Wollte es nicht mehr aus der Hand legen
Jedes Jahr im Frühling warte ich voller Vorfreude und gespannt auf den neuen Kriminalroman von Uwe Ittensohn. Seit dem ersten Fall „Requiem für den Kanzler“ ermittle ich gemeinsam mit Kommissar Frank Achill ...
Jedes Jahr im Frühling warte ich voller Vorfreude und gespannt auf den neuen Kriminalroman von Uwe Ittensohn. Seit dem ersten Fall „Requiem für den Kanzler“ ermittle ich gemeinsam mit Kommissar Frank Achill und Stadtführer André Sartorius. Und sie können mich immer wieder überraschen und auf die Folter spannen. Gemeinsam mit Irina, Verena und inzwischen auch Rita sind die beiden Männer den Verbrechern zwar nicht immer voraus, aber sie schnappen am Ende doch jeden. Gut zu wissen, dass in Speyer und Umgebung das Böse einfach keine Chance hat.
Wenn man so voller Vorfreude und Erwartungen ist, kann das ganz schnell schief gehen. Uwe Ittensohn und seine Romanfiguren haben mich aber noch nie enttäuscht. Ich glaube, das war das beste Buch der Reihe bisher. Aber das habe ich nach den letzten beiden Bänden auch gedacht – aber vielleicht wird Uwe Ittensohn auch einfach immer besser?!
Man kann das Buch wunderbar als Quereinsteiger lesen, auch wenn es natürlich noch viel mehr Spaß macht, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen. Und ich kann sagen, dass es sich lohnt, sie machen alle Spaß und widmen sich immer einem bestimmten Thema – da kann man sogar noch einiges lernen. Aber zurück zu „Weinfluch“ … Ein wirklich spannender Fall, der aus viele verschiedenen Perspektiven erzählt wird und gerade zum Ende hin mit den kurzen Abschnitten immer mehr an Fahrt aufnimmt, fast schon rasant ist. Und dann gibt es noch eine kleine Verschnaufpause, die aber richtig schön ist, und schon ist man am Ende des Buchs. Sieht auf den ersten Blick dick aus, ist aber so schnell gelesen, dass man richtig traurig ist, es aus der Hand zu legen.