Profilbild von binesbuecherwelt

binesbuecherwelt

Lesejury Star
offline

binesbuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit binesbuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2026

Vor allem am Anfang zieht es sich sehr

Das Septemberhaus
0

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mir von diesem Buch eindeutig mehr versprochen. Am Anfang kam ich beim Lesen gar nicht voran, weil es mich einfach kaum fesseln konnte.
Die Geschichte wird aus Sicht ...

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mir von diesem Buch eindeutig mehr versprochen. Am Anfang kam ich beim Lesen gar nicht voran, weil es mich einfach kaum fesseln konnte.
Die Geschichte wird aus Sicht von Hauptprotagonistin Margaret erzählt. Der Hauptpart in diesem Buch besteht dann darin ihre Vergangenheit mit ihrem Ehemann Hal aufzuarbeiten und herauszufinden, ob Margaret den Verstand verliert oder nicht. Und es geht natürlich noch um die Toten, die in diesem Haus leben. Was ist mit ihnen geschehen und was wollen sie? Das war eindeutig das Beste an dem Buch. Aber vor allem die ersten beiden Drittel ziehen sich. Da passieren dann einfach mal Seiten lang irgendwelche belanglosen Dinge oder Sachen, die man schon kennt, weil es eben ständig in diesem Haus passieren und sich wiederholen.
Die Idee allerdings fand ich super. Es ist nicht unbedingt was Neues, was hier erzählt wird, Geschichten über Spukhäuser gibt es jede Menge, aber ich lese solche Bücher immer wieder gerne. Aber es zieht sich eben sehr oft. Das letzte Drittel des Buches hat mir am besten gefallen, endlich passiert etwas und es gibt viel mehr interessante Handlungen. Ich denke, dem Buch hätten ein paar Seiten weniger gut getan. Der Schreibstil von Carissa Orlando ist aber sehr gut, flüssig und lässt sich angenehm lesen. Ich fand nur eben die Story insgesamt etwas zäh.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2026

Nichts für schwache Nerven

EVIL
0

Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, ...

Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.
Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.
Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.
Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2026

Spannend und fesselnd

Her Soul to Take
0

Damit ein Dark Romance Buch mir gefällt muss schon einiges stimmen. Der Klappentext hat sich ja schon mal sehr mysteriös angehört, aber nicht ganz so viel über die Story verraten. Tja, und hier hat dann ...

Damit ein Dark Romance Buch mir gefällt muss schon einiges stimmen. Der Klappentext hat sich ja schon mal sehr mysteriös angehört, aber nicht ganz so viel über die Story verraten. Tja, und hier hat dann vor allem an Anfang alles für mich gepasst. Ich glaube, ich habe noch nie die erste Hälfte einer Dark Romance Story so schnell durchgesuchtet. Ich fand es richtig fesselnd wie sich die Geschichte und die Protagonisten entwickeln. Als die Katze dann mal aus dem Sack war und einige Geheimnisse aufgedeckt wurden war fand ich es nicht mehr ganz so spannend. Trotzdem passiert noch Einiges. Und das ist das Gute an dem Buch, es geht nicht nur um die verruchten Szenen, die es zweifelsohne auch hier in mehr oder weniger übertriebener Form gibt, es gibt eben auch eine richtig aufregende Story drum herum mit richtig viel Action. Und Rae ist als Protagonistin zwar manchmal sehr naiv und agiert nicht immer ganz logisch (sie ist aber auch noch jung, wer denkt da schon immer logisch), ist aber Leon nicht komplett ergeben, wie das bei Dark Romance ja sonst oft ist, sondern gibt auch mal contra.
Die Geschichte hat mich zwischendurch immer so ein bisschen an Twilight oder Teen Wolf erinnert, nur eben die versauterer und brutalerer Version davon. Wer solche Bücher bzw. Serien mag macht mit dem Buch nichts falsch. Mich wundert es eigentlich, dass das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat seitdem es erschienen ist. Es ist übrigens der 1. Band einer Trilogie und Band 2 habe ich mir auch direkt besorgt, bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Gute Unterhaltung im alten Stil

Die Leiche der Jane Brown
0

Das Buch hat schon ziemlich lange auf meinem SuB gelegen und erst als ich mich dazu entschieden habe es endlich zu lesen habe ich gesehen, dass die Geschichte zum ersten Mal 1938 veröffentlicht wurde. ...

Das Buch hat schon ziemlich lange auf meinem SuB gelegen und erst als ich mich dazu entschieden habe es endlich zu lesen habe ich gesehen, dass die Geschichte zum ersten Mal 1938 veröffentlicht wurde. Deswegen war ich gleich mal doppelt gespannt, wie das Buch sich lesen lässt.

Ich denke, der Schreibstil wurde über die Jahre hinweg etwas angepasst, aber was den Aufbau angeht ist das sicher die Art, wie man damals Geschichten geschrieben hat. Da gibt es wenig drum herum, alles wird schnell (manchmal ein bisschen zu schnell) auf den Punkt gebracht und oft ist die Story etwas sprunghaft. Der Inhalt ist dann auch so eine Mischung, die an alte Krimi- und Horrorgeschichten erinnert. Nicht zu übertrieben blutig, aber so ein bisschen wie ein alter Gangsterfilm. Was die Spannung ausmacht ist Novas Geschichte. Ihr Charakter ist sehr geheimnisvoll und gut ausgearbeitet, sie spielt das Frauchen an Penny O'Shaughnessys Seite, der eher der überlegte Draufgänger ist und die Fäden zieht.

"Die Leiche der Jane Brown" ist ein sehr unterhaltsamer und auch spannender Genremix aus Krimi, Horror und Thriller aus einer Zeit ohne Handys und anderen Schnick Schnack. Und genau so ist auch der Schreibstil und der Aufbau.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die auf kurzweilige und gute Unterhaltung im alten Stil stehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Keine Spannung, wenig Handlung

Boy Parts - Ein Roman
0

Nachdem mir "Penance" von Eliza Clark gut gefallen hatte musste "Boy Parts" natürlich auch noch gelesen werden. Hier fiel mir der Einstieg allerdings erst mal ein bisschen schwerer. Mir fiel es wirklich ...

Nachdem mir "Penance" von Eliza Clark gut gefallen hatte musste "Boy Parts" natürlich auch noch gelesen werden. Hier fiel mir der Einstieg allerdings erst mal ein bisschen schwerer. Mir fiel es wirklich schwer zu verstehen, wer die Hauptprotagonistin ist und was sie eigentlich macht. Die Geschichte beginnt irgendwie ziemlich wirr. Und Bücher, in denen man erst mal rumrätselt mit wem man es eigentlich zu tun hat finde ich meistens erst mal nicht so toll.
Gut, irgendwann kommt man dann dahinter, was mit Irina so abgeht und man wird Teil ihrer abgefuckten Welt und von ihrem Leben. Sie ist eine drogensüchtige Soziopathin, absolut selbstsüchtig und herrisch. Das war an sich ganz interessant, aber das Ganze hatte für mich nicht wirklich eine Handlung. Es gab keine Spannung, keine fesselnde Geschichte, die auf irgendwas hinausläuft, worauf man hin fiebern kann. Die endlos langen Kapitel sind eine Aneinanderreihung von Ereignissen aus Irinas Leben. Manchmal geht es seitenweise nur um einen bestimmten Abend, einen Tag, ein Fotoshooting oder etwas aus der Vergangenheit. Dazu kommen oft endlose und ausführliche Dialoge, mal mit mehr, mal mit weniger sinnvollem Inhalt. Vielleicht bin ich beim Lesen ab und zu abgeschweift, aber manchmal wechseln die Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ohne dass ich es bemerkt habe und plötzlich ging es um was anderes. Das passiert, wenn mich ein Buch nicht abholt.
Ich verstehe schon, was die Autorin mit all dem ausdrücken wollte, aber das war eben nicht unterhaltsam, so etwas hat man schon so oft gelesen oder gesehen. Hier hat einfach noch eine zusätzliche Handlung gefehlt, irgendwas, das Spannung reinbringt.
Die Idee war interessant, die Protagonisten sogar sehr authentisch, aber es ist einfach gar nichts überraschendes passiert, zu wenig Handlung, zu viel Gerede und das Ganze schrecklich oberflächlich. Meins war es daher leider nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere