Cover-Bild Kärntner Kesseltrieb
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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 19.09.2019
  • ISBN: 9783740806101
Alexandra Bleyer

Kärntner Kesseltrieb

Kriminalroman
Tiefschwarzer Humor aus dem Mölltal.

Mit Touristen im Revier hat Aufsichtsjäger Sepp Flattacher seine liebe Not. Und als er mitten im Wald eine stattliche Hanfplantage entdeckt, ist’s endgültig aus mit der Gaudi. Denn für ein Drogenkartell hat Sepp fast noch weniger Verständnis als für übereifrige Schwammerlsucher. Entschlossen bläst er zur Jagd auf die Ganoven im Mölltal. Doch die sind durchaus bereit, über Leichen zu gehen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2019

Sepp Flattacher in Hochform

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Der ewig grantelnde Aufsichtsjäger Flattacher hat in seinem Kärntner Revier wieder alle Hände voll zu tun. Da sind die nervigen Touristen, meist auch dem Nachbarland, die sich auf seinen Hochsitz setzen ...

Der ewig grantelnde Aufsichtsjäger Flattacher hat in seinem Kärntner Revier wieder alle Hände voll zu tun. Da sind die nervigen Touristen, meist auch dem Nachbarland, die sich auf seinen Hochsitz setzen oder kreuz und quer durch den Wald spazieren um Schwammerl zu suchen und dabei sein Wild aufzuscheuchen und dann ist doch mitten auf einer Lichtung noch eine Hanfplantage. Das kann doch nicht sein, natürlich werden die Pflanzen vernichtet, aber die Anbauer möchte er gern ausfindig machen. Was einige Folgen für ihn und seinen Dauerfeind Belter haben wird. Aber viel schlimmer als die paar Hanfstauden sind die Pillen, die der Reini, sein junger Jagdfreund, in der Tasche hat. Da will sich Sepp nicht allein auf die Polizei verlassen, er weiß schließlich aus Erfahrung, dass sie seine Unterstützung brauchen.

Sepp Flattacher ist zumindest ermittlungstechnisch wieder in Hochform, im zwischenmenschlichen Bereich – ganz besonders mit Jagdobfrau Irmi – tritt er in jedes Fettnäpfchen. Er ist ein Grantler, der mir ans Herz gewachsen ist und trotz seiner abweisenden Art weiß ich um seinen guten Kern, auch wenn der tief verborgen ist.

Auch im beschaulichen Mölltal sind die Gefährdungen durch diverse Rauschmittel angekommen, wobei nicht nur die eine oder andere Cannabispflanze gemeint ist. Es scheint, als ob grade hier zu einem Zentrum mit dem Handel von diversen synthetischen Drogen zu finden ist. Wie Sepp damit fertig wird, ist jedes Lesen wert. Ich liebe den Dialekt – es gibt sehr viel davon und wird auch im Anschluss mit einem ausführlichen Glossar erläutert – und den ganz besonderen Charakter von Sepp. Er ist bei weitem nicht der Hinterwäldler, den er gerne nach außen gibt.

Situationskomik und gut getimte Gags reihen sich aneinander und dabei wird niemals die Spannung und die kriminalistische Logik vergessen. Auch darf Revierkommissar Martin mit der Beziehung zu seiner Bettina ein wenig weiterkommen, eine nicht ganz einfache Beziehung, die sich wie ein roter Faden durch den Krimi zieht.

Auch der vierte Band hat mir wieder sehr gut gefallen, ich bin immer wieder baff, was sich Alexandra Bleyer für ausgefuchste Plots ausdenkt.

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Veröffentlicht am 22.10.2019

Flattacher in Höchstform

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Als Aufsichtsjäger hat Sepp Flattacher im schönen Mölltal ja eigentlich einen ruhige, besinnliche Beschäftigung, ist viel an der frischen Luft und muss sich wenig mit Leuten abgeben. Aber dann findet er ...

Als Aufsichtsjäger hat Sepp Flattacher im schönen Mölltal ja eigentlich einen ruhige, besinnliche Beschäftigung, ist viel an der frischen Luft und muss sich wenig mit Leuten abgeben. Aber dann findet er in seinem Revier eine Marihuana-Plantage, eine Giftschlange und gerade bei seinem Schützling Reini synthetische Drogen. Auch die Polizei ermittelt, aber ohne den Sepp wären sie aufgeschmissen. Aber eine Sache ist auch für den Sepp nicht so einfach zu lösen: Irmi. Während er bei anderen durchaus Ratschläge in punkto Liebe gibt, hat er selbst nicht den Mut.

Das Buch greift wieder ein brisantes Thema auf (Drogenhandel). Interessant sind hier auch die Szenenwechsel aus Konsumenten/Tätersicht.

Natürlich darf auch Heinrich Belten nicht fehlen. Seine Nachbarschaft zu Flattacher ist schon Kult, ich freue mich jedes Mal auf neue "herzliche" Begegnungen zwischen den beiden.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung war durchgängig vorhanden und hat sich am Ende immer weiter gesteigert, was ich in diesem Maße bei Regionalkrimis nicht so kenne. Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen und hoffe auf eine Fortsetzung und den Film!

Veröffentlicht am 21.10.2019

Angest und Geld habe ich nie gehabt

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"Wieso nicht?" so beginnt der mittlerweile vierte Band der humorvollen, regionalen Krimireihe mit und um den Jäger Sepp Flattacher. Die Autorin und promovierte Historikerin, ALEXANDRA BLEYER, überzeugt ...

"Wieso nicht?" so beginnt der mittlerweile vierte Band der humorvollen, regionalen Krimireihe mit und um den Jäger Sepp Flattacher. Die Autorin und promovierte Historikerin, ALEXANDRA BLEYER, überzeugt in diesem Band mit viel Humor und Lokalkolorit. Die Protagonisten wurden durchgängig detailliert charakterisiert und fügen sich hervorragend in die Story. Man sollte hier keinen Krimi mit Mord und Totschlag erwarten, sondern vielmehr gute Unterhaltung mit kleinen Augenzwinkern. Es ist vielmehr der tiefgründige, auch manchmal schwarze Humor, der diesem vierten Band der Sepp Flattacher Reihe das Besondere verleiht.

Deshalb... Halali... auf auf zum fröhlichen Jagen.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Leg dich nicht mit Sepp an!

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Klappentext:

Tiefschwarzer Humor aus dem Mölltal.

Mit Touristen im Revier hat Aufsichtsjäger Sepp Flattacher seine liebe Not. Und als er mitten im Wald eine stattliche Hanfplantage entdeckt, ist’s endgültig ...

Klappentext:

Tiefschwarzer Humor aus dem Mölltal.

Mit Touristen im Revier hat Aufsichtsjäger Sepp Flattacher seine liebe Not. Und als er mitten im Wald eine stattliche Hanfplantage entdeckt, ist’s endgültig aus mit der Gaudi. Denn für ein Drogenkartell hat Sepp fast noch weniger Verständnis als für übereifrige Schwammerlsucher. Entschlossen bläst er zur Jagd auf die Ganoven im Mölltal. Doch die sind durchaus bereit, über Leichen zu gehen.


Leseeindruck:

Ein solider Kriminalfall mit einem Schuss schwarzem Humor. Apropos Schuss…Sepp Flattacher ist Jäger, Aufsichtsjäger. Und so beaufsichtigt er nicht nur sein Revier, sondern entdeckt auch noch mitten in seinem Wald einen Halbtoten und dazu noch eine Hanfplantage. Nicht genug die vielen Touristen, die den Wald überlagern, doch spätestens bei Drogen hört für Depp der Spaß auf. Dagegen muss er etwas unternehmen…

Prima liest sich neben des spannenden Falls viel Kärntner Lokalkolorit mit passender Mundart. Auch der vierte Band der Sepp Flattacher-Reihe hat mich wieder mit viel Spannung und vielen Szenen zum Schmunzeln kurzweilig unterhalten und begeistert.
Mir gefiel die Handlung, Sepp ist ein Urgestein und die Auflösung war nochmals ein richtiges Lesehighlight!



@esposa1969

Veröffentlicht am 24.09.2019

Höchst vergnügliche Lesestunden mit Sepp & Co.

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Mit den harschen Worten „Schnackseln könnts meinetwegen in den Brombeerstauden, wenns euch ka Hotel leisten könnts!“ (S. 10) vertreibt Aufsichtsjäger Sepp Flattacher ein vermeintliches Liebespaar von seinem ...

Mit den harschen Worten „Schnackseln könnts meinetwegen in den Brombeerstauden, wenns euch ka Hotel leisten könnts!“ (S. 10) vertreibt Aufsichtsjäger Sepp Flattacher ein vermeintliches Liebespaar von seinem Hochsitz. Dass es sich hierbei um ein mittelalterliches Ehepaar aus Deutschland handelt, das sich vor einem vermeintlichen Angriff eines Braunbärens in Srcherheit gebracht hat, kratzt ihn wenig. ER weiß ja, dass in seinem Revier keine Bären vorkommen (Schwarzbeeren ausgenommen).

Doch damit noch nicht genug, findet er gemeinsam mit Reini einen halbtoten, jungen Mann, dessen gestammelte Nachricht „Klapperschlange“ selbst den wackeren Jäger das Gruseln lehrt. Kreuzottern im Kärntner Forst ja, Klapperschlange nein, oder doch? Hier schafft ein Besuch im Klagenfurter Reptilien Zoo von Helga Happ für Klarheit.

Als er noch zu guter Letzt eine Hanfplantage und bei Reini seltsame blaue Tabletten mit dem Logo „MiM“ findet, ist Schluss mit lustig. Wer will aus dem beschaulichen Mölltal eine Drogenhölle machen?

Obwohl er nicht immer ein echter Freund der Exekutive ist, meldet er die Funde Martin Schober, dem Polizisten mit dem er schon einige Fälle aufgeklärt hat. Immerhin ist Martin mit Reinis Schwester verbandelt. Da ihm der vermeintliche, mangelnde Enthusiasmus der Polizei auf die Nerven geht, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei hängt ihn sein liebster Feind, Nachbar Heinrich Belten, wie ein Klotz am Bein.

Noch wissen weder der Sepp noch der Martin, dass ihnen das größte, gemeinsame Abenteuer noch bevor steht ....

Meine Meinung:

Auch im 4. Flattacher-Krimi läuft der grantelnde Aufsichtjäger wieder zu seiner Höchstform auf, auch wenn er manchmal an sich zweifelt und sich versöhnliche Töne einschleichen. Ob er langsam alt wird? Herrlich, wie er die Leute mit seinen ehrlichen, aber meist unüberlegten Aussagen vor den Kopf stößt. So nennt er Frauen, die sich die Haare färben „Schastrommeln, die nicht in Würde altern können“ und bedenkt nicht, wie seine angebetete Irmi, die be diesem Ausspruch daneben steht, zu ihrem rabenschwarzes Haar kommt.

Köstlich auch die Episode, in der Heinrich Belten und er Hanf-Kekse verkosten und ein wenig zu viel davon abbekommen. Doch am besten hat mir der Sepp als Ratgeber für den Reini gefallen. Ausgerechnet er gibt dem schüchternen Jagdgehilfen Nachhilfeunterricht beim Anbandeln.

Wie wir es von Alexandra Bleyer gewöhnt sind, kommt der Kärntner Dialekt nicht zu kurz. Für die, die diesen nicht verstehen, gibt es am Ende des Buches ein ausführliches Glossar.
Mit viel Humor und Lokalkolorit bringen Flattacher & Co. die Bösewichte zur Strecke. Da bleibt kaum ein Auge trocken. Lachen musste ich auch, als Martin Frau Happ erklärt, sie dürfe die Zahlen in runden Schilder am Straßenrand getrost ignorieren. Er würde sich um jeden einzelnen Strafzettel persönlich kümmern. Immerhin ist Klagenfurt und der Reptilienzoo rund 100 km entfernt. Extra für Kerstin hat unsere Autorin einen netten alleinstehenden Drogenfahnder ins Boot, äh, nach Obervellach geholt. Ob daraus etwas wird?

Mit großer Spannung erwarte ich den nächsten Flattacher und die Verfilmung des ersten Falls „Waidmannsdank“. Spätestens dann wird Obervellach zum Mekka der Flattacher-Fans. Für alle diejenigen, die gerne neue Ferienziele ausprobieren wollen, kann ich Obervellach und das Lokal „Grillkunst“ nur empfehlen.

Fazit:

Ein Krimi, der die Lachmuskel kaum erschlaffen lässt und dennoch ein Körnchen Ernst beinhaltet. Selbst das Mölltal ist keine Insel der Seligen mehr, den Junkies gibt es überall. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.