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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2019

Spannendes historisches Jugendbuch!

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Zum Anfang direkt mal ein Kritikpunkt : Ich mag den Titel nicht. Eine Mischung aus Deutsch und Englisch. Bitte : Entweder Deutsch oder Englisch, aber nicht so ein Mischmasch! Das Cover hingegen ist dann ...

Zum Anfang direkt mal ein Kritikpunkt : Ich mag den Titel nicht. Eine Mischung aus Deutsch und Englisch. Bitte : Entweder Deutsch oder Englisch, aber nicht so ein Mischmasch! Das Cover hingegen ist dann ja ganz gut gestaltet .

Es geht vor allem darum mit Spannung geschichtliche Themen des römischen Reiches, unter anderem Monarchie oder Sklaverei. Auch die Sklaverei hat, gerade im hinteren Teil, eine wichtige Bedeutung. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass das Buch für Jüngere geschrieben ist, ist das gut. Eben schon Jüngere können damit auf ein wichtiges Thema geleitet werden.

Das Buch spielt logischerweise in Rom. Dabei wird auch der Blick für historische Feinheiten in den Straßen Roms & auch in Londinium, wo das Buch später spielt, nicht vergessen. Diese machen Szenen und die Plätze des Buches noch ein wenig spannender!

Der Protagonist ist Juba. Er ist kein besonders spannender Charakter, aber wird gerade dadurch aber identifizierbar. Er gehört zu den Reicheren, bis die Königstruppen vor der Haustür stehen. Es ist wirklich interessant, wie sich sein Leben damit ändert.

Durch die ganzen Punkte wird das Buch wirklich spannend & auch der Schreibstil glänzt durch einige gute Formulierungen. Allerdings eben nur durch einige. Sonst finde ich den Schreibstil eher so mittelgut.

Fazit :
Insgesamt ein historisches Kinderbuch. Es ist spannend und hat einige historische Feinheiten zu bieten. Dabei gibt es gerade für Jüngere viele wichtige geschichtliche Hintergründe!

Veröffentlicht am 17.02.2019

Das Fantasy - Highlight des Jahres!

Der Klang der Täuschung
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Kurzbeschreibung :

Kazi hat sich jahrelang auf den Straßen von Venda durchgeschlagen, bis sie eines Tages der Königin begegnet und diese sie kurzerhand zur Elitesoldaten rekrutiert. In ihrem ersten Auftrag ...

Kurzbeschreibung :

Kazi hat sich jahrelang auf den Straßen von Venda durchgeschlagen, bis sie eines Tages der Königin begegnet und diese sie kurzerhand zur Elitesoldaten rekrutiert. In ihrem ersten Auftrag ging nicht alles glatt, deswegen will sie es der Königin bei ihrem nächsten Auftrag beweisen. Sie soll Verräter in einer Burg finden, die der reichen Ballengerfamilie gehört. Doch als sie mit dem jungen Familienoberhaupt Jase zusammen entführt wird und sie sich in ihn verliebt, muss sie sich entscheiden : die Anerkenung als Elitesoldaten oder die Liebe zu Jase...




Meinung :

Zuerst hat mich schon das Cover gefesselt. Irgendwie geheimnisvoll, aber auch so auf eine typische fantasymäßige Art, die Fantasyfans (wie ich) lieben. Das fand ich wirklich gut!

Auch die Geschichte fand ich doch relativ gut. Es gab auf jeden Fall einen guten Mix aus spannenden Szenen und eher weniger spannenden, es war teilweise auch wirklich lustig. Auch die Liebesszenen zwischen Kazi und Jase waren gut gemacht, zumal man oft nicht wusste, ob tatsächlich etwas daraus wird und sich im Buch immer wieder überraschen lassen konnte, was als nächstes passiert.

Was mich ein wenig gestört hat, war, dass es keine genauen Informationen zu den Königreichen gibt, in denen das Buch spielt. Um genauere Informationen darüber zu bekommen, müsste man die vorherigen Bücher der Autorin kennen, was ich nicht kenne. Das fand ich ein wenig schade.

Ein großer Pluspunkt für mich ist Kazi. Sie ist eine durchaus sympathische Protagonistin und einige ihrer Gedankengänge und Gefühle sind durchaus nachvollziehbar. Auch gut ist, dass Kazi am Anfang eher unbekannt für den Leser ist und man erst nach und nach mehr über sie erfährt. Das steigert die Spannung nochmal!

Leider muss ich auch dazu sagen, dass es gerade in der Mitte des Buches viele Stellen gab, die eher weniger spannend waren und sich gezogen haben. Das fand ich wirklich schade. Sonst war die Spannung ordentlich und auf jeden Fall im Buch!

Fazit :
Das Buch glänzt in vielen Punkten. Zum einen in der spannenden Geschichte, der sympathischen Protagonistin und des schönen Covers. Leider ist das Buch teilweise eher weniger spannend und es gibt zu wenige Ortsinfos. Trotzdem eines meiner bisherigen Jahreshighlights.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Fantasievolles Kinderbuch

Der Welten-Express 1 (Der Welten-Express 1)
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Kurzbeschreibung :

Flinn Nachtigall ist in der Schule eine Außenseiterin, nachts schleicht sie sich an den Bahnhof, an dem ihr Bruder verschwunden ist und weiß nicht, wer ihr Vater ist. Eines Nachts fährt ...

Kurzbeschreibung :

Flinn Nachtigall ist in der Schule eine Außenseiterin, nachts schleicht sie sich an den Bahnhof, an dem ihr Bruder verschwunden ist und weiß nicht, wer ihr Vater ist. Eines Nachts fährt am stillgelegten Bahnhof ein Zug vorbei. Flinn springt, in der Hoffnung ihren Bruder zu finden, auf und stürzt als blinder Passagier in den Welten - Express, ein magisches Internat voller außergewöhnlicher Kinder. Sie findet Freunde und Feinde und hofft das Geheimnis ihres Bruders zu lüften...

Zitat von Seite 25 :

Der Welten-Express. Das hier war der Welten-Express. Der Zug, der Luxuszug, mit dem Jonte verschwunden war, hieß Welten-Express. Das Wort klang in Flinns Ohren wie pure Magie.


Meinung:

Das Cover und den Titel fand ich sehr schön, beide waren Gründe, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte. Das Cover verrät direkt um welche Themen das Buch gehen wird : die fantasievolle und mystische Gestaltung verrät eben das es auch um so ein mystisches Thema gehen wird!

Wie schon beschrieben ist der Welten - Express ein magischer Zug, der durch verschiedene Länder fährt. Ich finde allein die Idee großartig. Dazu war sicherlich viel Planung mit dem Buch verbunden, denn es gibt eine Reihenfolge der Waggons und eine ausführliche Hintergrundgeschichte nachzulesen. Aber auch die Fächer, die es im Welten-Express gibt, sind mehr als außergewöhnlich. Mir gefällt es!

Der Welten-Express als Ort ist aber auch sehr ausführlich beschrieben und man kann sich das Bild des Welten-Expresses gut vorstellen. Allerdings muss man hier positiv anmerken, dass es keine zu ausführlichen Beschreibungen gab (zum Beispiel wurden die Fliesen auf dem Boden nicht beschrieben, was in einigen Büchern gemacht wird). Sehr gut!

Flinn als Protagonistin war gut gewählt. Sie wurde mir relativ schnell nach dem Buchanfang sehr sympathisch. Sie ist eigentlich eine typische Protagonistin : Aus eher ärmlichen Verhältnissen, ihr Bruder ist verschwunden und allgemein eher unbeliebt. Ich finde solche Protagonisten gut, allerdings finde ich, dass man mehr andere Protagonisten erschaffen könnt, die nicht so in dieses Schema passen.

Die Spannung im Buch verläuft, meines Erachtens nach, nicht in einer typischen Spannungskurve. Zum Schluss steigt die Spannung zwar an, aber ich finde, dass es in diesem Buch gleich mehrere Höhepunkte gibt. Das ist gut, denn das ist mal was anderes.

Fazit :
Ein sehr fantasievolles Buch, dass durch mehrere verschiedene Punkte glänzt, die ich unabhängig von einander sehr gut fand! Mit einem guten Leseerlebnis und nur dem Kritikpunkt, dass Flinn eher eine typische Protagonistin ist, verdient dieses Buch eine hohe Aufmerksamkeit!

Veröffentlicht am 28.01.2019

Hör auf zu lügen...

Hör auf zu lügen
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Kurzbeschreibung :

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Er ist de hochbegabte Sohn des Schuldirektors und hat wenig Kontakt zu den Mitschülern. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas ...

Kurzbeschreibung :

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Er ist de hochbegabte Sohn des Schuldirektors und hat wenig Kontakt zu den Mitschülern. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas angezogen und wundert sich, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Allerdings darf keiner merken, dass sie zusammen sind. Denn in ihrem konservativen Dorf, darf diese Liebe nicht herauskommen. Als Philippe einige Jahre später Thomas Sohn kennenlernt, fragt er sich, wie weit man seine eigene Identität verdrängen kann...

Zitat von Seite 41:

Ich sollte mich selig fühlen. Oder fassungslos bleiben. Oder mich der Unbegreiflichkeit hingeben. Doch das Gefühl, das im Augenblick seines Verschwindens übermächtig wird,ist das der Verlassenheit.



Meinung

Als ich das Cover und den Titel gesehen habe, dachte ich zuerst, dass dieses Buch in Richtung Jugendbuch geht. Aber ich habe mich geirrt. Es geht zwar auch im ersten Kapitel um Jugendliche, aber es ist nicht klassisch als Jugendbuch erzählt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn dass Buch ist trotzdem gut. Aber nochmal zurück zu den Kapiteln : Es gibt drei. Kapitel eins spielt in der Jugendzeit, in Kapitel zwei trifft Philippe dann Thomas Sohn und dann gibt es noch Kapitel drei.

Wie man schon an dem Klappentext erkennt, geht es vor allem ums Thema schwul sein und auch um das Thema Verdrängung der Identität. Um das zu verdeutlichen, schreibt der Autor teilweise über autobiografische Erfahrungen und über realitätsnahe Zustände in konservativen Dörfern. Das hilft diesem Roman noch einmal, um das Thema zu verdeutlichen. Das die wichtigen Themen in diesem Buch beleuchtet werden, ist sehr gut, da es meines Erachtens leider viel zu wenige Bücher über dieses Thema gibt.

Verstärkt wird dieses Thema dadurch, dass das Buch in einem relativ kleinem Ort spielt, in dem sich Gerüchte rasend schnell verbreiten und der sehr konservativ geprägt ist. Dadurch weiß nämlich fast der komplette Ort, dass Philippe schwul ist, deshalb möchte Thomas nicht so gerne mit ihm gesehen werden. Auch das spricht ein Problem an : Viele Orte auf der ganzen Welt sind noch viel zu konservativ. Zum Glück macht dieses Buch darauf aufmerksam!

Wie ich schon geschrieben habe, ist das Buch teilweise autobiografisch. Das ist nicht schlecht, da das Buch durch diese Perspektive noch realer wird, noch besser, man hat noch mehr Glauben in das Buch.

Auch der Schreibstil unterstützt noch einmal die Realität dieses Buches und sorgt dafür, dass der Leser das Buch eigentlich erst einmal nicht weglegen will. Allerdings finde ich, dass es teilweise etwas zu ausschweifend war. Das ist schade, denn dadurch ist das Buch für mich teilweise etwas langweiliger geworden.

Fazit :
Das Buch war insgesamt doch sehr gut. Ich finde es gut, dass es eine ganz neue Perspektive auf das Thema Homosexualität wirft und sehr real ist, da der Autor hier teilweise autobiografisch berichtet, seine eigenen Erfahrungen mit einbezieht. Ich finde das gut. Es sollte viel mehr solcher Bücher geben.

Veröffentlicht am 06.01.2019

Realistisches Jugendbuch über Mobbing

Unsichtbare Wunden
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Das Buch hat schonmal einen guten Titel, der zum Buch passt. Wie schon verraten, ist das Thema ja Mobbing und hierzu passt der Titel gut, weil man den Opfern ja nicht ansieht, dass sie Wunden haben, sie ...

Das Buch hat schonmal einen guten Titel, der zum Buch passt. Wie schon verraten, ist das Thema ja Mobbing und hierzu passt der Titel gut, weil man den Opfern ja nicht ansieht, dass sie Wunden haben, sie haben halt nur seelische Wunden. Also sehr schöner Titel, der auch mich neugierig auf das Buch gemacht hat. Das Cover fand ich so halb passend. Einerseits kann man das natürlich so interpretieren, dass eine Person gemobbt wird & die andere das Opfer ist, aber das passt irgendwie nicht zum Cover, finde ich.

Wie schon mehrmals erwähnt, ist das Hauptthema Mobbing. Es geht hier in diesem Buch wirklich nur darum. Es gibt ja Bücher, die behandeln Mobbing so als Randthema, aber nie wirklich. Hier wird Mobbing wirklich in allen Facetten beschrieben und natürlich auch die Folgen des Mobbing. Das Buch wird als psychologisch klug beschrieben, das kann ich nicht beurteilen. Ich kann mir auch vorstellen, dass es realitätsnah ist (aber der Schreibstil nicht, dazu später mehr). Allerdings ist mit das Buch tatsächlich manchmal zu eintönig.

Die Schule ist das Problem : Man wird im Buch mit mobbenden Mitschülern, Lehrern, die das einfach ignorieren und Schülern, die einfach wegschauen konfrontiert. Die Schule ist dafür natürlich der ideale Ort, aber auch an der Haltestelle des Schulbus geht es weiter. Später kommen dann auch andere Orte dazu : Ganz gute Wahl!

Das Buch ist zum einen aus Tagebuchsicht von Anna geschrieben. Diese Sicht ist vor allem von 2013 - 2015. Dann gibt es noch eine aktuelle Sicht, die vor allem die Folgen des Mobbings beschreibt. Die Sichten sind zwar parallel, aber sie sorgen nicht für Verwirrung : Gut so!

Jetzt kommt der große Kritikpunkt : Ich finde, dass die Tagebucheinträge von Anna keinen modernen Schreibstil haben. Den Schreibstil fand ich teilweise sogar richtig schlecht. Ich denke, dass dieser Schreibstil für so ein Buch überhaupt nicht passend ist (leider).

Fazit :
Insgesamt ist das Buch gut und realistisch und wurde soweit vom Verlag auch gut beschrieben. Aber ich finde den Schreibstil wirklich nicht gut und kann leider bei diesem Punkt nur meckern.

Diese Rezension kommt von meinem Blog :
https://martinsbuchbox.blogspot.com/2018/11/unsichtbare-wunden.html