Profilbild von binesbuecherwelt

binesbuecherwelt

Lesejury Star
offline

binesbuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit binesbuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2021

Das war leider zu wenig für einen Thriller

Das Landhaus
0


Inhalt

Tom und Izzy sind seit 4 Jahren verheiratet, aber es kriselt in ihrer Ehe. Während Izzy sich immer unterwürfig zeigt gibt Tom in der Beziehung den Ton an. So ist es auch er, der beschließt, dass ...


Inhalt

Tom und Izzy sind seit 4 Jahren verheiratet, aber es kriselt in ihrer Ehe. Während Izzy sich immer unterwürfig zeigt gibt Tom in der Beziehung den Ton an. So ist es auch er, der beschließt, dass beide London verlassen um in einem abgelegenen Landhaus zu leben. Izzy fühlt sich in der Stadt wohl, zieht aber Tom zur Liebe mit ihm aufs Land. Aber ein altes Haus birgt auch Geheimnisse. Izzy macht erschütternde Entdeckungen von denen Tom aber nicht hören will. Anstatt seine Frau zu unterstützen lässt er sie fallen und setzt somit ihre Beziehung aufs Spiel.

Meine Meinung

Gleich zu Beginn ist das Buch schon ziemlich zäh. Es wird aus Izzys Sicht erzählt und sie zergeht Seite für Seite in Selbstzweifeln und Grübeleien. Damit wollte die Autorin wohl die charakterliche Entwicklung der Hauptprotagonistin betonen, mir war das allerdings für einen Thriller zu langweilig. Hin und wieder gibt es auch noch Rückblicke in eine vergangene Zeit und Erzählungen über jemand anderen. Lange weiß man nicht, wer das ist, irgendwann fügen sich die Handlungsstränge dann zusammen.

Izzy empfand ich als sehr nervige Hauptprotagonistin. Ihre ständigen Zweifel und Grübeleien waren oft sehr zermürbend und langatmig. Auch ging es im Laufe des Buches viel zu viel um ihre Beziehung zu Tom. Eigentlich war das Ganze mehr Beziehungsdrama wie Thriller.

Zwischendurch gab es immer mal wieder gute Ansätze, die dann aber wieder in anderen zähen Handlungen untergingen. Wenigstens war der Schreibstil einfach, so dass man schnell lesen konnte. Somit plätschert das Buch größtenteils vor sich hin. Es fehlen die Überraschungen und leider oft auch die Spannung.

Fazit

Von der Grundidee her ist es ein sehr gutes Buch und das war in einigen Ansätzen auch erkennbar. Leider verlief sich die Geschichte immer wieder in den persönlichen Problemen der Hauptprotagonistin. So blieb die Spannung größtenteils auf der Strecke. Für mich haben hier einfach viele zu viele wichtige Aspekte von einem guten Thriller gefehlt und noch dazu war es ziemlich vorhersehbar. Auch die Protagonisten waren mir zu schwierig. In einem Thriller sollte es weniger um Beziehungsprobleme gehen und mehr um andere Dinge. Von daher hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

Eine simple Geschichte genial erzählt

Später
0


Inhalt

Jamie hat schon früh gespürt, dass er anders ist wie die anderen Kinder. Als kleiner Junge sieht er zum ersten mal bewusst einen Toten, nicht seine Leiche, sondern seinen durch einen Unfall schrecklich ...


Inhalt

Jamie hat schon früh gespürt, dass er anders ist wie die anderen Kinder. Als kleiner Junge sieht er zum ersten mal bewusst einen Toten, nicht seine Leiche, sondern seinen durch einen Unfall schrecklich zugerichteten Geist. Denn Jamie sieht die Menschen immer genau so, wie sie gestorben sind. Und für einige Zeit nach ihrem Tod kann er mit ihnen sprechen.

Zunächst weiß nur seine Mutter von Jamies Gabe. Aber schnell findet auch ihre Freundin heraus, was Jamie kann und die versucht ihn zu ihrem Vorteil auszunutzen. Etwas, dass Jamie das Leben noch mehr zur Hölle macht als es sowieso schon ist.

Meine Meinung

Der Schreibstil von Stephen King ist wie immer einfach und trotzdem genial. Er versteht es dem Leser seine Geschichten nahe zu bringen. Dabei verpackt er auch immer wieder einige Lebensweisheiten gekonnt in den Handlungen. Alleine schon der Titel des Buches spricht hier für sich.

Das Buch wird komplett aus Jamies Sicht in der ersten Person erzählt. Der Leser begleitet so Jamie zusammen mit seiner Mutter durch seine Kindheit. Es ist eine Geschichte über das Erwachsen werden mit einer außergewöhnlichen Gabe, mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Dabei ist alles kurz gehalten und auf das Wesentliche reduziert. Das hält sie von Anfang bis zum Ende einerseits spannend, aber vor allem wahnsinnig fesselnd. Die Hauptprotagonisten fand ich sehr gut und authentisch, aber etwas anderes würde man vom Meister des Horrors auch nicht erwarten.

Fazit

Dies ist eins der kürzeren Bücher von Stephen King und das ist etwas, was man an dieser Geschichte sehr gut gefallen hat. Es hat eine einfache Handlung, die man nicht weiter ausbauen muss. So bleibt das Buch von Anfang bis zum Ende interessant und schnelllebig. Mich hat es durchgehend richtig gefesselt, so dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Es ist eine Mischung aus Horror und Thriller mit ein bisschen Drama und Action. Ein tolles Buch, dass nicht nur King - Fans lesen sollten. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Leicht lesbarer Auftakt

Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark
0

Inhalt

Laire macht sich von ihrer Heimat Nemija aus auf den Weg zum Reich der Schatten in dem der dunkle Lord herrscht. Ihr Verlobter Desmond wird dort zusammen mit vielen anderen Verfluchten gefangen ...

Inhalt

Laire macht sich von ihrer Heimat Nemija aus auf den Weg zum Reich der Schatten in dem der dunkle Lord herrscht. Ihr Verlobter Desmond wird dort zusammen mit vielen anderen Verfluchten gefangen gehalten. Laire möchte ihn befreien, damit Desmond sie endlich zur Frau nehmen kann. Sie bricht alleine auf, wird aber unterwegs von zwei sehr guten Freunden eingeholt die sie begleiten. Und kurz bevor sie das Reich der Schatten betreten treffen sie noch auf Alaric, den Laire sehr gut kennt und den sie nie mehr wieder sehen wollte. Aber so schwer es Laire auch fällt, um Desmond zu befreien brauchen sie Alarics Hilfe.

Meine Meinung

Das Buch wird in vielen kurzen Kapiteln erzählt. Dabei ist Laires Part immer in der ersten Person geschrieben, so dass man immer ganz genau weiß was in ihrem Kopf vor sich geht. Dann gibt es noch einige Kapitel über Alaric und über Desmond. Der Schreibstil ist hier sehr schön an die Geschichte angepasst. Was ich dabei gut fand, ist dass die Autorin alles sehr einfach hält und unkompliziert erklärt. Manche Fantasy Geschichten sind unheimlich umfangreich so dass man manchmal Probleme hat gut ins Buch rein zu finden, aber das ist hier ganz und gar nicht der Fall.

Die Geschichte enthält viele Fantasy-Elemente und behandelt außerdem Themen wie Liebe, Freundschaft, Mut und Abenteuer. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und interessant. Trotzdem gab es zwischendurch immer mal ein paar wenige Längen, die mich aber nicht weiter gestört haben.

Was die Charaktere angeht war ich teilweise etwas gemischter Meinung. Während mich die männlichen Protagonisten eigentlich komplett überzeugen konnten war mir Laire und ihre Freundin Vika zwischendurch auch mal etwas zu anstrengend. Vor allem Laire handelte oft etwas egoistisch und ziemlich dickköpfig. 

Fazit

Das Buch ist einfach und umfangreich geschrieben, man findet deswegen sehr leicht in die Geschichte rein, auch wenn man kein Vorwissen über die Welt hat in der alles spielt. Dazu müsste man die "One True Queen" - Reihe lesen, was ich aber auch nicht getan habe und ich kam trotzdem sehr gut zurecht. Die Geschichte enthält viele spannende Kapitel und ist durchgehend fesselnd. Wenn man Fantasy-Geschichten mag in der es um Liebe und Freundschaft geht, dem wird das Buch bestimmt so gut gefallen wie mir. Es gibt ein paar wenige Längen, worüber man aber auch gut hinwegsehen kann. Es war für mich zwar kein komplettes Highlight, aber ein tolles Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und das ich an Fans des Genres sehr gerne weiterempfehle. Vor allem die letzten Seiten waren unheimlich spannend und haben den perfekt Grundstein für die Fortsetzung gelegt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Hatte mehr erwartet

54 Minuten
0

Schon gleich zu Beginn des Buches fand ich den Aufbau etwas zu verworren. Schnell wurde unter den vier Hauptprotagonisten hin- und hergesprungen und mir war lange nicht klar, wer mit wem in welcher Beziehung ...

Schon gleich zu Beginn des Buches fand ich den Aufbau etwas zu verworren. Schnell wurde unter den vier Hauptprotagonisten hin- und hergesprungen und mir war lange nicht klar, wer mit wem in welcher Beziehung steht. Das erfährt man alles im Laufe des Buches und in ständig anhaltenden Rückblicken. Damit hat die Autorin wahrscheinlich versucht die Geschichte spannend zu gestalten, mir hat das allerdings nicht so gut gefallen. Auch zu den Protagonisten konnte ich fast keine emotionale Verbindung herstellen und das obwohl versucht wird dem Leser vor allem die Hauptcharaktere näher zu bringen. Vom Thema her fand ich das Buch sehr interessant, aber grade weil es so ein wichtiges Thema ist fand ich es teilweise etwas zu oberflächlich, da hat mir etwas die Tiefe gefehlt. Daher konnte mich das Buch insgesamt leider nicht so ganz überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2021

Emotional und fesselnd

Der Tätowierer von Auschwitz
0

Lales Geschichte ist von Anfang bis zum Ende eine emotionale Achterbahnfahrt. Die Autorin bringt dank den Erzählungen des Hauptprotagonisten und genauer Recherchen all das Leid und das Elend der damaligen ...

Lales Geschichte ist von Anfang bis zum Ende eine emotionale Achterbahnfahrt. Die Autorin bringt dank den Erzählungen des Hauptprotagonisten und genauer Recherchen all das Leid und das Elend der damaligen Zeit auf den Punkt. Und sie schafft es, Lales starke Persönlichkeit perfekt zu beschreiben. Ihr Schreibstil kam mir dabei zu Beginn etwas abgehackt vor, woran ich mich mit der Zeit aber gewöhnt hatte. Sie bezieht sich während des ganzen Buches auf wichtigsten und emotionalsten Ereignisse in Lales Leben ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Eine Geschichte aus Sichtweise eines Gefangenen von Ausschwitz zu lesen fand ich wahnsinnig interessant und fesselnd und die Autorin hat dies meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Mich hat das Buch von Anfang bis zum Ende mitgerissen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere