuer gelingt sehr gut, denn die Geschichte ist vom ersten Moment an sehr einnehmend geschrieben. Der Leser erhält einen kurzen Einblick auf die bereits im Klappentext erwähnte Prophezeiung und ist somit gleich mitten im Geschehen.
Die Geschichte ist sehr anschaulich beschrieben, denn die Autorin Anne Buchberger schafft es sehr gut, sowohl bildlich als auch sehr verständlich von den Begebenheiten zu erzählen. Somit ist diese magische Geschichte perfekt für den jüngeren Leser, aber auch richtig spannend für Erwachsene geschrieben. Man wird hier schnell mitgezogen und möchte immer mehr wissen, da es eine sehr abenteuerliche Reise ist, bei der man förmlich die Magie spüren kann.
Die Welt, die Anne Buchberger hier erschaffen hat, ist zum einen gut vorstellbar, zum anderen durchweg magisch. Man spürt beim Lesen die Atmosphäre, ist aber gleichzeitig mitten im Abenteuer und somit wird es hier auch zu keiner Zeit langweilig. Man wird gemeinsam mit den Gefährten mit Gefahren konfrontiert und muss so einige Kämpfe, innerlich wie äußerlich, durchstehen. Aber der Zusammenhalt der Gefährten wird hier zu einem sehr wichtigen Inhalt, die Beziehung zwischen diesen sehr unterschiedlichen Personen und wie sie miteinander umgehen, wird hier sehr gut umgesetzt. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, die ebenfalls die Spannung hoch halten und zu fesseln wissen.
Ein Erzähler in dritter Person führt den Leser durch das Abenteuer und lässt diesen dabei zuschauen, was rund um die Personen geschieht. Hier hätte es gerne mal ein wenig in die Tiefe gehen können, aber ich denke, da sollte man dann wiederum das Lesealter mit berücksichtigen. Man erlebt also die gesamte Gefühls- und Gedankenwelt hier nicht aus erster Hand und doch spürt man eine gewisse Verbundenheit mit den Charakteren. Dazu dienen hier auch sehr gut die wechselnden Perspektiven, die uns unterschiedliche Personen und deren Ansichten verdeutlichen.
Die Charaktere sind es, die hier die Geschichte zu etwas besonderem machen. Anne Buchberger legt hier sehr viel Wert auf Freundschaft und Zusammenhalt und genau dieser Aspekt wird deutlich. Doch es gibt hier auch durchaus Konflikte, gerade zwischen Analina und ihrer Mutter Lynda, die die Geschichte, auch wenn es eine Fantasywelt mit magischen Figuren ist, sehr lebendig macht. Unbedingt erwähnenswert sind hier die tollen Fantasygeschöpfe, die es so oft in der Welt der Erwachsenenfantasy gibt, wie z. B. die Drachen, die hier noch einmal das gewissen Etwas dazugeben.
Mein Fazit:
Eine sehr schöne, lebendige und magische Geschichte, die nicht nur junge LeserInnen begeistern wird. Sehr anschaulich ge- und beschrieben und dadurch durchaus auch ein wenig anspruchsvoller, aber auch mit sehr viel Abenteuer und etwas ganz wichtigem: nämlich die Bedeutung der Freundschaft. Mit Luna, im Zeichen des Mondes erschien der erste Band einer Fantasytrilogie, auf dessen Fortsetzung ich durchaus gespannt bin. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.11.2017

Geht ans Herz

Das saphirblaue Zimmer
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Einst war das riesige Gebäude in Manhattan eine Luxuvilla, die einer reichen Unternehmerfamilie gehörte. Doch im Jahr 1944 dient die Villa als Krankenhaus und viele Männer, die ihrem Land im Krieg gedient ...

Einst war das riesige Gebäude in Manhattan eine Luxuvilla, die einer reichen Unternehmerfamilie gehörte. Doch im Jahr 1944 dient die Villa als Krankenhaus und viele Männer, die ihrem Land im Krieg gedient haben, werden hier behandelt. Als der junge Cooper Ravenel mit einer schweren Verletzung am Bein eingeliefert wird, ist sich die Ärztin Kate Schuyler nicht sicher, ob sie es retten kann, aber nur ein Blick in die Augen des jungen Soldaten genügt, um sie alles versuchen zu lassen. Schnell wird Beiden klar, dass sie eine gegenseitige, beinahe schon unwiderstehliche Anziehungskraft verspüren. Als Kate dann ein Amulett bei Cooper findet, auf dem eine junge Frau abgebildet ist, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht, ahnen sie, dass der Ursprung ihrer Gefühle in der Vergangenheit zu finden ist.
Meine Meinung:
Zeitenübergreifende Familiensagen finde ich immer sehr spannend und hier lockte auch gleich wieder ein wunderschönes Cover, dessen Farbtöne einfach unheimlich harmonisch wirken. Auch der Einstieg in das Buch fällt hier sehr leicht, denn auch wenn es hier gleich drei Autorinnen gibt, hat man rein vom Schreibstil her nicht den Eindruck, dass es durcheinander wirkt. Ganz im Gegenteil, die drei Damen harmonieren vom Stil her einfach perfekt miteinander und man wird förmlich in die Geschichte gezogen. Sprachlich ist es zwar ein wenig den Zeiten angepasst, in der die jeweiligen Geschichten spielen, wirkt dabei aber weder verschnörkelt noch überholt. Stattdessen befindet man sich mit der jeweiligen Protagonisten des jeweiligen Zeitstrangs recht schnell verbunden.
Die Geschichte an für sich ist dann auch sehr spannend und geheimnisvoll und auch wenn man zunächst glaubt zu wissen, wohin die Geschichte führt, ist man dann doch immer wieder aufs neue überrascht. Hier gibt es doch so einige Familienintrigen und Geheimnisse, die herausgefunden werden wollen und die durchweg durch die drei unterschiedlichen Zeitstränge führen.
Wie gerade erwähnt haben wir es mit drei Frauen aus drei Generationen zu tun, bei denen man schnell den Verwandtheitsgrad erahnt, ob man dabei recht behält, erfährt man dann allerdings tatsächlich erst am Ende der Geschichte. So gibt es hier drei Zeitstränge, wobei der erste am Ende des 19. Jahrhunderts, der zweite in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts und der dritte zum Zeitpunkt des zweiten Weltkrieges spielt. In jedem einzelnen Strang gibt es eine andere Protagonistin, aus deren Perspektive der Leser das Geschehen verfolgt. Während man Kates Geschichte aus der Ich-Perspektive erlebt, erzählt ein Erzähler in der dritten Person von Olive und Lucy.
Alle drei Frauen sind ganz besondere Charaktere und jede Einzelne hat eine ganz eigene Geschichte, die doch mit den anderen Parallelen aufweist und trotzdem etwas eigenes erzählt. Die Frauen der Geschichte haben mir allesamt sehr gut gefallen. Sie passen in ihrer jeweiligen Zeiten perfekt hinein und doch ist jede von ihnen eine eigene Persönlichkeit. Sie sind lebendig und haben alle etwas wichtiges zu erzählen und letzten Endes gibt es auch noch eine kleine Moral, die man aus dieser Geschichte ziehen kann.
Neben diesen Frauen gibt es durchaus noch weitere, interessante Charaktere, seien es die Männer an den Seiten der Frauen oder weitere Personen. Doch der Hauptaugenmerk liegt hier deutlich auf den Damen, die weiteren Charaktere bleiben hier recht blass, aber nicht völlig farblos, sondern einfach nur Nebenrollen.
Mein Fazit:
Ein Buch, bei dem ich in dieser Rezension sehr aufpassen musste, um nicht zu viel zu verraten. Dabei gibt es hier Spannung, Geheimnisse, Intrigen, aber auch ganz viel fürs Herz. Ein Buch, das perfekt für gemütliche und entspannende Lesestunden ist und dabei mit einem leichten und fesselnden Schreibstil überzeugt. Wer Familiengeschichten mit Herz und Drama mögen, der ist hier genau richtig. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 22.10.2017

Es geht weiter in Kingsbridge

Das Fundament der Ewigkeit
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Kingsbridge, England, wir schreiben das Jahr 1558, doch die Katholiken und die Protestanten des Landes befinden sich in einem Widerstreit. Es entsteht ein regelrechter Kampf zwischen den Religionen und ...

Kingsbridge, England, wir schreiben das Jahr 1558, doch die Katholiken und die Protestanten des Landes befinden sich in einem Widerstreit. Es entsteht ein regelrechter Kampf zwischen den Religionen und selbst Familien und Freunde sind zerstritten. In dieser Zeit leben Ned Willard und Margery Fitzgerald, die sich eigentlich sehr einander zugetan sind. Als Ned nach einem Jahr aus Calais zurückkehrt, muss er genau diesen Widerstreit erfahren, denn er gehört zu den Protestanten und Margery zu den Katholiken. Zunächst glauben beide, dass es doch noch dazu kommt, dass sie einander heiraten dürfen, doch Margerys Eltern haben dem ganzen schon einen Riegel vorgeschoben und Margery soll Bart Shiring, den Sohn des Grafen und Katholik, heiraten. Ned verlässt Kingsbridge und ist der späteren Königin Elizabeth Tudor als einer der ersten Geheimagenten zu Diensten, denn die protestantische Königin bringt ganz Europe gegen sich auf. Doch was ist mit Neds Liebe zu Margery? Ist diese für immer verloren?
Meine Meinung:
Ich muss ja zugeben, dass ich an diesem dicken Wälzer eine ganze Zeit lang gelesen habe, was aber auch wirklich mit an dem Umfang liegt und ich nicht, wie sonst, alles in einem Rutsch gelesen habe, sondern doch immer mal wieder pausieren musste. Das liegt hier allerdings nicht an dem Schreibstil Ken Folletts, denn der ist wirklich großartig. Er schafft es, hier mit passenden Bildern und Details die damalige Zeit einzufangen und auch sprachlich kann man spüren, in welcher Zeit man sich befindet. Trotzdem lässt sich das Buch angenehm lesen, da es nicht so sehr hochgestochen erscheint, sondern eigentlich recht modern.
Auch sonst ist es dem Autor wieder einmal sehr gut gelungen, seine fiktive Geschichte in das wirkliche Zeitgeschehen zu integrieren. Wobei es für mich hier doch so einige Momente gab, die Längen hatten, es ist zwar vieles sehr spannend und immer wieder war ich mitten in der Zeit gefangen, doch ich benötigte auch immer wieder Pausen, wenn es zu weiten Ausschweifungen kam.
Auch wenn Das Fundament der Ewigkeit wieder in Kingsbridge spielt, ist es keine direkte Fortsetzung, denn allein in der Zeit sind wir nun viel weiter als zuvor. Wir befinden uns kurz nach der Reformation und es herrscht eine sehr bedrohliche Stimmung, allein schon, weil sich die Protestanten gegen die Katholiken wenden und sich gegenseitig bekriegen, dabei spielen weder Familie noch Freundschaft eine Rolle.
Follett setzt auch in diesem Buch wieder sehr viele, verschiedene Handlungsstränge ein und gerade zu Beginn musste ich immer mal wieder schauen, wer gerade handelte. Wobei der Autor dem Leser durchaus genügend Zeit einräumt, seine Protagonisten kennenzulernen und einschätzen zu können. Wir können den Charakteren bei den Reisen zusehen und bekommen hier durchaus einen sehr guten Eindruck vom Geschehen der Zeit und das nicht nur in England.
Allerdings gibt Follett, wie so oft, hier seinen Lesern ein klares Bild, wer und was hier zu den Guten gehört und wer oder was hier Böse ist. Man befindet sich hier also in einer sehr festgefahrenen Schiene und bleibt ein Beobachter des Geschehens. Dieses ist, zu einem großen Teil jedoch, äußerst spannend zu verfolgen, es gibt Intrigen, Mord und noch vieles mehr. All das in das aktuelle Zeitgeschehen integriert, bilden hier Fiktion und Realität nahtlose Übergänge und genau diese Kunst beherrscht der Autor einfach perfekt.
Ned Willard ist hier einer der Protagonisten der Geschichte und mir äußerst sympathisch. Man verfolgt sein Leben und dieses wurde durchaus durchdacht und stimmig aufgebaut. Aber auch den weiteren Charakteren haucht er Leben ein und lässt die fiktiven Personen so mit den realen Persönlichkeiten agieren, dass man als Leser hier keine Zweifel hat.
Mein Fazit:
Wer Ken Folletts Bücher kennt und liebt, kommt auch an Das Fundament der Ewigkeit nicht drum herum. Es fordert durchaus Interessa an dem damaligen Geschehen in Europa und man muss auch damit rechnen, dass Follett den Leser in seine Richtung des Denkens lenkt, sprich Gut/Böse oder schwarz/weiß sind hier klar vorgegeben. Trotzdem sorgt das Buch für gute Unterhaltung und gerade seine Hauptfigur Ned ist eine tolle und gut ausgearbeitete Persönlichkeit. Es gab hier zwar auch die ein oder andere Länge, aber im Großen und Ganzen ist es wieder ein großes Werk des Autors, auf das es ich zu warten gelohnt hat.

Veröffentlicht am 13.02.2019

Welche Todsünde ruht in dir?

Saligia
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Keira ist sechzehn Jahre alt und lebt allein bei ihrer Mutter. Schon immer fühlte sie diesen abgrundtiefen Zorn in sich, was sie dazu bringt immer und überall anzuecken. In der Schule ist sie die unheimliche ...

Keira ist sechzehn Jahre alt und lebt allein bei ihrer Mutter. Schon immer fühlte sie diesen abgrundtiefen Zorn in sich, was sie dazu bringt immer und überall anzuecken. In der Schule ist sie die unheimliche Außenseiterin, der jeder mit Misstrauen begegnet. Als sie eines Tages von Eliot angesprochen wird, der ihr erzählt, dass sie eine Saligia sei und die Todsünde des Zorns in sich trägt, glaubt sie ihm recht schnell, denn genau das würde all ihre Gefühle erklären. Kurzerhand begleitet sie Eliot ins Eliteinternat Canterbury, an dem die Saligia unterrichtet werden. Hier trifft sie auf weitere Schüler und jeder von ihnen trägt eine der Todsünden in sich: Zorn, Hochmut, Neid, Lust, Habgier, Völlerei und Trägheit. Doch irgendetwas stimmt nicht im Internat, eine Schülerin ist verschollen und es scheint, als würden die anderen ihr etwas verschweigen.
Meine Meinung
Dieses Cover passt einfach perfekt zu dem Inhalt des Buches und machte mich neugierig. Auch der Klappentext klang nach einer neuen Idee, einer anderen Geschichte.
Genau diese habe ich mit Saligia auch erhalten. Swantje Oppermann erzählt leicht und sehr flüssig, dabei so jung und modern, dass es auch hervorragend für die Zielgruppe geeignet ist. Aber auch dem erwachsenen Leser bietet die Geschichte viel Spannung und eine ungewöhnliche Geschichte.
Unterteilt ist das Buch in vier großen Abschnitten, wobei man im ersten Abschnitt viel Zeit bekommt, sich an Keira und an die gesamte Situation, in der sie sich befindet, zu gewöhnen. Man erfährt mehr über die Schüler und deren Fähigkeiten und wird immer mehr in die Handlung gezogen. Dabei steigert sich die Spannung von Abschnitt zu Abschnitt und Swantje Oppermann hält diese mit immer wieder neuen Überraschungen aufrecht. Ob und wem man hier Vertrauen kann, bleibt ein Rätsel und man zweifelt gemeinsam mit Keira. Geheimnisse und Misstrauen und die daraus resultierende Wirkung sind sehr gut gelungen und ich habe, gemeinsam mit Keira alles beobachtet. Zum Ende bleiben noch viele Fragen ungeklärt und ich hoffe, dass dieses Buch ganz schnell fortgesetzt wird.
Keira erzählt in der Ich-Form von den Ereignissen und ihren Gefühlen. Dabei entwickelt man immer mehr einen Eindruck, wie es in ihr aussieht und wie sie die Welt um sich herum erlebt. Eine Saligia mit der Todsünde Zorn, eine sogenannte Ira, macht sie zu einem äußerst schwierigen Charakter. Doch Swantje Oppermann ist es perfekt gelungen, Keiras Charakter so darzustellen, dass man sie durchaus mögen muss.
Auch die weiteren Charaktere und deren Fähigkeiten wurden wirklich sehr gut gezeichnet. Dadurch, dass Keira ein äußerst misstrauischer Mensch ist, begegnet man den anderen Charakteren ebenfalls mit einem gewissen Maß an Misstrauen, doch die Dynamik untereinander und die gesamte Entwicklung der Charaktere war richtig gut umgesetzt.
Mein Fazit
Swantje Oppermann ist mit Saligia ein spannender Jugendroman gelungen, der einmal eine etwas andere Story bietet. Die Darstellung der Schüler mit den unterschiedlichsten Eigenschaften, den Todsünden, ist der Autorin richtig gut gelungen. Natürlich gibt es einige Geheimnisse, von denen auch noch nicht alle geklärt sind, und unvorhersehbare Ereignisse, die die Spannung aufrecht halten, so dass man immer mehr von der Story gefesselt wird. Ein mitreißender Schreibstil, aussergewöhnliche Charaktere, Geheimnisse und spannung lassen dieses Buch zu einem Pageturner werden.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Endlich wieder David Hunter

Die ewigen Toten
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Als das leerstehende Krankenhausgebäude des St. Jude Hospitals abgerissen werden soll, findet man auf dem Dachboden eine in einer Plastikplane eingewickelte, mumifizierte Leiche. Zur genaueren Betrachtung ...

Als das leerstehende Krankenhausgebäude des St. Jude Hospitals abgerissen werden soll, findet man auf dem Dachboden eine in einer Plastikplane eingewickelte, mumifizierte Leiche. Zur genaueren Betrachtung wird David Hunter hinzugerufen, der aufgrund des Zustands der Toten gleich bestätigt, dass die Tote hier schon länger liegen muss. Doch schon beim Versuch, die Leiche zu bergen, bricht Davids Kollege Dr. Conrad durch die marode Decke ein. Alle Versuche, Dr. Conrad auf der Station zu finden scheitern und so begibt sich David vom Dachboden aus in den Raum. Hier befindet sich ein Krankenzimmer, das einst zugemauert wurde und darin sind drei Krankenbetten, von denen zwei noch belegt sind.
Meine Meinung
Was habe ich mich gefreut, als ich sah, dass endlich ein neuer Beckett, bzw. vielmehr ein neuer David Hunter Thriller erscheinen wird. Optisch passt dieses Buch wieder perfekt zu der Reihe und Hunters neuer Fall klang mehr als vielversprechend.
Schon der Einstieg fällt sehr leicht und schnell befindet man sich mitten in Davids neuem Fall. In gewohnt leichter und flüssiger Manier erzählt Beckett und das Buch wird ein wahrer Pageturner. Zum einen werden Orte und Begebenheiten so kristallklar gezeichnet, dass man diese direkt vor sich sehen kann, zum anderen bekommt man auch noch ganz viel über Davids Beruf des forensischen Anthropologen mit. Dadurch schafft Beckett wieder eine sehr düstere und auch leicht Gänsehaut bereitende Atmosphäre. Auch der gewählte Schauplatz, das alte, abbruchreife Krankenhaus, wird so lebendig beschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, sich auf einer Lost Place Tour zu befinden.
Der Fall selber ist hoch spannend und als Leser hat man, genau wie Hunter, nicht die geringste Ahnung, was sich einst im St. Judes zugetragen haben könnte. Stück für Stück erhält man dabei Antworten und das Puzzle setzt sich langsam zu einem Gesamtbild zusammen. Neben dem Fall erfährt man auch das ein oder andere über Hunters Privatleben. Doch all das schildert Beckett so geschickt, dass man selbst als Neueinsteiger in diese Serie keinerlei Verständnisprobleme haben dürfte. Ängste des Anthropologen, die sich auf Erlebnisse der Vergangenheit beziehen, werden noch einmal kurz erläutert und somit auch eventuell aufkommende Fragen beantwortet.
Wie immer begleitet man David Hunter aus dessen Perspektive in der Ich-Form, was dazu beiträgt sich ganz nah am Geschehen zu befinden. Wie auch sonst konnte ich hier wieder mit David mitzittern und seine Gefühls- und Gedankenwelt nachvollziehen. Man hat hier einfach das Gefühl, Hunter wirklich kennenzulernen, bzw. auch schon zu kennen.
Simon Beckett hat mit Hunter einen wirklich einmaligen Charakter geschaffen, der mir schon vom ersten Fall an sympathisch war und der mir mittlerweile wie ein guter Bekannter scheint. Doch nicht nur Hunter wird hier geschickt dargestellt, sondern auch die weiteren Nebencharaktere. Auch für diese nimmt sich Beckett so viel Zeit, um diese genauer zu charakterisieren und die ein glaubhaftes und authentisches Bild abgeben.
Simon Beckett hat mit Hunter einen wirklich einmaligen Charakter geschaffen, der mir schon vom ersten Fall an sympathisch war und der mir mittlerweile wie ein guter Bekannter scheint. Doch nicht nur Hunter wird hier geschickt dargestellt, sondern auch die weiteren Nebencharaktere. Auch für diese nimmt sich Beckett so viel Zeit, um diese genauer zu charakterisieren und die ein glaubhaftes und authentisches Bild abgeben.
Mein Fazit
Auch mit dem bereits sechsten Fall für David Hunter konnte mich Simon Beckett fesseln und begeistern und ich habe das Buch erst zur Seite gelegt, als ich es beendet hatte. Der Thriller wirkt von Anfang bis Ende durchdacht und logisch und das Ende sorgt noch einmal für einen Schock. Die Atmosphäre ist düster und wirkt sehr beklemmend, was noch einmal zusätzlich zur Spannung beiträgt. Eine klare Leseempfehlung für alle David Hunter Fans, aber auch für alle Thrillerfans!