Zwischen Obsession und Wahnsinn.
Da es sich hierbei um Simon Becketts ersten veröffentlichten Roman handelt, merkt man beim Lesen durchaus, dass die Charaktere noch nicht ganz so tief und lebendig ausgearbeitet sind wie in seinen späteren ...
Da es sich hierbei um Simon Becketts ersten veröffentlichten Roman handelt, merkt man beim Lesen durchaus, dass die Charaktere noch nicht ganz so tief und lebendig ausgearbeitet sind wie in seinen späteren Werken. Trotzdem hat mich das beim Lesen nicht wirklich gestört, denn die Geschichte hatte irgendwie ihren ganz eigenen Reiz.
Voyeur ist definitiv kein klassischer Thriller, aber auch kein typischer Roman. Genau diese besondere Mischung macht das Buch interessant. Im Mittelpunkt steht der Galeriebesitzer Donald, der seine Angestellte Anna zufällig beim Umziehen beobachtet und daraufhin eine immer stärkere Fixierung auf sie entwickelt. Mehr möchte ich zur Handlung gar nicht verraten, denn die Geschichte entwickelt sich zunehmend unangenehm, holprig und teilweise auch ziemlich verstörend.
Man merkt schnell, dass dieses Buch sicherlich nicht jedem gefallen wird. Einige Entscheidungen und besonders Donalds Verhalten am Ende konnte ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Trotzdem fand ich die Geschichte insgesamt sehr unterhaltsam und spannend genug, um das Buch ziemlich schnell durchzulesen. Kein Highlight für mich, aber definitiv ein interessantes und ungewöhnliches Werk von Simon Beckett.