Cover-Bild Coast Road
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 13.02.2025
  • ISBN: 9783423446877
Alan Murrin

Coast Road

Roman | »Ein aufwühlender und spannender Roman. Mit großer Sympathie für die Frauenfiguren.« Elke Heidenreich
Anna-Nina Kroll (Übersetzer)

An der irischen Küste schwimmt man nicht gegen den Strom
Herbst 1994. Die Bewohner des irischen Küstenstädtchens Ardglas beschäftigt nur ein Thema: Colette Crowley – Dichterin, Bohemienne, die Frau, die ihre Familie verlassen hat, um in Dublin ihr Glück zu finden – ist zurück und wohnt in einem kleinen Cottage an der Coast Road. Jeder ihrer Schritte wird von der Gemeinde argwöhnisch beäugt. Hat sie es verdient, dass ihr Mann ihr den Zugang zu den Kindern verwehrt? In ihrer Verzweiflung bittet Colette eine Bekannte um Hilfe, Izzy Keaveney, Hausfrau und Mutter, unglücklich verheiratet mit einem Lokalpolitiker, der sich ausgerechnet für die Legalisierung der Scheidung im Land einsetzt. Und so entsteht zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Frauen eine Bindung, die ihre Leben in ungeahnte Bahnen lenkt.
In schnörkelloser Prosa, mit psychologischem Feingefühl und großartiger Beobachtungsgabe erzählt Alan Murrin von den gesellschaftlichen Einschränkungen, die Frauenleben in Irland vor gerade einmal dreißig Jahren bestimmten – kurz bevor Scheidung in einem Referendum mit knapper Mehrheit legalisiert wurde – und beleuchtet dabei subtil, was Frauen überall auf der Welt auch heute noch davon abhält, ihre Partner zu verlassen.
Ausgezeichnet als »Newcomer of the Year« bei den Irish Book Awards 2024
»Alan Murrin schreibt wie die besten irischen Autoren mit einer ruhigen, poetischen Gewandtheit.« Sarah Winman
»Die weiblichen Figuren sind komplex und faszinierend, voller Wut und Hoffnung. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.« Gillian Anderson
»Alan Murrin ist ein begabter Erzähler, der seine Figuren so dreidimensional zeichnet, dass ich mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten habe, als wären sie real.« Louise Kennedy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Sanfte tiefgründige Töne

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Dieser Debütroman ist ein Highlight mit seiner tiefgründigen Geschichte die mit sanften Tönen behutsam erzählt wird.

Zuerst besticht dieses Buch durch ihre einmalig schöne Gestaltung. Das Buchcover ...

Dieser Debütroman ist ein Highlight mit seiner tiefgründigen Geschichte die mit sanften Tönen behutsam erzählt wird.

Zuerst besticht dieses Buch durch ihre einmalig schöne Gestaltung. Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Wenn man dann den Schutzumschlag entfernt eröffnet sich eine wunderschöne Buchdeckelgestaltung.

Aber zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich ein wahrer Romanschatz.

Allen Murrin erzählt sehr berührend und sanft eine zu Herzen gehende Geschichte von drei irischen Frauen, die gegenseitig die Leben der anderen beeinflussen.

In einem kleinen Ort in Irland leben Izzy und Dolores und leben ihre Rolle in Familie, Ort und Gemeinschaft. Diese Rolle ist stark vorgegeben durch Politik, Kirche und kleinstädtischer ländlicher Umgebung. Auch die Zeit gibt noch vor, dass Scheidung nicht möglich ist.

Nun kommt Colette Crowley auch zurück in diese Kleinstadt und sorgt für Unruhe, Gespräche und Veränderung.

Im Zusammenleben der Kleinstadt begegnen sich diese drei Frauen und berühren und verändern sich gegenseitig in dieser einengenden und konservativen Umwelt.

Eine sehr bewegende Geschichte die sanft erzählt wird und dadurch viel Nähe erzeugen und dadurch ans Buch fesseln um die Geschichte der Protagonistinnen zu durchfühlen und zu erfahren.

Ein Highlight

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Gesellschaftliche Zwänge

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Coast Road von Alan Murrin ist ein eindringlicher Roman, der das Leben von drei Frauen im Irland der 1990er Jahre beleuchtet, als Scheidungen noch verboten waren und strikte gesellschaftliche Normen herrschten.

Colette ...

Coast Road von Alan Murrin ist ein eindringlicher Roman, der das Leben von drei Frauen im Irland der 1990er Jahre beleuchtet, als Scheidungen noch verboten waren und strikte gesellschaftliche Normen herrschten.

Colette verlässt ihren Ehemann und ihre Kinder für einen verheirateten Mann in Dublin. Nach dem Scheitern dieser Beziehung kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück, wo sie auf Vorurteile und Misstrauen stößt. Izzy, unglücklich verheiratet mit einem Lokalpolitiker, entwickelt dennoch eine vorsichtige Verbindung zu Colette. Und dann ist da noch Dolores, die in einer unglücklichen Ehe mit ihrem Mann lebt, der sie immer wieder betrügt.

Der Roman zeigt die Herausforderungen und inneren Konflikte der Frauen, die sich gegen gesellschaftliche und religiöse Zwänge behaupten müssen. Der Autor fängt die einengende Atmosphäre der Kleinstadt und die sozialen Spannungen dieser Zeit sehr gut ein.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Frauen ohne Rechte

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In diesem Buch wird das Leben der Frauen in Irland aufgezeigt vor ca. 30 Jahren. Irland war da streng katholisch, Scheidungen waren verboten. Colette wagt diesen Schritt trotzdem, ist zum Klatsch und Tratsch ...

In diesem Buch wird das Leben der Frauen in Irland aufgezeigt vor ca. 30 Jahren. Irland war da streng katholisch, Scheidungen waren verboten. Colette wagt diesen Schritt trotzdem, ist zum Klatsch und Tratsch ausgesetzt, darf ihre Kinder nicht mehr sehen. Izzy, die Frau eines Politikers verbringt zu viel Zeit mit dem Pfarrer und auch über sie wird schlecht geredet. Dolores muss dabei zusehen wie ihr Mann sie ständig betrügt auch das musste sie dulden. Den Frauen ging es nicht gut in ihrer Ehe aber sie sollten es so hinnehmen.

Das Buch ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Hab erstmal eine Weile gebraucht um da reinzukommen, da es hier auch unglaublich viele Nebencharaktere gibt. Man bekommt durch den Perspektivwechsel einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Familien. Der Roman ist eine interessante Reise zurück in die 90er Jahre in eine Kleinstadt, die recht unterschiedliche Bewohner hat und viele Intrigen gesponnen werden. Hier wird Sitte und Anstand nach außen hin ganz wichtig genommen aber in den Familien sieht es leider oft anders aus. Kaum vorstellbar, dass es noch gar nicht so lange her ist.

Ein lesenswerter Roman, den man ganz in Ruhe und aufmerksam lesen sollte.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Starkes Debüt!

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In Irland mahlen die Mühlen langsamer als in anderen Ländern, zumindest was die eheliche Scheidung angeht. "Erst am 25. November 1995 stimmte das irische Volk mittels Referendum über die Abschaffung des ...

In Irland mahlen die Mühlen langsamer als in anderen Ländern, zumindest was die eheliche Scheidung angeht. "Erst am 25. November 1995 stimmte das irische Volk mittels Referendum über die Abschaffung des Ehescheidungsverbots in der Verfassung ab", kann man am Ende des Romans von Alan Murrin lesen. Die Mehrheit denkbar knapp: Weniger als einen Prozenpunkt soll diese betragen haben.

Was für Auswirkungen solch ein Ehescheidungsverbot auf Paare und Familien hatte, schildert der Autor packend in deinem Debütroman "Coast Road".
Da ist zum einen Colette Crowley, Dichterin und Mutter dreier Söhne, die ihre Familie für einen anderen Mann verließ und nun nicht mehr zu diesen zurück kann. Sie mietet sich in einem kleinen Cottage an der Coast Road ein und bietet Schreibkurse für Interessierte an, um sich finanziell über Wasser zu halten. Colette ist attraktiv und schon bald beginnen die ersten Männer des Ortes um ihr Haus herumzuschleichen.

Eine andere Frau aus dem Ort, Izzy Keaveney, ist mit einem Lokalpolitiker verheiratet, der sich für die Legalisierung der Scheidung einsetzt. Izzy ist die meiste Zeit unglücklich in ihrer Ehe und besucht den Schreibkurs von Colette. Ihr Sohn war einst mit Colettes Jüngstem befreundet und so versucht Colette über Izzy Kontakt zu diesem aufzunehmen. Denn ihr Mann hat ihr jeglichen Umgang mit den Kindern untersagt.

Und dann ist da noch Dolores Mullen, die ihr viertes Kind erwartet und mit einem Mann verheiratet ist, der es mit der ehelichen Treue nicht so genau nimmt...

Ich fand die Geschichte sehr spannend zu lesen und da ich selbst die ersten 15 Jahre in einer Kleinstadt groß geworden bin, kam mir einiges bekannt vor. In Deutschland galt bis zum Inkrafttreten der Reform von 1976 im Ehescheidungsverfahren noch das Schuldprinzip und Frauen durften davor nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen.

Das alles kann man sich heute gar nicht mehr richtig vorstellen, war aber für die betroffenen Frauen damals ausgesprochen einschränkend und schmerzhaft.

Ich bin daher froh, dass sich ein irischer Autor, der inzwischen in Berlin lebt, dieses Themas angenommen hat. Denn man sollte nie vergessen, wie unfrei Frauen vor gar nicht einmal so langer Zeit noch waren, damit man alles dafür tut, dass es nie-nie-mals wieder so wird!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Ehekrisen

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Das Thema ist an sich interessant und noch immer aktuell, nicht nur Irland. Trotzdem konnte mich das Buch nicht sonderlich mitreißen und bin auch teilweise beim lesen abgeschweift. Ich bin mit keinen der ...

Das Thema ist an sich interessant und noch immer aktuell, nicht nur Irland. Trotzdem konnte mich das Buch nicht sonderlich mitreißen und bin auch teilweise beim lesen abgeschweift. Ich bin mit keinen der Charaktere warm geworden. Alles wurde sehr Oberflächlich erzählt und es fehlte mir an Tiefe. Man merkt auf jeden Fall das es Frauen schwer fällt bzw. es unmöglich ist sich von ihren Männern zu trennen und es erst Mitte der 90er Jahre in Irland das Scheidungsgesetz gab. Somit mussten die Frauen nun damit klar kommen, das ihre Männer fremd gingen oder gar handgreiflich wurden. Ein entkommen aus der Ehe war also einfach nicht möglich. Das Buchcover ist allerdings sehr schön und der Klappentext hat mich Anfangs sehr angesprochen, aber das war’s auch schon. Die Geschichte hätte sicher mehr Potenzial gehabt.
Dafür gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

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