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Veröffentlicht am 19.01.2021

Emotional und ergreifend, aber auch mit einigen Längen

Die Frau zwischen den Welten
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Inhalt

Es ist März 1945, 6 Wochen bevor der 2. Weltkrieg endet. Die 11 Jahre alte Ella lebt bei ihrer Tante und ihrer Oma in Hillemühl (heute Tschechoslowakei, gehörte zu dieser Zeit zum Deutschen Reich) ...

Inhalt

Es ist März 1945, 6 Wochen bevor der 2. Weltkrieg endet. Die 11 Jahre alte Ella lebt bei ihrer Tante und ihrer Oma in Hillemühl (heute Tschechoslowakei, gehörte zu dieser Zeit zum Deutschen Reich) in vermeintlicher Sicherheit. Ihre Eltern sind nicht bei ihr, ihr Vater hat die hochschwangere Mutter in ein Versteck in Prag gebracht, wo sie ihr Kind zur Welt bringen kann.

Der Krieg neigt sich dem Ende und die kleine Ella steht zwischen den Fronten. Als Kind einer deutschen Mutter und eines tschechischen Vaters kann sie den Konflikt zwischen den Deutschen und den Tschechen überhaupt nicht verstehen. Und schon gar nicht versteht sie, warum plötzlich alle Angst haben und sie von den Tschechen böse beschimpft wird, sie ist doch eine von ihnen. Ella ahnt nicht, was noch alles auf sie zukommt, als sie sich nach Prag aufmacht um wieder bei ihren Eltern zu sein.

Meine Meinung

Wie immer bei den Büchern von Hera Lind habe ich gut in in die Geschichte reingefunden. Alles wird von ihr sehr gut und detailliert wiedergegeben. Wie in jedem ihrer Tatsachenromane findet sie auch hier wieder die richtigen Worte um über das Schicksal ihrer Protagonisten zu berichten.

Es ist nicht unbedingt eine spannende Geschichte, aber sehr emotional und ergreifend. Sie ruft einem wieder ins Gedächtnis, wie gut es uns heute geht und wie grausam das Schicksal der Menschen während und nach dem 2. Weltkrieg gewesen ist.

Die Geschichte an sich fand ich wahnsinnig fesselnd, der Mittelteil zog sich jedoch etwas. Auch war mir der Aufbau manchmal etwas zu ruckartig, was sich bei der Zusammenfassung einer ganzen Lebensgeschichte wahrscheinlich nicht vermeiden lässt und was mich normalerweise nicht allzu sehr stört, hier fand ich es aber nicht immer so gut. Die Kapitel sind dadurch sehr sprunghaft, es wird versucht, die Highlights eines ereignisreichen Lebens zusammenzusuchen, es ist hier meiner Meinung nach nicht immer gelungen. Vor allem der Mitteilteil hat mich vom Thema her nicht so überzeugt, was allerdings einfach nur Geschmackssache ist.

Fazit

Das Buch ist insgesamt wahnsinnig emotional und auch interessant, aber trotzdem konnte mich diese Geschichte nicht ganz so mitreißen wie die letzten Bücher von Hera Lind. Während ich den Anfang und das Ende unglaublich aufregend fand, war mir der Mittelteil etwas zu politisch und manchmal auch ein bisschen zu langatmig. Der gute Schreibstil lässt einen aber auch die etwas Längeren Stellen schnell lesen, so dass man immer gut im Lesefluss bleibt. Was mich manchmal etwas störte, war das sprunghafte Zusammenfassen des ereignisreichen Lebens der Hauptprotagonisten, was sich wahrscheinlich aber auch nicht vermeiden lässt. Es ist wieder mal eine sehr ergreifende Geschichte, die ich Fans des Genres sehr gerne weiterempfehle.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2021

Ein spannender Kampf gegen ein übermächtiges System

Cryptos
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Bei Büchern die so gehypt werden wie dieses bin ich immer etwas vorsichtig, aber hier kann ich den Hype absolut nachvollziehen. Es hat erst mal ein paar Seiten gedauert, bis ich in der Geschichte drin ...

Bei Büchern die so gehypt werden wie dieses bin ich immer etwas vorsichtig, aber hier kann ich den Hype absolut nachvollziehen. Es hat erst mal ein paar Seiten gedauert, bis ich in der Geschichte drin war, aber spätestens im zweiten Kapitel versteht man dann alles ganz genau. Es war mein erstes Buch von Ursula Poznanski (drei Bücher von ihr liegen schon sehr lange auf meinem SuB und mit dem Schreibstil hatte ich manchmal so ein bisschen mein Probleme. Ich fand ihn teilweise etwas abgehackt. Kam vielleicht auch nur mir so vor, aber ich hatte nie so wirklich den Eindruck, dass ich durch das Buch "durchfliegen" kann, also ich kam nie wirklich ins schnelle Lesen rein. Außerdem haben mir auch so ein bisschen die Kapitel gefehlt. Es gab zwar welche, aber diese waren doch sehr lange. Aber das wäre auch schon alles, was ich zu bemängeln habe. Ansonsten hat das Buch einfach einen sehr großen Unterhaltungswert, sehr tolle Geschichte, sehr gute Charaktere und ein ganz wichtiges Thema, das hier gleichzeitig faszinierend und beklemmend in ein tolles Buch verarbeitet wurde. Für mich war es endlich mal wieder ein richtig Lesehighlight und ich empfehle Cryptos sehr gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2021

Kurzweiliger Thriller für zwischendurch

Der Bewohner
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Cover

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber ich finde es trotzdem sehr gut. Durch die rote Farbe sticht es richtig gut hervor und auch zum Buch passt es perfekt.

Inhalt

Fast wäre Serienkiller Thomas ...

Cover

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber ich finde es trotzdem sehr gut. Durch die rote Farbe sticht es richtig gut hervor und auch zum Buch passt es perfekt.

Inhalt

Fast wäre Serienkiller Thomas Brogan von der Polizei gefasst worden, aber im letzten Moment kann er fliehen. Er kommt in einem leerstehenden Endreihenhaus unter. Als er aus Langeweile den Dachboden untersucht entdeckt er, dass die Speicher von einigen der Häuser miteinander verbunden sind und er durch die Speicherluken in die Häuser eindringen kann.

Somit beginnt Brogan zusammen mit seinem zweiten Ich, mit dem er sich in Gedanken unterhält, ein Spiel mit den ahnungslosen Bewohnern. Er beobachtet sie, spielt sie teilweise gegeneinander aus und benutzt sie zu seinem Vorteil. Besonders von der jungen und hübschen Carlotte ist er fasziniert, er träumt davon sie zu besitzen und sie zu töten.

Meine Meinung

Das Buch wird komplett über Thomas Brogan erzählt. Während er auf dem Dachboden lebt erfährt man in Rückblenden alles über seine dramatische Kindheit und die Morde, die er begangen hat. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz und der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar. Ich habe direkt sehr gut ins Buch reingefunden und konnte durch die Seiten durchfliegen, da die Geschichte auch sehr einfach ist.

Die Charaktere fand ich dabei alle durchgehend gut und authentisch. Sowohl Brogan mit seiner grausamen Vergangenheit und dem Spaß daran, andere Leiden zu sehen, als auch die ahnungslosen Bewohner der Reihenhäuser konnten mich überzeugen und gut unterhalten.

Die Geschichte ist nicht unbedingt spannend, aber trotzdem fand ich sie sehr fesselnd. Es ist interessant mit zu verfolgen, was der Hauptprotagonist mit seinen potentiellen Opfern alles anstellt. Wirklich schade fand ich, dass sich das letzte Drittel etwas zieht. Als hätte der Autor versucht das große Finale so lange es geht heraus zu zögern, das dann für meinen Geschmack schon fast wiederum zu kurz ausfiel.

Fazit

Die Geschichte über einen Killer mit Kindheitstrauma ist nicht unbedingt etwas Neues, aber so wie es hier erzählt wird war es einfach mal was anderes. Es ist fesselnd Brogans Verhalten und sein Vorgehen zu beobachten. Spannend war das Buch nicht immer, aber das hat mir auch gar nichts ausgemacht, denn durch die interessante und kurzweilige Geschichte ließ es sich einfach sehr gut lesen. Und bis auf ein paar Seiten im letzten Drittel enthielt die Geschichte auch keine Längen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein schöner Thriller den man zwischendurch mal verschlingen kann. Eine Leseempfehlung gibt es für mich an all diejenigen die auch gerne mal ein Buch lesen, das ein paar blutige Details enthält, hinter dem eine interessante Geschichte steckt, aber die auch gerne mal auf ein bisschen Spannung verzichten können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Leider nicht ganz das, was ich erwartet hatte

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Bei solch dicken Fantasy oder Science-Fiction Büchern brauche ich immer ein bisschen, bis ich in der Geschichte drin bin, da ich erst mal alle fantastischen Elemente kennenlernen und verstehen muss. Der ...

