Profilbild von binesbuecherwelt

binesbuecherwelt

Lesejury Profi
offline

binesbuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit binesbuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2019

Guter Anfang, danach geht’s steil Berg ab

Tiefes Grab
2

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das absolut passende Cover. Ich find es sehr treffend und optisch auf jeden Fall einen Hingucker.

Martin Reese ist besessen davon Leichen von Serienmördern ...

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das absolut passende Cover. Ich find es sehr treffend und optisch auf jeden Fall einen Hingucker.

Martin Reese ist besessen davon Leichen von Serienmördern auszugraben und den Fund dann anonym bei der Polizei zu melden. Hierbei bedient er sich der Hilfe des Polizisten Keith, der Martin die benötigten Informationen für seine Ausgrabungen verkauft. Sein Hobby kann Martin sich zeitlich und finanziell ohne weiteres leisten, da er vor einiger Zeit seine Firma gewinnbringend verkauft hat. Niemand weiß von seinem abstrusen Hobby, er führt ein perfekt durchdachtes Doppelleben, auch seine Frau Ellen ahnt nichts.

Die Schwester von Martins Frau, Tinsley, ist vor 20 Jahren verschwunden. Sie wurde offensichtlich das Opfer des bekannten Serienmörders Jason Shurn, ihre Leiche wurde nie gefunden und der Killer inzwischen hingerichtet, aber Martin hat den entscheidenden Hinweis erhalten wo er Tinsleys Leiche finden soll. Aber dann kommt alles anders als geplant. Dort wo er Tinsley vermutet ist nicht nur eine ältere Leiche, sondern auch eine junge Frau vergraben, die erst kürzlich als vermisst gemeldet wurde. Jemand muss über Martins Geheimnis Bescheid wissen und ihn in eine Falle gelockt haben.

Ich fand direkt gut in die Geschichte rein. Es wird schnell Spannung aufgebaut, die dann auch erst mal kurz anhielt. Aber irgendwann wurde es dann etwas kompliziert, ich hatte nicht erwartet, dass die Geschichte sich so entwickelt. Was einerseits gut war, da sie sich schon abhebt von anderen Thrillern, andererseits war es teilweise ein bisschen zu anders. Betrachtet man das Buch im Nachhinein, ist die Geschichte eigentlich ganz simpel, aber während des Lesens viel es mir teilweise schon schwer noch mitzukommen. Und umso länger man liest, umso langatmiger wird das Buch leider bevor es zum Ende hin dann noch mal etwas besser wird.

Erzählt wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Sichtweisen, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Martins Kapitel werden zum Beispiel immer aus Sicht von ihm selbst in der 1. Person geschrieben, die von Ermittlerin Sandra aus der Erzählperspektive usw. Durch diese Schreibweise kann man Martin viel besser verstehen und man sieht ihn im Laufe der Geschichte vor allem anders, wie man das am Anfang vielleicht denkt. Und da auch aus Sicht eines Psychopaten erzählt wird, lernt man auch dessen Gedankengänge gut kennen.

Zwischen den beiden Ermittlern Sandra und Chris spielt sich nebenbei noch eine Liebesgeschichte ab. Das kann man als nervig empfinden, da es aber nicht übertrieben viel ist fand ich es ganz gut und es brachte auch noch ein bisschen Abwechslung rein.

Die Charaktere fand ich nicht alle überzeugend. Am besten gefiel mir noch Kylie, die gemeinsame Tochter von Martin und Ellen. Martin selbst handelte in meinen Augen oft unlogisch und überheblich und die Ehe der beiden war auch sehr speziell. Wahre Liebe sieht in meinen Augen etwas anders aus. Im Verlauf der Geschichte trifft man dann noch auf den "Ragman" (über den ich nicht mehr sagen kann, da ich sonst Spoilern müsste), den ich absolut nicht authentisch fand.

Fazit

Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich von der Geschichte recht enttäuscht war. Sie fängt richtig gut an, aber dann ging es stetig Berg ab, bis auf das Ende, dass dann versöhnlich, aber in Hinsicht auf die verschwundene Tinsley enttäuschend war. Zwischendurch hatte das Buch immer wieder Längen, dazu kamen noch zweifelhafte Handlungen der Protagonisten sowie absolut unlogisches Verhalten. Alles war oft viel zu abgefahren und durcheinander. Die Idee der Geschichte war gut, die Umsetzung hat mich aber leider nicht überzeugt.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Schwacher Mittelteil, aber sonst ganz gut

Flugangst 7A
1

Die hochschwangere Nele sitzt in ihrer Wohnung und wartet darauf, dass die Zeit vergeht bis ihr Taxi kommt, das sie zum Kaiserschnitttermin ins Krankenhaus bringen soll. Nele ist HIV-positiv, weswegen ...

Die hochschwangere Nele sitzt in ihrer Wohnung und wartet darauf, dass die Zeit vergeht bis ihr Taxi kommt, das sie zum Kaiserschnitttermin ins Krankenhaus bringen soll. Nele ist HIV-positiv, weswegen eine Einhaltung des Termins unbedingt notwendig ist. Aber plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Sie findet in ihrer Couch versteckt eine Rasierklinge, auf der die Botschaft: "Dein Blut tötet" geschrieben steht. Eine Nachricht, die nur von ihrem Ex-Freund und Vater des Kindes stammen kann und der sich Zutritt zur Wohnung verschafft haben muss. Panisch verlässt sie die Wohnung, noch dazu platzt ihre Fruchtblase. Dankbar, dass das Taxi schon draußen wartet steigt sie ein, aber der Taxifahrer scheint sie nicht ins Krankenhaus fahren zu wollen.

Währenddessen befindet sich ihr Vater, der Psychiater Dr. Mats Krüger auf dem Weg ins Flugzeug um von Buenes Aires zu seiner Tochter nach Berlin zu fliegen. Mats leidet unter schrecklicher Flugangst, aber um seiner Tochter mit dem Baby zu helfen nimmt er den Flug auf sich. Kaum ist er im Flugzeug bekommt er einen Anruf. Ein anonymer Anrufer mit verstellter Stimme stellt folgende Bedingung: Entweder er bringt eine ehemalige Patientin, die sich ebenfalls an Bord befindet, dazu die Maschine abstürzen zu lassen und somit 626 Menschen und sich selbst in den Tod zu reißen, oder seine Tochter und das Baby werden qualvoll sterben.

Als ich mit lesen angefangen habe, habe ich mir erst mal die Frage gestellt, ob das eigentlich logisch ist. Natürlich will man sein eigenes Kind und sein Enkelkind retten, koste es was es wolle, und vermutlich will Mats bei Nele wiedergutmachen, was er bei seiner Frau falsch gemacht hat (worauf ich jetzt nicht weiter eingehe, weil ich dann zu viel verrate). Ich gehe auch davon aus, dass der Handlungsstrang mit den Schuldgefühlen, die Mats gegenüber Neles Mutter hat, die Gewissenskonflikte von Mats erklären sollen. Aber man steigt in ein Flugzeug, hat sowieso schon Todesangst, sieht die vielen Menschen um sich herum, kleine Kinder, Familien usw. Und dann kommt die Frage auf: Deine Tochter ist entführt worden, selbst wenn Du diese Wahnsinnstat begehst und jemanden dazu bringst 626 Menschen umzubringen wirst Du nie erfahren, ob deine Tochter und das Baby tatsächlich überleben, denn Du wirst selbst unter den 626 Todesopfern sein.

Aber trotz allem habe ich mich natürlich auf die Geschichte eingelassen, denn irgendwo muss es ja eine Erklärung dafür geben.
Geschrieben ist das Buch im üblichen Fitzek-Stil. Kurze Kapitel die meistens mit Cliffhanger enden, schnelle Handlungen und einfache Schreibweise. Es fing wie ich finde auch richtig gut an, aber nach knapp 100 Seiten wurde es eintönig. Als liefe alles auf der Stelle, es wurde gar nicht mehr richtig spannend. Nach zwei Drittel des Buches ging es dann aber wieder und es wurde wieder besser und vor allem spannender.

Die Charaktere fand ich ganz gut. Sie waren weder nervig noch anstrengend. Vom freakigigen Veganer bis hin zum besorgten Vater war alles dabei.

Das Thema, das hier verarbeitet wird ist sehr interessant, aber die Umsetzung doch recht kompliziert. Es dauert etwas, bis man versteht, worauf das Ganze hinausläuft und bis sich alle Handlungsstränge zusammenführen. Denn am Anfang ist absolut unklar, was die Entführung von Nele und der Absturz des Flugzeuges miteinander zu tun haben sollen.

Fazit

Zwischendurch dachte ich, dass Buch wird ein richtiger Reinfall, wobei es wirklich gut angefangen hatte. Aber wenn man etwas Geduld hat, wird es doch wieder besser und spannender. Die Logik hinter der Geschichte ein Flugzeug zum Absturz zu bringen und selbst dabei zu sterben ergibt sich mir jedoch nicht ganz, da man nach wie vor keine Gewissheit hat, was das Leben der Tochter angeht. Es war alles sehr abgefahren, teilweise etwas verwirrend und wenn man am Ende darüber nachdenkt, war das Verhalten von Mats Krüger für mich recht unlogisch. Trotzdem hat mich die Geschichte vor allem am Ende noch gefesselt und daher empfehle ich das Buch auch gerne für Fitzek-Fans weiter.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Am Anfang etwas langatmig, aber dann von Seite zu Seite besser

Blind
1

Das Cover mag ich sehr. Es komplette Buch hat teilweise eine raue Struktur, was mir sehr gut gefällt. Ein dunkles Buch für die dunkle Welt eines Blinden, passend zum Inhalt des Buches und passend zum Titel.

Am ...

Das Cover mag ich sehr. Es komplette Buch hat teilweise eine raue Struktur, was mir sehr gut gefällt. Ein dunkles Buch für die dunkle Welt eines Blinden, passend zum Inhalt des Buches und passend zum Titel.

Am Anfang lernt man direkt Carole Stein kennen. Sie ist hochschwanger, aber weiß nicht, wer der Vater des Kindes ist. Dann ist da noch Milla, sie ist Reporterin, ihr Freund Sandro ist Leiter des Dezernats für Leib und Leben für bei der Kantonpolizei Bern. Die Berufe der beiden führen öfter zu Konflikten.

Und dann gibt es natürlich noch Nathaniel. Er ist blind und lebt alleine mit seiner manchmal etwas tollpatschigen Hündin Alisha. Auf der Suche nach dem passenden Hemd wird er über die App "Be my eyes" per Video-Chat mit Carole verbunden. Aber dann wirkt Carole verwirrt, irgendetwas stimmt nicht. Ein Schrei, ein Aufprall, Schleifgeräusche und dann bricht der Kontakt ab. Nathaniel ist sich sicher das Carole etwas zugestoßen ist, aber niemand glaubt ihm. Er nimmt Kontakt zu Milla auf, die er von einer früheren Reportage her kennt, in der auch Carole aufgetaucht ist. Und dann beginnen die beiden auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

Zuerst einmal gibt es zwei Handlungsstränge. Einmal Nathaniel, der sich Sorgen um Carole macht und einmal Milla, die an einer heißen Story dran ist und man fragt sich lange, wie und ob beides zusammenhängen könnte.

Erzählt wird das Buch in oft sehr kurzen Kapiteln aus der Sicht von vielen unterschiedlichen Charakteren, was auch sehr gut ist, denn so bekommt die Geschichte etwas mehr Tempo. Auch war es gut, dass manche Kapitel mit Cliffhangern endeten. Denn vor allem am Anfang fand ich alles sehr langatmig. Den Grundgedanken der Geschichte fand ich jedoch wirklich gut. Viele Szenen wurden meiner Meinung nach aber zu sehr in die Länge gezogen.

Was ich ich ebenfalls sehr gut fand war Nathaniels Charakter. Ein junger Mann, der durch ein schweres Schicksal blind wurde und der durch seine Sinne mehr sehen kann wie ein Sehender. Er weiß, dass er auf das Vertrauen kann, was er gehört hat und setzt alle Hebel in Bewegung und Carole zu helfen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, man kann das Buch wirklich sehr gut und schnell lesen ohne das der Lesefluss in irgendeiner Weise gestört wird. 

Fazit

Ich hatte mir von dem Buch ein bisschen mehr erhofft. Für mich gab es etwas zu wenig Spannung. Ein Pluspunkt waren auf jeden Fall der Schreibstil und die kurzen Kapitel. Ich habe etwas gebraucht, um die Geschichte rein zu finden und ich fand auch, dass am Anfang zu wenig passiert ist, aber im letzten Drittel passiert dann erfreulicher Weise noch mal mehr. Es ist auf jeden Fall ein sehr schöner Krimi, den man zwischendurch mal lesen kann.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Ein gutes Jugendbuch, das mehrere Genres vereint

21 - Dunkle Begleiter
0

Das komplette Buch wird aus Sicht der 16 Jahre alten Nikka in der 1. Person erzählt. Nikka ist mit ihrer besten Freundin Zoe auf einer Halloweenparty in einem Club. Plötzlich wird ihr schlecht, ihr Kopf ...

Das komplette Buch wird aus Sicht der 16 Jahre alten Nikka in der 1. Person erzählt. Nikka ist mit ihrer besten Freundin Zoe auf einer Halloweenparty in einem Club. Plötzlich wird ihr schlecht, ihr Kopf droht zu explodieren und sie geht neben der Tanzfläche zu Boden. Alles was um sie herum geschieht nimmt sie kaum noch wahr. So sehr sie sich auch bemüht, sie kann nicht mehr wach bleiben und verliert das Bewusstsein. Erst im Krankenhaus erfährt sie, dass sie 21 Minuten lang tot war.

Und dann beginnt Nikka Dinge zu sehen. Noch im Krankenhaus sieht sie an der Decke einen schrecklich zugerichteten Mann, der auf sie zu grabbelt. Schnell wird klar, sie hat etwas mitgebracht auch der Welt der Toten und nur Nikka oder andere, die bereits "auf der anderen Seite" waren, können es sehen. Aber was für Nikka noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass ihre beste Freundin verschwunden ist. Während Nikka um ihr Leben kämpfte muss jemand Zoe entführt haben oder Schlimmeres. Und so muss Nikka nicht nur mit ihren eigenen dunklen Begleitern klar kommen, sondern auch mit denen von Zoe, denn sie hat ihre beste Freundin auf der anderen Seite gesehen.

Diese Geschichte zieht den Leser zunächst einmal in einen Sog, es ist sehr mystisch und auch ein bisschen gruselig, was um Nikka herum geschieht. Es geht um das Leben nach dem Tod, aber auch um Intrigen und Verbrechen, so dass es nicht nur eine Fantasy Geschichte ist, sondern teilweise auch ein bisschen in Richtung Jugendkrimi geht.

Der Schreibstil ist sehr locker und altersgerecht, so dass man sehr schnell durch das Buch durchfliegen kann und es auch den jüngeren Lesern leicht fällt schnell zu lesen. Auch die kurz gehaltenen Kapitel tragen meiner Meinung nach zum schnellen Lesen und leichteren Verständnis bei.

Das Thema des Buches wurde größtenteils sehr gut umgesetzt. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die "dunklen Begleiter" noch eine etwas größere Rolle gespielt hätten. Letztendlich baut zwar alles darauf auf, aber von mir aus hätte man ihnen gerne noch mehr Inhalt eingestehen können.

