Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten ...
Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und habe die ganze Zeit mitgefiebert.
In dem Buch wird ein vor vielen Jahren begangener und aufgeklärter Amoklauf in einem Restaurant in Chinatown neu aufgerollt, weil auf dem Dach des leerstehenden Gebäudes eine tote Frau mit abgehakter Hand gefunden wird und mysteriöse Briefe an die Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs versendet wurden, in denen behauptet wird, dass der damalige Täter ein ganz anderer war.
Besonders ist an dem Buch das Eintauchen in die chinesische Kampfkunst und Legenden. Obwohl ich kein Fan von Mythologie bin, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren. Es geht beispielsweise um ein antikes chinesisches Ritualschwert, mit dem in dem Buch Morde begangen werden und darum, wie Menschen im Rahmen des Kampfsports die besonderen Eigenschaften von Tieren nachahmen, um diese so natürlich wie möglich darzustellen. Die Mythen und die Story sind Hand in Hand gegangen und haben sich optimal ergänzt. Durch die Legenden konnte ich die Gedankengänge und Handlungen bestimmter Personen besser nachvollziehen. Trotzdem nimmt die Mythologie nicht überhand, sondern der Fokus liegt klar auf der Ermittlungsarbeit. Dabei nimmt die Rechtsmedizinerin Maura Isles eher eine Nebenrolle ein. Dafür betritt ein neuer Ermittler die Bühne, Tam, der mir sehr sympathisch ist.
Die Geschehnisse handeln zum Großteil in Chinatown. Dabei wird unter anderem auf die Schwierigkeiten insbesondere der illegal eingewanderten Bevölkerung eingegangen, die ohne Aufenthaltserlaubnis ihr täglich Brot verdienen müssen und bei Problemen aus Angst vor Abschiebung nicht zur Polizei können. Die Schilderungen fand ich sehr glaubwürdig, zumal die Autorin selbst Tochter chinesischer Einwanderer ist.
Die gesamte Story ist schlüssig und am Ende gibt es noch die ein oder andere Überraschung.
Auch die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen.