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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Bücher, Brüche, Neubeginn

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer ist der vierte Roman, der im Graphischen Viertel Leipzigs angesiedelt ist, und lässt sich gut unabhängig von den anderen drei Büchern der Reihe lesen.

Die ...

Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer ist der vierte Roman, der im Graphischen Viertel Leipzigs angesiedelt ist, und lässt sich gut unabhängig von den anderen drei Büchern der Reihe lesen.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: 1930, als eine Gruppe junger Freunde im Club Casaubon mit dem Diebstahl seltener Bücher beginnt, und 1945, als Felix Jordan nach Kriegsende nach Leipzig zurückkehrt. Die Kapitel wechseln zwischen diesen Jahren und setzen die Handlung Stück für Stück zusammen.

Besonders stark ist die Atmosphäre. Leipzig kurz nach dem Krieg wirkt greifbar. Man spürt Zerstörung, Unsicherheit und die vielen offenen Fragen dieser Zeit. Felix steht dabei im Mittelpunkt: als ehemaliger Bücherdieb, später Bibliothekar, der zwischen amerikanischen und sowjetischen Interessen gerät und von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Die Spannung hält bis zum Schluss, auch wenn die vielen Figuren und Zeitsprünge Aufmerksamkeit verlangen und zwischendurch etwas fordern.

Die mystischen Elemente bleiben eher im Hintergrund, im Gegensatz zu anderen Büchern dieser Reihe. Trotzdem trägt der Roman durch seine dichte Stimmung, den Bezug zu Büchern und die spürbare Liebe zum untergegangenen Graphischen Viertel. Insgesamt ein lesenswerter Band, der nicht der stärkste der Reihe sein mag, aber gut zu lesen ist und ein Weilchen nachhallt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Paris zwischen Poesie und Alltag

Die Suche nach Zuhause
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Marie Luise Ritter erzählt offen von ihrem Leben in Paris und verbindet das mit der Frage, wo man sich Zuhause fühlt.

Gerade ihre poetischen Beobachtungen mochte ich sehr: die Art, wie sie Stimmungen ...

Marie Luise Ritter erzählt offen von ihrem Leben in Paris und verbindet das mit der Frage, wo man sich Zuhause fühlt.

Gerade ihre poetischen Beobachtungen mochte ich sehr: die Art, wie sie Stimmungen einfängt, wie sie durch die Stadt streift und kleine Momente wichtig macht.

An anderen Punkten verliert die Erzählung jedoch an Tempo. Vor allem die ausführlichen Passagen zur Wohnungssuche lenken den Blick von der eigentlichen Frage weg.

Dort stehen Abläufe im Vordergrund, die zwar nachvollziehbar sind, aber für wenig Tiefe sorgen. So entsteht ein deutlicher Wechsel zwischen dichten, nachdenklichen Szenen und Kapiteln, die eher wie Alltagsprotokolle wirken und das Thema etwas verwässern.

Am überzeugendsten ist das Buch immer dann, wenn die Autorin bei ihren Gefühlen und Beobachtungen bleibt – dort findet es seinen stärksten Ton.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Moskauer Alltag und große Sehnsucht

Moscow Mule
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In Moscow Mule begleiten wir Karina und Tonya durch ihren Alltag im Moskau der frühen 2000er. Statt großer Abenteuer geht es um kleine, aber prägende Momente: das Studentenleben, komplizierte Beziehungen, ...

In Moscow Mule begleiten wir Karina und Tonya durch ihren Alltag im Moskau der frühen 2000er. Statt großer Abenteuer geht es um kleine, aber prägende Momente: das Studentenleben, komplizierte Beziehungen, Spannungen in der Familie und die Frage, ob ein anderes Leben überhaupt erreichbar ist.

Maya Rosa schreibt direkt, mit Humor und einem guten Gespür für Situationen, die zugleich banal und tief bedeutend wirken. Gerade diese Mischung macht den Roman so lesenswert – er ist ehrlich, nah an seinen Figuren und zeigt, wie junge Menschen ihren Weg suchen, auch wenn die Umstände alles andere als einfach sind.

Besonders stark ist die Verbindung von privatem Alltag mit dem politischen Klima jener Zeit. Man spürt, wie eng persönliche Träume und gesellschaftliche Grenzen beieinanderliegen. Auch Nebenfiguren wie Karinas Familie sind lebendig gezeichnet und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Ein starkes Debüt, das neugierig auf mehr von dieser Autorin macht.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Raumfahrtroman mit viel Gefühl

Atmosphere
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„Atmosphere“ von Taylor Jenkins Reid ist eine Geschichte über das Streben nach den Sternen und nach einem Platz im Leben. Die Handlung spielt in den frühen Jahren des Space-Shuttle-Programms und begleitet ...

„Atmosphere“ von Taylor Jenkins Reid ist eine Geschichte über das Streben nach den Sternen und nach einem Platz im Leben. Die Handlung spielt in den frühen Jahren des Space-Shuttle-Programms und begleitet Joan Goodwin auf ihrem Weg zur Astronautin. Dabei geht es nicht nur um technische Herausforderungen, sondern auch um persönliche Entwicklung, Teamdynamik und die Bedeutung von Verbundenheit. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: Joan als Bewerberin zur NASA und im Einsatz als Teil des Bodenpersonals während einer riskanten Shuttle-Mission. Beide Ebenen greifen spannend ineinander und bringen Abwechslung und Tiefe in die Geschichte.

Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Beziehungen glaubhaft und feinfühlig erzählt. Das Weltall ist nicht bloße Kulisse, sondern ein aktiver Teil der Erzählung.

Für mich als Raumfahrt-Fan war „Atmosphere“ nicht nur ein Buch mit starkem Setting, sondern auch ein bewegender Roman mit starken Charakteren. Empfehlenswert für alle, die Geschichten mit Tiefgang und einem Hauch Sternenstaub mögen.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Spannendes Erstleserbuch

Eldrador Creatures: Lava gegen Eis
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„Eldrador Creatures: Lava gegen Eis“ – ein actionreiches Erstlesebuch, das mir (uns ;)) sehr gut gefallen hat!

Dieses Buch ist ein gelungener Lesestart für Kinder in der ersten Klasse. Es erzählt eine ...

„Eldrador Creatures: Lava gegen Eis“ – ein actionreiches Erstlesebuch, das mir (uns ;)) sehr gut gefallen hat!

Dieses Buch ist ein gelungener Lesestart für Kinder in der ersten Klasse. Es erzählt eine tolle Geschichte – voller Spannung und Abenteuer. Im Vergleich zu anderen Erstlesebüchern ist sie nicht allzu knapp gehalten und bietet für das Alter eine angemessene inhaltliche Tiefe.

Besonders schön ist, wie die Themen Freundschaft und Zusammenhalt in die Geschichte eingebunden sind. Mein Neffe war sofort begeistert: Die Story trifft genau seinen Geschmack – fantasievoll, voller Action und gut verständlich geschrieben. Die Sprache ist einfach und kindgerecht, sodass Leseanfänger gut mitkommen.

Die Illustrationen ergänzen den Text perfekt. Sie sind lebendig und helfen dabei, die Geschichte visuell zu erfassen.

Ein motivierendes, unterhaltsames Buch für Kinder, die erste Leseerfahrungen sammeln und Freude an fantasievollen Abenteuern haben.

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