Fazit

Ein wirklich sehr gutes Jugendbuch, das mich sehr schnell begeistern konnte. Es hat nur ein paar kleine Schwächen, so hätte ich zum Beispiel nicht damit gerechnet, dass es auch in Richtung Krimi geht. Das Ende fand ich sehr schön, aber es war auch so geschrieben, dass man vielleicht sogar mit einer Fortsetzung rechnen kann, worüber ich mich sehr freuen würde. Es ist ein gutes Jugendbuch für Mystery und Krimifans gleichermaßen, das ich sehr gerne für jede Altersklasse ab 14 Jahren weiterempfehle.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Wenig überraschend, aber trotzdem absolut fesselnd

Die Lieferung
0

Das Cover ist absolut passend zur Geschichte, ich finde es auf jeden Fall sehr ansprechend und gut gelungen.

Regina ist Jägerin, sie sitzt in der Nacht alleine im Wald auf dem Hochsitz als sie plötzlich ...

Das Cover ist absolut passend zur Geschichte, ich finde es auf jeden Fall sehr ansprechend und gut gelungen.

Regina ist Jägerin, sie sitzt in der Nacht alleine im Wald auf dem Hochsitz als sie plötzlich eine seltsame Entdeckung macht. Eine junge Frau läuft durch den Wald, sie ist nackt, abgemagert, fast kahlköpfig und ist so bleich, dass sie aussieht wie ein Geist. Sofort telefoniert Regina um Hilfe anzufordern, aber als sie der jungen Frau helfen möchte fehlt von dieser jede Spur. Was bleibt, ist ein Handyfoto.

Der 53 Jahre alte Jens Kerner übernimmt die Ermittlungen für diesen Fall. Sofort sucht er gemeinsam mit einem Team den Wald nach der Frau ab bis sie schließlich gefunden wird. Verängstigt und völlig geisteskrank wird sie eingefangen und ins Krankenhaus gebracht.

Viola May wohnt alleine in einem Mehrfamilienhaus in Hamburg. Ihrer besten Freundin Sabine gesteht Viola ihre Ängste, sie fühlt sich verfolgt und beobachtet. Und tatsächlich fällt auch Sabine ein Mann auf, der Viola bei einer gemeinsamen Shoppingtour wie ein Schatten zu verfolgen scheint und der später auch auf einem Handyfoto auftaucht, das Sabine gemacht hat.

Am Anfang gibt es sehr viele Handlungsstränge: Jägerin Regina, die besten Freundinnen Viola und Sabine, den Polizisten Jens Kerner und sein Team und dessen gute Freundin und Sachbearbeiterin bei der Polizei Rebecca, die im Rollstuhl sitzt. Da habe ich mich erst einmal gefragt, wie das alles zusammenhängt, wenn man dann aber eins und eins zusammenzählt, kommt man sehr schnell drauf. Daher hatte ich am Anfang die Befürchtung, dass die Geschichte ein bisschen zu vorhersehbar ist, war sie dann aber doch nicht ganz. Es gibt trotz allem sehr viel Spannung und interessante und unerwartete Wendungen, also alles, was ein guter Thriller braucht.

Was der Entführer mit den Frauen macht ist grauenhaft, schockierend und sehr gut beschrieben. Der Schreibstil im Allgemeinen passt einfach super und ist auch sehr leicht verständlich. Man kann die Wut des Täters und die Angst der Opfer wirklich mitfühlen, so dass es den einen oder anderen Gänsehautmoment gibt, vor allem wegen der Grausamkeit, die die Opfer in der Gefangenschaft erleiden. Auch die Beweggründe des Täters sind absolut plausibel und aus dessen Sicht sinnvoll dargestellt.

Fazit

Ein wirklich gutes Buch mit einer tollen Aufmachung. Auch wenn es sich am Anfang manchmal ein klein bisschen zieht, wird es dann zum Ende hin immer spannender, so dass man es gar nicht mehr weglegen möchte. Genauso muss sich ein Thriller lesen lassen. Mir hat es einfach gut gefallen und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.