Bei solch dicken Fantasy oder Science-Fiction Büchern brauche ich immer ein bisschen, bis ich in der Geschichte drin bin, da ich erst mal alle fantastischen Elemente kennenlernen und verstehen muss. Der angenehme Schreibstil hat mir das aber sehr erleichtert. Nach kurzem Lesen musste ich dann aber leider feststellen, dass das Buch gar nicht das war, was ich erwartet hatte. Positiv waren aber die vielen Kapitel und Leseabschnitte, in die das Buch unterteilt ist, das hat das flüssige Lesen erleichtert. Inhaltlich konnte es mich jedoch einfach so gut wie gar nicht packen. Alles ist sehr detailliert beschrieben und es wird sehr viel geredet, wodurch unheimlich viele Längen entstehen. Und wenn nicht geredet wird, dann wird gekämpft. Und auch zu Hauptprotagonistin Kira, über die 960 Seiten erzählt wird, konnte ich keinerlei Bindung herstellen. Teilweise fand ich sie mit ihrer dickköpfigen Art und ihrer Besserwisserei einfach nur nervig. Von daher, meins war es nicht so ganz, aber wer auf Science Fiction Romane mit vielen Kampfhandlungen im Weltall steht und dem lange Small-Talks nichts ausmachen, dem wird das Buch aber sicher gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2021

Leider nicht sehr spannend

Dein ist der Schmerz
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Cover

Optisch gefällt mir das Cover zwar sehr gut, aber was hat dieser Falter darauf zu suchen? Ist der Name des Falters vielleicht irgendeine Yoga-Position? Dann würde es nämlich Sinn ergeben, ansonsten ...

Cover

Optisch gefällt mir das Cover zwar sehr gut, aber was hat dieser Falter darauf zu suchen? Ist der Name des Falters vielleicht irgendeine Yoga-Position? Dann würde es nämlich Sinn ergeben, ansonsten wie gesagt, optisch ein sehr gelungenes und farblich abgestimmtes Cover, aber ob es tatsächlich gut zum Buch passt, kann ich gar nicht genau sagen.

Inhalt

Zwei Teenager wollen sich den Sonnenaufgang am Sandstrand von Palm Beach ansehen, aber noch während die Sonne aufgeht machen sie eine grausame Entdeckung. Sie finden eine Frauenleiche aufwändig hergerichtet und in Position gebracht. Es stellt sich heraus, als sie am Strand ankamen, war die Leiche noch nicht da. Der Täter hat sie dorthin gebracht während die beiden in seiner direkten Nähe waren. Die Detectives Gary Michowsky und Todd Fadella übernehmen den Fall und bekommen dabei Unterstützung von FBI-Agentin Tess Winnett.

Tess ist eine ausgzeichntete Ermittlerin, die aber selbst mit ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. Durch ihr inneres Gefühlschaos macht sie manchmal Dinge, die aus Sicht der Vorgesetzten nicht erwünscht sind. So eckt sie mit ihren Kollegen immer wieder an, auch die Detectivs aus Palm Beach haben es nicht so einfach mit der gnadenlosen Agentin.

Meine Meinung

Durch den guten Schreibstil und dadurch, dass schon zu Beginn etwas passiert, ist man direkt von dem Buch gefesselt. Somit konnte ich schnell ins Buch hineinfinden und gespannt den ersten Seiten folgen. Die Kapitel sind dabei meist kurz gehalten und werden über die verschiedenen Protagonisten erzählt, hauptsächlich jedoch über FBI-Agentin Tess.

Nach einem guten Start flacht das Buch dann aber sehr schnell ab, es wird sehr ausführlich über die Ermittlungen berichtet und hierbei werden dann auch einige Fremdwörter benutzt, mit denen man nicht unbedingt vertraut sein muss. Das hätte man meiner Meinung nach auch etwas einfacher ausdrücken können.

Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet und auch authentisch, wobei die Ermittler Fadella und Michowsky oft etwas trottelig dargestellt wurden, im Gegensatz zu Tess, die harte Ermittlerin vom FBI. Sie hat mich von allen Charakteren am meisten überzeugt.

Fazit

Dieses Buch ist ein einfacher Thriller, der einem bestimmten Schema folgt. Die Geschichte war zwar recht fesselnd, aber nicht unbedingt spannend. Alles ist ziemlich vorhersehbar und mir hat oft etwas die Action gefehlt. Durch die sehr detaillierten Ermittlungsarbeiten entstehen oft ein paar Längen, aber sie enthalten auch einige wichtige Aspekte, so dass man sie auf keinen Fall überspringen sollte. Für mich gab es hier allerdings zu wenige Überraschungen und auch ist mir ein bisschen zu wenig passiert. Das alles sind Dinge, die meiner Meinung nach einen guten Thriller ausmachen. Das Buch ist gut für Zwischendurch und ist auch leicht lesbar, aber es gab ein paar Kritikpunkte, weswegen es mich nicht komplett überzeugen konnte.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil