Cover-Bild Hell
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.08.2023
  • ISBN: 9783426529560
Shelley Burr

Hell

Australien-Thriller | "Treibend, fesselnd, süchtig machend" New York Times
Anke Kreutzer (Übersetzer)

Mit »Hell« erwartet Sie ein atmosphärischer, wendungsreicher und noch dazu preisgekrönter Australien-Thriller : Vor 19 Jahren verschwand ein kleines Mädchen. Jetzt rollen seine Zwillingsschwester Mina und der junge Privatdetektiv Lane den Cold Case neu auf - aber wollen sie die Wahrheit wirklich wissen

Im Sommer 1999 verschwand Mina McCreerys Zwillingsschwester spurlos in den Weiten Australiens. Der Fall ging durch alle Medien und machte Mina zur unfreiwilligen Berühmtheit, für einige sogar zur Hauptverdächtigen. Heute lebt sie allein auf der abgelegenen Farm ihrer Familie.

Als der junge Privatdetektiv Lane Holland ihr anbietet, den Cold Case neu aufzurollen, lehnt sie zunächst ab. Erst nachdem Lanes unkonventionelle Methoden rasch zu einer neuen Spur führen, beginnt sie, ihm zu vertrauen. Doch Lane hat seine eigenen, dunkleren Gründe, den Fall lösen zu wollen …

Der nie aufgeklärte Cold Case um Minas verschwundene Zwillingsschwester steht im Zentrum des Thrillers »Hell«, der außerdem mit einem atmosphärischen Schauplatz im ländlichen Australien und zwei verletzlichen, widersprüchlichen und doch sympathischen Hauptfiguren punkten kann. Dafür wurde die Autorin Shelley Burr mit dem renommierten CWA Debut Dagger Award ausgezeichnet.

»Kaum zu glauben, dass Hell ein Debüt ist. Handlungsaufbau, Tempo und Figurenzeichnung sind so gut durchdacht, dass sie auch das Werk eines Altmeisters sein könnten." The Times

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2023

Atmosphärisch, spannend, mit unerwartetem Ende

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Ich muss schon sagen, für einen Debütroman im Krimi-/Thrillerbereich ist dieses Buch wirklich gut gelungen. Am meisten beeindruckt hat mich bei diesem Erstlingswerk einer jungen australischen Autorin, ...

Ich muss schon sagen, für einen Debütroman im Krimi-/Thrillerbereich ist dieses Buch wirklich gut gelungen. Am meisten beeindruckt hat mich bei diesem Erstlingswerk einer jungen australischen Autorin, dass sie es geschafft hat, ein Ende zu erschaffen, das sowohl die Fragen der Leser beantwortet als auch Überraschungsmomente zu bieten hat.

Die Grundstory ist schnell erzählt: vor 20 Jahren verschwand ein kleines Mädchen spurlos und ihrer Zwillingsschwester machen die Auswirkungen dieses Dramas auch heute noch zu schaffen. Ein Privatdetektiv hat den Ehrgeiz, den Cold Case aufzuklären - doch seine Motive sind sehr persönlich, wie sich im Laufe des Buches herausstellt.

Das atmosphärische Setting in einer abgelegenen Gegend Australiens ermöglicht den Lesern spannendes Kopfkino. Man spürt förmlich die Hitze und den Staub und wird von der teilweise sozialfeindlichen Wohnsituation (3 Stunden Fahrzeit in die nächste größere Stadt) eingenommen. Für ein Thrillersetting ist diese Konstellation natürlich ideal und durch den bildhaften Erzählstil der Autorin ist man immer hautnah dabei und spürt die teilweise beklemmende Atmosphäre.

Nach und nach offenbaren sich die wahren Gründe für den Ehrgeiz des Privatdetektivs Lane Holland und man ahnt schon, dass das zu massiven Verwicklungen führen wird und dass es kaum ein gutes Ende nehmen kann. Ich war trotz ihrer Eigenheiten sehr nah an den Protagonisten, sowohl an Lane als auch an Mina. So bin ich atemlos durch das Buch geflogen und hatte an keiner Stelle ein Gefühl von Langeweile oder “es zieht sich“.

Die Auflösung, was den Fall von Minas Schwester betrifft, war ab einem bestimmten Zeitpunkt zwar zu erahnen, die Umsetzung des Showdowns (und vor allem der Auswirkungen auf die Protagonisten) fand ich schon sehr clever konstruiert und trotzdem nicht unglaubwürdig.

Alles in allem ein Thrillerdebüt, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt - für Leute mit einer Affinität zu Australien auf jeden Fall, aber auch für jeden, der gut geschriebene Thriller mag. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.10.2023

Australienkrimi

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Obwohl die Geschichte anfangs wirklich gemütlich daherkommt und man erst nach und nach versteht, warum die Hauptdarsteller sind wie sie sind und wohin die Suche nach der verschwundenen Schwester wirklich ...

Obwohl die Geschichte anfangs wirklich gemütlich daherkommt und man erst nach und nach versteht, warum die Hauptdarsteller sind wie sie sind und wohin die Suche nach der verschwundenen Schwester wirklich führt, hat mir das Buch von Anfang an gut gefallen. Ich mochte die Art, wie erzählt wird. Ich mochte Mina, die Schwester, die sich mit all ihren Phobien durchwurstelt und Lane, der scheinbar vor allem wegen der großen Erfolgsprämie auf der Suche nach der Wahrheit ist aber am Ende doch einiges mehr dahinter steckt.

Das Setting Australien kommt gut rüber. Der Plot ist unvorhersehbar genug, dass man miträstelt und wer mal eine Krimigeschichte lesen will, die ohne viel Blutvergießen auskommt, der ist hier genau richtig.

Die Autorin behalte ich im Auge.

Veröffentlicht am 13.10.2023

Psychologisches Drama

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Vor neunzehn Jahren verschwand die neunjährige Evelyn McCreery aus ihrem Zuhause, bis heute gibt es keine Spur von ihr. Ihre Zwillingsschwester Mina kämpft immer noch mit den Auswirkungen der mutmaßlichen ...

Vor neunzehn Jahren verschwand die neunjährige Evelyn McCreery aus ihrem Zuhause, bis heute gibt es keine Spur von ihr. Ihre Zwillingsschwester Mina kämpft immer noch mit den Auswirkungen der mutmaßlichen Entführung, ihre traurige Berühmtheit hat stellenweise sogar dazu geführt, dass sie verdächtigt wurde, etwas mit dem Verschwinden ihrer Schwester zu tun zu haben. Als der Privatdetektiv Lane Holland Mina seine Hilfe anbietet, winkt diese ab, was sich ändert, als Lane eine neue Spur findet.

Das Buch fing gemächlich an und anfangs war unklar, was genau vor neunzehn Jahren passiert ist, denn außer Andeutungen und kleinen Hinweisen gab es keine ausführliche Erklärung dazu. Den ungefähren Hergang konnte ich im Laufe der Ereignisse selbst rekonstruieren, was mich allerdings nicht störte, denn zumindest gab es so etwas Nervenkitzel, wenn schon zu Beginn über lange Strecken hinweg die Spannung fehlte, was an vielen unnötigen Ereignissen lag, die für mich fehl am Platz waren. Dazu empfand ich die Erzählweise manchmal etwas anstrengend, denn statt sich auf einen Augenblick zu konzentrieren, wurden oft mehrere Aktionen zusammengeführt, was höchste Konzentration gefordert hat. Zum Beispiel kann ich eine Situation nennen, als eine Figur eine bestimmte Handlung durchgeführt, gleichzeitig mit einem Familienmitglied telefoniert, dabei Vermutungen angestellt und zusätzlich in der Vergangenheit geschwelgt hat. Es war zu diesem Zeitpunkt mühevoll, alle Informationen zu behalten, zumal ich nicht wusste, welche davon für die restliche Story wichtig sein würden. Ich fürchte, dass mir dadurch einige relevante Einzelheiten entgangen sein könnten.

Als mir in der Mitte des Buches genug Informationen vorlagen, um mir ein besseres Bild machen zu können, und langsam etwas Bewegung in den Cold Case kam, fand ich mich besser in die Geschichte ein. Eine zusätzliche Komponente sorgte zudem für die von mir vermisste Spannung, lediglich die ungekennzeichneten Zeitsprünge empfand ich immer noch als gewöhnungsbedürftig, denn nicht immer war sofort klar, dass es solche waren. Die kommenden Ereignisse hatte ich nicht erwartet, war mehr als erstaunt darüber, welche Wendung die Geschichte nahm. Umso überraschter war ich über das, was folgte, denn damit hat die Autorin einen weiteren Treffer erzielt. Der folgende Verlauf verblüffte mich erneut, ich konnte kaum glauben, was passierte. Anmerken möchte ich in diesem Zusammenhang, dass das letzte Drittel es in sich hatte; plötzlich überschlugen sich die Ereignisse und es passierte noch so viel, dass ich vollkommen gefesselt war von der Handlung und hibbelig darauf wartete, Antworten auf meine Fragen zu bekommen, die mich danach das Buch zufrieden zuklappen ließen.

Nach einem schwierigen Einstieg wurde die Geschichte immer raffinierter und besonders die vielen unerwarteten Wendungen trugen dazu bei, dass meine Wertung erheblich besser ausfällt, als anfangs gedacht, nämlich vier Sterne und natürlich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.09.2023

Cold Case aus Down Under

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Australisches Outback, eine rauen Landschaft, nicht sonderlich stark bevölkert. Die vereinzelten Farmen liegen meilenweit auseinander und falls ein Unglück geschieht, dauert es ewig, bis Hilfe eintrifft. ...

Australisches Outback, eine rauen Landschaft, nicht sonderlich stark bevölkert. Die vereinzelten Farmen liegen meilenweit auseinander und falls ein Unglück geschieht, dauert es ewig, bis Hilfe eintrifft. Das müssen auch die McCreerys erfahren, als im April 1999 die neunjährige Evelyn verschwindet. Es gibt keine Spuren, der Fall bleibt ungelöst und wandert zu den Akten. Ihre Zwillingsschwester Mina, mit der sie sich das Zimmer geteilt hat, ist seither nicht mehr dieselbe. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie Jahre später eine junge Frau kennen, die ebenfalls ihre Schwester verloren hat. Zwei Cold Cases, heiß diskutiert in Internetforen. Hängen die Fälle zusammen?

Fast zwanzig Jahre später taucht der Privatdetektiv Lane Holland bei Mina auf, biete an, den Fall neu aufzurollen. Warum? Die Verschwundenen interessieren ihn nicht, ihm geht es um die stattliche Belohnung, ausgelobt von der Polizei und Minas verstorbener Mutter für das Auffinden Evelyns. Wie sich herausstellen wird, nicht seine alleinige Motivation.

Einem Vergleich mit Garry Disher hält Shelley Burr zwar nicht stand, aber dennoch bietet das 2019 mit dem CWA Debut Dagger prämierte Debüt durchaus Ansätze, die mit den Werken dieses Autors vergleichbar sind.

„Hell“ wird bei uns als Thriller vermarktet, liest sich aber schon allein wegen der detaillierten Sicht auf die handelnden Personen eher wie die Psychogramme zweier Menschen, deren Leben durch traumatische Ereignisse in der Vergangenheit aus der Bahn geworfen wurden. Jede/r hat Verletzungen und Schuldgefühle, verbirgt etwas, trägt Ungesagtes mit sich herum. Burr kriecht in die Köpfe ihrer Protagonisten und entblättert unter Verzicht auf schnelle Action und simple Antworten Schicht um Schicht ihre Persönlichkeit. Aber keine Angst, auch wenn Thriller-Leser/innen eine Auflösung erwarten, sie kommt.

Eine komplexe und spannende Geschichte aus Down Under mit einem atmosphärischen Setting und feingezeichneten Protagonisten. Lesenswert!

Veröffentlicht am 06.09.2023

Ich finde das Buch als Thrillerdebüt gelungen, aber sehe noch Luft nach oben!

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Im Fokus des Buches steht die Aufklärung eines Coldcase im ländlichen Australien.

Minas Zwillingsschwester verschwand spurlos im Sommer 1999 und durch die unkonventionellen Methoden eines Privatdetektivs ...

Im Fokus des Buches steht die Aufklärung eines Coldcase im ländlichen Australien.

Minas Zwillingsschwester verschwand spurlos im Sommer 1999 und durch die unkonventionellen Methoden eines Privatdetektivs wird der Fall neu aufgerollt. Doch der Privatdetektiv Lane hat seine ganz eigenen Gründe, den Fall lösen zu wollen.

Ich finde das Buch als Thrillerdebüt gelungen, aber sehe noch Luft nach oben. Tatsächlich würde ich dieses Buch eher als Krimi bezeichnen. Der Erzählstil ist etwas langsamer, damit man als Leser:in die Ermittlungsarbeit detailliert verfolgen kann.

Für einen Thriller fehlt etwas das Tempo und die einzelnen Handlungsstränge sind sehr detailliert ausgearbeitet - persönlich setzt dieses Buch nicht den Fokus auf Action und unvorhersehbare Wendungen, sondern auf die Ermittlungsarbeit, wobei sich die einzelnen Spuren logisch zusammensetzen.

Die Konstruktion der Handlung und der einzelnen Figuren finde ich gelungen. Auch für das atmosphärische Setting gibt es Pluspunkte! Die Auflösung war für mich nicht überraschend, aber dennoch spannend konstruiert. Die Handlung ist gut durchdacht und die Sprache der Autorin ist flüssig und bildhaft. Die Charaktere sind interessant und gut ausgearbeitet.

Für mich persönlich könnte die Spannung nur konstanter hochgehalten werden, insbesondere durch gut platzierte Andeutungen oder neuen Wendungen.

Am Ende ist dies aber persönlicher Lesegeschmack und trotz der kleinen kritischen Bemerkung, fühlte ich mich gut unterhalten und werde die Autorin sicherlich im Auge behalten.

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