Cover-Bild Changers - Band 4, Kyle
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kosmos
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 12.04.2018
  • ISBN: 9783440151174
T Cooper, Allison Glock

Changers - Band 4, Kyle

Band 4
Kim und Audrey stehen sich auf der RaChas Demonstration gegenüber und Audreys Blick ruht auf Kims Armband. Das gleiche Armband, das sie Drew geschenkt hat und dann bei Oryon gefunden hat.
Der Moment der Wahrheit ist gekommen und Kim will sich nicht länger verstecken. Sie erzählt Audrey alles. Wie wird sie reagieren? Ist ihre Liebe stark genug, um diese Wahrheit zu verkraften? Gleichzeitig wartet seine letzte Identität auf Kim. Kyle, ein gutaussehender Mädchenschwarm. Und eine Frage rückt unaufhaltsam näher: Für welche Identität wird er sich entscheiden? Das grandiose und langersehnte Finale der Changers-Reihe!

Übersetzt von Anja Herre.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2018

Ein Plädoyer für Toleranz

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Der vierte und letzte Band der Changers-Reihe schließt direkt an die Ereignisse zum Ende vom dritten Teil an. Im Vergleich zu den anderen Teilen, die jeweils mit der neuen Identität am Anfang eines Schuljahres ...

Der vierte und letzte Band der Changers-Reihe schließt direkt an die Ereignisse zum Ende vom dritten Teil an. Im Vergleich zu den anderen Teilen, die jeweils mit der neuen Identität am Anfang eines Schuljahres begonnen haben, befindet sich Ethan (Drew, Oryon) immer noch im Körper von Kim. Allerdings hat sich für sie nach der Demonstration der RaChas einiges geändert. Andy und Audrey wissen nun über sie Bescheid und sie kann endlich offen mit ihnen über ihre Vergangenheit reden. Doch die vierte und letzte Verwandlung stürzt sie erneut in Verzweiflung. Es ist der gutaussehende und sportliche Kyle, der Audrey laut eines hellseherischen Traumes in eine lebensgefährliche Situation bringen wird. Mit diesem Wissen versucht Kyle sich von ihr fern zu halten, um das zu verhindern. Aber lässt sich die Zukunft wirklich verändern?

Man sollte unbedingt alle bisherigen Teile gelesen haben, da sehr viele und wichtige Informationen darin vorkommen, die man zum Verständnis des letzten Teils braucht. Ebenso tauchen viele Nebencharaktere wieder auf, die man sonst nicht zuordnen kann. Es werden zwar immer kurze Erklärungen zu früheren Zusammenhängen abgegeben, die aber nicht ausreichen, um die Vielschichtigkeit der Charaktere zu erfassen. Kim, Audrey und einige der Nebenfiguren haben sich weiterentwickelt und aus ihren Erfahrungen gelernt. Leider gibt es immer noch viele engstirnige Idioten wie Audreys Bruder Jason und seine Freunde, die weiterhin ihr Unwesen treiben und den Changers das Leben schwer machen.

Die Idee, die dieser Reihe zugrunde liegt, fasziniert mich nach wie vor. Die vier verschiedenen Identitäten, die zu durchlaufen sind, um die jeweiligen Sichtweisen auf die Welt (männlich, weiblich, schwarz, weiß, asiatisch, sportlich, dick usw.) und die so unterschiedliche Außenwirkung zu erfahren, ist hochinteressant. Hierbei wird mit vielen Klischees gespielt, ohne dass sie abgedroschen oder aufgesetzt wirken. So wird deutlich gemacht, dass jeder Mensch automatisch je nach Erscheinungsbild, von Anderen in eine Schublade gesteckt wird, ohne dass sie die Person näher kennen. Es wimmelt von Vorurteilen, die aber tatsächlich in unseren Gesellschaften existieren und von denen sich auch niemand gänzlich freimachen kann. Diese Thematik ist immer noch und immer wieder aktuell und wird hier in eine vielschichtige Handlung integriert, in der man mit Kyle mitleidet und sich sehr gut in seine Gefühle hineinversetzen kann.

Sprachlich finde ich das Buch, wie auch schon die Vorgänger, sehr gelungen. Die jugendlich frischen Dialoge sind gerade heraus und beleben die Handlung, die diesmal fast ohne Spannung auskommt und trotzdem keine Langeweile aufkommen lässt. Allerdings hat mir immer noch eine gute Erklärung gefehlt, wie es überhaupt zu den plötzlichen Verwandlungen kommt. Besonders unglaubwürdig war die endgültige Wahl der letzten Identität, die wie die Nummer in einer Zaubershow beschrieben wurde.

Ansonsten war ich sehr zufrieden mit dem Abschluss dieser Reihe, die zugleich ein Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz jeglicher, menschlichen Vielfalt darstellt. Dem Ziel der Changers, mit ihren Erfahrungen Vorurteile gegenüber Andersartigen abzubauen und damit die Menschheit zu einem besseren Miteinander zu bewegen, kommt jeder, der die Bücher gelesen hat, ein Stückchen näher und deshalb kann ich sie jedem sehr empfehlen!

Veröffentlicht am 29.12.2025

Glamour ist nicht alles

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Nachdem die Themen "Sexismus, Rassismus und Body-Shame" in den ersten drei Bänden behandelt wurden, sind es hier die Ambitionen eines schönen Körpers, der einfach von jedem akzeptiert wird. Und genau da ...

Nachdem die Themen "Sexismus, Rassismus und Body-Shame" in den ersten drei Bänden behandelt wurden, sind es hier die Ambitionen eines schönen Körpers, der einfach von jedem akzeptiert wird. Und genau da liegt das Problem. Man möchte nicht einfach alles in die Wiege gelegt bekommen.

Die Beziehung von Audrey und Kyle geht in die nächste Runde, überschattet von der Vision aus dem ersten Band. Mehr verrate ich nicht. Klar könnte man jetzt sagen, man hätte lieber mehr Internes lesen wollen, wie über die Getreuen, die RaChas und den Changers-Rat. Aber ich finde das Buch wirklich in Ordnung. Und die Kürze des Buches sagt schon alles, für welche Version sich am Schluss entschieden wird.

Ein gutes Ende, das sicherlich noch ein paar Seiten mehr hätte haben können.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Sehnsüchtig erwartet: Kyle!

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Ich glaube, auf keinen Change war ich so neugierig, wie auf Kyle. Das merkt man aber auch nur, wenn man beim ersten Kuss richtig aufgepasst hat und sich nicht von den Problemen der vielen Changes ablenken ...

Ich glaube, auf keinen Change war ich so neugierig, wie auf Kyle. Das merkt man aber auch nur, wenn man beim ersten Kuss richtig aufgepasst hat und sich nicht von den Problemen der vielen Changes ablenken lässt.
Kyle versucht alles um sich von Audrey fernzuhalten und leidet fürchterlich. Dennoch landet er früher oder später doch an ihrer Schule und wird – oh wunder – ein Foodball Star. Klar, dass ihr dämlicher Bruder Jason auch wieder am Start ist und das auch noch widerlicher denn je. Aber Kyle wäre nicht Kyle, wenn er nicht eine Lösung parat hätte.
Für sich und seine Freunde gibt er hier nochmal alles und vermeidet auch alles, um die Vision der Zukunft zu verhindern. Ich fand, dass der Spannungsbogen hier nochmal ordentlich angezogen hat und nachdem Audrey und er für sich ein Ende gefunden haben stand ja noch die wichtigste Frage aus: Welchen Mono wählt die Hauptfigur am Ende?
Die beliebte und hübsche Cheerleaderin Drew? Den sportlichen, schwarzen Oryon? Die etwas kräftige Asiatin Kim? Oder den Foodball Star Kyle? Ich fand die Entscheidung logisch und nach so vielen Verlusten und der Dramatik um die Changers und seiner Familie, finde ich das Ende umso gelungener. Es war eine tolle Reihe, an die ich gerne zurückdenke und die ich immer gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Interessantes Finale

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Ich habe das Buch vor ca. 1,5 Jahren gelesen. Irgendwie habe ich dann aber vergessen, eine Rezension dazu zu schreiben. Naja, halte ich mich jetzt einfach mal an die Stichpunkte, die ich mir dazu aufgeschrieben ...

Ich habe das Buch vor ca. 1,5 Jahren gelesen. Irgendwie habe ich dann aber vergessen, eine Rezension dazu zu schreiben. Naja, halte ich mich jetzt einfach mal an die Stichpunkte, die ich mir dazu aufgeschrieben hatte.

Meinung:

Gut finde ich es, dass das Cover im Stil der ersten drei Bände gehalten ist. So sieht es im Bücherregal auch gut aus.

In diesem Band hat Kyle viele Selbstzweifel, als Thema ist das mal etwas anderes. Da Kyle jetzt wieder weiß ist, hat er eigentlich alle Privilegien. Es ist auch mal gut zu zeigen, dass man auch mit Privilegien noch Probleme hat. Neben seinen Selbstzweifeln hat er auch Probleme mit der Vorhersage, dass er Audrey weh tun wird. Leider macht das es ab und zu verwirrend.

Der Schreibstil ist nach wie vor sehr gut, die Erzählstruktur stimmt und es gibt nicht allzu viele Sprünge.

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Veröffentlicht am 15.09.2018

Wichtige Themen gelungen dargestellt

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Auch dieser letzte Band brachte mich wieder zum Grübeln und Reflektieren, behielt dabei dennoch seine jugendliche Leichtigkeit und seine Situationskomik, sowie den grandiosen Umgang mit so sensiblen Themen ...

Auch dieser letzte Band brachte mich wieder zum Grübeln und Reflektieren, behielt dabei dennoch seine jugendliche Leichtigkeit und seine Situationskomik, sowie den grandiosen Umgang mit so sensiblen Themen wie Sexualität, Rassismus und Vorurteilen!

Nachdem ich nun doch viel länger als erwartet auf dieses Buch warten musste und die Hoffnung auf eine Veröffentlichung beinahe schon aufgegeben habe, war es dann doch so weit: Teil 4 der Changers-Reihe lag in meinem Briefkasten. Konnte dieser Abschlussband meine (hohen) Erwartungen erfüllen?

JA! Der Grund, weshalb ich diese Reihe unglaublich gerne mag und sie immer wieder empfehle, liegt in ihrer (meiner Meinung nach großartig umgesetzten) Intention: Aufzuzeigen, wie sinnlos und verletzend sämtliche Ismen, seien es Rassismus, Sexismus oder auch Homophobie, sind. Diversität wird hier großgeschrieben!

Natürlich ist das Grundkonzept, dass es Menschen gibt, die vier Jahre lang am ersten Highschool-Tag in einem neuen Körper aufwachen und sich am Ende dieser Zeit für eine ihrer erlebten Identitäten entscheiden, ihren "Ursprungskörper" dabei aber nicht wieder zurückbekommen, unrealistisch. In einem Fantasybuch - okay. Aber bei einem Comtemporary/ Jugendbuch? Egal! Darum geht es letztlich in der Reihe nur am Rande, weshalb es auch verzeihlich ist, dass die Autoren diesbezüglich kein perfektes Worldbuilding betreiben. Viel relevanter ist die reale Welt, dass was Drew, Oryon, Kim und Kyle und so vielen anderen Menschen dort draußen täglich passiert. Von den banalen Alltäglichkeiten, kleinen Verletzungen und Widrigkeiten bis hin zu den ganz großen Gefühlen und Fragen des Lebens.

Ich finde es beeindruckend, wie es dem Autorenduo gelungen ist, jede der vier Lebensrealitäten, genannt V´s, zu illustrieren. Ich hatte nie das Gefühl, von Außen berichtet zu bekommen, sondern tatsächlich mit den Augen von Ethans Identitäten, in diesem Buch Kim und Kyle, wahrzunehmen. Schon erstaunlich, wie unterschiedlich Probleme und Herausforderungen abhängig von Aussehen/ Körper erlebt werden, obwohl sich ja "nur" die Hülle verändert hat. Wie verschieden Kim und Kyle behandelt wurden - obwohl es derselbe Mensch ist! Ich denke, dass ist eine wunderbare Lektion, großartiger Stoff zum Grübeln - Was macht einen Menschen eigentlich aus? Und welche Vorurteile bzw. vorschnelle Urteile bilden wir eigentlich, selbst wenn wir das nicht wollen?

Weiterhin meistern die Autoren den Spagat zwischen jugendlicher Leichtigkeit und Sensibilität ob der ernsten Thematiken grandios. Einerseits ist das Buch, die ganze Reihe, schnell und angenehm lesbar, da jugendlich geschrieben und oftmals auf Grund von Situationskomik witzig, andererseits wird dem Leser das Mit- und Nachdenken nicht abgenommen, aber eben auch nicht mit erhobenem Zeigefinger etwas eingetrichtert. Ich glaube nicht, dass man diese Bücher einfach nur so lesen kann, ohne sich Gedanken zu machen - und das obwohl sie von Schreibstil und Sprache leichte Lektüre sind.

Mit dem Ausgang der Geschichte bin ich zufrieden und nicht. Die Spannung wurde bis zum Letzten aufrecht erhalten und ich kann nicht behaupten, die Entscheidung gewusst zu haben. Für jede und gegen jede V sprach eben etwas und jede Entscheidung hätte begründet werden können, sodass man ihr zustimmt. Die getroffene Wahl empfand ich als reflexiv und stimmig. Zugleich war das Ende aber auch überraschend abrupt, viele Handlungsfäden bleiben unverwoben, einige Fragen offen. Gerade was (Neben-)Charaktere betrifft, die ich ins Herz geschlossen hatte. Andererseits ist diese Reihe eben auch keine "normale" Geschichte, es geht viel mehr um die allgemeinen Erlebnisse und Erfahrungen, als um die spezifischen, personengebundenen... Ein Kapitel mehr mit Antworten und Erklärungen, das wäre mein I-Tüpfelchen gewesen!